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Der gefährliche Zwang des positiven Denkens

Hugo Stamm am Sonntag den 14. Juli 2013
Foto: Flickr/mardy78

Auch Unglücklichsein ist eine wichtige Emotion: Eine Frau mit einem «falschen» Lächeln. (Foto: Flickr/mardy78)

Die Welt denkt positiv. Wer positiv denkt, erlebt rund um die Uhr Friede, Freude Eierkuchen. So wird es uns flächendeckend eingebläut. Es gerät schon fast zu einem Mantra: Wer miesepetrig ist, bringt sich um sein Glück. Wir müssen uns nur positiv einstimmen und an unser Wohlbefinden glauben, und die Welt erscheint vom Sonnenaufgang bis zum -niedergang in rosarotem Licht.

Die einflussreichsten Propagandisten des positiven Denkens sind die Esoteriker. Für sie ist alles nur Energie und Frequenz. Wenn wir die Gedanken in die richtigen – positiven – Schwingungen bringen, überflutet das Glück angeblich das ganze Bewusstsein. Kurz: Ich kann Freude, Erfolg und Hochgefühle mental erzwingen. Es ist in den Augen der Esoteriker alles nur eine Frage der Einstellung.

Auf den ersten Blick klingt dies verlockend, vielleicht sogar überzeugend. Wer aber nicht nur schaut, sondern auch noch ein bisschen denkt, durchschaut den Mythos als Zwang. Positivdenker müssen sich permanent eintrichtern, es gehe ihnen gut, ja sehr gut, nein, geradezu hervorragend. Vor allem aber müssen sie alles ausblenden, was ihre positive Weltsicht trüben könnte. Sie dürfen nicht an die Depression ihrer Tochter oder die Krebskrankheit ihrer Nachbarin denken, nicht an den Bürgerkrieg in Syrien, nicht an die Dürrekatastrophe in der Sahel-Zone. Sie müssen auch ausblenden, dass sie von ihrem Chef gemobbt werden oder eine schlecht Qualifikation erhalten haben. Sie dürfen sich auch keine Sorgen darüber machen, ob der Lohn bis Ende Monat reicht oder wie sie die Steuerrechnung bezahlen sollen. Solche Gedanken blockieren das positive Denken und verstellen den Blick auf das vermeintlich allgegenwärtige, riesengrosse Glück.

Das positive Denken ist in Wirklichkeit ein Zwang, der das Glück vertreibt. Es ist eine permanente Selbstkonditionierung. Man zwingt die Gedanken in ein Korsett und unterdrückt wichtige Impulse aus dem Unterbewussten. Impulse, die nötig sind zur Verarbeitung schmerzhafter Erlebnisse. Der natürliche Gedankenfluss wird durch Autosuggestion unterbunden, die Fantasie in Ketten gelegt. Die positiven Denker berauben sich wichtiger menschlicher Erfahrungen und verhindern eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung. Das positive Denken führt zu einer eigentlichen emotionalen Regression. Es ist eine kindlich-naive Weltsicht, wenn man glaubt, das Glück durch mentale Konditionierung herbeizwingen zu können.

Der deutsche Philosoph Wilhelm Schmid spricht sogar von einer drohenden Diktatur des Glücks in westlichen Gesellschaften. Und der australische Psychologe Joseph Forgas bringt es auf den Punkt: «Emotionale Schwankungen gehören nun mal zum dem Affen, der wir sind.»

Studien zeigen sogar, dass zu hohe Glückserwartungen das Glücksgefühl reduzieren können. Wenn die Erwartungen nicht eintreffen, fühlt man sich schlecht, zweifelt an sich und übersieht die kleinen Glücksmomente. Wer kleinere Erwartungen hat, erfreut sich auch des kleinen Glücks. Wer grosse Erwartungen hat, konzentriert sich vor allem auf die grossen Gefühle. Er postuliert für sich das Recht auf das grosse Glück. Er läuft Gefahr, im Kampf um die grossen Gefühle egoistisch zu werden und somit ein asozialer, unangenehmer Zeitgenosse. Dadurch nimmt er sich aus dem sozialen Spiel heraus, wird einsam und verbaut sich die Quelle des grössten Glücks: das einfühlsame Zusammenleben mit seiner Umgebung. Weiter haben Studien gezeigt, dass Menschen, die auch negative Gefühle zulassen, genauer denken und achtsamer sind.

Deshalb sollte die Zwangsideologie des positiven Denkens den Esoterikern um die Ohren geschlagen werden. Das macht zwar nicht glücklich, verhindert aber eine gesellschaftliche Entwicklung, die kollektives Unglück verbreitet.

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724 Kommentare zu „Der gefährliche Zwang des positiven Denkens“

  1. viele Fragen zum Glück sagt:

    dieser Fragenkatalog ist (vielmehr die Antworten sind) insofern interessant, weil man uns im Westen immer einreden will, wie wenig materiell und bedürfnislos (abgeschottete) Asiaten (oder Ethnien) und Buddhisten doch seien (ich wünsche mir z.B. kein Flugzeug :- ) )
    insofern auch interessant, dass Männer in Matriarchaten glücklicher sind als Frauen (die jedoch souverän, unabhängig, stolz und würdevoll erscheinen) …Arbeitslose glücklicher als Bauern und Arbeiter….

    —-

    wir wissen, weshalb Andersen glücklich ist (vermutlich auch, weil sie (Er?) Dänemark entwischt ist…dort beginnt es nämlich zu bröckeln

    nichtsdestotrotz: ich bleibe im Norden bei d e n Temperaturen (und auch bei 20m Meeresspiegelanstieg noch auf erhöhtem Posten – weiß nichtmal ob ich “nur” einen Meter noch erlebe!- )

  2. Christian Duerig sagt:

    @ hahaha & Eine Antwort
    Vermutlich sind Sie ein Bioauer, Biofan oder ein Naturheiler. Viel Spass mit Ihrem Lachen. Sie zwingen sich, positiv zu denken. HS hat Sie auf die angebliche Gefahr aufmerksam gemacht.
    Hahaha! Hahaha! Hahaha! Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh, ist ist ein König.
    Diesen Kanon lernen Kinder auf der Unterstufe. Beim Spielen wird er zum Ohrwurm !
    Ich weiss, weshalb Berufsköche gutes Geld verdienen. Sie servieren kaum Rohkost ! Gönnen Sie sich eine Bärner Röschti im Anker ! Sie können sich auch vollsaufen mit Egger Bier, werden aber dann vom Wirt sehr schnell auf die Strasse gestellt. Hier können Sie Theaterlis spielen. Zu Ihrer Sicherung sind die Brücken mit Stacheldrahtzäunen verziert. Sie können aber auch zum Bundeshaus gehen und dort eine gratis Dusche nehmen. Ein kurzer Spaziergang zum Hauptbahnhof, und Sie können die Heimreise antreten.
    Mit Ihnen setze ich mich nicht an den Stammtisch. Sie sind ein Namenloser ! (Gaukler, Kleinkünstler, Jongleur, Comédien, …) Viens voir les comédiens. Voir les musiciens. Voir les magiciens. Qui …. Freundliche Grüsse mit Charles Aznavour. Crigs
    Anmerkung: Ich habe Sie bis zum Bahnhof begleitet. Hier können Sie auf den Zug aufspringen. Ein Dankeschön von Ihnen bleibt aus. Sie haben sich ausgezeichnet. Gucken Sie in den Spiegel, und versuchen Sie Ihre Augenbewegung, selber zu beobachten. Sind Sie überrascht ?

  3. Christian Duerig sagt:

    @ viele Fragen zum Glück
    Ich war überrascht zu sehen: Heh ! Wir Schweizer sind von den 41 “befragten Ländern” die glücklichsten.
    Das Wesentliche aus der Befragung ist aber das Resultat, dass wir die Tendenz zum Positiven deutlich leben.
    Bei primitiven Lebewesen spricht man von positiven und negativen Taxien (Phototaxie, Chemotaxie, Thermotaxie, Geruchstaxie, Bewegungstaxie; Angst, Faulheit, Selbstgefälligkeit, uam)
    G & G informiert uns genauer als die Ankündigung von “What happiness is”. Crigs

  4. Christian Duerig sagt:

    @ @ viele Fragen zum Glück
    Dänemark ist an 2. Stelle !
    Wie stark die Rotlichtmilieus beteiligt sind, bleiben die Untersuchungen schuldig.

  5. namenlose B sagt:

    Hallo Herr Vielschreiber CD (momentan stehen Sie ja unter einem ziemlichen Druck! :- ) )
    mag sein, dass ich eigentlich dem Rudel der (Klein) Künstler angehöre…zuletzt habe ich – nach Verlust meines Namens – gut 30Jahre im Rudel der in D’land nicht geachteten Hausfrauen und Vielfachmütter verbracht und danach hier im Blog eine Zeit, um u.a. zwecks nachdenkseiten über einen gewissen S_ _stall zu informieren. – daraus ergibt sich zwangsläufig, dass die *Miese Stimmung* hierzuland obsiebgt. ..dennoch ist man in HH am glücklichsten! freu…analog dazu meine Haupteinstreuungen als Freikirchenaussteigerin (diese Anmerkung nur, damit nsa mich schneller findet)

    und mein Hahaha (ebenfalls ich) bezieht sich vornehmlich auf das, was da noch kommen mag! (siehe diese “süßen” Paschas -Foto- , wie sie den üblichen Industriedreck futtern und der volkswirtschaftlichen Diabetis-Kreislaufkasse frühestmöglich – am besten schon nach einem Jahr Kita, also mit eins – ZUR LAST fallen..jene, die die Zukunft “retten” sollen…..die vereinigten Araber nicht minder)

    und was in Dänemark nicht zu halten ist (auch nicht, wenn sie Frauen zu 99% in die Jobs schicken) und man sich punkt vier Uhr Feierabend einen Hyggeliggen hinter die Binde knallt
    w.ww.
    nachdenkseiten.de/?p=18135#h05

    w.ww.
    wdr5.de/sendungen/politikum/2013/juli/serie-wer-zahlt-den-staat-ueber-europaeische-steuerpolitik-in-zeiten-der-krise/daenemark.html

  6. Christian Duerig sagt:

    @ namenlose B
    Ich höre Sie und freue mich auf eine Bärner Röschti im Anker ! Ich bin nie eingestiegen, konnte deshalb nie umsteigen und aussteigen. Sie haben den falschen Zug erwischt ! Was haben Sie in der Schule gelernt ? Was haben Ihnen die Eltern und Mitmenschen vorgelebt ? Waren Sie nicht neugierig ?

  7. namenlose B sagt:

    ff
    @ CD
    mit Ihnen setze ich mich nicht an den Tisch von Urs Hochstrasser! Bleiben Sie mal schön bei den “Berufsköchen”, auch wenn sie noch so viele Sterne haben! Sie sind Halbwissende! :- )

    (…meine Bemühung für Enzyme, Vitamine und weniger Histamin—> Gabel statt Skalpel)

    …weitere N A M E N: Atilla Hiltmann, Giesela Bayer (Gourmet Rohkost)

  8. ff sagt:

    @ Christian 12.57h

    ich fand Mathe (meistens) fürchterlich…bin gelernte Designerin UND Kunst-und Sport(und Arbeitslehre) lehrerin HL
    gelernt habe ich als Nachkriegsenkelin (durch die Schule der 60erJahre des Zweiklassensystems…ich meine ‘hastewasbistewas) ..die Hausmannskost ( aller Parteien und Wohltätigkeitsversprecher oder Dres. Blender) habe ich hinter mir!

    Fazit:
    zwecklos
    und Tschüß :-)

  9. ff sagt:

    Korrektur Hildmann

  10. ff sagt:

    doch noch was
    ich habe insbesondere bei fundamentalistischen Christen gelernt mein LICHT unter den Scheffel zu stellen

    weiß sehr wohl dass ich den falcshen Zug genommen hatte

    aber wem passiert das nicht???? :- ) mal…

  11. namenlose B sagt:

    at CD

    schönster Beweise, dass mein Hirn nicht mehr funktioniert

    ich meine in 12.39h nicht
    zwecks, sondern mittels
    nachdenkseiten….

    leider wird ein Lesen von Spitzer kaum das Ultra-Kurzzeitgedächtnis nach kolossalem chronischen STRESS (und Stess-Belastungs-Störung) mehr reparieren können und eine Demenz uvam ist unausweichlich :-(

  12. Christian Duerig sagt:

    @ namenlose B
    Ich würde kein einziges Buch von Spitzer lesen. Ich bin zufällig auf seine 194 Videovorlesungen gestossen. Er hat viele Auszeichnungen und war Gastprofessor at Harvard. Ferner arbeitete er an der University of Oregon. Ob er auch am HHIM gearbeitet hat, weiss ich nicht. Er hat wenigstens eine Promotion in Medizin !
    Die Videovorlesungen eignen sich hervorragend zum Lernen. Sie sind effizienter als eine Vorlesung, die keine Repetition ermöglicht !

  13. Christian Duerig sagt:

    @ namenlose B
    Gehen Sie möglichst häufig spazieren. Die Impulse von aussen werden den Hippocampus sehr stark aktivieren. Freuen Sie sich über das schöne Wochenende. Herzliche Grüsse aus Bern. Crigs

  14. Christian Duerig sagt:

    @ ff
    Schmeissen Sie nicht das Handtuch. Lernen Sie etwas Neues. Hören Sie Umi Garrett via You Tube zu. Musik ist völlig zwecklos, und wir können uns riesig daran erfreuen. Schalten Sie den Mandelkern ab.

  15. ü60 sagt:

    Für mich gibt es keine schnellen Lösungen. (mit Hinweis auf Esoterik oder Wunder per Geistheiler oder Gebet oder Coach…)

    Mit 65 soll es ja wieder bergauf gehen? In den 40ern geht es erstmal bergab.
    Sagt meine Tochter: du mußt ja nun nicht mit 60 noch unbedingt einen Handstand machen.
    Doch! Muß ich! Mit aktuell 7kilo leichter hatte ich nun plötzlich Schiß – und das nach einem Jahr ohne Handstand an der Wand oder Rädern auf dem Rasen- dass meine Handgelenke einknicken und ich auf den Kopf knallen würde. Was früher intuitiv und keine Frage war….
    Es gelingt wieder :- ) Ohne Zögern. Und das soll auch mit 80 noch so sein

  16. ... sagt:

    re: EMDR
    Mandelkern

    Hirnforschung: Angstreaktion entsteht nicht nur im Mandelkern
    w.ww.
    spiegel.de/wissenschaft/mensch/hirnforschung-mandelkern-nicht-alleiniges-angstzentrum-a-881339.html

  17. paprika sagt:

    @Lisa
    cc Jake

    musste nachschlagen, was das ist: Gelichter
    und tatsächlich, hat mit Licht nichts zu tun, sondern ist ein “Ort des Liegens” ähnelt dem “Gliger” der Berner, ein Bett oder sonst eine Möglichkeit sich hinzulegen.

    Warum es dann auch ein abfälliger Ausdruck für Personen wurde, ist mir nicht ganz klar.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gelichter

    Zu Ihrem “nie wieder”:
    genau so sehe ich das auch. Ich erinnere mich, wie ich nach dem Film “Schindlers Liste”, der von Spielberg mit diesen Worten vorgestellt wurde, tränenüberströmt ( im strömenden Regen, es passte dazu ) nach Hause fuhr.
    Zur gleichen Zeit war der Kroatienkrieg im Gange und es “geschah wieder.”

    Usw.usf.

    @Jake

    dass Sie lieber mit Mädchen spielten, finde ich sympa.

  18. künftige Lebensstile sagt:

    WIE wollen wir künftig leben?
    w.ww.
    zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-08/hochwasser-fluthilfe-buerokratie

    meine Tochter, jetzt voll in der Kralle

    (vor Master, nebst Praktikantenstelle, nebst Umzügen und Trennung und voller Stress-Symptome und Beschwerden und Lebensmittel-Unverträglichkeiten (jaja, Lisa: das Leben in überfüllten überteuerten Studentenstädten…man wird dann ferner für ein Praxissemester ein paar hundert Kilometer weit weg geschickt und hat dann evtl. 2 “Wohnungen” an der Backe; erneute Anmerkung von mir: Wohl dem, der als Eltern NUR EINE Baustelle in die heutige Anforderungs-Welt gesetzt hat! :- ( …Der Spruch: jede Generation muß mit ihren eigenen Aufgaben fertig werden, ist vermessen!)

    sehnt sich bereits nach einem Selbstversorgerleben auf dem Lande, fern ab von Einflugschneisen und pipapo. Sie hetzt mit dem Fahrrad durch den Verkehr zum Job, wo die Kollegen erst so richtig nach 17.00Uhr warm laufen. Ist halt Deutschland! :-)
    ( Solche Junggesellen haben halt die Kohle für einen Schicki-”Fraß” in der Szenekneipe jeden Tag.)

    Ich beneide die jungen Leute nicht, die in dieser Schiene gleichgeschaltet werden ohne dass es Alternativen gäbe. Noch weniger beneide ich diese jungen Frauen!

    Das Beispiel Flutkatastrophe und Bürokratie zeigt, wie “beteiligt” der Staat im Notfall tatsächlich ist…

    Nun, in der Schweiz hat man ja NOCH ein paar “reinerere” Maßstäbe (in jeder Hinsicht) …

    Dieter (Max) Moor (tt und Bauer sucht Kultur) ist trotzdem ein Schweiz- Aussteiger und hier TV-Moderator. Mit Plan B im Nacken hat er sich einen Traum in Brandenburg erfüllt: mit viiiiel frischer Luft, Platz, Weite, Muße, Seen…Selbstversorgung. Könnt neidisch werden :- )

  19. Christian Duerig sagt:

    @ sagt
    Wer behauptet, dass Angst im Mandelkern entsteht ?
    Sie sind sehr schlecht informiert.

  20. Christian Duerig sagt:

    @ sagt
    Vielen Dank für den Link zu Hirnforschung Mandelkern.
    Der Mandelkern greifft in das Sehen ein, sobald eine Gefahr ins Gesichtsfeld kommt. Er führt führt mit seiner Aktivität zu sofortiger Flucht, sofortiger Verteidigung oder zu Schockstarre ! Das Bewusstsein kommt zu spät, um das Handeln zu kontrollieren. Falls die Gefahr im Gesichtsfeld eine kleine Gefahr darstellt, läuft Angstschweiss, erhöht sich der Puls ein wenig und der Blutdruck steigt leicht an. Mit Training können wir diese kleinen Gefahren sehr gut kontrollieren. Das Training kann so weit gehen, dass gut eingeübte Reaktionen automatisch ablaufen. Im Militär übt man auf das Kommando, “Flieger !” sofort in Deckung zu gehen. Ich selber endete einmal bei einer Demonstration mit einem 5 cm Schwartenriss im Kopf. Mütze auf und weiter ging’s. Am Abend musste mich der Arzt die Wunde zunähen. 10 Stiche benötigte er. Mit einer grösser werdenden Glatze kommt die Narbe langsam zum Vorschein. (Kampfschwein ! und kein Mitglied einer schlagenden Verbindung.)

  21. Christian Duerig sagt:

    greift

  22. ... sagt:

    klar bin ich schlecht informiert! (im Vergleich zu schlechtest informierten Schulmedizinern haben ich deshalb allerdings keine Schuldgefühle!) ist ja nicht mein Thema…eher all die Faktoren, die zu meinem Multi-Stress geführt haben. Darunter ist (Exitenz-) Angst im Alter nach den sozialen Verlusten wegen einer Sondergemeinschaft (nenne hier nicht den Namen – ich bin hier in einem Sektenblog!) nur einer von VIELEN Faktoren. Für viele genügt allerdings nur ein einziger Grund, um aus dem Gleichgewicht (und seinen gesunden Funktionen) geschmissen zu werden.

  23. Christian Duerig sagt:

    @ sagt
    Ich kann Sie sehr gut verstehen. Existenzängste sind vermutlich die schlimmsten. Ich hoffe, dass Sie wissen, wo Sie anklopfen müssen. Sprechen Sie Ihre Mitmenschen an. Holen Sie Rat. Die Gemeinschaft wird Sie unterstützen.
    Ein Schulkollege von meinem Sohn, wurde von seinen Eltern verstossen, obwohl sie Millionen auf der Bank haben. Der Junge hatte sich mit Wetten im Internet hoch verschuldet. Er sah keinen Ausweg mehr und stürzte sich vom Dach. Er hatte noch keine Matur. Er sah vermutlich nur schwarz ! Jede Hilfe kam zu spät.
    Ich drücke Ihen die Daumen und wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche. Herzliche Grüsse. Crigs

  24. JasminaSch. sagt:

    Es ist sicher nicht sinnvoll bei Problemen ins Grübeln zu verfallen, sondern Lösungen zu suchen – die fuer einen selber durchführbar sind. Sprich: Das alte ich lasse mich nicht unter kriegen – das funktioniert aber nur, wenn man das Problem auch sieht, weil eben ohne Analyse der Situation auch keine Lösung.

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