Logo

Homöopathie ist wirkungslos

Hugo Stamm am Samstag den 25. Oktober 2014
GESUNDHEIT, APOTHEKE, ARZNEIMITTEL, ARZNEI, HOMOEOPATHIE, ALTERNATIVMEDIZIN, GLOBULI, HERSTELLUNG, KUEGELCHEN, KOMPLEMENTAERMEDIZIN, ALTERNATIVMEDIZIN

Die meisten Patienten haben keine Ahnung, dass Globuli keine Wirkstoffe enthalten. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Seit 200 Jahren versuchen Homöopathen, die Wirkungsweise der Globuli wissenschaftlich zu beweisen. Bisher vergeblich. Es wird ihnen auch in Zukunft kaum gelingen, denn die alternative Heilmethode verletzt grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse. Zwei Beispiele:

1. Durch Verdünnung wird die Wirkung der Mittel verstärkt (Potenzierung). Nur: 100-prozentiger Alkohol hat erfahrungsgemäss eine stärkere Wirkung als eine Lösung mit 0,0000001 Prozent. Schon Paracelsus (1493–1541) hatte erkannt: «Nur die Dosis macht das Gift.»

2. Die beigemengte Flüssigkeit nimmt laut Samuel Hahnemann (1755–1843), Begründer der Homöopathie, die Information der Wirkungssubstanz auf. Ein solches Phänomen konnte bisher aber in der Natur nicht beobachtet werden. Dann führt Hahnemann okkulte Argumente an. Durch die Potenzierung würden die Mittel «im innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft» entwickeln.

Die Kritik an der Homöopathie setzt aber viel früher an. Heute hat jeder Mittelschüler wesentlich mehr medizinische Kenntnisse und pharmakologische Erfahrung als Hahnemann vor 200 Jahren. Deshalb verwundert es nicht, dass er seltsame Vorstellungen über den Menschen und seine Gesundheit entwickelte. Verwunderlich ist jedoch, dass Hahnemann heute noch als visionärer Pionier verehrt wird und rund ein Drittel der Leute homöopathische Mittel verwenden. Überraschend ist auch, dass Apotheken Globuli ohne Bedenken anpreisen und viele Ärzte die Kügelchen verschreiben.

Die meisten Patienten haben keine Ahnung, dass Globuli keine Wirkstoffe enthalten. Sie werden nämlich so stark verdünnt, bis kein Molekül mehr in einem Kügelchen zu finden ist. Erst recht keine Ahnung haben die Konsumenten, welche seltsamen Stoffe und unappetitlichen tierischen Produkte benutzt werden, um homöopathische Mittel herzustellen.

So verwenden Homöopathen als Grundsubstanz unter anderem Blattschneiderameisen, Blausäure, Kot des Pottwals, Hundekot, Kakerlaken, Speichel der Aga-Kröte, Gallenstein, Sekret der Bauchdrüsen des sibirischen Bibers, Gartenschnecken, Bettwanzen, Auspuffgase eines Dieselfahrzeuges, Rachenschleimhaut eines Diphteriepatienten, Galle des Braunbären, Kuhmist, Darmbakterien, Regenwürmer, getrocknetes Gift der mexikanischen Skorpion-Krustenechse, Zyankali, Witwenspinnen, Hodenextrakt, frische Eierstöcke, Urin.

Der Grund liegt im homöopathischen «Geheimnis», dass «Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird». Vereinfacht gesagt, kann das im Einzelfall bedeuten: Wer zum Beispiel allergisch auf Bettwanzen reagiert, braucht Mittel, die den aus zerquetschten Plagegeistern produziert werden.

Nun hat Hahnemann beobachtet, dass es oft zu einer «Erstverschlimmerung» der Krankheitssymptome kommt. Diese interpretierte er als Beginn des Genesungsprozesses. Nüchtern betrachtet handelt es sich wohl eher um eine Verschlimmerung der Krankheit, weil die Globuli keine Heilwirkung entfalten.

Hahnemann konnte dies nicht zugeben, weil er überzeugt war, dass mit der Homöopathie «ein neues Zeitalter der Menschheit» anbreche. Wurde ein Patient nicht gesund, schob er diesem die Schuld in die Schuhe. Denn Hahnemann vertrat die Doktrin, wer ungesund lebe, verhindere oder verunmögliche die Heilung. Dazu zählte er wunderliche Dinge und behauptete, Kräutertee hemme die Genesung, ebenso stark duftende Blumen, Gemüse aus Kräutern und Wurzeln (zum Beispiel Spargeln), Salate, Stubenhitze, negative Bewegung wie Reiten, Fahren und Schaukeln, übermässiges Stillen, langer Mittagsschlaf, Lesen im Liegen, unnatürliche Wollust, Onanie, unvollkommener oder unterdrückter Beischlaf.

Da wundert man sich schon, dass Millionen auf seine «medizinischen Ideen» schwören. Zumal auch schon Patienten gestorben sind, weil sie es bei schweren Krankheiten verpassten, sich rechtzeitig seriös behandeln zu lassen.

« Zur Übersicht

679 Kommentare zu “Homöopathie ist wirkungslos”

  1. Urs sagt:

    Dr. sc.Tech. Urs Maurer

    Esoteriker bedienen sich eines wissenschaftlichen Vokabulars, um ihrem magischen Weltbild einen wissenschaftlich klingenden Anstrich zu geben. Angefangen hat dies um die vorletzte Jahrhundertwende mit “feinstofflich” und “Äther”, Mitte des Jahrhunderts kamen dann noch “Energie” und “Schwingung” dazu, und heute, da diese Begriffe im Zusammenhang mit esoterischem Quark nur noch ältlich, angestaubt und “gschpürsch-mi”-mässig wirken, klatscht man halt überall noch die Vorsilbe “Quanten-” dran, um naturwissenschaftlich Unbeleckten weiterhin Schlangenöl verkaufen zu können.

    Das, wovon Sie sprechen, hat nichts mit Quantenphysik zu tun, sondern mit Quantenmystik, die unter echten Physikern auch als “Quantum-Woo” oder “Technobabble” bekannt ist. Interessant ist hierzu ist folgender Artikel von Lawrence Krauss im “Scientific American”:

    h ttp://www.scientificamerican.com/article/a-year-of-living-dangerously/

    in welchem er klar macht, wie sehr Quantenphysik spekulativ missbraucht wird, weil ausser wenigen Physikern kaum jemand Genaues darüber weiss (Zitat: “No area of physics stimulates more nonsense in the public arena than quantum mechanics”).

    Die von ihnen erwähnten mirakulösen Erscheinungen in der Wasserkristallisation sind übrigens keineswegs mit “anerkannten wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen” worden. Masuru Emoto’s “Versuche” sind wissenschaftlich weder in der Theorie nachvollziehbar noch als Versuch reproduzierbar. Masuru Emoto ist auch kein Naturwissenschaftler (er hat Politikwissenschaften studiert und hat einen “Dr.” als Alternativ”mediziner” von einer indischen Titelmühle namens International Open University) und sogar er selber will seine “Versuche” nicht als wissenschaftlich verstanden wissen. Zitat von Emoto’s eigener Website: “Therefore, the photograph of crystals is neither science nor religion. I hope it is enjoyed as a new type of art.”

    Und zu ihrer Behauptung, dass heute kein gebildeter Mensch mehr behaupten könne, dass Wasser Informationen aufnehmen könne, ohne sich lächerlich zu machen:
    Diese ganze pseudowissenschaftliche Hypothese basiert auf der tatsächlichen Fähigkeit des Wassers sog. Clusters zu bilden. Diese Clusters haben eine Lebensdauer von wenigen Picosekunden (eine Picosekunde ist 10^-12 Sekunden). Verschiedene Clusterstrukturen wurden zwar theoretisch errechnet (siehe Arbeiten von Stanislav Zenit und Martin Chaplin), konnten bisher aber noch nicht experimentell nachgewiesen werden.
    Dass Wasser jedoch via Cluster konkrete Informationen über längere Zeit speichern kann, wie dies die Homöopathen oder die Anhänger von “belebten Wassers” behaupten, ist REIN spekulativer Natur und weit davon entfernt, wissenschaftlich nachgewiesen zu sein. Und darüber täuscht auch der nur zu Glaubwürdigkeitszwecken vor ihren Namen geklatschte “Dr. sc. tech.” nicht hinweg.

  2. Alienus sagt:

    @Dr. sc.Tech. Urs Maurer vom 01.11.2014 um 18.54 Uhr

    Nicht uninteressanter Schrieb.

    Denn die eine Stelle, an welcher Sie schreiben, dass „….. unterschiedliche Musik in Kristallisationsbildern von Wasser abgebildet wird…..“ hat mich sehr arg verunsichert.

    Die von Ihnen dargestellte Situation ist zumeist der Ihrer Ideologie folgenden „Untersuchungen“ nicht als Kristallisation, sondern eigentlich als eine Formation von organischen, mineralischen oder verschiedenen Gemischen aus all dem und anderen Stoffen dargestellt. Ja, ja, bei der Bezeichnung „Kristalle“ flippen allzu viele Homöopathen einfach aus. Denn mit dieser Bezeichnung „Kristall“ öffnen sich die unterschwelligen Erwartungen und der Verstand schaltet aus!

    Solche „Informationen“ nach Ihrer Diktion sind üblicherweise Ansammlungen, Zusammenballungen, Konzentrationen oder auch unrichtig genannte „Klasterhaufen“, welche nach einem bestimmten Vorgang dem Betrachter eine bestimmte Anhäufungsart, Form, Struktur, Mächtigkeit, fraktionelle Zusammensetzung u.a.m. anzeigen. Wenn DAS Ihre Information ist, dann kann man dabei sein. Einer weiteren, tieferen oder gar geheimen oder sogar „feinstofflichen“ Information, die sogar in die Tiefen der Pharmazie, Krankenheilkunde oder auch einer Komplementärmedizin reicht, kann man nur noch mit Hilfe von Kaffeesatz, Spiritismus oder in Vollrausch von Hallos, Drogen oder Delirium tremens erzielen.

    Die technische Situation der sog. „ Kristallisationsbildern“ ist im physikalisch-technischen Sinne ein Resultat der Art, wenn man das Wasser, welches mit Stoffen (z. B. Salze, Mineralien, Metalle, Chemikalien oder Verbindungen jedwelcher Art) gemischt ist, auf eine Fläche tropft und dann noch einer Schwingung aussetzt und danach diese trocknet. Bei dieser thermischen Darrung werden die im Wasser befindlichen Schwimm-, Flotations- und Sedimentstoffe je nach ihren jeweiligen spez. Gewichten, chem. physk. Beschaffenheit, Größen, Formen, Oberflächenbeschaffenheiten, Löslichkeiten und so weiter und so fort fraktioniert. In den frequenziellen Hochbereichen bzw. zugehörigen Flächen auf der Resonanzfläche werden die „leichteren“ und auf den Tiefbereichen bzw. zugehörigen Flächen die „schweren“ Partikel angehäuft und abgelagert. Das Ding ist keine „spirituelle“ Information, sondern eine Funktion, welche in der angewandten Technik z. B. der Siebungs- und Trenntechnik, bei welcher mit solchen „Resonanzsystemen“ Klassifizierungen, Absiebungen und Fraktionierungen durchgeführt werden!

    Folgend ist eine beispielhafte Versuchsanordnung beschrieben, die den Widersinn solcher Aussagen bezüglich der „Kristallisationsbildern“ leichter verständlich macht: Man gebe einen Tropfen Wasser auf eine Resonanzfläche, tue etwas Pulver hinein, setze diese Anordnung einer direkten oder indirekten Schall- oder Erregungs-Quelle aus, welche ihre „Informationsinitierung“ von einem elektrischen Verstärker, hier eine Melodei einer Flatulenz, erhält. Auch hierbei werden die im Wasser befindlichen Pulverpartikel eine Formation bilden, die natürlich nur den gesamthaften Resultaten aus den jeweiligen Parametern entsteht. Ob da eine „Information“ herauslesbar ist, dass muss wirklich bezweifelt werden. Man könnte nicht einmal ansatzweise den hierbei versteckten „Anus miraculi“ entdecken.

    Würde man diese zuvor beschrieben Versuch in einen glazialen Zustand verbringen würde auch diese dann vorhandene „Information“ mehr als dürftig sein. Hier hätte man zwar Kristalle, die des Wassers mit den dotierten Pulverpartikeln, aber eine „feinstoffliche Information“?

    Es scheint so, als seien Sie auf einem monokausalen Punkt eingedampft oder gar erstarrt.

  3. Dr. E. Berndt sagt:

    @ Urs

    2. November 2014 um 10:15

    Dr. sc.Tech. Urs Maurer

    Danke für diesen punktgenauen Kommentar!!!

  4. Giovanni John sagt:

    Im Magazin 39/2010 gab es den Artikel “Rätselhafte Lebenskraft”, wo unter anderem stand, das sich Hahnemann ein theoretisches Dilemma eingehandelt hat: “Wie erklärt er, der sonst jeden kleinsten seiner Schritte begründet, die Wirkung der verschüttelten Substanzen den zweifelnden Zeitgenossen, die ihm bis dahin duchaus gefolgt sind und nun abzuspringen drohen? Tatsächlich: Selbst Hahnemann staunt und hat vorerst keine Antwort bereit.”
    Ich meine, es ist nicht so, dass Hahnemanne zuerst die Idee hatte und sie begründen wollte, sondern ein unerwartetes Resultat war da, das verstanden und erklärt werden musste. Das ist ein grosser Unterschied! Wobei ich zustimme, dass heute jeder Mittelschüler mehr medizinische Kenntnisse als Hahnemann hat.

    M.f.G.

  5. Gold sagt:

    Dieses dauernde Homöopathie-Bashing von Hugo Stamm und das In-die-Sektenecke-rücken ist einfach nur noch lächerlich.
    Herr Stamm muss sich ja nicht homöopathisch behandeln lassen und kann das diejenigen, die das tun und dadurch nachhaltig und kostengünstig gesunden, überlassen. Jedem das seine.

  6. Keusch Andreas sagt:

    Der Placebo-Effekt

    Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum umstrittenen Placeboeffekt, heute Abend um 21.45 oder am Montag, den 17.11.14 um 9.50 auf Arte, für alle, die sich wirklich seriös mit diesem Schema beschäftigen, und in diesem Blog nicht nur ‘Glaubenskriege’ führen …

  7. Keusch Andreas sagt:

    Sorry, Tippfehler: Thema anstelle von Schema

  8. Pfiffiikus sagt:

    @ Keusch Andreas

    Danke für den Hinweis. Die Sendung werde ich mir mit Interesse “reinpfeiffen”.

  9. Dr. E. Berndt sagt:

    Homöopathie dringt aus der Medizin in den Alltag vor

    Die Attraktivität ist ungebrochen. Nahezu alles kann irgendwie homöopathisch behandelt werden. Auch Seuchen wie Ebola werden zum Ziel homöopathischer Behandlungsphantasien. Selbstverständlich gehört heute die Homöopathie zum Repertoire der Veterinärmedizin. Haus- u. Nutztiere werden behandelt und auch im Gartenbau wird Homöopathie angewendet.

    Der Aberglaube Homöopathie ist nämlich längst nicht mehr eine medizinische Behandlungsmethode in engerem Sinn. Die magischen Grundlagen des Gesundheitsaberglaubens Homöopathie finden in allen erdenklichen Lebensbereichen Anwendung. So werden auch Pflanzen schon homöopathisch behandelt. Gemäß dem Leitdogma „Gleiches heilt Gleiches“ werden mit Helix tosta Globuli (geröstete Schnecke) Gartenschnecken in Schach gehalten. Homöopathische Informationen werden zur Verbesserung des Wohnraumklimas an die Wand gemalt. Auch bei Mauerentfeuchtungsgeräten – ein eigenes Kapitel der Pseudotechnik – wird mit Homöopathie argumentiert.

    Es wird an eine Wirksamkeit geglaubt. Die unüberbrückbaren Ungereimtheiten und Gegensätze zu Wissenschaft werden hinter transrealen Vorstellungen versteckt. Der Begriff „Homöopathie“ wurde zum Zauberwort. Nichts und niemand hindern, dieses magische Wort auf jeden nur denkbaren Nonsens umsatzsteigernd draufzukleben. Absolut jeder der will, kann sich als Homöopath bezeichnen, sich auf die Homöopathie berufen und irgendwelchen kruden Mittel und Verfahren zumindest das Markenzeichen Homöopathie umhängen. Daran stößt sich auch in der akademischen Homöopathiegemeinde niemand.

    Allerdings von Empfehlungen zur Empfängnisverhütung mittels Homöopathie konnte ich bis dato nichts bemerken. Ein katholischer Arzt, der als „Schulmediziner“ bezeichnet wurde, hatte laut angedacht Homöosexualität mit Homöopathie zu heilen. Ich darf wiederholen. Es gibt keine ernsthaften Einwände oder laute Proteste gegen diese und andere Skurrilitäten seitens ärztlicher Homöopathiegesellschaften.

    Was für aufgeklärte Zeitgenossen ein kurioser Aberglaube ist, gilt für Anhänger als unbedingt wahr also für mehr als nur irgendwie wahrscheinlich oder zufällig. Dafür gibt es verschiedene Gründe und Erklärungen, die nicht isoliert zu sehen sind, die ineinander übergehen und die mit dem Phänomen Aberglaube zusammenhängen.

    Mit pseudowissenschaftlichen Argumenten wird das Unwahrscheinliche logisch gemacht und charismatische Scharlatane – heute Gurus oder Wunderheiler genannt – verkünden das neue Heil. Und auch die Anhänger von alternativen, komplementären und ganzheitlichen Heillehren und Modeströmungen streben unter Berufung auf Demokratie und Meinungsfreiheit nach Gleichberechtigung und verlangen immer vehementer die Integration. Das Qualitätskriterium ist die offensichtliche Beliebtheit, mehr nicht.

    Kann ein modernes Gesundheitswesen seine Aufgaben erfüllen, wenn seine Medizin und seine Pharmazie mit Esoterik überfrachtet werden und sich Aufklärungsfeindlichkeit breitmacht? Die postmoderne pseudowissenschaftliche Bioromantik, voller Schwingung, die den Bildungshintergrund alternativer und ganzheitlicher Medizin abgibt, hat religiös-transzendente Hypothesen in heilige, allmächtige Bioinformation umgewandelt. Heute heilen nicht mehr Rosenkranzperlen und Weihwasser, sondern Globuli und Granderwasser, weil daran geglaubt wird.

    Im Grunde geht es um einen so genannten Relativismus. Nach welchen Kriterien und Grundannahmen soll in der Medizin und überhaupt entschieden werden. Wenn abergläubischen und magischen Ansichten der gleiche Stellenwert wie wissenschaftlichen Erkenntnissen und Naturgesetzen eingeräumt wird, muss alles, auch das Absurde, gelten. Es gibt dann auch nichts Absurdes mehr. Alles ist gleich wahr und es gibt dann auch keine gültigen verbindlichen Entscheidungsgrundlagen mehr. Denken wird überflüssig und kann abgeschafft werden. Was in der Gesellschaft bei den Religionen gilt, gilt auch in der Medizin. Die Position „alles geht“ führt in das Nichts.

    Dass an Homöopathie geglaubt wird, ist längst keine Einzelerscheinung sondern allgemeiner Konsens. Die Homöopathie wirkt als Ideologie über den Bereich Medizin hinaus. Warum und wie weigern sich die Menschen quer durch die Gesellschaft, die naturwissenschaftliche Aufklärung anzunehmen?
    Hat sich die Gesundheit in den letzten Jahrzehnten nicht deutlich verbessert?
    Geht es uns zu gut?
    Haben wir vergessen ,was Krankheiten wirklich sind?
    Wo ist der Beitrag der Homöopathie?’ Was ist ihre Leistung?

  10. Thomas M. Germann sagt:

    Der altgermanische Trick hat funktioniert: Ich habe die Küchentüre aus den Angeln gehoben. Wenn das mal keine Homöopathie ist! 🙂

  11. Random sagt:

    “Die Küchenmadonna” von Rumer Godden

  12. olive sagt:

    @ Dr. E. Berndt
    7. November 2014 um 19:50

    Antwort im neuen Topic

  13. Dr. E. Berndt sagt:

    @ olive

    8. November 2014 um 09:51

    Was heißt : Antwort im neuen Topic

  14. Eco sagt:

    Was darf mit “TOPIC” gemeint werden?
    Sollte etwa eine Initiative gegen die Masseneinwanderung von Fremdwörtern und Fremdworten gestartet werden?

  15. Andreas Keusch sagt:

    Immer wieder interessant, wie viele ‘Fachidioten’ auf diesem Planeten herumlaufen, anstatt den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Deshalb eine Nachhilfestunde: neuester Topic bedeutet nach Einschalten des gesunden Menschenverstandes der aktuell neue Blog von Hugo Stamm “Wissenschaftlich verbrämte Esoterik”! Aber eben, so viele Menschen verrennen sich in Ihrem Übereifer und Missionieren, dass sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen! Bei solchen Leuten muss man sich so aber ernsthaft fragen, ob Sie tatsächlich in der Lage sind, verschiedenste komplexe Zusammenhänge richtig analysieren zu können, wenn man nicht einmal das Offensichtliche zu erfassen fähig ist ….

  16. Thomas M. Germann sagt:

    Eine erstaunliche Bibelstelle:

    “Herr, wer wird Dich verraten?” Petrus fragte Jesus: “Was ist mit ihm, Herr?” Jesus erwiderte: “Wenn ich will, dass er am Leben bleibt, bis ich wiederkomme, was geht Dich das an? Folge Du mir nach.” Deshalb verbreitete sich in der Gemeinde der Brüder das Gerücht, dass dieser Jünger nicht sterben werde. Doch das hatte Jesus nicht gesagt. Er hatte nur gesagt: “Wenn ich will, dass er am Leben bleibt, bis ich wiederkomme, was geht dich das an?” (aus Joh 21,20-23 nach der Übersetzung Neues Leben)

  17. Thomas M. Germann sagt:

    Über die Unsterblichkeit des Leibes bis zur Wiederkunft des Messias lässt Jesus also nicht diskutieren. Diese liegt alleine in seinem Wilen. Das schliesst aber eine Unsterblichkeit der Seele nicht aus. Man möchte sagen, Joseph Ratzinger hat (wieder einmal) recht.

  18. Thomas M. Germann sagt:

    Ist es eigentlich so, dass sich sogar die Atheisten auf die himmlische Erlösung vorbereiten? Wenn ja, tun sie das mehr schlecht als recht, indem sie sämtliche Dämonen (bis zu den Latrinen-Dämonen) beschwören. Habt Vertrauen! Und wie der biblische Jesus gesagt hat, geht uns das alles (sogar bei Judas) eigentlich einen Dreck an, was Jesus will oder nicht will, ob er bestimmte Menschen erlösen will oder nicht. (Quelle: Eigenkreation; streckenweise natürlicherweise Plagiat – was denn sonst; man erinnere sich an die Kopisten schon bei der Aufsetzung der Varianten des Neuen Testaments.)

  19. Thomas M. Germann sagt:

    Lies in 00:20 “Willen” statt “Wilen”.

  20. Thomas M. Germann sagt:

    Wie sagt ein guter Freund von mir immer:

    (1) Stärrig werden wir alle. Das ist todsicher.

    (2) Was nachher kommt, weiss niemand. Ergänze: auch nicht die Kirche.

  21. Thomas M. Germann sagt:

    Aber bitte, verschont die wirklich Frommen, vor allem die (meisten der) alten Frauen! Die können nix für.

  22. spiritus sagt:

    Thomas M. Germann
    am 09. November 2014 um 06:00
    Selbst wenn Sie mittels Kaiserschnitt entbunden worden wären, könnten Sie Ihrer werten Frau Mutter doch vielleicht wieder mal Blumen bringen. Nicht? Oder? Oder nicht?
    🙂

  23. bielersee juhe sagt:

    ich freue mich auf den tag an dem herr stamm von der Schulmedizin nicht mehr geheilt werden kann und den homöopathischen Strohhalm doch noch entdeckt und wie so viele andere, geheilt wird.

  24. Marcus Köpp sagt:

    @ bielersee juhe

    Zitat:ich freue mich auf den tag an dem herr stamm von der Schulmedizin nicht mehr geheilt werden kann und den homöopathischen Strohhalm doch noch entdeckt und wie so viele andere, geheilt wird.

    Es gibt mehr als genug Menschen, die von Ärzten, als dem Tode geweiht bezeichnet wurden, und dann doch irgendwie nicht sterben wollen.
    Meinem Opa wurde von Ärzten eine Lebenserwartung von max. 2 Jahren prognostiziert, wegen Leberzirrhose.

    Er verstarb tatsächlich, allerdings erst nach 13 Jahren.(Trotz weiterm Alkoholkonsums!)

    Hätte er homöopathische Mittelchen bekommen, dann hätte man die gewonnen 11 Jahre der Homöopathi zugeschrieben.

    Das sind dann die Fälle, die belegen sollen, das Homöopathi wirkt..

    Man weis halt nie genau was kommt, auch die Schulmediziner nicht!..

  25. Winkler Franz sagt:

    Herr Stamm, sie sind einfach nicht so hell auf der Platte. Aber es macht kein Sinn, mit einem Menschen zu diskutieren, der nicht fähig ist, über etwas zu denken, dass er nicht auf der Schulbank gelernt hat. Werden sie doch glücklich auf ihre Art und lassen sie die andern machen wie sie wollen. Ich lebe so, für mich ist die Schulmedizin nicht einfach Schwindel, es hat bestimmt auch gutes und wertvolles.

  26. Beat Frei sagt:

    Für mich ist das ein sehr tendenziöser und nicht fundierter Text zu diesem Thema. Herr Stamm setzt sich in keiner Weise mit der Alternativmedizin auseinander.
    Er schreibt ganz im Sinne der Pharmaindustrie und spricht auch aus den Herzen der Schulmediziner.
    Bevor so jemand einen Stuss schreibt, sollte er sich einmal mit der Chemie im Allgemeinen (Katalysator-chemische Reaktionen) und auch der Biochemie befassen, denn Allergien (Sensibilisierungen / Elizitierungen) können mittels Homöopathie angegangen werden und Erfolge sind verzeichnet worden…! Das Homöopatische Mittel ist nur der Katalysator, welcher das immunsystem anregt, entsprechende Antikörper zu bilden. Ergo ist das Mittel zum Zweck nur der Katalysator und nicht ein Wirkstoff zur Bekämpfung der Symptome. Es braucht in vielen Fällen auch nur ein entsprechendes Molekül zur Anregung…
    Dies ist meine Theorie; Nachweise für die Wirksamkeit der Homöopatischen Mittel habe ich genügend.
    Es gibt Fachärzte, welche beides sind: Schulmediziner und Homöopathen… Warum wohl, weil es unwirksam und Placebo sei…? Wohl kaum.

  27. olive sagt:

    @ Beat Frei
    20. April 2015 um 15:57

    Es kommt mir nicht so vor, als hätten Sie sich wirklich mit der Homöopathie beschäftigt. Da helfen auch Schlagworte wie Biochemie etc. nicht.

    Schauen Sie einmal, was der Physiker dazu sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=mOkWxw8L0go

    “Nachweise für die Wirksamkeit der Homöopatischen Mittel habe ich genügend.”

    Immer her damit!

  28. Oliver Z. sagt:

    The proof is in the pudding, würden die Americaner sagen und hier setzt für mich die Realität an. Unsere ganze Familie läßt sich erfolgreich Homöopathisch behandeln und meiner Mutter wurde auch von klassischen Pharma Ärzten gesagt, dass sie ihre 42 Jahre lang währende Blasenentzündung, die 42 JAHRE lang mit Antibiotika behandelt wurde, nur noch mit einem einzigen Antibiotika “bekämpfen” können und wenn das nicht mehr hilft, dann steigt die Entzündung im Körper auf und sie muss sterben. Nach drei Homöopathischen Behandlungen und 6 Monaten, war die Entzündung weg und kam auch nicht mehr wieder. Das ganze wurde nur “kopfschüttelnd” von ihren Ärzten bestätigt.

    Mein Bruder hatte einen Nasenbeinpolypen und eine Vorhautverengung für beides war er bereits zur OP angemeldelt. Dann hat er doch noch Globulis genommen und BEIDES hat sich normalisiert, soll heissen, der Polyp hat sich zurückgezogen und die Vorhaut musste auch nicht weg. Wiederum nur kopschütteln der Ärzte und die Frage nach dem “Wundermittel”, wenn man dann sagt Globulis, dann ist es auf einmal nur noch Quacksalberei.

    Bei unserem Sohn wurde ADHS diagnostiziert, daraufhin haben wir eine Globulibehandlung gestartet und er ist Symptomfrei, lernfähig und mittlerweile zweitbester in der Klasse.

    In meiner “Krankenkasse” auf Gegenseitigkeit hatten wir 4 Krebspatienten, 3 entschieden sich für die Chemotherapie, eine Frau für eine alternative Therapie. Eine Person lebt noch, sie dürfen raten wer. Kosten für die Chemotherapien insgesamt fast eine halbe Million EURO und drei Leben, kosten für die alternativ Behandlung 4500 EUR

    Jeder Mensch hat das Recht seinen Körper mit allem möglichen Zeug vollzustopfen, die Konsequenzen muss jeder selbst tragen. Wobei ich SEHR GERNE auch mal ein Schmerzmittel nehme . danke dafür an die Pharmaindustrie!

    Und das die Wirkungsweise von Globulis nicht nachgewiesen wurde durch die klassische Physik ist einfach nur FALSCH, es gibt sehr gute Arbeiten auf dem Gebiet der klassischen Quanten Physik die sich mit diesem Thema beschäftigen und zumindest den Ansatz eines Nachweises erbracht haben, hier muss man sich nur mal die Mühe machen etwas nachzulesen.

    Es gibt noch so viel was auch in der klassischen Medizin NICHT erklärt werden kann, ganz banal, woher weiss eine Zelle die sich in einem Embryo teilt, wo sie im drei dimensionalen Raum gerade ist. Wer sagt ihr, hier gehört jetzt ein Fuss hin, dort der Finger und hIer, ja HIER gehört das Gehirn hin ………….

  29. olive sagt:

    @Oliver Z

    hochinteressante Lektüre von einer ehemals 100% gläubigen homöopathischen Ärztin
    htt p://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/

    Beim Schreiben des Buches merkte sie, dass da was nicht stimmen kann.

Meistgelesen in der Rubrik Blogs

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Weiterbildung

Trainieren oder verlieren

Mit Gedächtnistrainings die Lernfähigkeit verbessern.

Anzeigen

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Abo

Digital Abos

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Im 1. Monat nur CHF 1.-

TA Marktplatz