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Küsse des Todes. Wie Sie einen Journalisten abschiessen können

Constantin Seibt am Mittwoch den 3. Oktober 2012

Dies ist ein Service-Beitrag zur Social Media Week im Newsnet. Ob auf Facebook, Twitter oder in den Kommentarspalten: Viele, oft die aktivsten Leser zeigen den Wunsch, professionelle Journalisten auf ihrem Weg ein Stück weit zu begleiten. Auf dem Weg in die Ecke, in die Depression oder wenn möglich in die Berufsaufgabe.

Nur sind die Methoden dazu noch unausgereift. Populär sind bisher folgende Strategien:

  • Die tödlichste Variante: Man weist ernsthafte Schummeleien bei der Recherche nach. (Ein Beispiel etwa hier.) Doch dieses Glück hat man selten.
  • Häufiger, aber harmlos ist die Deutschlektion: Rechtschreibfehler beweisen die Inkompetenz des Ganzen und der Person. Der Haken: Das funktioniert nur, wenn die Zielperson ebenfalls an den Duden glaubt. (Ich etwa berufe mich auf die Goethe-Zeit, in der ein Wort in bis zu fünf Varianten schreibbar war. Mit dem Resultat von Regalmetern Klassik.)
  • Viel effektiver ist purer Schwurbel. Es wird nicht etwas gegen, nicht für, nicht zum Text gesagt. Sondern irgendetwas. Das tut wirklich weh. Denn jeder ernsthafte Schreiber hat ein feines Ohr für Geschwätz entwickelt: Guter Stil besteht im Wesentlichen darin, Unfug zu streichen. («The most essential gift for a good writer is a built-in, shock-proof shit detector», schrieb Hemingway.) Zudem ist Schreiben eine Quälerei. Und man quält sich auch aus Achtung vor dem Publikum. («Qualität – das ist Respekt vor dem Volk!», schrieb Mao.) Das heisst, Sie können jeden Journalisten durch spontanes Geschwätz gleich doppelt deprimieren: Durch die schiere Hässlichkeit Ihres Beitrags. Und durch die Vorstellung, für lauter Dummköpfe zu schreiben.

Sascha Lobo hat dieser Sorte von aktivem Leser ein schönes Portrait gewidmet: Der digitale Spiesser.

Doch das alles sind erst Kratzer. Es bleibt die Frage, wie man den Journalisten seiner Wahl nachhaltig lahmlegen kann. Mein Vorschlag wäre: Versuchen Sie es mit einem langsamen, süssen, aber tödlichen Gift. Versuchen Sie es mit Lob.

Und zwar so:

  • Schon ehrlich gemeintes Lob bringt – gehäuft verabreicht – jeden Produktionsmotor ins Stottern. Das Opfer wird versuchen, sofort etwas ähnlich Begeisterndes aufs Papier zu bringen. Die Folge: Es sieht auf die Wirkung, nicht auf die Sache. Was zuverlässig dazu führt, dass der nächste Text grausam missrät.
  • Zerstörungswillige Leser können diesen Effekt nutzen und ihre Zielperson möglichst schamlos loben. («Sie sind ein Genie!» und dann langsam steigern.)
  • Am besten verstopft man dabei den berufsnotwendigen Schwurbel-Filter seines Opfers, indem man die unklarsten Passagen und die banalsten Texte am Heftigsten lobt. («Ich möchte Ihnen herzlich zu dem Mut gratulieren, dass einer endlich einmal etwas gegen Handy-Benutzer schreibt!» oder: «Der komplexe Endlossatz im Abschnitt zwei hat mich hingerissen! Der hatte NZZ-Niveau!»)
  • Konsequent, aber zeitaufwändig ist der Aufbau einer Fanbeziehung. Sie loben zunächst schamlos. Dann, bei einem wirklich gelungenen Text, melden Sie vorsichtig Enttäuschung an. Und dann, beim nächsten Text, ein weiteres Mal. Fragen Sie schüchtern nach, was los ist: Müdigkeit? Schreibstau? Private Probleme? Und dann loben Sie wieder beim ersten missratenen Text. Und loben auch den nächsten. Aber mit der Einschränkung, dass sich der Autor ein wenig wiederhole… Sie werden viel Arbeit, aber auch viel Spass haben.
  • Nicht wenig Melancholie bei ihrem Opfer erwecken Sie, indem Sie den Text missverstehen. Also indem Sie das Gegenteil loben. Nach einer einfühlsamen Sozialreportage etwa danken Sie für den Mut, diese Schmarotzer ans Licht gezerrt zu haben. Einem «Weltwoche»-Journalisten hingegen danken Sie dafür, es «zwischen den Zeilen» der SVP kräftig gegeben zu haben.
  • Überlebt ihr Opfer das alles, setzen Sie die Atomwaffe ein. Loben Sie ihr Opfer erneut – bei seinen Kollegen. Möglichst mit dem Zusatz, diese sollten sich «ein Vorbild» an jenem nehmen. Der Betreffende wird bald das Gefühl eines kleinen, bebrillten Jungen kennen, der einen Pausenplatz betritt.
  • Wollen Sie das ganze Biotop ausräuchern, adressieren Sie ihr Lob an die Spitze. Das perfekte Ziel sind ältere, meinungsstarke Herren in formeller oder informeller Machtposition. Sind diese erst einmal süchtig nach Lob, werden sie wie alle Junkies zuverlässig ihre ganze Umgebung demoralisieren. Etwa mit Anrufen an Untergebene, in denen sie offiziell Kritik an ihren Werken fordern, in Wahrheit aber immer nur phantastischeres Lob. Das Resultat: Grosse Teile der Redaktion verlieren das Rückgrat, den klaren Blick, den Respekt. Die Lüge blüht. Und Sie haben gewonnen.

Soweit einige Verbesserungsvorschläge für interaktive Leser. («Die höchste Form der Aggression ist die Umarmung», schrieb der Zürcher PR-Berater Klaus Stöhlker.) Viel Glück damit. Seien Sie geküsst.

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128 Kommentare zu “Küsse des Todes. Wie Sie einen Journalisten abschiessen können”

  1. Hans Müller sagt:

    Es muss in unserer Gesellschaft bekanntlich immer alles wachsen, auch die Anzahl der Blogs und deren Umfang. Da ist es doch ganz logisch, dass immer mehr Irrelevantes geschrieben werden muss um alll die Seiten zu füllen. Hab nach einem Drittel des Textes tief gegähnt und dann abgebrochen.

    • Und sehen Sie, lieber Müller, so haben Sie das Beste verpasst am Text, ich aber sage Ihnen: Seibt war selten so angriffig, so klar und brillant! Ein einsames Meisterstück! Und endlich habe ich verstanden, warum Finn “Journalismus auf Augenhöhe mit dem Leser” Canonica beim Magazin die Leserbriefseite gestrichen hat, nachdem er schon beim internet-Magazin die Kommentarfunktion gesperrt hatte. Nur so können Genies in Ruhe und Demut arbeiten.

      • Hans Müller sagt:

        Tja, da kann ich nur noch Ralph Waldo Emerson zitieren: Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.

      • eliane schneider sagt:

        oder der staatsschutz oder geheimdienst oder wie die bestimmenden kräfte so heissen, ich mache dort andauernd kommentare, und wundere mich schon die längste zeit, warum kaum jemand anderer das macht, also entweder sie wollen einen sauberen club so ä la members only, oder alle die sich dort aufhalten, sind kontaminiert, das böse schlechthin, irgendwie gefährlich und … es wird auch keine antwort auf fragen gestellt von den ‘gefängniswärtern’ – dieses einschliessen, taktik nennt man : ins leere laufen lassen … ich bezeichne es als in irrtümern verharren. bis – ‘der tod sie scheidet’

    • Beat Meier sagt:

      …das entspricht dann der Kategorie Schwurbel, oder?

    • Filipp Müller sagt:

      Schade! Dann haben Sie den komplexen Endlossatz im letzten Abschnitt wohl nicht gelesen. Der hatte NZZ-Niveau!

    • Ralph Winkler sagt:

      Einfach genial!
      Mir ging es ähnlich wie Ihnen mit dem Gähnen beim Lesen des Blogs, dafür habe ich mich umso mehr amüsiert beim Lesen Ihres Kommentars.

    • Tina Kuster sagt:

      Ich habs bis zur Hälfte geschafft

  2. Oeuf sagt:

    Journalisten, die Achtung vor Sascha Lobo haben und ihn verlinken, disqualifizieren sich schon selbst.

  3. Adrian Schweizer sagt:

    Sagen wirs grad heraus: Selten so einen geschwurbelten Quark gelesen. Wobei mir klar ist: WOZ-Leser finden sowas bestimmt genial.

  4. un journaliste sagt:

    Schöner Text (nein, das ist kein Todeskuss). Ich werde den gern auf ein paar nervende Blogger anwenden. Die dürften auf Lob noch viel anfälliger sein als die Kollegen. Und falls mir nicht nach Loben zu Mute ist, orientiere ich mich an Hans Müller. Der lebt den Schwurbel als grosse Kunst.

    • Hans Müller sagt:

      Oh danke, ich fühle mich sehr geehrt und möchte das Kompliment gleich zurückgeben. Denn wenn mein Kommentar Schwurbel ist, dann ist es Ihrer auch. Warum? Meine Aussage zum Text von Herrn Seibt: “irrelevant”. Ihre Aussage: “schön”. Zugegeben, mein Schwurbel ist eher negativ, Ihrer eher positiv. Aber ob positiver oder negativer Schwurbel spielt doch keine Rolle. Schwurbel ist Schwurbel!

  5. Silvie sagt:

    Beim Tagesanzeiger scheint sich der Druck bemerkbar zu machen. Zu Relevantem, sprich Ausländerthemen, Islam, wird in letzter Zeit kein “Talkback” geschaltet. Anscheinend werden zu wenig linksextreme Gedanken geäussert, die nach dem Gusto der “Journalisten”, eher doch Meinungsbeeinflusser, ausfallen.

    • Constantin Seibt sagt:

      Liebe Silvie, nach meinen Informationen wird der Kommentar dann nicht aufgeschaltet, weil zu wenig Linksextreme, sondern weil zuviel Dummköpfe unterwegs sind.

      • Und da es die finale Kompetenz des Journalisten ist, Dummköpfe zu erkennen, arbeiten die raffiniertesten Geister der Tamedia in der Kommentar-Zensur-Abteilung. (Mit diesem “Todeskuss” dürfte auch dieser Kommentar die Klippe schaffen!).

        • Constantin Seibt sagt:

          Sehr geehrter Herr Girardet, bei der Freischaltung geht es nicht um Zensur. Sondern nur um eine minimale Eindämmung des Geschwafels. Und um einen guten Ratschlag, den unsere Freischaltungsabteilung Ihnen und anderen diskret, vielleicht zu diskret verabreichen will: Get a life.

          • Hans Müller sagt:

            Sie haben gut reden, Sie werden für das Geschwafel bezahlt.

          • Hans Joch sagt:

            Wow, Herr Seibt. Zwei Kommentare und gleich zwei Beleidigungen. Vielleicht wird am falschen Ende zensuriert , falls es denn wirklich darum geht die zuvielen “Dummköpfe” (Ihr Wort) los zu werden.

          • Alexander Hollnsteiner sagt:

            Wer zensuriert die unfreundlichen Zensoren? Die Selbstdisziplin,von der viele Journalisten soviel im Übermass besitzen, dass sie gleich alle weggeben?

      • Katharina sagt:

        wenn Journalisten echt bedroht werden und nach deren Leben getrachtet wird (von einigen wenigen, aber leider sehr lautstarken Extremisten), ist es verständlich, dass beim Wort Islam eine Bremse eingebaut ist. zudem hat die Schweiz Gesetze gegen Blasphemie (leider, finde ich) und das Verlagshaus ist dann auch rechtlich verantwortlich.

        Umgekehrt benutzt Herr seibt das Wort Dummkopf doch etwas vorschnell. Und die Moderation ist nicht transparent. da sollten sie sich vielleicht einmal zeit.de anschauen und wie die das machen.

      • Silvie sagt:

        Lieber Constantin, wie tief muss die Unsicherheit bei diesen “Journalisten” sitzen, dass sie sich von zu vielen “Dummköpfen” den Mumm abkaufen lassen. Was sich doch alles unter dem Deckmantel “Journalist” versteckt. Früher war der Journalismus noch ein angesehener Beruf, heute, darf man den Grossteil der schweizerischen Vertreter dieser Zunft unter dem Begriff “Trash” einordnen.

        • Adam Gretener sagt:

          Der Ist auch nicht schlecht, das Wort “Journalisten” permanent “ironisch” “zu” “meinen”. Die Gipfelstürmung jedes Kommentators ist allerdings, wenn dieser feste Wortwendungen vergewaltigt. So zum Beispiel aus “Schneid abkaufen” einfach “Mumm abkaufen” macht. Köstlich.

  6. Dan sagt:

    Partei-Journalismus wurde – verständlicherweise – nicht erwähnt… Leider der ganz normale Alltag in der Schweiz, sogar bei diesem Thema schafft es der unvoreingenommene “Journalist” noch, einen gehässigen Bogen zur Weltwoche und der SVP zu schreiben.

  7. Caratt sagt:

    Lustigerweise werden meine Beiträge – welche nie unter die Gürtellinie zielen – beim Tagi nie veröffentlicht, sobald auch nur die leiseste Kritik am Verursacher eines Artikels geäussert wird……

    • Constantin Seibt sagt:

      Keine Ahnung, wo sie den Gürtel tragen, vielleicht um die Fussgelenke. Aber wenn nicht, haben Sie offensichtlich jemand ins Herz getroffen. Weiter so.

      • Ali Ferkous sagt:

        Caratt, die Kommentare werden nicht von Journalisten, sondern von einem bei Google eingekauften Algorithmus durchforstet. Schreiben Sie einfach “SVP” + etwas Negatives dazu, dann wird in Newsnetz jeder Ihrer Beiträge veröffentlicht. Ihr Beitrag braucht dann überhaupt keinen Bezug zur Politik oder zum Newsnetz-Artikel zu haben. 😉 Ich kann mir nicht vorstellen, dass Newsnetz-Journis solch einen schlechten Geschmack haben, dass sich Leute wie “Thomas Meier” oder “Ursula Brock” bezüglich des gleichen Artikels endlos und sinnentleert wiederholen können.

  8. Florian sagt:

    Ein hervorragender Text!

  9. Antoine Zgraggen sagt:

    Schön schön. Und wenn tatsächlich Journalisten lausig oder gar nicht recherchieren, Unterstellungen unverifiziert publizieren, ihre Berichterstattung total einseitig gestalten.. der ganze Schmarren dann noch (nochmals unverifiziert) durch einen Grossteil der Presse abgedruckt wird.. Beispiel: Peter deMarchi, BaZ vom 12.7.12 “Lehrer verprügelt..” ist das ein Spiel des Journalisten mit dem Tod, dem beruflichen Tod des völlig zu Unrecht Diskreditierten. Sowas darf nicht einfach folgenlos im täglichen Presseoutput untergehen. DeMarchi gehört bestraft**

  10. Christian Duerig sagt:

    Der ehrliche, aufrichtige, intelligente Mensch ist direkt, klar und verständlich.
    Die Anleitungen hier sind von einem Vollidioten. Sie mögen dieses Urteil blöd und dumm finden ! Ich stimme Ihnen zu. Guten Tag

  11. Philipp Ritterschwurbelmann sagt:

    cool. im “schwurbeln” bin ich meister. müsterchen: “die anleitung von herrn seibt ist einseitig, unfundiert und bloss dazu da, den narzismuss des aut(h)ors *g* zu befriedigen. auch ist es so, dass sogenannte journalisten dazu verdammt sind, nichtssagende kolumnen zu schreiben weil sie a) zu trinken begonnen haben und als seriöse korrespondenten in’s büro verbannt wurden oder b) nichts anständiges gelernt haben oder c) einfach zu faul sind, ihren lebensunterhalt mit richtiger arbeit zu verdienen.”
    -> na, überzeugend oder überzeugend!?

  12. Lieber Hans Müller, ich möchte Ihnen zu ihrem fundierten Debattenbeitrag herzlich gratulieren. Vor allem zur Erfindung des Dreifach-L und zur anatomisch höchst anspruchsvollen Disziplin des abgebrochenen Tiefgähnens …

    • Hans Müller sagt:

      Ui, da hab ich mich wohl in einen Intellektuellen-Blog verirrt. Ein Tippfehlerchen, ein nicht ganz korrekt formuliertes Sätzchen (das aber sicher auch für den Herrn Dr. Jarchow verständlich war) und schon fühlt sich der Hüter der deutschen Sprache persönlich beleidigt. Aber trotzdem vielen Dank für das Kompliment! Es freut mich sehr, dass Ihnen mein Betrag gefallen hat. Und entschuldigen Sie bitte schon jetzt allfällige Fehler in diesem Kommentar. Das müssen Sie nicht persönlich nehmen!

      • Nun ja – Sie haben sich eben nicht kapiert. Und Sie reagieren beleidigt, wo Sie mal gelobt werden, weil Sie das Lob gleich wieder für Beleidigung halten. So kraus kann’s kommen …

        • Hans Müller sagt:

          Das war jetzt aber schwach! Von einem Klaus Jarchow hätte ich mehr erwartet.

          • Aber, aber, Herr Müller, was versuchte Ihnen der Constantin Seibt gerade zu erklären? Genau – wahre Virtuosen ledern die Leute mit faustdickem Lob ab. Apropos – wann genau haben Sie, an der Welt resignierend, das Lernen klugerweise eingestellt?

          • Hans Müller sagt:

            Ach nein, Herr Dr. Jarchow! Am Anfang habe ich wirklich geglaubt, Sie seien ein niveauvoller Intellektueller. Und jetzt das…Das geht ja schon fast in Richtung der zu zensurierenden Dummköpfe (s. oben)!

  13. Christian Duerig sagt:

    BEGRÜNDUNG
    ad 1 Ehrlich gemeintes Lob an einen Stümper ist ein Widerspruch.
    ad 2 Zerstörungswille Leser müssen gestoppt werden.
    ad 3 Das Beispiel mit dem komplexen Endlossatz ist ein Hirngespinnst.
    ad 4 Unterstellungungen sollen Freude bereiten ? Sie sind verrückt.
    ad 5 Den Text missverstehen ! Das soll konstruktiv sein ?
    ad 6 Atomwaffen einsetzen, wo man bemüht ist, sie zu vernichten !
    ad 7 Die Lüge soll blühen. He, geit’s noh !
    Constantin Seibt, ich würde Sie sofort entlassen. Sie sind ein Taugenichts. Guten Tag

  14. S. Nitnastnic sagt:

    Geschätzter Herr Seibt,

    dieser Artikel hat mich unglaublich berührt und erbaut. Er ist mir ein weiterer Ansporn, Texte, Statements, Kommunikationen und Schriften kritisch aufzufassen. Ich danke herzlichst für dieses Pamphlet und erlaube mir die selbstherrliche Aussage: Sie sind ein Genie!

  15. Antoine Zgraggen sagt:

    ..seltsam, dass da mein Kommentar auf Freischaltung wartet und derjenige von Klaus Jarchow schon freigeschaltet wurde. Ist das die Solidarität der Schiessenden? Vielleicht etwas zu brisant das Thema oder nimmt es eine Kurve, die nicht vorgesehen war? Nun, wir (die indirekt Betroffenen in der deMarchi-Sache) lassen uns nicht mundtot machen. Kommt Zeit, kommt Tat.

  16. kaipiranha sagt:

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Beitrag zynisch oder humorlos finden soll. Verständlicherweise erklären sich Journalisten eher solidarisch mit anderen Journalisten. Daher kann ich es durchaus nachvollziehen kann, dass der Nachweis von schlechter Recherche oder Verfälschung der Tatsachen als “tödlich” angesehen wird. Wo genau liegt die Kritik in Ihrem Artikel? Sicher gibt es kleinkarierte Leser, die früher böse Briefe geschrieben haben, die meist nicht öffentlich wurden. Heutzutage wird eben vieles transparent gemacht… EINE ZEICHENBEGRENZUNG IM KOMMENTARFELD???

    • Nik Zwahlen sagt:

      Herr kaipirinha, Sie haben in Ihrem dritten Satz “kann” zweimal verwendet. Dadurch entwerten Sie ihren Kommentar selbst. Hab’ ich grad’ eben gelernt.

      • kaipiranha sagt:

        Herr Zwahlen, vielen Dank für den Hinweis. Verdammt. Verdammt. Aber ich blogge ja auch “nur” und bin bin kein kein Qualitätsjournalist.

  17. Lukas Rau sagt:

    Lieber Hans Müller, ich möchte Klaus Jarkow sekundieren bei seiner Gratulation, das triple-L hat es mir auch angetan. Mich beeindruckt auch, wie Sie hier mutig aussprechen, was wir wohl alle gedacht haben: Der Text war unter aller Kanone, wie die Franzosen sagen. Leute wie Sie braucht das Land, mutig, frei und unbequem in der Rede!

  18. Christian Bolliger sagt:

    Ein grossartiger Text in einer lehrreichen Reihe. Das ist nicht nur ironisch gemeint.

  19. Don Kleti sagt:

    Vielen Dank Herr Löpfe (!?). Was für ein toller Beitrag! Les ich immer wieder gerne – und konnte heute damit sogar mein Waffenarsenal substanziell erweitern. Eigentlich sollte man gebührenpflichtige Klickraten für User einführen, jeder Kommentar CHF 1.–. Damit liesse sich die sinkende Auflage glatt wieder wett machen…

    • Constantin Seibt sagt:

      Wow. Ich glaub, so machen wir’s. Es wäre das perfekte Tom-Saywer-Geschäftsmodell.

  20. Michael Flückiger sagt:

    Mich stört es nicht, wenn man sich für Inhalte eines pfiffigen Blogartikels bei altbekannten Klassikern wie Ephraim Kishon bedient.
    Die Satire “Tod eines Kritikers” hat hier offenbar Pate gestanden. Die Dramaturgie des tödlichen Lobes ist dieselbe, die beschriebenen Winkelzüge stimmen en détail überein. Wenigstens dürfte man den jüdischen Meister namentlich die Referenz erweisen. Vor allem auch, weil seine Erzählung grossartig ist.
    Dann könnte man auch auf die Referenz des doch reichlich substanzlos kalauernden Klaus J. Stöhlker verzichten.
    Ansonsten lese ich diesen Blog mit Vergnügen

    • Constantin Seibt sagt:

      Das freut mich sehr. Denn a) wollte mich Kishon einmal verhaften lassen (Er glaubte ich hätte seinen Koffer gestohlen). Und b) zeigt es, dass mein Gedächtnis im Dunkeln gut funktioniert. Immerhin hatte ich Kishons Gesamtwerk mit 13 oder 14 gelesen und bis heute dachte ich, wieder komplett vergessen. Aber offensichtlich doch nicht. Es kann auch c) sein, dass die Leute einfach immer wieder denselben Löffel erfinden.

      • Peter Haslebacher sagt:

        Zuerst ein Dank an Michael Flückiger für die Recherche. Ich wusste genau, dass ich die beschriebene Perfidie bei Kishon vor Jahren schon gelesen hatte. Jedoch hätte ich zuerst nachschauen müssen, wie die Geschichte heisst.
        Natürlich, Herr Seibt, kann es sein, dass Sie das Ganze neu erfunden zu haben glauben. Vielleicht hat Kishons geniale Idee jedoch einfach in Ihrem Hinterkopf geschlummert und darauf gewartet, reanimiert und aktualisiert zu werden … 😉

  21. Hans Kernhaus sagt:

    Super Text! Also an Herrn Seibt sollten sich wirklich alle Journalisten mal ein Vorbild nehmen.

    • Alexander Hollnsteiner sagt:

      Ja doch! Und wenn alle J. dann flüssig ohne Quellenangabe abschreiben können, steht nix im Wege, den in der Meinung des Volkes noch tieferstehenden Beruf des Politikers anzutreten, mit geklontem Doktorat. Bravo, diese Erklärung fürs Abschreiben fiel nicht mal Herrn von Guttenklau ein.
      Verbleibende Anzahl Zeichen: 313. Danke, aber soviele brauchts nimmer an der Wand.

  22. Thomas Kleiber sagt:

    Super Artikel! Herr Seibt, Sie sind ein Genie. Vor allem die “…” am Ende des Satzes “Aber mit der Einschränkung, dass sich der Autor ein wenig wiederhole” hat mich enorm berührt. Weiter so!
    😉
    Im Ernst: Da haben Sie sich auf eine höchst amüsante Art den Journalistenfrust von der Seele geschrieben. Aber: Wie wäre es, wenn die Journalisten mal selber ihr Rezept anwenden würden? Wie wäre es denn, wenn der Tages Anzeiger die SVP richtig über den Klee loben würde????

    • Constantin Seibt sagt:

      Danke für Ihren hervorragenden Beitrag. Und den inspirierten Vorschlag am Ende. Leider ist er für uns nicht umsetzbar, da bereits nach der “Weltwoche” die “Basler Zeitung” diese Marktlücke zu füllen beginnt.

      • Hansueli Koch sagt:

        Auch mir gefiel sowohl Ihre Kolumne als auch die vielfältigen Antworten und Gegenantworten, wie etwa die Ihrige hier. Allein, ich hätte das Wörtchen bereits erst nach dem ersten Zeitungsnamen – also vor die BaZ – gesetzt.
        (Bin halt auch einer dieser Grammatik-Besserwisser 😉

  23. Walter White sagt:

    Man kann einen Journalisten auch noch viel einfacher als mit Lob abschiessen: einfach darauf hinweisen, dass er alles abgeschrieben hat, in diesem Fall von Ephraim Kishons Kurzgeschichte “Tod eines Kritikers” 😉

  24. Walter Koller sagt:

    Danke, lieber Constantin Seibt, für diese amusante Anleitung, wie man mit geliebten oder gehassten Journalisten schreibend umzugehen hat. Das Problem dabei ist doch nur, dass ihre Ratschläge auch bei den für das Veröffentlichen von Kommentaren zuständigen Redaktoren (z.B. Tages-Anzeiger Online/Newsnet) bekannt sind. Und deshalb selber bestimmen können, welcher Journalist auf welche Weise getadelt oder gelobt werden soll. Die ganze schreibende Zunft hat sich wenigstens in dieser Hinsicht in der eigenen Hand, hat die alleinige Lizenz zum Küssen oder Schiessen…

  25. Hans Kurz sagt:

    Ein sehr gelungener Artikel. Mit dieser Form von konstanter Nabelschau ist sichergestellt, dass Herr Seibt nicht zu viel Zeit mit dem Schreiben von Artikeln verbringt, die zum Beispiel der SVP wehtun könnten. Die TA-Direktion ist clever, wer zu gut, zu kritisch schreibt bekommt einen Blog und wird somit in die bedeutungslosen Spähren des Netzes verabschiedet. Weiter so!

    • Hans Müller sagt:

      Hat was. Mir hat der Herr Seibt auch besser gefallen, als er noch Artikel über Blocher und die Übernahme der EMS-Chemie geschrieben hat.

    • Constantin Seibt sagt:

      Ich fürchte, für Schmerzen in der SVP sorgt momentan die SVP selbst. Zeit, sich den eigenen Nabel einmal anzusehen. Wo war er doch nur?

  26. Stephan sagt:

    Schon im Mittelalter war es so, dass der Überbringer einer schlechten Nachricht getötet wurde.
    Halt die übliche Art der Ignoranten, mit Problemen umzugehen.
    Es ändert zwar nichts am Problem, aber man hat zumindest sich selbst befriedigt.
    My advice: Don’t shoot the messenger !

  27. Martin sagt:

    So was Ähnliches habe ich doch schon mal gelesen: Haben Sie das bei Ephraim Kishon abgekupfert Herr Seibt ?

  28. Hansueli Koch sagt:

    Jetzt hab ich doch zuerst woanders geantwortet, wollte aber eigentlich nur Ihre Bildauswahl bewundern (also ehrlich – auch wenn das aktuelle Bild eher zu einem straighten Krimi als zu Ihrer komplexen Kolumne passt). Sie finden immer wieder attraktive Helgen für Ihre Beiträge. Wie machen Sie das und wo finden Sie diese?

  29. Roberto sagt:

    haha, ein tritt und 30 jaulende hunde… nicht schlecht. einziges problem, dass auch jedes ernstgemeinte lob nun misstrauisch betrachtet werden muss – andererseits: schlauer schachzug zur frontenverwirrung!

    so, jetzt musse gehe buro buhl…

  30. Barney Stinson sagt:

    Challenge accepted!

  31. vera sagt:

    Hat sich Sascha Lobo schon beschwert?

  32. E. Brandenberger sagt:

    Was ich sehr schätze ist, dass sich Herr Seibt nicht vornehmen zurückhält, sondern pointiert die ziemlich belanglosen Kommentare kommentiert. Hach, was haben wir doch alle für Sorgen …

    • Isabel Bader sagt:

      Lieber Constantin
      Krass gut warst du heute morgen: “Keine Ahnung, wo sie den Gürtel tragen, vielleicht um die Fussgelenke. Aber wenn nicht, haben Sie offensichtlich jemand ins Herz getroffen. Weiter so.” Ich amusiere mich köstlich mit deinen messerscharfen, hammerharten Sprüchen….

  33. Silvia sagt:

    Gemäss diesen Ratschlägen müsste ich Stöhlker loben, aber damit würde ich auch mich selber bestrafen, . .

  34. Robert sagt:

    Die meisten Journalisten sind Meister des Selbstbetrugs – was ich durch diesen allenfalls auch nicht ganz ernst gemeinten Text bestätigt sehe. Dabei geht es doch – bei uns in der realen Welt – ernsthafterweise eigentlich immer nur um den Bezug zur Wirklichkeit. “Schummeleien” ist nicht der Punkt. Das Fehlen von Sorgfalt, Voreingenommenheit und Unvollständigkeit reichen vollends aus, einen Artikel ganz einfach schlecht sein zu lassen. Dass Journalisten, die zwar vom Schreiben aber nicht von dem worüber sie schreiben eine Ahnung haben, das nicht verstehen… kann ich verstehen.

    • Constantin Seibt sagt:

      Geehrter Robert, da sehen Sie, wie schlecht die Welt eingerichtet ist. Eigentlich sollten Leute wie Sie in den Redaktionen sitzen. Was tun Sie eigentlich beruflich?

  35. Brigitta Reiter sagt:

    Ein wunderbarer Text, Sie sind ein Genie!

  36. Sascha sagt:

    Schön geklaut bei Ephraim Kishon, der Text. Trotzdem nett zu lesen…

  37. Annemarie Richard sagt:

    Umarmung jetzt – Rekordzensuren – wie was wo wer – lernfähig ?

  38. Annemarie Richard sagt:

    @ Seibt – was tun sie eigentlich beruflich …. . Akrobatische Wortwahl. Sie sind Journalist. Schreiben Sie Bücher. Vorabzahlung bei Kontoangabe. Danke. Danke. Danke. (Wir) schmunzeln und freuen uns …….. .

  39. Hans Kernhaus sagt:

    Bittebitte erzählen Sie uns die Geschichte von Kishon und dem gestohlenen Koffer!

    • Hansueli Koch sagt:

      Er spielt – wenn ichs recht verstanden habe – zunächst darauf an, dass seine hier publizierte Kolumne ziemlich analog einer von Kishons Essays entspricht, welcher: siehe weiter oben, angemerkt von andern Bloggern hier. Das heisst auch, dass er damit der Kritik, er kopiere ja nur jemand andern, schon zuvorgekommen ist. Zweitens mag noch eine weitere Geschichte reinspielen – und die möchte ich auch gern lesen.
      🙂

  40. Constantin Seibt sagt:

    Okay, Zunächst zur Story: Ich glaube, dass die Ähnlichkeit mit Kishons Idee nicht auf 30 Jahre unterbewusster Erinnerung basiert, sondern auf der offensichlichen Beobachtung, was massiertes Lob bei Menschen anrichtet. Nicht zuletzt bei älteren Herren, deren Eitelkeit ein derartiges Loch reisst, dass man ganze Tankwagen voll Schleim dort entleeren kann, ohne dass es je voll wird.
    Aber zur Koffergeschichte. Ich hab sie vor Jahren für die WoZ geschrieben, in der Reihe “Ich und die Prominenz”. Hier ist sie:

    • Constantin Seibt sagt:

      Als Student jobbte ich als Handgepäckwagenstosser am Flughafen Kloten und sammelte die leeren Wägelchen ein. Es war Ferienzeit, die Leute standen dicht gepackt. Im Chaos erwischte ich ein volles Wägelchen mit Koffer. Ich stiess es ins Gewühl zurück und such nach dem Besitzer. Es war Kishon: «Was wollän Sie mit meinäm Koffärr, jungärr Frräund?», fragte er. Ich erklärte, dass ich leere Wagen einsammle, und dass ich aus Versehen … Kishon sagte: «Liebärr Frräund, beantwortän Sie mir nurr eine Frage: Was wollän Sie mit meinäm Koffärr?» Ich wiederholte mich. Er sagte: «Wo ist Ihr Vorgesetztärr? ->

      • Constantin Seibt sagt:

        Ich zeigte auf einen älteren Kollegen, einen Italiener mit Krawatte über dem Uniformhemd. Kishon sprach ihn an: «Ihhrrr Mann hierrr ist ein Dieb! Är wollte meinen Koffärr stäälen. Wo ist di Polizäi?» – «Polizia? Gehe uffe, danne links und links!», log der Kollege. Kishon marschierte ab, Richtung eines anonymen, unbesetzten Bürokorridors. Ich dachte kurz, daran, wieviel Kishon-Bücher ich mit 13 gelesen hatte. Und dann an meinen Onkel Louis, der immer sagte, dass er nur tote Autoren lese.

        • Hans Kernhaus sagt:

          Vielen Dank! Auch für die Schlusspointe.

        • Alexander Hollnsteiner sagt:

          Diese Story muss tatsächlich ein selbstgeschnitztes Original sein, leicht zu erkennen wegen des Überflusses an Humormangel. Hier erkennen wir das wahre Talent des Meisters.

    • Dominik Weis sagt:

      Täuschen Sie sich nicht in der Kraft der unterbewussten Erinnerung: Ich habe bereits selbst einmal ein Buch auf über 4 Seiten nacherzählt, 2 “meiner” Figuren hatten sogar die selben Namen wie im Buch, trotzdem war ich nach der Fertigstellung des Textes felsenfest davon überzeugt, gerade ein Original produziert zu haben!

  41. hausi5252 sagt:

    GRATULATION!!!!!! Die SVP würde sich totlachen über so einen Hauffen Scheisse.Seid Ihr wirklich alles Journalisten?
    Aber trotzdem GRATULATION das man für blödeln noch Geld bekommt, beweisst ja die Weltwoche immer wieder
    neu.
    Wieso soll das bei anderen Blättern nicht auch funktionieren.
    Herr Kishon hätte freude daran.Trotzdem abgeschrieben!!!Meimei.

  42. Constantin Seibt sagt:

    Tja, Hausi5252, es ist eine Ehre, für Leute wie Sie zu schreiben.

  43. Dr. No sagt:

    Huah! Ich habe ihn offenbar endgültig gefunden, den geheimen Versammlungsplatz der Trolle… nämlich genau hier. Hat jemand den Schlüssel zum Keller, in den all diese Leute zum lachen lächeln Grimassenschneiden verschwinden, und mag ihn gelegentlich wegwerfen? Danke!

    Ich jedenfalls habe mich amüsiert, spiele aber sicher auch intellektuell in einer ganz anderen Liga als die hier pöbelnden, äh, Herren.

  44. Dr. No sagt:

    (Oh, keine Tags erlaubt? “lachen” und “lächeln” sollten durchgestrichen sein.)

  45. Dominik Weis sagt:

    Großartiger Artikel!
    Und zusammen mit den Kommentaren darunter wird daraus ein Meisterwerk, wie es nur wenige Schriftsteller der Welt überhaupt in der Lage sind, zu konstruieren! Wobei Sie zugeben müssen, Herr Seibt: “Hans Müller” stammt doch aus Ihrer Feder, oder? 😀

    Disclaimer: Ich entschuldige mich für jegliches unbewusst eigebaute Schwurbeln oder Lob, sofern es nicht gerechtfertigt war.

  46. Stoertebeker sagt:

    Kishon ist mir schon beim Titel in den Sinn gekommen, weil die Geschichte mit dem totgelobten Schreiber eine seiner besten und originellsten ist. Mich ärgert die Nicht-Nennung des Großen dann doch. Vergesslichkeit ist verzeihbar (obwohl von anderen wegen derlei schon die Zurückgabe akademischer Titel gefordert wurde). Aber die Eitelkeit, diese dann nicht zuzugeben, nur noch reichlich verbohrt. Mag der alte Bursche in echt noch so ein Blödmann gewesen sein: Das Totloben war seine Idee, nicht Ihre. Zum zweiten Mal erfunden? Lächerlich. Um es abschließend klarzustellen: Ich hab’ Recht. Sie nicht. Gute Nacht.

    • Constantin Seibt sagt:

      Nahezu perfekt. Ziehen wir die Bilanz vom Kindergeburtstag. Wir haben: einen hartnäckigen Plagiatsvorwurf, ein Dutzend vergiftete Lobhudeleien, einen Feldzug gegen sonst einen Journalisten, mehrere Leute, die mitteilen, den Artikel nur zu einem Drittel oder halb gelesen zu haben, ein paar verbitterte SVPler, dagegen auch Vorwürfe, nicht über die SVP geschrieben zu haben, die übliche Zensurdebatte, Beleidigungen von fast allen zitierten Autoren ausser Hemingway sowie einen Hauch Islamkritik und ein paar Kleinkriege von Lesern untereinander. Seid auf eurem Fest geküsst, Ihr Trolle.

  47. Jun sagt:

    Das Ganze scheint ja hart von Kishons “Subtile Hinrichtung eines Publizisten”… “inspiriert” worden zu sein…

  48. Ruedi sagt:

    Ich denke nicht dass die Leser einen Journalisten abschießen können, auch wenn sie das manchmal gerne möchten. Das machen andere, oder die Journalisten und Blogger erschießen sich durch ihre Schreibweise selbst. Als ich früher noch die Gelegenheit hatte, ab und zu den TA zu kaufen, habe ich mich oft gefragt welcher Berufstätige Leser Zeitmäßig in der Lage ist diese Seitenlangen in die Länge gezogenen Endlosen Artikel in einem Tag im Tagi zu lesen. Vielleicht müsste man insbesondere von TA-Journalisten auch verlangen, ihre schreiberischen Ergüsse in eine beschränkte Anzahl von Zeichen zu verpacken, und auf den Punkt zu bringen.

    Der Zeitungsleser will sich kurz und bündig über das Tagesgeschehen Informieren und kein Bibelstudium machen. Gut wäre auch, wenn nicht alle Tageszeitungen dieselben News hätten, so könnte man mal was Neues erfahren. Was ist eigentlich ein guter Journalist überhaupt? – Mit vielen Worten wenig sagen? – oder mit wenig Worten viel sagen? Der Leser kann den Journalisten nur auf eine Art abschießen indem er Ihn gar nicht liest, nur woher weiß dieser das er gar nicht gelesen wird? Und woher weiß der Leser dass er ihn nicht lesen will, ohne dass er ihn vorher gelesen hat, dann ist es aber bereits zu spät 😉

    • Constantin Seibt sagt:

      Lieber Ruedi, im Fall des Tages-Anzeigers und dieses Blogs haben Sie offensichtlich Pech gehabt. Aber aus dem Grund eines tief sitzenden Irrtums. Traditioneller Journalismus bedient zwei Bedürfnisse seiner Leser: die nach Information und die nach Zeitverschwendung. (Was ehrlich ein Mehrwert ist: Verschwendung ist nichts als das andere Wort für Luxus.)
      Da Sie aber spartanisch unterwegs sind, empfehle ich Ihnen ein anderes Produkt aus unserem Verlag: “20 Minuten”. Kompakt. Kurz. Knapp. Ruedigerecht.
      Ich glaube, damit ist Ihnen geholfen.

    • Alexander Hollnsteiner sagt:

      Ruedi, gerecht ist Hr. Seibt nicht zu Ihnen, vielleicht zu sich selbst. Wenn Sie mehr über gute Journalisten wissen wollen, dann blättern Sie bei Mark Twain. Seine Erörterungen und Erzählungen sind kritisch, lustig, moralisch, sozialsensibel und dennoch nicht abgeschrieben, aber wahr. Die soeben verwendeten Eigenschaftswörter haben teilweise ihre damaligen Eigenschaften verloren, seit den Zeiten von Meister Twain.

      • Constantin Seibt sagt:

        Ja, seit Twain hat es im Journalismus eigentlich nur eins gegeben: den Niedergang. Das ist schlecht für so belesene Leser wie Sie, aber gut für Kreaturen wie mich, die damals noch in der Landwirtschaft und Viehzucht arbeiten mussten.

      • Ruedi sagt:

        Ich habe gerade bei Mark Twain geblättert:

        Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat.

        Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

        Bankier: ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.

        Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.

        Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen – vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.

        Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, umso besser wird sie bezahlt.

        Journalisten sind Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben.

        Und von Rene Descartes: Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.

  49. eliane schneider sagt:

    da ich berufshalber einen schwerpunkt bei der bildarbeit habe, und so auch als erstes die bildnerische information in diesem blog ‘gelesen’ habe, komme ich zum schluss: es geht richtung altherrenwitze. ikea mag in ihren katalogen wohl frauen aus badezimmern wegretouschieren, hier (in den blogs) wird es mit kommentaren (z.b. meine) gemacht. der raum zur selbstdarstellung ist für leser knapp bemessen, klar, diese ‘anlage’ muss man dem TA überlassen, wenn dann dieser aber noch gekappt wird, komme ich jeweils knapp am atemstillstand vorbei.

    • Ruedi sagt:

      Genau Eliane der geneigte Leser kann das als Bevormundung durch den Journalisten verstehen. Kommentare sind seitens des Journalisten zwar erwünscht. Aber nur wenn dieser die Kommentare in irgendeine Schublade seiner Windungen des Denkvermögens der ???Byte’s-Festplatte einordnen kann.

      Wenn er denkt das sie zu Trollig sind, was auch immer das Kriterium dafür sein soll, landen sie nach der Freischaltungs-Qurantäne-Intensiv-Station direkt im Schlachtfeld des Aktenvernichters, somit wissen sie dann wie viel ihre geschätzte und dezidierte Leser-Meinung dem Master-Schreiber wert ist.

      • Constantin Seibt sagt:

        Die Frage, die ich als Zensor mir bei Ihren Beiträgen stelle, ist: Warum schreiben Dutzende von Ihnen Ihre Kommentare mit dem Kommentar voll, dass Sie Ihren Kommentar nicht äussern können? Anstatt Ihren Kommentar zu schreiben?
        Und @Eliane: Warum glauben Sie, dass dies der Platz für Ihre Selbstdarstellung ist? Sagen wir, im Idealfall sollte ja ein Kommentarthread wie ein Gespräch laufen oder auch wie ein Small Talk: Was sagen Sie zu Leuten, die eine Debatte oder eine Party zum Zweck der Selbstdarstellung aufsuchen? Richtig: Sie verschwinden schnell.
        Genau deshalb wird so viel gelöscht.

        • eliane schneider sagt:

          also gut: sie henken auch (ein) bei ungenauigkeiten oder missverständnissen, oder auch unbeholfenheiten. mal abgesehen davon, dass man radikal sagen könnte alles geschriebene etc. ist eine selbstdarstellung, wollte ich bezug nehmen zum thema, nämlich journalismus. und da ‘müssen’ sie zugeben ist es ihre nabelschau bez. des berufes oder weiter eine ‘mediendiskussion’. und nur schon ihre rhetorik ist dominant: “was sagen sie… ?” .. und wissen wie reagiere, es ist aber das wie Sie reagieren. für einen echten dialog (jetzt formuliere ich auch ein ideal) gehört z.b. auch zuschauen dazu

        • Ruedi sagt:

          Zitat: ,,Warum schreiben Dutzende von Ihnen Ihre Kommentare mit dem Kommentar voll, dass Sie Ihren Kommentar nicht äussern können? Anstatt Ihren Kommentar zu schreiben?”

          Wer kauft ein Auto, um damit in die Wand zu fahren?!

  50. Viator sagt:

    Das ist wirklich ein hervorragender Artikel, der unmissverständliche Kritik daran übt, wie wenig guter Journalismus mittlerweile geschätzt wird. Endlich mal jemand, der den Mut hat, auszusprechen, was endlich gesagt werden musste. Ihr solltest euch alle ein Beispiel an Herrn Seibt nehmen. Den Namen Constantin Seibt wird man noch oft im Bereich der modernen Medien zu lesen bekommen, lasst euch das gesagt sein. Ich kann nur mit Ungeduld darauf warten, den nächsten Artikel dieses genialen und integeren Literaten lesen zu dürfen. Vielen Dank, Herr Seibt. Sie haben mir den Tag versüsst!

  51. Marcel Zufferey sagt:

    Also der Herr Marti- ja genau: der Herr Marti vom Newsnetz- hat mir einmal geschrieben, dass sich Journalisten einen Dreck um die Lesermeinung scheren würden.

    Was insofern nicht 100-prozentig zutreffen kann, weil ich neulich ein Stelleinserat im 20Minuten gelesen habe, in dem ein Irgendetwas (den Anglizismus habe ich vergessen) für die Redaktion gesucht wird, der die Leserkommentare nach redaktionell Verwertbarem absuchen und entsprechend weiter recherchiert zu Artikeln verarbeiten- oder zumindest an die Journis weiterleiten soll. Bemerkenswert: Ist das Crowdsourcing mit Schubumkehr?

    • Constantin Seibt sagt:

      Ja, wobei sich die Hoffnung zerschlagen hat, die sich Zeitungen und Online-Portale ursprünglich machten: Dass die Leser grossartige Stoffe für Geschichten frei Haus liefern. Die Erfahrung zeigte: Sie tun es leider nicht. Es ist die Arbeit einer Minenfirma, die in diesem Job gemacht wird. Aus Tonnen von Gestein wird am Ende ein Gramm Gold gewonnen.

      • Don Kleti sagt:

        Wo ist das Gold? Any links dazu?

      • eliane schneider sagt:

        entblössender könnte man die instrumentalisierung der leser nicht formulieren, aber weil es hier (online-dings) um neuland geht, arbeite ich gerne (gratis) mit und will diese (ihre?) haltung der gegenwärtigen vergangenheit zuordnen, oder so. vielleicht muss auch mal gesagt sein, dass journalisten im online diese ansprüche der qualitätskontrollle gar nicht oder nicht in so hohem mass erfüllen müssen. aber (anscheinend brauchts diesen werbespruch) ich wende mich aus gutem grund, konkeret dem TA zu.

  52. Stoertebeker sagt:

    “Wir haben: einen hartnäckigen Plagiatsvorwurf,”

    Der überhaupt nicht hartnäckig genug sein kann. Herrje, was ist denn so schwer daran, sich (und der verbliebenen Leserschaft) einzugestehen, dass es tatsächlich Kishons Idee war, die Ihnen da wieder einfiel, ohne sich bewusst zu sein, dass es Erinnerung und nicht eigene Genialität war?
    Übrigens bin ich kein Troll. Nur dann, wenn (selbstverständlich fremde) Selbstgerechtigkeit eine gewisse Grenze überschreitet, halte ich es für ein Gebot der Nächstenliebe, den Übermut des Betreffenden zu bremsen und den Boden unter seinen Füßen wieder in Sichtweite zu hieven. Denn diese unbewusste Selbstüberschätzung, die Sie praktizieren, könnte ähnliche Folgen hervorrufen, wie die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen. Ich will Ihnen doch nur helfen. 😉

    • Constantin Seibt sagt:

      Danke für die Hilfe. Aber meine Schwierigkeit, Herr Stoetebeker, besteht in Folgendem: In der Theorie bin ich ganz auf Ihrer Seite. Ich bin Anhänger der Devise: “LIeber gut geklaut als schlecht selbst gemacht.” Kultur ist ja nichts als eine Kette von Diebstählen.
      Andererseits fällt es mir schwer, ein Plagiat zuzugeben von einer Story von der ich a) kein Wort kenne, die ich b) nicht einmal jetzt nachlesen kann. Weil kein Mensch mir Titel der Story und Titel des Buchs genannt hat.

      • Constantin Seibt sagt:

        Somit bleibe ich bei der Theorie, dass die Übereinstimmungen einen anderen Grund haben: Der Gedanke, dass Lob in hohen Dosen den Kopf vergiftet, ist nicht ein einmaliger Geniestreich von Herrn Kishon, sondern eine ziemlich alltägliche Beobachtung. Nicht nur bei Journalisten, sondern auch bei CEOs, Spitzenpolitikern, Topmodels, Kleinkindern und anderen Diktatoren.
        Ich hab verdammt viel in meinem Leben abgeschrieben. Aber das hier (fürchte ich) nicht.

        • Ruedi sagt:

          Estimado Constantin Ihre Theorie hinkt, dass Süße langsame und tödliche Gift des Lobes scheint entgegen Ihrer Aussage an Ihnen wirkungslos abzuprallen. Bei dem vielen Lob das Ihnen in diesem Blog von Kommentatoren zugeteilt wurde, müssten die Buchstaben Ihrer Tastatur längst weit verstreut am Boden liegen. Entweder sie sind Immun gegen das angebliche Gift des Lobes, oder es passiert das Gegenteil von dem was Sie uns hier weismachen wollen.

          Nämlich das dass Lob des Lesers Sie motiviert und antreibt, so wie das Grautier mit dem Rüebli vor dem Kopf. Ich habe es mit Produktiver Kritik versucht, aber als Dank dafür, wollen Sie mich gleich an die Ruedigerechte Interne Konkurrenz 20 Minuten loswerden. Danke für die Empfehlung, aber ich bin nicht mehr im Bravo-Alter, bei Schwesterherz und Doktor Sex kriege ich immer einen roten Kopf, wahrscheinlich wegen der bevorstehenden Wechseljahre. Zwar schlafen meine Zähne noch bei mir und das Haar wird jetzt immer voller und Dichter aber leider nicht auf dem Kopf, sondern raten sie mal wo.

          Aber en serio ist nicht alles eine Frage der Dosis, denn alles was man übertreibt kehrt sich um in Leid. Die Menge macht es zur Medizin oder zur Droge. Lob beflügelt und Tadel entflügelt. Bei zuviel Lob fliegt der Vogel zu hoch (Einbildung), bei zuviel Tadel stürzt er ab (Resigniert). Fazit: Lob und Kritik beides kann sowohl Positiv (Schoggistängeli) wie Negativ (Einlauf) sein. Denn Vogel abschießen zu können ist schlussendlich vom Persönlichen Umgang mit Lob und Kritik des Zielobjekts abhängig. Wobei gerade Schweizer besser kritisieren wie loben können, da müssen Sie um jedes lob froh und glücklich sein, das Sie bekommen können.

          Saludos y un abrazo fuerte Caballero

      • Stoertebeker sagt:

        Herr Seibt!
        Der Titel von Kishons Geschichte lautet: “Subtile Hinrichtung eines Publizisten” (wurde auch schon einmal gesagt. ) Es könnte sein, dass die Geschichte unter einem anderen Namen früher schon einmal veröffentlicht wurde.
        Und wieso haben Sie die Geschichte noch nie gelesen? Sie schrieben: “Und b) zeigt es, dass mein Gedächtnis im Dunkeln gut funktioniert. Immerhin hatte ich Kishons Gesamtwerk mit 13 oder 14 gelesen […]”

        Naja: Blöde Diskussion zu einem eigentlich schönen Artikel. Ich habe fast schon keine Lust mehr, Recht zu haben.

        • Alexander Hollnsteiner sagt:

          Ja, Herr Seeräuber, es wird langsam schmerzhaft peinlich zu sehen, wie sich ein bekannter Journalist selbst demontiert.

          • Constantin Seibt sagt:

            Find ich auch. Lassen wir doch am Ende den Vorschlag von Herrn Alles Gutti (siehe unten) gelten. Jemand soll die textkritische Arbeit machen und die abgeschriebenen Formulierungen und Passagen auflisten. Bin danach bereit, mich mit gesenkten Ohren dem Urteil zu stellen.
            Aber erst die Arbeit am Text, dann das Vergnügen!

  53. Das alles ist so wunderbar belanglos, so kitschig, dass ich mich echt fragen muss, wieso ich dabei noch schmunzle oder leise vor mich hin kichere. Ich komme mir auf die Spur.

  54. Jutta Grob sagt:

    Warum so kompliziert? Bei dem Bullshit und der Kriegs-, Multikulti- und Wirtschaftspropaganda, welche heute in sogenannten “Qualitätsmedien” veröffentlicht wird, reicht es ganz einfach, auf die groben inhaltlichen Fehler hinzuweisen.

  55. Alles Gutti sagt:

    «Subtile Hinrichtung eines Publizisten». In: Kishon, Efraim (1989): Total verkabelt. Satirisches um Presse, Funk und Fernsehen. München: Langen Müller. Verfügbar in der Bibliothek des Publizistischen Instituts der UZH (Präsenzbestand, keine Ausleihe), Signatur B 2480.
    So, Trollvolk, jetzt recherchiert ihr das mal sauber nach und liefert dann mindestens fünf stichhaltige Seiten zur Frage, ob Seibt plagiiert hat oder nicht. Es dürfen auch zehn Seiten sein. Aber hört auf, diese Seite mit eurem Geschwätz zu füllen.

    • Danke Herr Gutti, aber die Geschichte muss schon vor dieser Ausgabe einmal bei “Langen Müller” in einem Sammelband erschienen sein, denn 1989 hatte sich mein Leseintereresse (und auch Herr Seibt seines) längst von Kishon abgezogen. Sehr lebhaft erinnere ich mich die Geschichte in den Jahren 1979 bis 1981 einmal gelesen zu haben. Wahrscheinlich ausgeliehen in der Stadt Bibliothek Brugg beim ehemaligen Bezirkslehrer Mühlemann. Wer als Seibt-Connaisseur sein Buch “Monster” erstanden hat (Restposten werden noch in der WOZ-Redaktion für 20.- Franken abgegeben) der weiss: Seibt klaut: meist bewusst.

  56. Mama sagt:

    Du hast wie immer recht, Constantin. Dafür lieben wir dich. Du bist unser Jamie Oliver des Journalismus!

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