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Hier logieren die zufriedensten Gäste der Schweiz

Von DB, 9. August 2015 68 Kommentare »
Die Tops und Flops der Schweizer Ferienorte: Die Auswertung von über einer Million Internetkommentaren zeigt auf einer interaktiven Karte, wo die Hotelgäste am zufriedensten sind.
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Von Oliver Zihlmann und Linda von Burg, «SonntagsZeitung»

Persönliche Begrüssung mit Handschlag und Cüpli, Top-Wellness, niedrige Preise und eine günstige Shoppingmeile um die Ecke, das erwartet den Hotelgast in Samnaun GR. Die Touristen wissen das zu schätzen: Im Engadiner Seitental logieren die zufriedensten Gäste der Schweiz.

Die «SonntagsZeitung» und der Datenblog veröffentlichen heute eine interaktive Karte, basierend auf einer Studie der Hochschule für Wirtschaft und Tourismus in Siders VS. Die Untersuchung wertete über eine Million Kommentare aus, die Kunden von Schweizer Hotels in den Jahren 2013 und 2014 im Internet veröffentlicht haben. Experten untersuchten dafür über 60 Hotel-Portale. Neben bekannten Seiten wie Booking.com auch chinesische und russische Plattformen.

Aus diesen Rückmeldungen berechneten Experten für 90 Schweizer Regionen einen «Trustscore»-Wert auf einer Skala bis 100. Bei einem Wert über 90 äussern sich Hotelkunden in dieser Region begeistert, unter 75 oft kritisch.

 

Andere Gemeinden = Alle nicht touristischen Gemeinden mit weniger als drei Hotels. Detaillierte «Trustscore»-Werte für alle Regionen werden nur in der Desktop-Version der Karte angezeigt.

Ein Blick auf die Karte zeigt: Nirgends in der Schweiz schreiben Kunden so euphorische Rückmeldungen wie in Samnaun. Nur drei Prozent der Kommentare über die Hotels sind hier kritisch, viermal weniger als im Schweizer Durchschnitt. An der Spitze finden sich auch Gstaad BE, Appenzell AI und Pontresina GR. Das Schlusslicht bilden Sitten, Biel und Martigny VS. Einige Regionen wie Gstaad profitieren von vielen Vier- und Fünfsternhotels, die in der Regel überdurchschnittlich abschneiden. Aber auch wenn man nur die Kommentare der Dreisternhotels auswertet, liegt Samnaun auf Platz eins.

Die vollständige Analyse finden Sie unter www.sonntagszeitung.ch.

68 Kommentare zu “Hier logieren die zufriedensten Gäste der Schweiz”

  1. Stefan Schlachter sagt:

    Trustscore ist ein Reputationsindex, der auf Bewertungen in sozialen Netzwerken und Reputationsmedien beruht – alle
    verfügbaren Daten werden gleich gewichtet. Es ist somit egal, ob ein Bewerter tatsächlich Gast im Hotel war, oder auch nicht.
    Grundsätzlich erhalten Hotels der Kettenhotelerie und luxuriöse Hotels mehr Bewertungen je Aufenthalt, da in diesen Häusern häufiger ein geplantes Vorgehen zum Erhalt und zur Beantwortung von Rezensionen eingeführt ist. Ein Grundsatzproblem bei ALLEN Bewertungen ist der Überraschungseffekt. Gäste bewerten Hotels häufiger, wenn sie eine überraschend gute oder eben auch schlechte Erfahrung machen.
    Nimmt man die grundlegenden Erwartungen und Ansprüche an einen Aufenthalt in der Schweiz her, so sind diese in erster Linie: Teuer – aber sein Geld wert, Guter, persönlicher Service und aktives Bemühen um den Gast, Traditionell und trotzdem zeitgemäß, (bei Hotels in Ferienregionen), Unverbrauchte Natur und Ruhe / Erholung.
    Wie sehr (oder auch wie wenig) diese Erwartungen getroffen wurden, zeigt sich in den Bewertungen selbst, aber auch in der Anzahl der Bewertungen per Hotel.
    Man sollte in die Statistik somit nicht zuviel hineininterpretieren, sie zeigt im besten Fall einen Trend, sollte aber vor allem für Hotels in den eher schlecht bewerteten Regionen Grund sein, sich mit ihren Bewertungen aktiv zu beschäftigen.
    Die Erfahrung lehrt, dass (faire und konstruktive) Gastkritiken oft ein besserer Helfer sind als alle Hotelberater und dass ein aktives Ausereinandersetzen des ganzen Hotelteams mit Gastkritiken fast immer schnelle Verbesserungen bringt.
    Wenn sich die Schweizer Hotelerie auf die oben beschriebenen Werte besinnt und vielleicht noch kreative Mehrwertaktionen fährt, werden die Schmerzen des Wechselkurses sicherlich gelindert. Credo: Ein Drei-Sterne Ferienhotel in der Schweiz kostet mehr als ein Vier-Sterne Hotel in Deutschland, bietet aber dafür mehr Wert.

  2. Veronica sagt:

    Die Ferien auf dem Bauernhof haben mich gefallen. Nein, es gab nur selten Wellness und Shoppingsmeilen in der Nähe. Muss auch nicht sein, sie sind in meine Wohnungsnähe. Man begrüsste sich met Handdrück. Cüpli nach eine lange Reise? Nein danke. Aber das ehemalige Kurbad in Rheinfelden ist noch immer mein Favorit.

    • Hofer Peter sagt:

      Veronica:Rheinfelden nein DANKE ! Hast du schon einmal das Panorama in der EU,also Nördlich des Rheins in Rheinfelden gesehen? Nur Chemie und Schwermetall Fabriken.
      In Bayern oder Burgenland wo die Preise noch stimmen ,da ist die Welt noch ok.

  3. Ph. Dutkiewicz sagt:

    Samnaun ist wirklich einfach top! War da viele Male: Essen, Hotels und Skigebiet sind top. Interessant finde ich auch Winterthur. Ich empfand das Hotelangebot da schon immer als Trauerlandschaft: Hier die Bestätigung.

  4. meier sagt:

    fahren sie mal durch BIEL durch und sie wissen warum das ranking nur katasrophal sein kann!

    • Heinz Fritz sagt:

      Geht es hier um die rote Farbe an den Strassenampeln die Sie stören, oder um die Hotels in Biel-Bienne?
      Oder etwa um die rote Politik die Ihnen nicht gefällt? – Mir übrigens auch nicht.
      Biel ist eine Industriestadt, wo der Anteil an Geschäftsreisende wesentlich höher ist als in den meisten bewerteten Regionen.
      Die gezeigte Grafik ist übrigens völlig unrealistisch verzerrt dargestellt.

  5. Ralph Geh sagt:

    Gerade bezüglich Samnaun auf einer Buchungs-Webseite nachgeschaut: Die Bewertungen liegen bei fast allen Hotel bei neun von zehn Punkten.

  6. Simon sagt:

    Interessante Studie. Der Kostenvorteil von Samnaun wird als Begründung für das gute Abschneiden genommen. Denke, daran alleine kann es nicht liegen, sonst wäre Zermatt und Gstsad nicht so weit vorne. Ist es nicht eher so, dass es mehr weh tut sich mit der Wahrheit und einer Statistk (die nicht auf ein paar Aussagen beruht) zu befassen, als zu Jammern. Leider jammert die Tourismusindustrie in der Schweiz mehrheitlich lieber (vgl. letzte MWSt Abstimmung), als mit Gastfreundschaft, innovativen Ideen und einem insgesamt guten Preis-/leistungsverhältnis zu punkten. Die Aussagen bzgl. Subjektivität etc. gelten auch für die guten Bewertungen und sind somit statistisch irrelevant.

  7. Kurt Böni sagt:

    Im Tessin: Restaurant, 3 Menues suf der Karte, alle mit Risotto, dann Schweinsschnitzel Milanese mit Risotto, dann Kalbsschnitzel a la Milanese mit Patati und Verdura.
    Ich, Gast, hätte gerne Kalbsschnitzel mit Risotto.
    In beissend kaltem Ton: nein, haben wir nicht.
    Aber Sie haben ja Risotto
    Nur zu den Gerichten auf der Karte.
    Der Wirt hört mit, kommt an den Tisch, “habe gehört, was sie wollen” Sie können ausnahmsweise haben, Aufprris 7.50.
    no comment dazu, aufstehen und in Burger King.

    • Ike Conix sagt:

      Gibt es beim Burger King Kalbsschnitzel mit Risotto?

    • Marcus Ballmer sagt:

      Und was wollen Sie uns mit Ihrem Erlebnis sagen, Kurt Böni? Ich wurde, als ich letztes Mal im Tessin war, rundum freundlich und überaus zuvorkommend bedient, das Essen war ausgezeichnet, sogar die Preise waren vernünftig. Meistens ist das Benehmen des Wirtes ein Spiegelbild des Gastes. Denken Sie mal darüber nach. Meine schlechten Erlebnisse mit Gästen, deren Benehmen unterirdisch waren, sind jedenfalls sehr viel häufiger, als das mit Wirten. Und ja, Ihr Entscheid für Burger King war bestimmt richtig. Dort passen Sie besser hin. Auch kulinarisch.

      • Kurt Boni sagt:

        Dass ich bereits mehrere male im Tessin – in (Hotel)Restaurants sehr unfreundlich bedient wurde. Dass ich beim Betreten oder beim Bestellen oder sonst im Auftreten unhöflich oder fordernd auftrete wird mir niemand nachsagen. Im Gegenteil, oft wird mir vorgeworfen, zu bescheiden, zu demütig aufzutreten, alles mit mir machen zu lassen.
        Ich habe wirklich höflich nach Risotto gefragt und ich hätte es akzeptiert, keinen zu erhalten, aber nicht auf die Art.
        Vielleicht war es auch, weil ich nicht schon im Stehen Getränke bestellt hatte, sondern – auch ganz höflich – gesagt hatte, ich möchte erst schauen, was ich essen werde und dann das passende Getränk dazu bestellen.

      • Martin sagt:

        Ach Herr Ballmer, das versuchen Sie nun in jedem Artikel den Leuten zu entgegnen, wenn sie sich über unfreundliche Gastronomen beklagen. Das mit dem Spiegelbild können Sie vergessen. Und wenn schon Spiegelbild, funktioniert das Ganze auch in umgekehrter Richtung. Warum sollte ich als Gast von Beginn an unfreundlich sein und der arme Wirt retourniert dann eben einfach nur mit derselben Unfreundlichkeit. Selbst wenn Gäste unfreundlich sind: Der Hotelier oder Wirt hat sich für einen SERVICE-Beruf entschieden, wo man mit unzufriedenen und motzenden Kunden umgehen können muß. Ich selbst arbeite in einem Dienstleistungsberuf – wenn ich die Unfreundlichkeit meiner Kunden 1:1 zurückgeben würde, wäre ich ihn längst los – zurecht. Das muß man abkönnen, sonst ist man fehl am Platz. Und woher nehmen Sie eigentlich die Überheblichkeit, Herrn Böni in kulinarischer Hinsicht einzuordnen? Sind Sie so ein unzufriedener und passiver Wirt, der noch immer glaubt, das Geschäft habe von alleine zu laufen? Bei den schweizer Fantasiepreisen für austauschbares Mittelmaß stehe ich mittlerweile auch nur noch auf und gehe, wenn noch nichtmal die Gastfreundschaft stimmt.

      • Daniel Hauser sagt:

        Das Tesin verhält sich gegenüber Gästen wirklich weit unter den Möglichkeiten. Vergleiche Sie das Angebot im Südtirol mit demjenigen im Tessin, und sie werden die getroffene wahl niemals hinterfragen. Alleine die Beherbergungszahlen sprechen hier schon mehr als nur eine deutliche Sprache.

    • Pesche Vogel sagt:

      Davon, dass kalbfleisch teurer ist als schwein haben sie schon gehört?!?

      • Kurt Böni sagt:

        Ja, darum kostet das Schweinsschnizel mit Risotto wohl “nur” 28.50, das Kalbsschnitzel mit Patati 39.50! Mit Risotto, ausnahmsweise gewährt, 47!

        • Astrid Meier sagt:

          Ähnliches ist mir im Tessin auch schon passiert, Herr Böhni. Das sind sicher keine Einzelfälle, es ist länger her dass ich im Tessin einen rundum gelungenen Aufenthalt geniessen konnte. Denen fehlen klar die Deutschen und Österreicher im Service…

    • Hofer Peter sagt:

      Bravo Kurt: Das ist nicht nur im Tessin so,fast überall in CH. Ich kenne jedes Skigebiet in der Schweiz,also viele Hotels.Als wir alles gesehen haben in der Schweiz,fuhren wir nach OE, mit unserem Kleinkind über jahre Sommer und Winter.Das Kleinkind ist nun 34 und er geht immer noch nach OE.Warum:Seine Wünsche bezüglich Essen war und sind heute noch nicht einfach,aber in OE wurden ihm schon als kleiner Knabe alle Wünsche erfüllt und zwar in Deutscher Sprache…………………

  8. Remo sagt:

    Interessanter Artikel. Seltsam dass Arosa mit seinem grossen finanziellen Tourismusanstrengungen nicht ausgewertet wurde. Käme wahrscheinlich nur in den hinterrn Rängen vor da nur Hotels abgerissen wurden und einige wenige überleben dürfen wenn teilweise auch im schlechten Zustand.

  9. Hannes Müller sagt:

    Entspricht sehr gut meinen Erfahrungen. Ich mache seit Jahrzehnten Sommerferien in den Bergen, und da schneited das Engadin Spitze ab, und das berner Oberland katasteophal. In der Bieler Gegend ist man der Gigel im Umzug, ditto im welschen Wallis. Erstaunlich, wie sich persömliche Erfahrungen, die immer Einzeleindrücke sind, mit der allgemeinen Bewertung decken.

    • Hannes Müller sagt:

      Zur Ergänzung bezüglich Welschland: ich spreche fliessend französisch und werde in Frankreich oft als Franzose wahrgenommen.

    • B.Debrunner sagt:

      Herr H. Müller, Gstaad ist im Berner Oberland!

    • Robert Gmür sagt:

      Nebst Gstaad sind Wengen, Mürren, Lauterbrunnen und Adelboden ebenfalls im Berner Oberland.
      Bitte etwas differenzierter, Herr Müller

  10. Christian sagt:

    Halo, ich komme gerade nach 5 Wochen Kanada/USA Reise zurück in die Schweiz und muss feststelen das unsee Gastfreundlichkeit im Gastgewerbe/Verkauf grosen Nachholbedarf hat. Wer schon mal in den USA/Kanada war kan mir das nur bestätigen und weis wovon ich spreche. Dort ist das Servicepersonal einfach spitzenmässig freudlich. Klar sie sind ja auf das Trinkgeld angewiesen. Aber egal, die Freundlichkeit der Menschen bezieht sich nicht nur auf das Gastgewerbe sondern auch wenn man in einen Supermarkt gehst ist nicht nur das Verkaufspersonal extrem freundlich sondernauchdie Kunden selbst. Höflichkeit ist dort ein tägliches Brot was mir wieder einmal sehr grossen Eindruck hinterlassen hat. Zurück in der Schweiz fällt das einem sofort auf und man fragst sich wie unhöflich untereinander umgegangen wird. Es gilt das Moto zuerst ich dan die Anderen. Also in punkto Freundlichkeit und Umgangsformen kann sich die Schweiz eine grose Scheibe von den USA/Kanada abschneiden.

    • Hanswerner Karrer sagt:

      Ich habe genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht. US-Hotels behandeln Gäste nett gesagt, sehr kühl, und das Essen ist oft unterirdisch. Ich zweifle sehr, ob Sie wirklich je in den USA waren.

      • Marcus Ballmer sagt:

        Ich kann die Feststellungen von Christian vollumfänglich bestätigen – und war nicht nur fünf Wochen, sondern monatelang in den USA. Von Nord bis Süd. Und alle Freunde und Bekannten, die teils Jahre in den USA verbracht haben, bestätigen dasselbe. Ihre Erfahrungen sind so konträr zu allen andern US-Kennern, Hanswerner Karrer, dass ich sehr bezweifle, ob Sie wirklich je in den USA waren…

        • Astrid Meier sagt:

          Ich war auch monatelang in den USA. Aber ehrlich, wenn der Kellner/ die Kellnerin, Receptionistin oder das Sales Girl mit breitem, total artifiziellen Lächeln auf mich zusteuerte und mir ihr ewig-fröhliches “what can I Do for you today?” entgegenschleuderte, wurde mir Angst und Bang. Gerade in Restaurants war die Freundlichkeit des Personals exzessiv. Wahrscheinlich wurde ich jeweils vom ” Employee of the month” bedient…

    • Karl Schmidt sagt:

      Wir waren eine Woche im Berner Oberland. Nur nette, freundliche Menschen getroffen. Schade, dass die Schweiz so teuer ist.

    • Urs sagt:

      Christian, ich bin seit 5 Wochen in den USA und erlebe das anders: Wohl nett, aber auch gerade was nötig ist, etwas kühl, und an den Orten mit mehr Gästen ziemlich “ruppig”. Sie haben offenbar Glück gehabt!

    • Joe Buhler sagt:

      Ich wohne als Auslandschweizer seit mehr als zwanzig Jahren in Connecticut, USA. War letzten Monat seit fünf Jahren erstmals wieder in der Schweiz und war überrascht wie freundlich ich überall, besonders in Supermärkten und Läden, aber auch in Restaurants bedient wurde. In den meisten Fällen viel freundlicher als hier, wo ein Dankeschön an der Kasse der lokalen Läden eher eine Rarität darstellt, besonders des jungen Personals dessen Verhalten allzu oft vermittelt, dass es eigentlich den Mindestlohn Job lieber nicht hätte.

      • Tom Traum sagt:

        War 3 Monate in den USA und bin mit den gleichen Gedanken wie Christian wieder in die Schweiz zurück gekehrt. Im Vergleich zur Schweiz wurden wir in den USA deutlich freundlicher und besser bedient. Die Kellner/innen waren stets bereit Auskunft zu geben und meistens gabs noch ein Spässchen dazu. Es wurde auch immer unaufgefordert gefragt ob man noch ein Getränk haben oder ob man die Essensreste mitnehmen möchte. In Zürich erlebe ich das leider ganz anders. Kürzlich im Tessin war es auch nicht besser. Dort schien das Personal jeweils schon fast genervt wenn jemand etwas bestellen wollte. Ich denke was Freundlichkeit/Service betrifft hat die Schweiz schon noch Verbesserungspotential.

  11. Peter Widmer sagt:

    Ach, Aussagekraft gegen Null! Die Frage ist doch, wer wo absteigt und was erwartet wird. Feriengäste oder Familien mit Kindern erwarten etwas anderes als ‘Geschäftskunden’ oder Besucher des WEF. Der Chinese oder Araber erwartet sicher kein ‘Cüpli” oder heimischen Schnaps…allerdings gab es Zeiten, in denen ich in der grössten Sommerhitze im Gartenrestaurant Fondue essende Exoten beobachten konnte, als Ausgleich tranken sie dazu kaltes Coke 🙂

    • stefano sagt:

      Kommentare geben in der Regel wieder, ob persönliche Erwartungen erfüllt wurden oder nicht.

    • Severin Kälin sagt:

      Falls sie das in Interlaken beobachtet haben. Dann könnte es gut sein, dass ich das mit dem Fondue und dem Cola war. War übrigens köstlich und bekömmlich.

  12. beat lauper sagt:

    Interessant ist ja, dass die Deutschschweiz tendenziell besser abschneidet als die Westschweiz.

  13. Martin sagt:

    Für mich als Tourist eine völlig unbrauchbare Zahlenspielerei. Ich wähle mein Ziel doch nicht danach aus, wo irgendwelche Hotels gut bewertet wurden und dann auch noch nach zweifelhaften Kriterien wie “Begrüßungs-Cüpli” oder eine nahe Shoppingmeile – bestimmt das Letzte, was mich interessiert. In den gut abschneidenden Gebieten wird es negative Ausnahmen und umgekehrt geben, die Geschmäcker sind auch sehr unterschiedlich. Weiterhin sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen – an dem Ort, wohin er wollte, und nicht an dem Ort, der in irgendeiner theoretischen Statistik gut abgeschnitten hat. Erinnert mich irgendwie an die Situation auf vielen Weingütern, in die die neureichen Snobs einfallen und den Wein (von dem sie nichts verstehen) kaufen, der laut irgendeinem Katalog super bewertet wird, anstatt zu probieren, sich eine Meinung zu bilden und dann zu kaufen. Jeder Mist muß einem heute vorgekaut werden. Lächerlich. Meine Zufriedenheit mit einem Hotel hängt von ganz anderen Dingen ab, meistens kostenlose Dinge…

    • Rudolf Neff sagt:

      ich wiederum wähle mein hotel genau dort aus, wo die bewertungen gut sind. in hotels mit mittelmässigen bewertungen lernen sie mich nie kennen.

      • Ursula sagt:

        Sie wissen aber schon, dass es den Beruf des “Hotel- und Produkte-Bewerter” gibt, oder? Ich kenne einen Herrn, der Hotels (und Produkte) bewertet, die er noch nie gesehen hat und dafür gutes Geld erhält!!

        • Joe Buhler sagt:

          In den meisten Fällen können solche “Spam- Bewerter” den Gesamteindruck nicht maßgeblich beeinflussen außer ein Betrieb hat nur eine sehr geringe Zahl von Bewertungen. Zudem haben die Bewertungsfirmen wie TripAdvisor heute die Möglichkeit jene von Nichtgästen zu eliminieren.

        • Maesi sagt:

          Darum lobe ich mir AirBnB… da darf nur bewerten, wer auch wirklich dort geschlafen hat… und… es wird nicht nur der Gastgeber bzw die Unterkunft bewertert, sondern auch der Gast…!

    • Christoph Bögli sagt:

      1. Die entscheidende Frage ist doch: Woran soll man bei der Auswahl einer Unterkunft orientieren? Denn hinterher ist man zwar schlauer, aber dann ist es auch zu spät. Bewertungen von Kunden sind zwar kein optimales Kriterium, aber wohl oder übel immer noch besser als nichts. Denn ansonsten bleibt ja eigentlich nur: Werbeprospekt, (Gefälligkeits-)Artikel in den Medien, (meist schlecht recherchierter) Eintrag im Reiseführer, die Einzelmeinung einer persönliche Empfehlung – alles letztlich noch viel weniger objektiv. Bewertungsportale bieten darum – mit etwas kritischer Vorsicht – einen sehr guten Indikator, wenn es darum geht, die Auswahl möglicher Hotels einzuengen.

      2. Meiner Erfahrung nach lassen sich gute Bewertungen nur begrenzt durch Cüplis oder sonstigen Quatsch “kaufen”, was meist am stärksten honoriert wird ist (authentische) Freundlichkeit und grundlegende Qualität. Wenn genügend Bewertungen vorhanden sind, bieten diese darum meist effektiv ein recht gutes Bild davon, was man zu erwarten hat. Was sich allerdings empfiehlt: Die Bewertungen effektiv zu lesen, dann merkt man auch schnell, ob man diese ernst nehmen muss oder einfach irgendein fehlgeleiteter Stänkerer dahinter steht..

  14. Hallo in die Runde.
    Vorab sei gesagt das ich Wirt bin.
    Mich erstaunt das Ranking von Davos doch ein wenig.
    Sanierungsstau, fehlendes oder schlecht ausgebildetes (meist ungelerntes da billiger)Personal und schlecht motivierte Mitarbeiter in vielen Betrieben hinterlassen in den letzten 5 Jahren Ihre Spuren.
    Leichtfertig wird dies mit einem Jammern auf höhstem Niveau über die Frankenstärke abgetan.
    Was aber in erster Linie fehlt sind Ideen und deren Umsetzung, genauso wie es nicht Hilfreich ist Kurtaxen mal eben so zu Pauschalisieren und damit doppelt so hoch zu machen.
    Wie wenig Aussage kräftig dieser Vergleich ist, sieht man nur vor Ort und da ist einfach das Preisgefälle in Samnaun unschlagbar, wobei die Hotellerie diese Preise komischer Weise nicht an Ihre Gäste durchreicht.
    Ich habe in Samnaun geschafft und dort ebenfalls den 1980 Look der “heruntergekommenen Wellnessoase”
    bestaunen können in der es nicht einmal heiss Wasser gab oder 0815 Essen auf den Karten der Restaurants.
    Bis auf ein, zwei Ausnahmen in Samnaun ist es auch nur der Einheitsbrei an dem die Schweizer Tourismusbranche aller Orten krankt.
    Also was soll da dieser nichts sagende Vergleich?

  15. Toni Müller sagt:

    Gibt es da einen Röstigraben oder meine ich das nur?

    • Jean Ackermann sagt:

      Genau das ist mir auch aufgefallen, nur wollte ich es anders formulieren: “Auch da scheint es einen Röstigraben zu geben!”

    • Jean Ackermann sagt:

      Oder eine andere Sichtweise: Die welschen Gastgeber müssen nicht unbedingt schlechter sein, die welschen Gäste sind vieleicht einfach viel anspruchsvoller?

      • Pascal sagt:

        Lausanne schneidet besser ab als Bern und Luzern, es gibt wohl noch einige weitere Beispiele die den Röstigraben widerlegen. Bei kleinen, nicht touristische Gemeinden kann zudem kaum ein zuverlässiger Trend errechnet werden, bei den großen Tourismus Regionen (große Städte und Alpen) ist das schon eher interessant. Persönlich finde ich das Unterwallis katastrophal und Graubünden sehr gut punkto Infrastruktur und Gastfreundlichkeit. Aber das sind ein paar persönliche Erlebnisse, mehr nicht.

  16. Noldi Schwarz sagt:

    Äpfel und Birnen? Das fragt man sich bei dieser Auswertung. Die besten Regionen sind auschliesslich Ferienregionen. Kaum Smog. Schöne Landschaft, Ruhe. Und wohl auch Urlaubsfeeling. Das hilft doch schon für eine subjektive Beurteilung nach persönlichen Kriterien und verfügbarem Budget. Viele der 25 letzten Regionen sind Geschäftsregionen. Da liegen die Hotels halt nich am lauschigen Seelein oder irgendwo im Tann sondern in oder in der Nähe der Stadt. Wetten, dass mit ein paar Kriterien sich die gesamte Auswertung problemlos auf den Kopf gestellt werden kann. Beispiel: Anzahl Kinos. Diese Auswertung zeigt klar was passiert, wenn Medienleute Statistiker spielen.

    • Bernie sagt:

      Naldo, Du vergisst, dass Millionen von bestehenden Bewertungen aus mehreren Jahren ausgewertet worden sind. Wo und wie willst Du soviele befragen? Du bist einfach mit der Wahrheit nicht einverstanden…

      • Olivier Fehr sagt:

        Kommentare schreiben kann jeder auch mehrmals und unter verschiedenen Pseudonymen und Foren werden auch nicht nur moderiert sondern auch manipuliert. Zudem verhalten sich (un)zufriedene Kunden aus verschiedenen Ländern und Kulturen auch nicht alle gleich. Oft wird Kritik gar nicht geäussert, sondern der Gast kommt einfach nicht mehr.
        Die Grafik sagt uns aber eines: Welches Bild sich für den (uneingeweihten) Leser all der Forenkommentare ergeben kann. Inwieweit dies die Realität der Schweizer Hotels abbildet, sagt uns die Grafik allerdings nicht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Im Normalfall bewerten die Gäste durchaus dem Angebot und Zweck angemessen, sprich berücksichtigen, dass ein Stadthotel halt nicht am Strand liegt oder Bergsicht bietet. Ein Stadthotel muss dafür anderes bieten und dort punkten, wo es kann: Nähe zu relevanter Infrastruktur, Komfort und Sauberkeit, Freundlichkeit, der Zielgruppe angemessenen Service, insbesondere für Geschäftsleute/Business-Reisende, etwa unkompliziertes Gratis-WLAN, etc. Ein gutes Stadthotel wird darum allemal als solches bewertet. Leider ist es aber effektiv nicht einfach, ein solches zu finden. Preis und Leistung gehen oft genug stark auseinander..

  17. Daniel Wigger sagt:

    Guter Beitrag. Allerdings muss natürlich auch bemerkt werden, dass gute Benotung nicht zwangsläufig bedeutet, dass dort die besten Hotels bzw. Übernachtungsmöglichkeiten sind. Es kann auch bedeuten, dass an gewissen Orten die Gäste weniger anspruchsvoll sind. Es dürfte keineswegs so sein, dass ein günstiges Hotel in Samnau besser ist als ein Luxushotel in Genf. Aber in Genf kommen eben andere Gäste, und sie erwarten etwas anderes.

  18. Stefan sagt:

    Das gute Resultat von Samnaun erstaunt mich nicht. Gehört Samnaun doch geographisch und kulturell eigentlich zu Österreich.

  19. peter wiesendanger sagt:

    ob die aussagen der hotelgäste immer gerechtferigt sind stelle ihr ich einmal in frage. der gast erwartet alles oder vieles möchte am leibsten fast nichts dafür bezahlen.

    • adam gretener sagt:

      Eine typisch schweizerische Aussage. Wenn der Gast nicht zufrieden ist, muss er selbst daran schuld sein.

      • Hanswerner Karrer sagt:

        Sie übersehen, dass es ausgesprochene Schnäppchenjäger gibt, die den Sonderangeboten nachrennen. Ich bin mal in Winterthur in Bahnhofnähe abgestiegen. Das Frühstücksbuffet war sehr reichhaltig und qualitativ hervorragend. Am frühen Morgen war ausser mir noch ein Gast da, der alles bemeckerte und beanstandete.

  20. Mark sagt:

    Das Rating für die Region Sion stimmt (leider) absolut mit meinen Erfahrungen überein.

    • Martin Tschuemperlin sagt:

      Ich denke, dass Gastfreundlichkeit – Aufmerksamkeit und Freundlichkeit nichts kosten.
      Laut dieser Liste scheint es allerings, dass der an teuren Orten abgestiegene Gast besser
      aufgenommen wird – ausse in Samnaun, welches ja praktisch österreichisches Ausland ist!

  21. werner sagt:

    Allen Respekt für die schiere Arbeit aber Rückmeldungen vom zollfreien Shopping ‘Krachen’ Samnaun oder den nur in der Saison geöffneten, meistens halb leeren, von reichen Besitzern subventionierten Gstaader Luxusherbergen mit den 100+ Stadthotels in Genf zu vergleichen, wo allein die UNO 8000 Meetings pro Jahr veranstaltet, ist eine nette Spielerei, sagt aber imho praktisch nichts aus. Der leere 5 Sterner in den Bergen kann doch nichts lernen von der Zollsituation in Samnaun noch von der Massenhotelerie in Genf und umgekehrt.

    • Zimi sagt:

      Ach, ich weiss nicht, waren Sie denn schon mal in. Gstaad? Weill dort gibt es das ganze Jahr durch Anlässe, die durchaus die eine oder andere Hotelnacht generieren. Die da sind: ATP Turnier, Beach Volleyball Weltcup Turnier, Menuhin Festival. Die Gstaader Hotellerie muss von der Genfer Hotellerie auch nichts lernen, umgekehrt jedoch schon. Samnaun liegt als Speziallfall als einzige Destination vor Gstaad. Also machen die im Saanenland ziemlich wenig falsch.

  22. ely berger sagt:

    Gute Arbeit. …Der Röschtigraben überrascht.

  23. Jürg Grunder sagt:

    In der ach so schlechten Region Biel habe ich im Backpackers und in Magglingen im Hotel des Sportzentrums und im B&B übernachtet. Für mich jedenfalls war es toll dort.

  24. Nathan Güntensperger sagt:

    Interessante Grafik. Allerdings wäre sie noch aussagekräftiger wenn alle Übernachtungsklassen mit einbezogen würden. In der Region Biel gibt es neben den Hotels auch B’nB, Swiss Hostel, Schlafen im Stroh usw.
    Ebenfalls gut wäre es wenn sich die Regionenaufteilung entlang der touristischen Destiantionsgrenzen orientieren würde und dann in die einzelnen Städte/Gemeinden/Gebiete. Mir ist zum Beispiel nicht klar, wer in der Region Biel alles mit dabei ist…