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Die frommen Glücksexperten

Hugo Stamm am Montag den 6. Februar 2012

Dieser Text stammt von meinem Redaktionskollegen und Religionsexperten Michael Meier.

Pater Wallner ist auf dem Weg ein Guru der Szene zu werden: Wallner mit seiner CD Chant.

Pater Wallner ist auf dem Weg ein Guru der Lebenshilfe-Szene zu werden: Wallner mit seiner CD «Chant».

«Ich bin ein glücklicher Mensch. Und ich bin ein noch glücklicherer Mönch», bekennt Karl Wallner, Theologe des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien. Mit seinem Buch «Wer glaubt, wird selig» will er das grosse Glück, das er dort gefunden hat, seiner Lesergemeinde schmackhaft machen. Nein, kein «Reisebüro-Glück» in Form von Wasser, Sonne, Meer und Palmen - «das wäre tödlich langweilig» -, sondern ein Glück ganz anderer Art.

Liest man Wallners «Gedanken eines Mönchs über das Glück, sinnvoll zu leben» sowie ein weiteres Dutzend Ratgeber klösterlicher Glücksexperten, gelangt man tatsächlich in eine Art Trancezustand. Und fühlt sich so, als hätte man die ganze Nacht hindurch im Chor der Engel frohlockt. Als sei man ebenso lange am Wurzelchakra massiert worden. Als habe Mike Shiva einen mit dem Pendel ins Reich der Träume entführt. Ist das wahres Glück? Das Paradies?

Für viele offenbar schon. Denn Anleitungen zum Glücklichsein aus der Klosterbibliothek werden millionenfach verkauft. Wallner ist dabei, ein Guru der Szene zu werden, was er auch seiner CD «Chant - Music for Paradise» verdankt, die zum Welterfolg wurde. Das Rezept des musizierenden und dichtenden Mönchs hat er sich wohl bei Notker Wolf abgeschaut, dem obersten Benediktinermönch weltweit. Der 72-jährige Abt gibt einen spirituellen Ratgeber nach dem anderen heraus und durfte neulich mit seiner Band als Vorgruppe von Deep Purple auftreten. Am erfolgreichsten auf der Glückswelle surft freilich Anselm Grün, ein Benediktiner auch er, der es mittlerweile auf 300 Bücher mit einer Gesamtauflage von 16 Millionen bringt. Gut hundert davon sind beim Herder-Verlag erschienen.

Immer gleiche Wege

In der Schweiz ist Pierre Stutz mit «über einer Million verkaufter Bücher», so seine Website, der Branchenleader. Kein veritabler Mönch zwar, aber Mitbegründer des offenen Klosters Abbaye de Fontaine-André ob Neuenburg, verkündet der Ex-Priester eine Theologie der Zärtlichkeit. Seit Jahrzehnten tastet er sich achtsam, behutsam und empfindsam zum göttlichen Geheimnis vor.

Sein «Kleines Buch vom Kreis des Lebens» ist ein Plädoyer, im Einklang mit den Jahreszeiten zu leben. «Die ersten Frühlingstage laden mich ein, die Kunst des Geniessens zu kultivieren.» Oder: «Knospen konfrontieren mich mit der Frage nach der Hoffnung in meinem Leben.» Überhaupt sind Bäume seine «Gesprächspartner und spirituellen Lehrmeister» geworden. Sie lehren ihn «einen einfachen Lebensstil, in dem Selbstentfaltung und Solidarität keine Gegensätze sind». Ritualbegleiter Stutz ist stets darauf bedacht, seine Spiritualität nicht als blosse Innerlichkeit zu verkaufen, sondern als politischen Akt. Das bewusste morgendliche Aufstehen bedeutet für ihn Aufstehen für die Unterdrückten dieser Welt. «Staunend, stammelnd, jauchzend, lobend, schweigend» wird er eins mit dem Kosmos.

Das Glück der spirituellen Lebenshilfeliteratur macht schnell satt, weil es auf die immer gleichen Wege führt. Wer glücklich sein will, muss «tief ein- und ausatmen», «innehalten in der hektischen Welt», «die Kultur der Langsamkeit lernen», «die Gnade des Augenblicks erkennen» (Carpe diem). Er muss «mit Ritualen den Alltag gestalten», «auf Engel vertrauen», «Konflikte als Chancen sehen», «das innere Kind umarmen», «die Kunst des Abschieds üben», überhaupt loslassen . . . Loslassen ist der Königsweg zum Glück. Eingeübt wird er am besten an Orten der Kraft. Und die Kraftorte mit den besten Frequenzen sind natürlich die Klöster.

Alle propagieren das Kloster als Gegenwelt zum hektischen Alltag. Es ist eine heile Welt, unbefleckt von der Zerrissenheit der Mystiker, auf die sich die Glücksautoren doch ständig berufen. Die mystische Literatur kennt die Gottesferne, das Hadern mit Gott, den Blick in den Abgrund sehr wohl. Die Büchlein der Neomystiker jedoch kommen wie Poesiealben daher, die man früher unter Primarschülern tauschte, geschmückt mit Bildern von Blumen, Knospen, Kleeblättern und Herzen. Als ob es darum ginge, die erste Naivität des Kinderglaubens möglichst rein zu bewahren.

Im Klappentext zum «Kleinen Buch der wahren Freiheit» schreibt Chef-Benediktiner Notker Wolf: «Mit der Freiheit ist es wie mit der Liebe: Wenn man sie aktiviert, wird sie grösser. Und sie bleibt lebendig, wenn sie lebt. Auch Freiheit wächst, wenn man sie lebt. Aber auch nur dann.» Wie wahr! Null-Aussagen finden sich in den Lebenshilfebüchern noch und noch. Inhalt und Titel sind austauschbar. So stösst man in der Klosterbibliothek auch auf «Das kleine Buch vom wahren Glück» oder auf «Das kleine Buch der wahren Liebe». Was bei Stutz «50 Rituale für die Seele» heisst, sind bei Grün «50 Rituale für das Leben». Einst wusste der bärtige Benediktiner durchaus Interessantes über Kontemplation und Versenkung zu sagen. Spätestens seit seinem 200. Buch scheint er jedoch immer trivialer zu werden. «Wenn die Liebe die Sexualität ausklammert, dann ist sie in Gefahr, zu vertrocknen», schreibt Grün etwa. Und man fragt sich bestenfalls, woher der Mönch das weiss. Fast hat man das Gefühl, dass der Verwalter der Abtei Münsterschwarzach schreibt, um die Klosterkasse aufzubessern, die er während der Finanzkrise in den Abwärtsstrudel gerissen hat.

Engel und Esoterik

Auch bei der einzigen Frau, die sich (neuerdings) ein grosses Stück vom spirituellen Lebenshilfekuchen abschneidet, könnte Geld eine Schreibmotivation sein. Margot Kässmann hat seit dem Rücktritt von der Spitze der Evangelischen Kirche Deutschlands vor zwei Jahren schon mehrere Ratgeber mit Riesenauflagen veröffentlicht. Die Bischöfin, die einst als geschiedene Frau in Spitzenpositionen die orthodoxen Kirchen brüskierte, die wegen ihrer Kritik am Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan massiv angegriffen wurde - diese mutige Frau dümpelt heute in den seichten Gewässern spiritueller Lebenshilfe. In ihrem neuesten Buch «Sehnsucht nach Leben» gibt sie zum Besten, was Hunderte vor ihr gesagt haben: «Wer Stille bewusst sucht, hat ein Bedürfnis, Abstand zu gewinnen. Nachzudenken. Innezuhalten. Vielleicht sich selber wiederzufinden in der Hektik des Alltags.»

Auch sonst stimmt sie in den Chor der schreibenden Mönche ein, wenn sie sich etwa «über die Wiederentdeckung der Engel» freut und moniert: «Wir sollten sie nicht der Esoterik überlassen.» Doch gerade mit ihrem Engelsglauben, ihren Ritualen und anderen Glückstechniken sind die Mönche auf Esoterik-Kurs. Und unterscheiden sich kaum von den Lebensberatern auf Cosma.tv. Zumindest Margot Kässmann, der evangelischen Theologin, sollte Luthers Sola Gratia, die Lehre von der unverdienten Gnade, in den Ohren klingen: Glück ist nicht machbar, Glück kann man sich nur schenken und sich von ihm überraschen lassen.

Gemeinplätze sind Gemeingut

Übrigens kommt die Glücksliteratur ohne Fussnoten aus, da Lebensweisheit keine geistigen Urheberrechte kennt. «Krisen sind auch Chancen», das kann jeder schreiben, als wäre es von ihm. Bei Binsenwahrheiten und Allerweltsthemen darf sich jeder bedienen und plagiieren, was das Zeug hält. Wer wollte schon auf geistiges Eigentum pochen? Gemeinplätze sind Gemeingut.

Und doch zitieren Glücksliteraten gerne und ausgiebig. Gewisse Zitate finden sich sogar in jedem spirituellen Lebenshilfebuch, etwa Antoine de Saint-Exupérys Einsicht: «Man sieht nur mit dem Herzen gut.» Mit Vorliebe zitieren Glückspropheten neben Jesus von Nazareth auch Meister Eckhart, Heinrich Seuse, Thomas Merton, Hilde Domin oder Dietrich Bonhoeffer. Diese Dichter und Mystiker, die aus einer ganz eigenen Sprachkraft schöpfen, werten die Büchlein der Lebenshelfer ungemein auf. Unbewusst scheinen diese zu wissen: Das Glück verdient den unverwechselbaren Ausdruck. Warum dann aber nicht das Schreiben den begnadeten Autoren überlassen, die das Glück nicht mit Worthülsen kleinreden?

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490 Kommentare zu „Die frommen Glücksexperten“

  1. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    UK – “A catholic diocese which said it ordained a priest without knowing he had previously been sacked for sexual abuse of boys did not inform police even when it became aware of the dismissal. Middlesbrough Diocese said it decided to await the outcome of an “extensive investigation” by Humberside Police into former staff at the St William’s children’s home rather than proactively tell detectives about Father Joseph O’Brien. Humberside Police’s inquiry was later heavily criticised by the Independent Police Complaints Commission for failing to follow up potential lines of inquiry.” (14.2.12)

    http://www.yorkshirepost.co.uk/news/at-a-glance/main-section/diocese_faces_questions_over_its_response_to_abuse_claims_priest_1_4244130

  2. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Ten years ago, Cardinal Edward Egan, then the leader of the New York archdiocese, famously apologized to his parishioners for the church’s failure to deal with priests who abused children. Now, three years after his retirement, he suddenly feels moved to renounce that courageous move. “I never should have said that,” Cardinal Egan said in a combative interview with Connecticut magazine in which he offered a heartless and bewildering defense of his time as bishop in Bridgeport, Conn. Court records and the church’s lay investigation showed him at fault in covering up the scandal and protecting rogue priests accused of abusing children.” (13.2.12)

    http://www.nytimes.com/2012/02/14/opinion/his-eminence-in-denial.html

  3. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Some 200 Catholic priests suspected of sexual abuse are living undetected in communities across California, according to an attorney who represents hundreds of plaintiffs who sued the LA Archdiocese alleging molestation they say was inflicted on them by priests and clergy of the church. Ray Boucher has mapped 60 locations where suspect priests live, in cities and towns from northern to southern California, and provided those locations to NBC4 exclusively.” (12.2.12)

    http://usnews.msnbc.msn.com/_news/2012/02/12/10386205-200-priests-suspected-of-abuse-living-in-california-victims-lawyer-says

  4. Kronberg - 3.Teil sagt:

    wer traut sich das zu, einen Impulstext Kronberg 3. Teil zu schreiben?
    (über all das, was involviert ist?: die christlichen Teufel?, die New Economy? usw. usfort.)
    aber hier geht manN schnell wieder zur technokratisch-alltäglichen TO über.

  5. swisswulf sagt:

    Impulstext

    Fragt sich in welcher Form. Fragt sich welches Fazit jeder für sich daraus zieht. Daüfr müssten wir uns selbst mal die Frage stellen wie wir handeln würden. Womit wir ein allfälliges Abweisen begründen würden?! Was würden Sie tun? Wie würden Sie handeln? Hat die katholische Kirche nur Ihre Pflicht erfüllt, oder hat der evangelische Pfarrer seine verweigert.

  6. Haddy sagt:

    Bamberger wenn du ein realer greifender protest organisierst gegen kindsmissbrauch bin ich dabei. Aber höre auf mit deine taktische links.

  7. mawi sagt:

    Olive swisswulf
    Als ich achzehn war, machten meine Freundin und ich uns auf, zu Fuss durch einen Teil der Schweiz zu wandern. Eigentlich wolte ich allein mit einem Fribi losziehen, aber der Fribi wollte dann nicht so wirklich, lag aber wohl eher an mir. Unsere Tour starteten wir in Dübendorf und dann gings so querfeldein Richtung Rheintal, Bündnerland ins Wallis. (Am ersten Tag hatten wir uns schon verirrt in den Zürioberländer Wäldern, aber irgendwie sind wir dann doch noch in Pfäffikon angekommen und hatten ein Nachtlager in einer WG bei irgendwelchen Freaks gefunden. Am zweiten Abend waren wir in Bauma angekommen-ok, wir hatten es gemütlich genommen- und suchten uns ein Nachtlager. Nix wie los zum Pfarrhaus, weiss nicht mehr, obs ein reformiertes oder ein katholisches war. Der Pfarrer hatte uns etwas eigenartig angeschaut, als wir um eine Übernachtungsmöglichkeit angefragt hatten. (Es war am Regnen, sonst hätten wir unsere Schlafsäcke irgendwo im Freien ausgerollt.) Er hat dann etwas herumtelefoniert und wir haben schlussendlich in einem leeren Eisenbahn(Post?)wagen, der auf einem Abstellgeleise stand, geschlafen. Netter Pfarrer, immerhin hatte er uns geholfen. (Aber bei sich zuhause wollte er uns dann doch nicht). :-)

  8. @ mawi sagt:

    das ist auch nicht viel anders als dass S I E nich (als Initiator des Threads) nicht mit ansprechen…und doch soooo typisch!

    weil: hier UNZIGE MALE so erlebt!

  9. swisswulf sagt:

    @mawi

    Auch wenn sich grundsätzlich alle Diskussionen hier schlussendlich immer um die Wertesache drehen.. (Werte, Humanismus, Kirche, Religionen, Ethik) bin ich der Meinung auch Pfarrer sind schlussendlich nur Menschen. Menschen mit gleichen Begehrlichkeiten, Wünschen und Ängsten wie Du und ich. Das ist auch der Grund warum ich es falsch fände die Reaktion des Pfarrers auf die Religion umzumünzen. Es mönschelet nunmal überall und immer. Und man stelle sich vor es spräche sich rum dass jeder Rucksacktouri unter allen Umständen unentgeldlich Unterschlupf in allen Pfarrhäusern der Welt bekämen… was würden dann die Unterkunftbetreiber für Rucksacktouristen machen? Wie würde sich das bei den Obdachlosen auswirken. Selbst Pfarrer Sieber hat nur begrenzte Möglichkeiten für seine Schäfchen.

    @haddy
    Warum Sie plötzlich Horatio vorschreiben wollen was er reinstellen darf und was nicht ist mir ein Rätzel. Bitte den Ball flach halten und wenn hier jemand interveniert, dann ist es wohl das Recht desjenigen welcher diese Plattform finanziert.. Hugo Stamm, sonst niemand, oder?!

  10. heidi reiff sagt:

    So wie ich informiert bin , hatten die Pfarrer trotzalledem eine Köchin, ist denn abnabeln so schwierig, der erste Schritt ins Leben ist einfach die Geburt. Punkt, wir Menschen kommen alle hilflos auf die Welt, zum Ueberleben brauchen wir einfach Nahrung, das ist Fakt.

  11. mawi sagt:

    swisswulf
    Wir hatten es dem Pfarrer damals auch nicht übel genommen, er hat uns ja immerhin geholfen. Intressant war jedoch schon, dass uns auf unserer weiteren Reise Leute, die wir nach Unterkunft angefragt hatten- immer nur bei schlechtem Wetter, sonst schliefen wir draussen- grundsätzlich zu sich nach hause eingeladen hatten. Das war eine schöne Erfahrung. (Wir waren ca. 3 Monate unterwegs).
    Zu der Zeit – Züri brännt- haben wir manchmal Leute von der Gasse mit zu uns geholt, aber nich nur gute Erfahrungen gemacht. Heute tauchen auch hier ab und zu kurlige Leute auf. Wenns passt, können sie hier essen und schlafen; wenn gerade Heuet ist, kriegen sie noch einen Heurechen in die Hand. Das ist manchmal lustig.

    b
    Stimmt, ich hätte Sie auch mitansprechen sollen, sorry.

  12. Montag, der dreizehnte sagt:

    Swisswulf
    grundsätzlich haben Sie mit Ihrem Posting um 6.36h recht.
    A propos Feuer und so….. auch die PyromanInnen nicht zu vergessen – Dienstag der vierzehnte tönt mehr alsverdächtig nach ANNA!!
    Aber nicht weiter relevant.

  13. Mittwoch, der fünfzehnte sagt:

    Moria
    Warum verstecken Sie sich ständig hinter Nebennicks, wenn Sie Anna angreifen?
    Schämen Sie sich?

  14. NIEMAND sagt:

    hat sich zu den von Kronberg 2 in den eingestellten Profilen der Herrschaften Protagonisten geäussert (nachdenkseiten und faz)

    “”Anmerkung unseres Leser J.K.: Am vergangenen Wochenende konnte man mit der dreiteiligen ZDF Doku-Soap “Reich und obdachlos” einen neuen Tiefpunkt im Programm des Regierungspropagandasenders ZDF und einen Gipfel des Zynismus erleben. Armut und Obdachlosigkeit als geiler Adventureurlaub für gutsituierte Wohlstandsbürger.
    Folgende Protagonisten wurden vom ZDF für neun Tage als simulierte Obdachlose auf die Berliner Strassen geschickt:
    Ivar Niederberger, als Schweizer Selfmade Millionär eingeführt. Motto: Jeder kann Millionär werden.
    Ralph Anderl, Berliner Unternehmer, Selbstdarsteller, Hersteller teurer Designerbrillen und Liebling der Berliner Kreativszene. Wie berichtet wird zeichnet sich Anderls Firma IC Berlin auch durch ein niedriges Gehaltsniveau und eine hohe Fluktuation aus.
    Stephan Graf Bentzel Sturmfeder-Horneck, Adelspross wohnhaft auf einem herrschaftlichen Anwesen nahe dem fränkischen Forchheim
    Friederike Kappich, eine Hamburger Galeristin, die dort “exklusive Soireen für ein ausgewähltes Publikum” veranstaltet
    Dr. Bernhard Hoppe, ein Münchner Internist

    Die Macher der Sendung vergessen es nicht beständig darauf hinzuweisen wie fleißig, zupackend und innovativ die vorgestellten Menschen doch sind. Die Protagonisten sondern dann auch die üblichen dumpfen Sprüchen einer saturierten Elite ab, wie, ich suche immer die Herausforderung, geht nicht gibt’s nicht, etc.
    Besonders unerträglich die Figur des Schweizer “Selfmade” Millionärs Ivar Niederberger. Der kaum auf der Straße sofort neue Geschäftsideen kreiert und vom Kommentator beständig als findiger Geschäftsmann tituliert wird, und mit den üblichen zynischen Statements glänzt, dass es jeder schaffen kann wenn er nur will. Die moralische Ausstattung diese Herren zeigt sich darin, das er bei den Passanten mit der Vorgabe angeblich für Obdachlose zu sammeln ordentlich Euros für sich abzockt.
    Jeder kann es schaffen, wenn er nur rücksichtslos genug mit der Gutgläubigkeit und der Emphatie seiner Mitmenschen umgeht. So offenbar das Motto des Herrn Niederberger.
    Der Berliner Designer Ralph Anderl gibt ganz unumwunden zu, dass er die Sache als Möglichkeit zum Fasten, zur Mediation und zur Selbstfindung nutzen möchte. Wissen die Obdachlosen damit überhaupt welche Möglichkeiten ihnen ihre Existenz bietet?
    Eine unglaubliche Denunziation von Armen, Obdachlosen und Marginalisierten, die ja offenbar selbst schuld an ihrem Schicksal sind wie an den wirtschaftlich erfolgreichen Figuren der Doku-Soap gezeigt wird.
    Dass die Protagonisten schon allein von ihrer Herkunft völlig andere phsycho-soziale und mentale Voraussetzungen haben als “echte” Obdachlose fällt den Machern dieser unsäglichen Sendung nicht ein.
    Man fragt sich was mit dieser Sendung erreicht werden sollte? Das Bewusstsein für Armut und Obdachlosigkeit schärfen? Auf die stark zunehmende soziale Polarisierung in Deutschland aufmerksam machen?
    Ob das Format einer Doku-Soap à la RTL dafür das Richtige ist, darf bezweifelt werden. Fragen nach gesellschaftlichen Zusammenhängen, nach den politischen Ursachen (z.B. die Agenda 2010, Harz IV) der zunehmenden sozialen Polarisierung werden nicht gestellt. Und wollten von den Machern so sicher auch nicht gestellt werden. Es darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass pseudokritische Sendungen wie “Reich und obdachlos” dazu gemacht wurden die Menschen wirklich zum kritischen Nachdenken anzuregen. So bleibt für die Protagonisten ein toller Abenteuer- und Selbsterfahrungsurlaub und für das Publikum die Befriedigung ihres Voyeurismus”".

    Sind es doch die guten Bekannten neben uns in Nachbarschaft oder die Forenschreiber selbst oder gar die Gemeindebrüder oder Pfarrer, welche diese aalglatten Selfmade-alles im Plan-alles in Griff-alles ist möglich-neuen Menschen verkörpern
    ? ? ?
    und NIEMAND wagt es, sich über die Ursachen zu äussern

    Voll im Verein der neoliberalen Glücks-Apokalypse…wer strauchelt, stolpert, krank wird, Verluste kennt, ein Schick-sal bekommt, hat Pech gehabt! :-(

  15. hm sagt:

    Aqua: Zu Ihrem 13.02.2012 um 10:27 :„Denken ist Bewegung. Und ist daher immer vom Sein entfernt. Denken wird sich rein gar nichts bewusst. Wenn das Denken schweigt und die Stille herrscht, dann sind wir glücklich, weil “Sein” ein glücklicher “Seinszustand” ist. In diesem Zustand werden wir uns nicht “unseres Willens” bewusst, sondern unseres Wesens.“

    Richtiges steht immer am Schluss und bleibt unwidersprochen: Sat-Chit-Ananda

  16. hm sagt:

    Dumm ist eigentlich nur, dass ich diesen Zustand selbst nicht erfahre bzw. erfahren habe (als an Spiritualität nur etwas interessierter, nichtpraktizierender Laie), die letzte Zeile war also nichts weiter als das Imitat eines kleinen kognitiven Moments, etwas Bekanntes etwas anderem Bekannten zuordnen oder beschlagworten zu können, der an sich nutzlose Kommentar eines (vielleicht noch) aufmerksamen Schülers (in der Fachdidaktik nennt sich dies auch „Stichwortlieferant“). Nichts weiter bewegendes also als, hm, schlussendlich der dumme Senf eines gelangweilten Ignoranten.

  17. aqua sagt:

    Naja, immerhin vermochte der vermeintliche Ignorant dem Bekannten das Richtige zuzuordnen. Die eigentliche Frage bleibt nur, warum der zwar nur etwas Interessierte sich, obwohl er das Wesentliche mit dem Verstand schon recht ordnen konnte, nicht zur Tat aufzuraffen vermag. Jetzt, wo der Verstand seine Grenze erkannt hat, könnte sich dieser doch einfach im Schweigen üben auf dass der zaghaft Interessierte die Chance erhält, zu erfahren.
    ;-)

  18. Hm, sagt:

    wahrscheinlich ist er einfach ein narzistisches Plappermaul, und etwas vorlaut dazu, denn die Tat, die Sie ansprechen, nennt sich für ihn Denken, das nicht so bald an seine Grenzen kommt. Ein Beispiel dazu: Er behauptet, dass es nun mal so ist, dass unsere durch unsere tumbe Kultur geprägte Sprache nicht das hervorbringt, was Sat-Chit-Ananda eigentlich meint. Oder anders gefragt: Heisst Sat-Chit-Ananda einen “Zustand des Seins oder der Existenz an sich” (Sat gemäss wiki), mit „Bewusstsein oder Verstand“ (Chit gemäss wiki) als „Freude“ (Ananda gemäss wiki) zu empfinden?
    Oder müsste es heissen einen “Zustand des Seins oder der Existenz an sich” als „Bewusstsein oder Verstand“ und als Freude zu empfinden? Oder wie wäre es mit: Einen “Zustand des Seins oder der Existenz an sich” bewusst freudig zu empfinden?
    Ich glaube nicht, dass die von ihnen angsprochenen zaghaft Interessierten sich das überhaupt überlegen. I.Ü. ignoriere ich vollständig, von welcher Chance und zu welcher Erfahrung überhaupt sie reden.

  19. Bloghumor sagt:

    Kennen sie den?
    Kommt ein Pharisäer an einem Yogi vorbei und meint: „Na, Gott heute wieder auf-gefunden?“, meint der Yogi: „Und? Mein alltägliches Brot!“
    Am nächsten Tag kommt der Pharisäer kauend wieder beim Yogi vorbei, schaut wieder etwas auf ihn hinunter und fragt: „Na, Gott heute wieder gefunden?“, da hebt der Yogi ein Täfelchen, auf dem steht: „Das Lächeln des Buddhas“.
    Kommt der Pharisäer an nächsten Tag selbst mit einem Täfelchen vorbei, auf dem steht: „NLP!“
    Wie gehts weiter?
    Nun, der Yogi war an diesem Tag weg.

  20. aqua sagt:

    Nein, die Tat, die ich anspreche, ist nicht das Denken. Die Tat ist, jenes Denken zu beschränken. Wie Sie ja gut aufzeigen, ist dem Denken schlussendlich nicht erkenntlich, was jenseits davon denn tatsächlich zu erkennen wäre. Somit denkte es weiter und weiter, ohne allerdings die Möglichkeit zu bekommen, je über sich selber zu gelangen. Die Chance, die sich dem so erfahrenen Denker auftut, ist die Erkenntnis, dass das Denken eben nicht zur Erfahrung selber führen kann, weil es mit seiner konstanten Bewegung die Erfahrung verhindert! Der Denker, der dies erkennt, schreitet zur Tat, indem er übt, sein Denken zu beschränken.

    Hört der Lärm des Denkens auf, stellt sich Sat-Chit-Ananda ein. Dieser Zustand des Seins ist hell und voller Freude. Es geht nicht darum, ein bestimmter Bewussseinszustand als Freude zu empfinden (so, als ob er auch anders empfunden werden könnte). Der Zustand selber ist Freude. So wie rot=rot=rot, ist Sein=Bewusst=Freude. Sat=Chit=Ananda.

  21. Kraxle sagt:

    b

    Ich finds total typisch für die deutsche Ueberheblichkeit, dass Sie den einzigen Schweizer, Herrn Niederberger wieder als Böhlimann herausgreifen.
    Ich kenne die Sendung nicht, aber in meiner Familie hat jemand 2 Sendungen gesehen.
    Urteil: Herr Niederberger hat nicht gecheckt, was man von ihm in der Sendung erwartet, er hat das Sendekonzept nicht begriffen: Jammern, wie alles schwierig ist.
    Ein unterneherischer Schweizer unter Deutschem Zivilisationsmüll, wie der ehemalige Deutsche Topmanager Maucher sagen würde, gewohnt, dass Papi Staat für sie schaut.
    Bei uns läuft im Radio eine Talk-Sendung, jeden Sonntag, darin berichten regelmässig Blinde und Lahme-überspitzt formuliert- welche ES geschafft haben.
    DAS SOLLTEN SIE HOEREN MUESSEN.
    Dagegen dürften sich die Worte von Herrr Niederberger für Sie als Salbgesang ausnehmen.
    ;-)

  22. Kraxle sagt:

    b

    Ich verstehe Ihren Standpunkt, ich habe ihn von Anfang an verstanden.
    Das ist jetzt der gefühlte 3000. Beitrag dazu. ;-)
    Mich ärgert die mangelnde Solidarität auch.
    Jetzt wieder besonders deutlich in Stuttgart zu sehen.

    Als es um den Ausbau des Flughafens Kloten ging, gab es Gemeinden in der Gegend, welche diesen verhindern wollten, wegen des zunehmenden Fluglärms.
    Das Volk stimmte ab, und natürlich
    keine Solidarität mit diesen Lärmbelästigten, ja zum Ausbau.
    Ich habe sienerzeit GEGEN den Ausbau gestimmt.

    Nun ist da plötzlich der Minister von Baden Würtemberg, der sich für die armen Lärmgeplagten einsetzt,
    wer hätte das gedacht
    Wohltuende lässt er sich von gar keinen wissenschaftlichen Argumenten davon abbringen.
    diese Leute kommen voll draus, wenn es nicht ihre unmittelbaren wirtschaftlichen Interessen tangiert.

    Von mir aus können sie den Flughafen Kloten ganz schliessen, und die Kapazitäten in die benachbarten deutschen Flughäfen auslagern, arbeiten eh praktisch nur noch Deutsche dort.

  23. hm sagt:

    aqua
    Zu den Grenzen des Verstandes bzw. besser gesagt zu den Grenzen des Denkens, halte ich mal fest, dass die Gedanken grundsätzlich als frei gelten und dass sie aber diese Freiheit aufgrund des Umstandes erlangen, dass man sich des Mittels “Denken” überhaupt zuerst bedienen kann.
    Sie können durchaus aufzeigen, dass das Denken eine bestimmte Erfahrung be- oder gar verhindert und dass jenseits von Denken noch etwas folgt, jedenfalls in ihren Augen oder in Ihrem Kopf (und in anderen Religionen und Kulturen etc.).
    Ich habe damit kein Problem, so wenn man einen Grübler dazu auffordert, mit Grübeln aufzuhören, er könne ja dadurch eine andere Erfahrung machen als eben diese. Und wenn diese Erfahrung dann auch noch Freude heisst, um so besser.
    Dazu gibts viele Techniken, man kann ja “Don’t worry, be happy” von Bobby Mc Ferrin innerlich summen, oder genügend Sport treiben (soll auch nicht unbedingt unglücklich machen).
    Nur Sie fordern generell den Denker auf, sein Denken zu beschränken, um damit eine Erfahrung zu machen, die aber Sie bereits gemacht haben. Dem kann ich so nicht uneingeschränkt zustimmen. Und ich sehe da eigentlich weder Angst oder Faulheit als Gründe. Abgesehen davon, dass kein Denker zu einer Tat schreitet, indem er übt sein Denken zu beschränken (das Gegenteil gilt ja als Idealfall, alles andere als „unüberlegt“), verlangen Sie nichts weiter als den Gehorsam von ihm, Ihrem Weg zu folgen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sie, wie sensei übrigens, an der Masslosigkeit Ihres Anspruchs scheitern, jedenfalls sofern Sie so etwas hier, in diesem Forum, von anderen verlangen sollten. Wirklich realitätsfremd.
    Ich bin der Auffassung. Denken sollte nicht beschränkt, sondern geübt werden. Und damit meine ich das kritische Denken, das über lakonisches Achselzucken hinausgeht und entlarvt.
    Für mich gibts übrigens die Freude in Geselligkeit und die stille Freude, wobei die erste für mich mehr wert ist.

  24. hm sagt:

    Wieso ist Ihr Anspruch masslos und realitätsfremd? Ich habe selbst gesagt, dass “Aufklärung” oder eben das, was wir grob darunter verstehen, mehrfach in ihre Grenzen gelangt ist (und wohl immer wieder gelangen wird), Machbarkeitswahn, Szientifizismus, oder Kulturimperialismus sind dazu ein paar Schlagworte. Insbesondere hat sie Mühe im Umgang mit sog. “Irrationalem” oder eben dem Phänomen, dass es immer wieder Leute gibt, die sich mit materialstischen, physikalischen oder wissenschaftlichen Erklärungen über die Welt und den Menschen nicht zufrieden geben und eben nach einem “Mehr” als dies (oder “Metaphysischem”) suchen. Diese landen dann in Séancen oder was weiss ich sonst noch wo, ohne dass aber die “Aufklärung” dagegen etwas hätte unternehmen können, es sei denn sich darüber zu enervieren.

    Worin sie aber sicher nicht gescheitert ist, ist meiner Ansicht nach an der Herausbildung eines kollektiven, gesellschaftlichen Bewusstseins in Kritikfähigkeit, das teilweise ja schon in einen (durch die Medien) implantierten generellen Argwohn eines jeden gegen jeden umschlägt (wie z.B. beim Fall Hildebrand) und das sich doch ganz besonders über jede Entlarvung derjenigen Scharlatane (durch einen Artikel des H. Stamm im Tagi z.B.) ergötzt, die sich vorher noch ganz offiziell und ohne juritische Probleme “Therapeut” nennen konnten.

    Gegen den Strom zu schwimmen macht nicht einfach an sich Sinn.

  25. hm sagt:

    Vielliecht müsste ich am Ende des letzten Absatzes meines Beitrages von 15.40 noch “zu enervieren” ergänzen mit “oder sich darüber lustig zu machen wie unreife Zyniker.”

  26. Bloghumor sagt:

    Schliesslich gehts im Yoga ja darum, Freude am Sein zu haben und sich dabei bewusst am Leben zu erfreuen.
    Da steht er also nun, unser Pharisäer, wie ein Tor um nichts klüger als zuvor.

  27. Kraxle sagt:

    b

    Sie beklagen sich hier doch seit Jahre über fehlende Solidarität.

    Wenn Sie das morgen zum 3001. Mal beklagen werden, die Leute raffens einfach nicht.

    Sie werden es erst raffen, wenn sie selber in dieser misslichen Lage sind.

    Jetzt raten sie: Nimm die Finger aus dem Arsch und geh arbeiten.

    Wenn sie in dieser Position sein werden,
    dann werden sie am lautesten jammern:

    Ich habe ein Leben lang gearbeitet, ich MUSS arbeiten.
    Ich werde ja sowas von verarscht, das habe ich nicht verdient,
    ich habe ein Leben lang immer gearbeitet
    ( und dafür geschaut, dass es andere, die es mir NICHT gleich tun, schlecht fühlen. )

    Ich armer, armer, armer.

    Und b wird hier diese armen armen Ausgebeuteten beklagen, weil sie die Vorgeschichte nicht kennt.

  28. Kraxle sagt:

    b

    Eine Mehrheit der Deutschen will angeblich Merkel gerne als Bundeskanzlerin behalten.

    Wie erklären Sie sich das, nach allem ?

  29. aqua sagt:

    @ hm

    Ich bin nicht mit Ihnen einverstanden. Denn: Ich fordere Sie ja nicht dazu auf, generell auf das Denken zu verzichten. Ich sage nur, dass diese Erfahrung eben nur jenseits des Denkens gemacht werden kann. Dazu bedarf es leider schon etwas an Übung – das Denken, res. Gedanken als solche, lässt/lassen sich nicht so einfach abstellen.

    Im übrigen darf man solche Übungen auch durchaus als Konzentrationstraining betrachte…

    Es ist mir schon klar, dass derartige Aufforderungen immer negativ aufgefasst werden. Es tönt schon sehr absolut. Aber es ist schlicht so, wie auch 1+1=2 ist. Mehr sage ich eigentlich nicht, und will Ihnen auch nichts befehlen oder aufdrängen.

  30. Antonius sagt:

    Wir können nur sein, wenn man sich nicht mehr darum bemüht zu werden – im positiven wie im negativen Sinne. Nur wenn sich der Werdende seiner selbst bewusst ist und versteht, dass jedes Werden blosse Kraftverschwendung und Gefangensein im Leid bedeutet, nur wenn er nicht länger seinen Willen benutzt, dann kann er still sein.

    Werden kann sich niemals in Sein verwandeln. Im Werden ist Sein nicht enthalten. Sein ist immer in der Gegenwart und Sein ist die höchste Form der Transformation. Werden ist lediglich modifizierte Kontinuität. Das einzige was das Denken tun kann, ist, sich seines komplexen und subtilen Werdens, seiner eigenen erfindungsreichen Intelligenz und seines Willens bewusst zu werden.

  31. hm sagt:

    @aqua
    Ich nehme Aufforderungen nicht zu denken nicht als falsch wahr, wenn sie Bestandteil einer Technik oder Konzentrationsübung sind. Was ich hingegen nicht wahr nehmen kann, ist diese Erfahrung, von der sie immer reden, und die jenseits des Denkens angesiedelt sein soll.

    @Antonius
    Das einzige was das Denken tun kann, ist, sich seines … Werdens, … bewusst zu werden?
    Mein lieber Anton, dann hat es effektiv wenig Sinn. Ich denke es kann mehr, wie Probleme lösen oder generell Arbeiten verrichten. Ich wede damit mal anfangen, der Compi hat uns da noch nicht alles abgenommen.

  32. hm sagt:

    Es kann natürlich noch viel mehr, wie imaginieren, kreieren, erfinden oder schöpfen, aber auch betrachten, untersuchen, oder analysieren, und wohl das wichtigste: es kommuniziert.

  33. aqua sagt:

    @hm

    wie lange können Sie denn in sich weilen, ohne dass Ihnen Gedanken durch den Kopf gehen? Es bedarf tatsächlich einiger Übung…

  34. hm sagt:

    Das Denken kann zurückgenommen werden, naheliegenderweise beim Sport, oder auch beim Floating, wo die Konzentration in die Arbeit der Hände bspw. übergeht, so beim Töpfern oder musizieren.

    Wenn man bei sich weilt, weilt man bei seinen Gedanken. Das nennt sich dann auch in den Tag träumen und ist eigentlich ein sehr angenehmer Zustand. Der Gedankenfluss oder Bewusstseinsstrom reisst da nicht ab.

    Eine Übung wie Sie ansprechen, habe ich zweimal versucht: es ging darum still zu sein, ohne dass man dabei etwas denkt (grob gesagt hatte ich es damals auch so verstanden). Lotussitz (so bequem es ging), Augen geschlossen. Ich hörte dann einfach um so intensiver die Geräusche der Umgebung bzw. erfuhr sie bewusst, ertappte mich beim schummeln, weil ich doch dachte, so, was das ganze eigentlich soll, oder wie lange es noch geht (15 Minuten waren abgemacht) …
    Uff, da war das Ganze dann endlich vorbei.

  35. aqua sagt:

    eben. Das genügt bei weitem nicht. Es ist anfangs tatsächlich anstrengend und irgendwie gar lästig. Aber jetzt wüssten Sie ja, wozu es dienen würde.

  36. hm sagt:

    Es gibt verschiedene Wege Freude am Sein zu haben.

  37. Get more! sagt:

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