Sicherer im Internet shoppen

Internetshopping: Mit einem Sicherheitscode kann man dem Kreditkartenmissbrauch vorbeugen. Foto: Getty

Internetshopping: Mit einem Sicherheitscode kann man dem Kreditkartenmissbrauch vorbeugen. Foto: Getty

 

Mehrmals habe ich schon von einem 3-D-Secure-Code gelesen, mit dem man angeblich sicherer im Internet einkaufen könne. Was ist das genau? M.F.

3-D Secure ist ein Sicherheitssystem. Damit können Sie bei der Nutzung Ihrer Kreditkarte bei Einkäufen im Internet Ihre Sicherheit erhöhen und das Risiko, Opfer von einem Kartenmissbrauch zu werden, erheblich senken. Der Vorteil ist, dass dieses Verfahren nicht nur in der Schweiz gilt, sondern auch international stark verbreitet ist. Etliche Websites verwenden dieses System.

Sobald sie einen Kauf getätigt haben und mit Ihrer Kreditkarte zahlen möchten, öffnet sich ein Fenster, in das Sie Ihr 3-D-Secure-Passwort eingeben müssen. Eine von Ihnen bei der Anmeldung definierte Meldung gibt Ihnen die Sicherheit, dass die Prüfung des Passwortes wirklich von Ihrer Kreditkartenfirma durchgeführt wird. Voraussetzung für die Nutzung des 3-D-Secure-Passwortes im Internet ist aber, dass Sie sich vorgängig bei Ihrer Kreditkartenherausgeberin für dieses Verfahren registriert haben. Dazu benötigen Sie neben Ihrer Kartennummer auch Ihre Kartenkontonummer, welche Sie auf Ihrer jeweiligen Abrechnung finden.

Zwar übernimmt die Bank bei Internetbetrug via Kreditkarte in der Regel den Schaden, sofern alle Sorgfaltsmassnahmen eingehalten wurden. Bei einem Kartenmissbrauch entstehen aber auch für Sie grössere Umtriebe, da Sie den Missbrauch melden, die Karte sperren lassen und aufzeigen müssen, dass Sie die beanstandete Transaktionen nicht getätigt haben. Nur schon um solche Umtriebe zu vermeiden, lohnt es sich meines Erachtens, mit einem 3-D-Secure-Code einzukaufen und so das Shopping im Internet sicherer zu machen.

 

Geld aus Erbschaft in Sicherheit bringen

In den nächsten Wochen erhalte ich rund 150’000 Franken. Meine Frage ist: Wie deponiere ich das Geld? Die Absicht besteht, dass wir das Geld grösstenteils in unser Haus investieren und die Festhypotheken eventuell später amortisieren. Mit unserer Hausbank, der Bank Coop, sind wir zufrieden. Dort haben wir unsere Hypotheken, unsere Wertschriften und Sparkonti. Soll ich das neue Kapital bei meiner Hausbank oder einer anderen Bank deponieren oder in Wertschriften anlegen? K.B.

Wenn Sie erwägen, Ihre in ein oder zwei Jahren auslaufenden Festhypotheken zu amortisieren, würde ich den Betrag nicht längerfristig in Wertschriften investieren. Zumindest nicht den ganzen Betrag. Erstens erwarte ich in nächster Zeit weiter Turbulenzen an den Finanzmärkten. Und zweitens halte ich das Risiko, dass Sie ansonsten zu einem schlechten Zeitpunkt aus den Wertpapieren aussteigen müssen, für gross, sobald Sie die Hypotheken abzahlen möchten. Punkto Sicherheit habe ich bei Ihrer Hausbank keine grundsätzlichen Bedenken.

Die Bank Coop ist eine Tochtergesellschaft der Basler Kantonalbank. Die BKB hatte die Bank Coop 1999 übernommen. Trotz der Probleme mit dem US-Steuerstreit stufe ich die BKB als sicher ein. Sie verfügt über eine Staatsgarantie und ein Top-Kreditrating. In der Regel empfehle ich allerdings, auch bei den Bankbeziehungen zu diversifizieren, da bei den Banken in der Schweiz nur Einlagen von maximal 100’000 Franken konkursprivilegiert garantiert sind. Im Fall der BKB geht der Schutz aber weiter, da der Staat für die Einlagen einsteht.

Wenn es nur darum geht, die liquiden Mittel zu parkieren, könnten Sie den Betrag von 100’000 Franken auch bei einer Bank deponieren, die auf den Konti mehr Zins bietet als die Konkurrenz. Punkto Zinsen attraktiv sind derzeit beispielsweise die Schweizer Niederlassungen des Credit Agricole oder die CIC Suisse. In diesem Fall würde ich aber nicht mehr als 100’000 Franken pro Bank überweisen.

Sobald Ihre Festhypotheken fällig sind, würde ich diese amortisieren. Mit steigendem Alter empfehle ich, Hypotheken möglichst abzubauen. Zudem sparen Sie sich dann den Zins und bringen Ihr Geld in der eigenen Liegenschaft in Sicherheit.

 

Schuldbrief sollte man nicht löschen

Meine Frau (66) und ich (73) haben vor Jahren mit unseren Pensionsgeldern ohne Hypothek in Bern eine Wohnung gekauft. Wir erhielten für 700’000 Franken Schuldpfandbriefe, die seither in einem Banksafe liegen. Können wir diese Scheine sinnvoller verwenden, als sie im Safe ruhen zu lassen? M.D.

Schuldbriefe sind Wertpapiere. Darum ist es auch sinnvoll, dass Sie diese im Safe aufbewahren. Denn dieses Grundpfandrecht ist eine verkehrsfähige Forderung, für die das im Schuldbrief ausgewiesene Grundstück und der Schuldner mit dem Vermögen haften. Gebräuchlich sind heute zwei Schuldbriefarten: Papierschuldbriefe, wie Sie sie im Safe halten, sowie Registerschuldbriefe. Während der Schuldbrief in Papierform ein Wertpapier darstellt, ist der Registerschuldbrief ein Registerpfandrecht.

Die Schuldbriefe könnten Sie im Prinzip nutzen, indem Sie eine Hypothek aufnehmen und das freigewordene Geld investieren. Theoretisch könnten Sie so – vielleicht – eine schöne Rendite erwirtschaften. Davon rate ich Ihnen hingegen ausdrücklich ab. Das wäre riskant. Weiter könnten Sie sich die Gebühren für den Banksafe sparen, falls Sie diesen nur wegen der Schuldpfandbriefe benötigen, indem Sie den Papierschuldbrief in einen Registerschuldbrief umwandeln lassen. Oder aber Sie könnten den Schuldbrief löschen lassen, womit die Aufbewahrung im Safe nicht mehr nötig wäre. Doch auch von einer Löschung rate ich Ihnen ab, auch wenn Sie derzeit keine Hypothekenbelastung darauf haben.

Faktisch ist der Schuldbrief für Sie eine Option: Sie gibt Ihnen die Möglichkeit, später in einfacher Form doch noch eine Hypothek auf Ihre Eigentumswohnung aufzunehmen. Heute ist dies nicht Ihre Absicht, aber man weiss ja nie, welche anderen finanziellen Bedürfnisse man vielleicht später hat. Auch bei einem Verkauf kann der Schuldbrief nützlich sein. Auf jeden Fall würden Sie Gebühren sparen, wenn Sie später doch eine Hypothek wünschen und bereits einen Schuldbrief haben.

Als am sinnvollsten unter all diesen Varianten erachte ich die Umwandlung in einen Registerschuldbrief: Dies kann man als Grundeigentümer durch einen gemeinsamen schriftlichen Antrag zusammen mit am Schuldbrief berechtigten Gläubigern oder Nutzniessern in die Wege leiten. Da Sie keine Belastung auf dem Schuldbrief haben, ist es in Ihrem Fall noch einfacher. Allerdings muss die Umwandlung eines Papierschuldbriefes in einen Registerschuldbrief öffentlich beurkundet werden, was in der Regel rund 50 Franken kostet. Wenn Sie damit aber die jährlich wiederkehrenden Kosten für den Banksafe sparen können, fahren Sie mit diesem Schritt besser.

 

 

 

 

 

 

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.