Top 3: Die Wahl der Qual

Kohl oder Knolle? Die Wintermonate sind für Marktgänger, die es richtig ernst meinen mit saisonal, eine magere Angelegenheit. Zwar findet man nicht nur beim Grossverteiler das ganze Jahr über Tomaten, als wüchsen sie on the rocks. Auch am Gemüsestand bestimmt die Nachfrage das Angebot. Doch behaupten bewusste Kunden, sich stets saisonal zu ernähren. Falls sie das wirklich tun, sind sie bald angewiesen auf allerlei Kohl- und Knollenvarianten, die jeweils ähnlich, aber nie richtig gut schmecken. Oder sie essen nur noch Rüebli.

Hier die Top 3 der unnötigsten Wintergemüse

 

Platz 3: Schwarzwurzel

Man nennt sie die “Spargel der Armen”, viel treffender wäre aber die Bezeichnung “Rübe für Zahnlose”. Manche rühmen die Schwarzwurzel als köstlichstes Wintergemüse, andere graust die Vorstellung an das Gewächs, weil gekochte Schwarzwurzeln eine, sagen wir, schwierige Konsistenz ihr Eigen nennen. Kaum sieht die Knolle einen Kochtopf, ist sie verkocht.

Quelle: senioren-ratgeber.de

Platz 2: Pastinake

Die Pastinake war irgendwann mal voll im Trend. Es muss in den 90ern gewesen sein, als der Gaumen frohlockte: Oho, was für eine köstliche Rübenbrühe! In Weiss! Längst ist hingegen die Einsicht da, dass kein Mensch, ohne zu lügen, mehr als zwei Pastinakensuppen pro Saison verträgt. Die Pastinake ist das Fitnessabo des Gemüsestands. Nach ein-, zweimaliger Benutzung wird sie links liegen gelassen.

Quelle: gemuese.ch

Platz 1: Federkohl

Der Federkohl ist die Pastinake unserer Tage. Ein stacheliger Zeitgenosse, der nicht besser wird, wenn man ihn kocht. Weil es aber heute Wörter wie “Superfood” gibt und Prominente darauf abfahren und ihn durch ihren Häcksler (heute “Smoothie-Maker” genannt) lassen, hat es der Federkohl zu Ruhm und Ehre gebracht. Zu Unrecht.

Quelle: ausgewogen-fit.ch

 

So. Schnee und Seegfrörni in Ehren: Petrus, lass es Sommer werden.