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6 Behauptungen zu Eritreern in der Schweiz – und was dran ist

Von DB, 3. August 2015 141 Kommentare »
«In der Schweiz dürfen ohnehin alle Eritreer bleiben.» Stimmen diese und andere Behauptungen zur grössten Flüchtlingsgruppe in der Schweiz? Der Faktencheck.

Von Ruedi Lüthi (Grafik), Barnaby Skinner, Anja Burri und Claudia Blumer

Behauptung 1: Die Schutzquote für eritreische Flüchtlinge ist politisch gewollt

Die Realität ist komplexer. 2005 stellten 181 Personen aus Eritrea in der Schweiz ein Asylgesuch. 2006 waren es 1207, 2008 bereits 2849. Was ist passiert? Die Asylrekurskommission des Bundesverwaltungsgerichts hatte Ende 2005 den Rekurs eines Dienstverweigerers aus Eritrea gutgeheissen, danach stiegen Schutzquote und die Anzahl der Gesuche. Die Gesetzesänderung, welche Dienstverweigerung ab Herbst 2012 als Asylgrund ausschloss, entfaltete kurzfristig die politisch gewollte symbolische Wirkung, und die Anzahl Gesuche ging zurück.

2014 nahmen die Gesuche wieder zu, das SEM zählte 6923 Asylgesuche von Eritreern. Wirkungslos war die Gesetzesrevision dennoch nicht: Bei jenen Asylsuchenden, die «nur» vorläufig aufgenommen werden, ist der Familiennachzug stark eingeschränkt.

 

Behauptung 2: Eritreer, die es in die Schweiz schaffen, können sowieso bleiben

Ja, grösstenteils. Im ersten Halbjahr 2015 behandelte das Staatssekretariat für Migration (SEM) fast 3200 Asylgesuche von Eritreern, die Schutzquote lag bei 89 Prozent. Fast 9 von 10 Gesuchstellern haben also entweder Asyl erhalten (47,6 Prozent) oder wurden vorläufig aufgenommen. Bei den restlichen 11 Prozent handelt es sich in aller Regel um Fälle, die in einen Dublin-Staat oder in ein Drittland zurückgeschickt werden.

Behauptung 3: Die hohe Schutzquote ist gesetzeswidrig – schliesslich ist Militärdienstverweigerung, wie sie von vielen Eritreern als Fluchtgrund angegeben wird, seit Herbst 2012 kein Asylgrund mehr

Das stimmt nicht. Denn das Rückschiebungsverbot gilt nach wie vor und wird auch von der Genfer Flüchtlingskonvention vorgeschrieben. Justizministerin Simonetta Sommaruga sagte schon während der Debatte zur Asylgesetzrevision: «Eritreer werden auch in Zukunft bei uns als Flüchtlinge anerkannt, nicht weil sie Dienstverweigerer sind, sondern weil sie in ihrem Land als Staatsfeinde behandelt werden, wenn sie den Dienst verweigern.»

Die Behörden differenzieren bei der Beurteilung der Gesuche und vergeben nicht allen Gesuchstellern Asyl, wie Constantin Hruschka, Leiter des Rechtsdiensts bei der Flüchtlingshilfe, erklärt: «Eritreer und Eritreerinnen, die glaubhaft machen können, dass sie illegal aus ihrer Heimat ausgereist sind und aufgrund ihres Alters den Nationaldienst leisten müssten, erhalten deshalb in der Regel Asyl.» Gesuchsteller, die in den Augen der Behörden unglaubhafte Aussagen machten, würden hingegen nur vorläufig aufgenommen. Dasselbe gelte für ganz junge oder ältere Gesuchsteller, die nicht direkt vom Nationaldienst betroffen seien.

Behauptung 4: Kein anderes Land behandelt eritreische Asylsuchende so grosszügig wie die Schweiz

Falsch. Im Gegenteil: Fast kein europäisches Land schickt eritreische Asylsuchende in die Heimat zurück. Die Schutzquote in der Schweiz lag 2014 bei rund 85 Prozent. In der Europäischen Union wurden gemäss Zahlen von Eurostat 89 Prozent der Asylgesuche aus Eritrea positiv beantwortet, in absoluten Zahlen 14’150 Gesuche. Die Schutzquote in Schweden betrug 99,9 Prozent, in Dänemark 93,3 Prozent, in Deutschland 85,7 Prozent. Deutlich restriktiver waren Frankreich (26,7 Prozent) und Griechenland (48,2 Prozent).

Behauptung 5: Eritreische Flüchtlinge machen in ihrer Heimat Ferien, die Schweizer Behörden nicken das ab

Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen. Das Gesetz ist klar: Wer in sein Heimatland zurückreist, verwirkt das Recht auf Asyl in der Schweiz. Erfährt der Bund von einer solchen Reise und lässt sie sich nachweisen, wird die Person ausgewiesen. Nicht auszuschliessen ist aber, dass Leute indirekt nach Eritrea reisen, etwa über den Sudan. Darüber haben die Behörden keine Kontrolle.

Behauptung 6: Mehrere europäische Länder wollen die Asylpraxis gegenüber Eritreern verschärfen. Die Schweiz wird zum Magneten

Grossbritannien hat eine Verschärfung angekündigt, ebenso Norwegen. Ob diese umgesetzt – und sogar in Gesetz gegossen – wird, ist aber noch unklar. Wenn es so weit wäre, würde die Schweiz die Grundlagen, auf denen die Verschärfung beruht, prüfen und gegebenenfalls nachziehen.

141 Kommentare zu “6 Behauptungen zu Eritreern in der Schweiz – und was dran ist”

  1. Bruno Dreier sagt:

    Behauptungen sind sowieso riskant, solche Behauptungen zu kontern aber auch. Es werden auf beiden Seiten Fakten ausgelassen, je nach politischer Couleur und persönlicher Einstellung und Tendenz. So ist auch dieser Artikel irgendwie nur Schaumschlägerei. Er klammert aus, eventuell mit Absicht, die Frage ob Eritreer zur Zeit wirklich eine Priorität sind und eine Mehrzahl unsere Asylplätze belegen sollen. Oder sollte man nicht mal die Priorität hinterfragen und sich mehr auf Syrien und die Flüchtlingsfamilien dort konzentrieren.

    • Rainer Wolf sagt:

      Genau. Und wenn sich der Bundesrat dann entschliesst, syrischen Flüchtlingsfamilien aktiv zu helfen, kommt von Ihnen die Frage: Wieso diese Familien? Ist es gerecht, sich auf sie zu konzentrieren, oder gäbe es nicht allenfalls noch eine andere Familie, auf die man sich eher hätte konzentrieren sollen? Zudem: man muss sich schon auf die Flüchtlinge konzentrieren, die hier sind, oder nicht? Fakt ist: mehr als 50 Millionen Flüchtlinge weltweit landen in anderen wirtschaftlich armen / ruinierten Ländern, ein paar tausend im reichsten Land der Welt. Und einige ewige Nörgler meinen, damit ginge die Schweiz zugrunde.

  2. Egger sagt:

    Kommentar zur Antwort der “Behauptung 3”. Wenn die Genfer Flüchtlingskonvention so etwas vorschreibt, dann haben wir ein riesiges Problem mit dieser Konvention. Da sind alle Türen und Tore für jeden Missbrauch geöffnet. Keine rosige Zukunft für unsere Kinder denn die legendäre Selbsbestimmung der Schweiz wird mit fremdes Recht abgeschafft und führt uns in den Abgrund. Wer will dies?

    • Schlatter sagt:

      Was erzählen Sie da von fremden Richtern? Jede Wette, dass Sie nicht mal wissen was die Genfer Flüchtlingskonvention ist!

      Die Schweiz hat diese 1954 unterzeichnet und der Bundesrat setzte sie 1959 für die Schweiz in Kraft. Vor mittlerweile 60 Jahren. Die Konvention hält unter anderem die Rechtsstellung von Flüchtlingen fest.

      Also kurz: die Schweiz ist von Anfang an dabei, gestaltet mit, kann mitreden und ysie kommen daher, und schreiben von fremden Richtern? Mir machen nicht fremde Richter Angst, viel mehr die rechtspopulistischen eigenen Leute

  3. Jürgen Weber sagt:

    Es ist nicht gerade ein Aushängeschild der direkten Demokratie, wenn Leute, die Eritrea nicht einmal auf der Karte finden, sich anmassen, über die Verhältnisse dort zu urteilen. Fakten, die nicht ins Bild passen, werden einfach vollmundig als falsch deklariert, während man blindlings jede Behauptung von Blocher, Brunner oder Fehr abnimmt.
    .
    Wenn der “Souverän” sich gar nicht informieren mag, sondern immer nur das glaubt, was in sein Denkschema passt, dann ist es kein Wunder, dass er immer weniger als Entscheidungsinstanz ernst genommen wird.

  4. Kurt Haltiner sagt:

    Behauptung 7: Rund 85% der Eritreer mit Arbeitserlaubnis leben in der Schweiz von Sozialhilfe.

    • Diana S. sagt:

      Lieber Herr Haltiner, ihr Kommentar lässt unterschwellig einen schweren Vorwurf durchschimmern. Die meisten Eritreer, welche eine Arbeitsbewilligung haben WOLLEN arbeiten, es stellt sie nur niemand ein! Und die Jobs, welche geeignet wären sind rar.
      Meiner Meinung nach müsste da angesetzt werden: Mehr Stellen für Asylanten schaffen. Eine Win Win Sitatuation, wenn die Löhne kontrolliert werden.

      • Laila sagt:

        … vor allen in diesen wirtschaftlichen Zeiten. Für die eigene Bevölkerung (>45 Jahre) wird überhaupt nicht unternommen. Leben auch Sie von der Sozialindustrie?

  5. Fuchs sagt:

    Die Tabelle in Behauptung 4 könnte zur besseren Information auch noch mit den Schweizer Zahlen ergänzt werden. Im 2014 wurden in der Schweiz 6923 Gesuche von Eritreern eingereicht. In der gesamten EU 15880, oder beispielsweise in Deutschland 1155 !!! Im gesamten Bericht fehlt die Aussage, dass in der Schweiz fast die Hälfte aller Gesuche eingereicht wurden. Da muss ich annehmen, dass wir Schweizer unter Grössenwahn leiden und keine Grenzen kennen.

  6. Anton Brunner sagt:

    Ich frage mich, wieso die Schweiz überhaupt Eritrea-Flüchtlinge bzw. -Ausreisende hat, die hier um Asyl nachfragen. Die meisten dieser Asylanten sind ja gewiss nicht mit einem Direktflug aus einem Nicht-EU-Land in die Schweiz gelangt, sondern über das Territorium eines unserer Nachbarländer. Diese Leute hätten sich gemäss Dublin-Vereinbarung eigentlich der Registrierung im Schengen-Erstankunftsland unterziehen müssen, wessen sie sich wohl meist tunlichst entzogen haben. Wir bieten also bereits Leuten mit betrügerischen Absichten hier Asyl? – Hallo?! Frau Sommeruga?

  7. T.K. sagt:

    Auch wenn ich Verständnis für eine nicht nur an eigenem Leben bedroht Flucht habe – die Zentrale frage wird sein: wer zahlt diesen Flüchtlingsirrsinn?

    Einer Arbeit können die Flüchtlinge kaum nachgehen – die Sozialhilfe für die Flüchtlinge wird durch die Bevölkerung berappt – und dies nicht vorübergehend, sondern das ganze Leben lang.

    Eine reine Symptombekämpfung – die Ursache wird dieselbe bleiben.

    • Andy sagt:

      Und wieso können Flüchtlinge nicht arbeiten? Weil sie nach Gesetzeslage nicht gleich arbeiten können. – auch wenn viele gerne arbeiten würden.

      Ausserdem erhalten viele mit Status “vorläufig aufgenommene” oft monate- oder jahrelang keine Arbeit, weil viele Arbeitgeber nicht Leute einstellen wollen welche gemäss Aufenthaltsstatus die Schweiz jederzeit wieder verlassen könnten obwohl es zur Zeit klar ist, dass diese Menschen wohl noch lange hier sind, falls sich die Situation im Heimatland nicht ändert. (Und nein, man schickt sie nicht schneller zurück. Wenn ihnen die Gefährdung von Leib und leben droht)

      Würde man sie also schneller in den Arbeitsmarkt integrieren, könnten sie auch selbst Geld verdienen. Wieso zb. Erntehelfer aus Polen (oder egal von wo) holen, wenn dort auch Flüchtlinge eingesetzt werden könnten, die eh schon hier sind?

  8. Andre R. sagt:

    Ich kann nur allen empfehlen das Interview mit Toni Locher (Schweizer Entwicklungshelfer, der von der eritreischen Regierung den Titel des Honorarkonsuls verliehen erhielt) zu lesen, das in einigen Medien schon publiziert wurde. Er sagte klar, dass es wirtschaftliche Gründe sind, dass so viele Leute in die Schweiz reisen und nicht etwa Folter oder Sklavenähnliche Bedingungen dort unten. Die jungen Männer müssten von fürchterlichen Zuständen im Land berichten, um überhaupt als politisch Verfolgte zu gelten. «Die Welt der Jungen ist die Facebook-Welt vom Konsumparadies Europa, wo alle das neuste Handy haben». Dass so viele Eritreer in die Schweiz kommen, habe dazu mit der Asylpolitik zu tun, die Schweiz hat ihre Tore weit geöffnet. Das Risiko, auf dem Weg über das Mittelmeer zu ertrinken, werde als klein eingestuft. «Viel wichtiger ist, was der Kollege (der es geschafft hat) per Facebook aus Zürich zurückmeldet», sagt Locher im Bericht. Das sagt eigentlich alles.

    • Markus sagt:

      Macht es sie nicht stutzig, dass die Aussage vom jemandem gemacht wurde, der den Titel des Honorarkonsuls verliehen erhielt? Toni Locher ist in diesem Fall keine neutrale Person.

    • Genau das habe ich der lieben Frau Nationalrätin Fiala geschrieben, geglaubt hat sie es jedoch kaum! Dort müssen gemäss ihren Aussagen fürchterliche Bedingungen herrschen.

    • Albert sagt:

      Glauben Sie Lobbyisten auch sonst immer alles einfach so?

    • Rainer Wolf sagt:

      Und wo liegt jetzt das Problem, Herr R.? Können Sie es jemandem verübeln, dass er sich ein besseres Leben wünscht? Wissen Sie, was es heisst, in anderen Ländern wirtschaftliche Probleme zu haben? In Ländern, die keine Arbeitslosen- oder Sozialhilfe kennen, die wirtschaftlich ruiniert und in dauerndem Kriegs- oder Unruhezustand sind. Ausserdem würde ich nicht viel um die Worte eines Mannes geben, der offensichtlich auf der Seite des eritreischen Regimes steht.

      • Herr Wolf, geht es jetzt schlussendlich um ein besseres Leben mit allem Drum und Dran, oder geht es um Verfolgte? Sie dürfen sich jetzt entscheiden!

        • Rainer Wolf sagt:

          Ich verstehe den Sinn Ihrer Frage nicht, Herr Fehlmann.
          Es geht bei jeder Flucht um ein besseres Leben. Glauben Sie, die Leute würden ihr Heimatland (in dem Militärdienst der Leibeigenschaft gleichkommt) verlassen, um ein noch schlechteres Leben auf sich zu nehmen?

          • Schmid sagt:

            Sie Hr.Wolf leben wohl blauäugig wenn sie den Sinn der Frage nicht verstehen. Total Realitätsfremd.
            Es kann ja nicht sein das wir die ganze Welt aufnehmen nur weil sich viele Menschen ein besseres Leben wünschen.
            Darum hat es auch weniger Platz für echte Flüchtlinge.
            Das sich viele Schweizer bedroht fühlen durch so viele Ausländer blenden sie einfach aus.
            Viele werden kriminell und passen sich nicht den Gegebenheiten an. Alle Aufgenommenen sind Gäste und haben sich auch als Gäste zu benehmen.
            Unser Sozialsystem wird ausgenutzt und missbraucht.

  9. Peter Schwarz sagt:

    Die entscheidende Frage wäre doch. Darf Hilfe berechtigt oder auch nicht zum Untergang der eigenen Zukunft führen.
    Wer mathematisch ein wenig begabt, weiss dass aktuelle Entwicklung nur ein Resultat zulässt.

    • Philipp Meyer sagt:

      Nein das darf es nicht. Und zum Glück sind wir Milliarden Lichtjahre davon entfernt. Gewisse Politiker (meistens aus dem Lager der SVP) haben weitaus mehr Potential, unser Land längerfristig zu schädigen.

      • Konrad Schläpfer sagt:

        Phillip Meyer
        Sie lesen wohl nie Zeitungen?

      • Doktor Proffesor Fisch sagt:

        Ähm wissen sie was Lichtjahre sind?
        Mit Lichtjahren zählt man Entfernungen Lichtjahre sind keine Maßeinheit um die Zeit zu messen sondern um die Entfernung zu messen
        Ein Lichtjahr ist eine Astronomische Längeneinheit . Ein Lichtjahr sind :
        9460730472580800 Meter

  10. Margot sagt:

    Die Stimmbürger haben am 09.06.2013 mit 78.4% entschieden, dass Dienstverweigerung kein Flüchtlingsgrund ist. Der Bundesverwaltungsgerichts-Entscheid (E-2038/2014, 01.05.2014) hat das Aufgrund eines Einzelfalls wieder ausgehebelt.
    Es ist auch interessant, dass der Entwurf der UNO Resolution A/HRC/20/L.1 gegen Eritrea vom 2. Juli 2012 ausgerechnet von Djibouti, Nigeria und Somalia eingereicht wurde
    In den wenigen Wunschzielländern der Migranten wächst zunehmend der Unmut der Einheimischen. Man liest auch immer wieder von der Verantwortung der Europäer. Aber was ist mit den Regierungen der Herkunftsländer? Wieso sind die allesamt Millionäre? Wieso laufen da auf oberster Ebene keine Verhandlungen / Gespräche darüber?
    Würde das die Geschäfte der int. Konzerne stören? Wäre dann Schluss mit Subventionen für Agrarexporte nach Afrika? Wie unabhängig sind die politischen Entscheidungsträger?

    • Albert sagt:

      Sie haben den Text gar nicht gelesen, gell? ‘”Denn das Rückschiebungsverbot gilt nach wie vor und wird auch von der Genfer Flüchtlingskonvention vorgeschrieben. Justizministerin Simonetta Sommaruga sagte schon während der Debatte zur Asylgesetzrevision: ‘Eritreer werden auch in Zukunft bei uns als Flüchtlinge anerkannt, nicht weil sie Dienstverweigerer sind, sondern weil sie in ihrem Land als Staatsfeinde behandelt werden, wenn sie den Dienst verweigern.'”
      Dieses bewusste Weglassen von Fakten nennt man Polemik. Oder deutlicher: bewusste Lüge.
      Aber Sie können den gleichen Post natürlich weiterhin in jedes Forum copy/pasten – an Glaubwürdigkeit gewinnen Sie dadurch nicht. Sie bestätigen nur das Urtreil das drei Viertel aller Schweizer von SVPlern und der SVP Nahestehenden haben: Man nimmt es mit der Wahrheit nicht sehr genau, und zieht stets die Polemik den Fakten vor.

      • Margot sagt:

        Selbstverständlich habe ich den Text gelesen; Sie auch?
        Im 2014 wurden in der CH 6923 Gesuche von Eritreern eingereicht, in der gesamten EU 15880. Es hat handfeste Gründe das diese nicht nach Äthiopien und Sudan fliehen, in Italien wollen sie nicht bleiben und auch nicht nach Österreich.
        Nachdem mehrere Länder dem UNO Bericht nicht mehr so glauben und eigene Untersuchen machen, ist der Asylanspruch immer mehr zweifelhaft. Zumal diese regelmässig Urlaub im ach so schlimmen Heimatland machen. Es hat auch handfeste Gründe das diese nicht nach Äthiopien und Sudan fliehen, in Italien wollen sie nicht bleiben und auch nicht nach Österreich.
        Frau Sommaruga soll nach Eritrea reisen und dort die Zuständer vor Ort untersuchen und dort Unterstützung zusagen.

  11. Dani Keller sagt:

    Wie verschieden die Lage eingeschätzt wird, zeigt die relativ tiefe Schutzquote von Frankreich mit 26.7%.
    Die Schweiz hätte also durchaus Spilraum nach unten mit ihrer sehr hohen Schutzquote von Eritreern.
    Was viele Schweizer verägergt: hat sich die Lage in einem Land wirklich geändert, werden trotzdem faktisch keine “vorläufig” Aufgenommene zurückgeschickt. Das muss sich ändern, wenn die ganzen Asylrechte noch glaubwürdig sein sollen… der Bogen diesbezüglich wurde schon lange überspannt.

    • R. Sommerhalder sagt:

      Leider wird Ihr Wunsch nicht in Erfüllung gehen, dass sich an der aktuellen, unerfreulichen Asylsituation etwas ändern wird. Für eine geänderte, erfolgreiche Asylpolitik müssten die aktuellen “Entscheidungsverantwortlichen” ersetzt werden.

  12. Gustav Tobler sagt:

    Eine rhetorische Frage wenn man sich die Karte so anschaut: wieso nehmen all diese Flüchtlinge den gefährlichen, langen und beschwerlichen Weg nach Europa auf sich, anstatt ins benachbarte, relativ nahe gelegene Jemen oder Saudi Arabien zu fliehen? Und daran anschliessend: warum muss sich Europa praktisch allein dieser Leute annehmen? Zuweilen möchte man meinen, wir wollten heiliger als der Papst sein.

    • Wider Yvar sagt:

      Viele der Eritreer sind Christen, nicht Muslime. Wären wohl als Christen bei den Saudis nicht sehr willkommen!!!!

    • Markus Weller sagt:

      Weil sich unter den Flüchtlingen ein relativ hoher Anteil von Christen oder halt nicht Sunniten/Schiiten befindet und diese somit vom Regen in die Traufe kämen.

      • Gustav Tobler sagt:

        Mit anderen Worten: wir bezahlen für die Intoleranz anderer Länder und Gesellschaften, die eigentlich näher am Geschehen wären und mehr Geld zur Verfügung hätten als wir – betrifft übrigens auch muslimische Flüchtlingen (Syrien lässt grüssen), nicht nur Christen wie die Eritreer.

    • Reto Trachsler sagt:

      Bitte informieren Sie sich. Auf der Welt sind Millionen von Menschen auf der Flucht und Europa streitet darüber, wie man 60’000 Flüchtlinge verteilten soll. Europa nimmt also praktisch keine Flüchtlinge auf und die Nachbarländer der Fluchtstaaten nehmen Millionen auf.

      • Roger sagt:

        Die Schweiz hat seit 1990 bis 2010 524’100 Personen Asyl gewährt. Das ist doch eine beachtliche Zahl, wenn man berücksichtigt, dass die Schweiz 8 Mio. Einwohner hat, keines dieser Fluchtländer an die Schweiz grenzt und praktisch alle diese Asylbewerber sich auf dem Weg hier hin in einem Sicheren Drittstaat welcher des Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge unterschrieben hat, aufgehalten haben müssen, was nach Art. 31 Asylgesetz zu einer Ablehnung des Asylgesuchs führen müsste.

    • Albert sagt:

      Minimal Informierte wüssten, dass z.B. der Libanon bei einer Bevölkerung von 4 Millionen bereits über 1 Million syrische Flüchtlinge aufgenommen hat. Aber es ist halt so viel bequemer, sich den Fakten zu verschliessen und auf dumpfe, uninformierte Polemik zu setzen.
      Stellt sich allerdings die Frage: Wie wollen Sie derart unwissend an der Urne zu einem besonnenen Entscheid kommen?

  13. Wider Yvar sagt:

    Ich war 1998 selber in Eritrea. Meiner Ansicht nach ist es sehr schwierig die Situation in Eritrea einzuschätzen. Aus Kreisen die Projekte in Eritrea betreuen, wird gemutmasst, dass 90% der aus Eritrea fliehenden, dies aus wirtschaftlichen Gründen machen. Was soll man glauben?

    • Hanspeter Müller sagt:

      “Aus Kreisen die Projekte in Eritrea betreuen” was sind das für Kreise und was für Projekte? Das sind keine unabhängigen Meinungen und erst noch anonyme, die nicht verifiziert werden können. Da lese ich lieber bei Amnesty nach. Und dort sind die Aussagen eindeutig.

      • Walter sagt:

        Aber sicher und ganz ohne politisch verklärten Sichtwinkel. auch wenn ich von AI viel halte, den Knick im Blickwinkel muss man mit einberechnen. Trockene Analyse der eigenen Zahlen sieht anders aus.

  14. Hans Müller sagt:

    “Der Faktencheck” – Aber am Schluss des Artikels kommen dann wieder klar politische Forderungen, die rein ideologie-getrieben sind und nichts mehr mit “Fakten” zu tun haben, ins Spiel. Soviel zum “objektiven” Faktencheck.

    • Dani Keller sagt:

      Die “Objektivität” sieht man bzgl. Faktencheck Heimatreisen. Wenn das Gegenteil nicht 120%ig bewiesen werden kann, sind alle “unschuldig”.
      Diesbezüglich würde ein generelles Reiseverbot (der/die Schutzbedürfte darf die Schweiz auf keinen Fall verlassen) wie jüngst von CVP vorgeschlagen sicher seine Wirkung nicht verfehlen.

  15. Kamber Martin sagt:

    Juhuu, es ist wieder Wahljahr. Und wieder ist jeder gegen jeden angesagt. Und wieder wird auf eine Nation eingesdroschen mit den ewigen, gleichen, dumpfen Argumenten. Und wieder glauben viele, damit unsere Probleme lösen zu können.
    Statistieken werden zitziert, und wir vergessen, dass es sich um Menschen handelt. Haben alle, die nun über die Eritreer herziehen, jemals mit einem geredet?
    England will 10 Millionen in die Abwehr im Tunnel investieren. Dafür ist Geld da. Geld, um fremde Menschen zu integrieren ist nicht da, ich denke, es würde alle mehr davon profitieren. …… Na dann, gute Wahl.

    • Peter Aeschlimann sagt:

      Herr Kamber, ich kann nur hoffen das in den nächsten Jahren keine Krise eintrifft, gleich welcher Art.
      Wenn dann, es allen an den Geldbeutel geht und zwar kräftig, dann geht die Sause erst recht los.Und die nächsten Generationen werden es der heutigen danken.Wahlen hin oder her.

  16. Roman R sagt:

    Liebe Redaktion des Tagesanzeigers,

    Vielen Dank für die heutige – objektive und ausgewogene – Berichterstattung über Eritrea! Es ist von grösster Wichtigkeit, dass die Medien – als vierte Gewalt im Staat – dem ungeheurlichen Populismus und der Hetze einiger bürgerlichen Parteien (und Zeitungen) entschlossen entgegentreten und der Bevölkerung Zugang zu solch wichtigen Einblicken und Informationen verschaffen!

    • martin r. sagt:

      Diese objektive und ausgewogene Darstellung bestätigt – wie mir scheint – fast sämtliche populistischen Meinungen: es werden fast alle Eritreer aufgenommen, sei es nun definitiv oder “vorübergehend”; Militärdientsverweigerung ist ein Asylgrund, weil diese zuhause als staatsfeindlich gilt; Reisen ins Heimatland sind möglich, wenn auch nur selten nachweisbar. Es fehlte noch der hohe Prozentsatz der Abhängigkeit von Sozialhilfe, wie lange diese Abhängigkeit durchschnittlich dauert, wie gut integriert die Eritreer sind (Deutschkenntnisse, Aufnahme einer Arbeit, u.ä.). Hätte man die enstprechenden Zahlen publiziert, hätte sich auch noch die diesbezüglichen Vorurteile mehr oder weniger besätigt.

      • Es ist noch ein anderer Bericht heute im Tagesanzeiger ersichtlich. Ein Reporter , mit Qatar-Airways kommend aus Doha, landet mit Exil-Eritreer auf dem Flughafen von Eritrea . Was dann bei der Landung passiert, ist einmal mehr die Bestätigung aller Vorurteile. Sie können die Ankunft kaum erwarten. So benehmen sich doch Migranten, die an Leib und Leben bedroht sind. Heute im Tagesanzeiger nachlesbar.

  17. Hans Georg Nägeli sagt:

    Die grösste Schlaumeierei ist doch der Status der “vorläufig Aufgenommenen” Das BMI und alle Politiker inkl. BR Sommaruga wissen, dass diese vorläufig Aufgenommenen noch in 10 Jahren hier sind. Warum wird eigentlich s Volk dauernd für dumm verkauft ?

    • Theodor Rickli sagt:

      Aber Herr Nägeli, wenn es alle wissen, dann hat der Bundesrat (der Gesamtbundesrat inkl. Maurer) niemand angelogen. Es ist nicht immer ihre Feindespolitikerin, sondern der Gesamtbundesrat in der Verantwortung. Lasst doch dieses Wahlkampfgetöse und bleibt ehrlich.

  18. Dorotée sagt:

    Wenn Eritrea so ein schlechtes Land ist, warum erhalten wir dann die diplomatischen Beziehungen zu ihnen? Dann müssten wir mit Nord Korea auch diplomatische Beziehungen pflegen.

    • Manuel sagt:

      eine sehr unqualifizierte und nicht sehr differenzierte Aussage welche die politische Lage und den geschtlichen Hintergrund der Länger nicht betrachtet. Ich glaube wir Schweizer haben zunehmend Mühe unseren Wohlstand zu teilen. Auch wenn die Person kein “asylant” im eigentlichen Sinne ist. Aber aus Freude am Reisen wird die Person nicht emmigriert sein. Ich wünsche mir mehr Herz und weniger Neid und Angst vor Wohlstandsverlust für die Zukunft.

    • Jack Stoffel sagt:

      Dorotée: Es gibt in Bern eine nordkoreanische Botschaft. Folglich hat die schweiz diplomatische Beziehungen zu Nordkorea.

  19. C.Sauerbrey sagt:

    Was ich hingegen bei diesem brisanten Thema nicht verstehe, warum kann nicht mehr Druck auf die Regierung dieses Landes ausgeübt werden? Wenn die halbe Bevölkerung aufgrund der Repressalien nach Europa
    auswandern (muss), finde ich, hat Europa ein Recht dort mitzureden, sprich die Regierung anzuklagen. Kann man da über die Uno, EU, Völkerrecht, Den Haag, etc. gar nichts ausrichten, nichts fordern?

    • C.Sauerbrey sagt:

      Es ist natürlich nicht die halbe Bevölkerung, aber es sind viele. Als Regierungsmacht / Präsident würde ich mich schämen, wenn mein Volk dermassen davonrennen würde!! Auf der Flucht sein Leben zu riskieren, und Familie und Freunde zu verlassen ist ein grosser Schritt, den man nicht leichtfertig übernimmt.

      • uylenspieghel sagt:

        @Sauerbry: Regierungsmacht kennt kein Scham, sonnst überlebt man in der Politik nicht lang! Auch hierzulande nicht. Da gibt es genügend Beispiele. Gegenteil die eritreische Regierungsmacht nutzt es wenn so viele auswandern! Demzufolge sollten wir Eritrea helfen ihre Regierungsmacht los zu werden!

  20. John Kipkoech sagt:

    Wer unter Lebensgefahr die dramtische Reise von Ostafrika nach Europa unternimmt, muss handfeste Gründe haben. Niemand verlässt die Heimat gerne. Den Eritreern geht es dreckig und katastrophal. Der Diktator Afwerki und seine Clique sollte dringend weg, anders wird ein normaler Staat dort nicht aufzubauen sein. Die Grossmächte sollten was unternehmen, damit es dort zum Machtwechsel kommt – dazu gehört auch die EU. Nur so kann auf Besserung – und Reduktion der Flüchtlingszahlen gehofft werden. Italien als ehemalige Kolonialmacht dort hat eine spezielle Verantwortung.

    • Walter sagt:

      Welcher einfacher Geist meint ernsthaft mitt einem europäischem Blickwinkel ein afrikanisches Land ändern zu können. OK, Menschen aus finanziell gesichertem Verhältnissen, denen es ansonsten zu langweilig ist, oder sonst irgendwelche Wahrnehmungsdefizite haben, schlagen gerne so abstruses vor. Ich empfehle einfach mal selbst ein paar Monate vor Ort zu sein. Das hilft ganz sicher auf den Boden der Tatsachen zurück.

  21. Wyss sagt:

    Ein unvollständiger Artikel. Die finanziellen Konsequenzen der Asylanten aus Eritrea wurde nicht behandelt. Gemäss Rudolf Strahm’s Artikel in der Weltwoche vom 01. August 2015 haben rund 60% der Sozialhilfebezüger einen Migrationshintergrund. Von den anerkannten Flüchtlingen und den vorläufig aufgenommenen Asylbewerber, beiden Gruppen wäre die Arbeitsaufnahme erlaubt, beziehen derzeit 87% Sozialhilfe. Eine solche Situation ist eine politische Zeitbombe. Die Frage ist nur, wenn sie losgeht.

    • Truniger sagt:

      Es mag sein, dass die Arbeitsaufnahme erlaubt ist. Aber es ist sehr schwer einen Job zu finden. Generell gibt es zu wenige Stellen für Niedrig-Qualifizierte, respektive es sind Stellen, die sehr schnell wieder gekündigt werden. Dass alle, die Arbeit suchen auch eine Stelle findeen, war vielleicht vor 20 Jahren so, heute ist es ein Märchen. Ich habe auf einem Flüchtlingsdienst gearbeitet. Gerade die eritreischen Flüchtlinge waren sehr motiviert eine Stelle zu finden. Das war auch immer wieder die Rückmeldung aus den Arbeitsprogrammen.

    • R. Merten sagt:

      allerspätestens wenn die AHV gekürzt wird und damit Solidarität mit den Eritreern verlangt wird, Wyss !

      • Albert sagt:

        Die AHV kürzen wollte bislang nur Ihre SVP. Die SP hat sich mit einem Referendum erfolgreich dagegen gewehrt. Wie können Sie in einer Partei sein und diese jeden Tag vehement verteidigen – aber doch keine Ahnung haben, was die Absichten ebendieser Partei sind? Das ist wohl an Naivität kaum zu überbieten!

    • M. Zurflüh sagt:

      Ob die der SVP sehr nahestehende Weltwoche eine aussagekräftige Quelle darstellt mag man stark in Frage stellen.

      Zumal dürfen Flüchtlinge in den ersten Monaten nicht arbeiten und dank den verschärften Gesetze – Dank SVP – wurden die Hürden so hoch gesetzt, dass eine Integration in unseren Arbeitsmarkt fast aussichtslos ist (Stichwort Inländervorrang). Ich vermute, dies hat Herrn Strahm im besagten Artikel gekonnt weggelassen.

      Aber das passt wieder hervorragend zur SVP, elend erzeugen, dann mit dem Finger auf das Ergebnis zeigen und das ganze weiter politisch beackern…

      • Wyss sagt:

        Diese Aussage die in der Weltwoche gedruckt wurde stammt von Herr Rudolf Stramm, Ökonom, SP-Politiker Nationalrat von 1991-2004 und Preisüberwacher von 2004-2008. Also keine Aussage eines SVP Politikers.

    • Roger sagt:

      Hier die Zahlen zur Erwerbssituation von Eritreern im Asylprozess die arbeiten dürften zum 31.12.2014: Asylsuchende Erwerbsfähige Personen mit Ausweis N: 5192, davon erwerbstätig: 19 (entspricht einer Arbeitslosenquote von 99.6%) .
      Erwerbsfähige vorläufig aufgenommene (inkl. Flüchtlinge) mit Ausweis F: 2272, davon erwerbstätig: 521 (entspricht einer Arbeitslosenquote von 77.1%) . Quelle: stat-mt-201412-d.pdf
      Solzialhilfebezüger/innen (die Daten beziehen sich gemäss BFS nur auf die Ständige Wohnbevölkerung, also ohne die Sozialhilfebezüger im Asylprozess): 5394 Personen der Ständigen eritreischen Wohnbevölkerung von 12 551 Personen beziehen Sozialhilfe. Sozialhilfequote: 43%. zum Vergleich: Solzialholfequote bei Schweizern 2.2%. (Quelle je-d-13.04.03.04.09.01 und STATPOP)

  22. Revoluzzer sagt:

    Behauptung Nr. 7 fehlt …
    Es wird behauptet, dass ein Grossteil der Eritäer die Asyl erhalten von der Sozialhilfe leben und sich nicht integrieren. Es wäre äusserst informativ, wenn auch dazu die Faktenlage ermittelt und ergänzt würde.

    • Erich Grab sagt:

      Das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache. Wurde so auch bereits im Tages Anzeiger ausdrücklich bestätigt. 91% aller Eritreer, die weniger als 6 Jahre in der Schweiz leben, leben von Sozialhilfe. Und ich vermute, dass auch bei längerem Aufenthalt die grosse Mehrheit von der Sozialhilfe leben wird, wie auch die zweite Generation dann eine überdurchschnittliche Sozialquote aufweisen wird.

    • Truniger sagt:

      Ich kann Ihnen dazu meine Erfahrungen auf dem Flüchtlingsdienst schildern.
      Die eritreischen Flüchtlinge waren und sind sehr motiviert Arbeit zu finden. Bei Niedrig-Lohn-Stellen ist die Nachfrage grösser als das Angebot, darum ist es für viele Eritreer sehr schwer, eine Stelle zu finden. Dazu kommen Schwierigkeiten mit der Sprache und generell das Leben in einer ganz anderen Kultur. Man kann sich nicht einfach von einem auf den anderen Tag integrieren. Das ist ein sehr langwieriger Prozess von Gesellschaft und Individuum, auch dann, wenn die Persoen, wie beim überwiegenden Teil der EritreerInnen, sehr motiviert sind.

      • Astrid Meier sagt:

        Das ist auch meine Erfahrung. Nur schon die vielen Eritreer welche “Surprise” und andere Sozialmagazine verkaufen zeigen, dass es keineswegs darum geht, auf der faulen Haut zu liegen. Und die Eltern sind sehr an einer guten Schulbildung für ihre Kinder interessiert. Die Kinder gehen gerne und motiviert in die Schule. Ähnliche Bedenken gab es schon bei den Tamilen, von denen etliche mittlerweile sehr gut integriert sind, und deren Kinder gute Berufschancen haben.

    • biserka rebric sagt:

      http://bazonline.ch/schweiz/standard/Asylwesen-kostet-Gemeinde-Millionen/story/27548408

      Herausgefunden hat Bircher auch, dass in ihrer Gemeinde 70 Prozent der ehemaligen Asylbewerber von Sozialhilfe leben. Bei den Eritreern sind es 95 Prozent. Bei einem Etat von 28 Millionen Franken beliefen sich die Sozialhilfe­kosten in Aarburg 2013 auf 5,5 Millionen Franken. 167 Sozialhilfeempfänger sind dort ehemalige Asylsuchende. Für 72 von ihnen muss die Gemeinde bereits heute zahlen.”

  23. Ernst Halter sagt:

    Wenn Asylanten nicht wüssten, dass ihre Chance auf Aufenthalt gross wäre, würden sie gar nicht kommen, egal unter welch schlechten, wirtschaftlichen Umständen sie leben müssen in ihren Heimatländern. Deshalb ist es IMMER eine politische Frage. Ausserdem sind vermutlich 99,9% aller Asylanten zu heutiger Zeit reine “Wanderarbeiter” oder anders ausgedrückt “Arbeitsmigranten”. Und das macht es politisch hochbrisant. Denn alle Politiker wissen das, aber keiner darf es öffentlich zugeben, weil er sonst wegen Verstoss gegen das Antirassismusgesetz angeklagt und verurteilt wird. Politisch also noch brisanter.

    • M. Zurflüh sagt:

      Der Unterschied zwischen dem Artikel und ihrem Kommentar ist, dass der Artikel auf überprüfbaren Fakten beruht… nicht so wie ihre 99.9%… Auch “Wanderarbeiter” ist eine falsche Behauptung, zumal die Asylanten nicht arbeiten dürfen und wenn doch (>3 Monate) der Inländervorrang gilt. Bis dato kamen nach Leuten wie ihnen die “Arbeitsmigranten” immer aus dem EU-Raum bevorzugt aus Deutschland, spannend wie sich die Perspektive über ein paar Monaten so stark verändern kann…

      Und zum Thema Antirassismusgesetz, solange man nicht braune Propaganda oder andere hetzerische Äusserungen verbreitet – wie einige verurteilte SVP Politiker dieses Jahr beeindruckend bewiesen – kann man sich auch kritisch über die Asylthematik äussern.

    • Truniger sagt:

      Bei allem Respekt Herr Halter. Was Sie hier sagen stimmt überhaupt nicht. 99.9% seien Arbeitsmigranten. Wie kommen Sie auf so eine Vorstellung? Ich kann daraus schliessen, dass Sie noch nie oder höchst selten überhaupt einmal mit einem Flüchtling gesprochen haben. Was ist mit all den SyrerInnen die vor dem Krieg fliehen, oder den EritreerInnen, denen Gefängnis und Folter im eigenen Land droht. Diese beiden Gruppen machen den höchsten Anteil der Asylsuchenden aus.
      Zu sagen, dass alles ArbeitsmigrantInnen seien, ist nach dem Antirassismusgesetz nicht verboten. Sonst hätten Sie sich jetzt gerade strafbar gemacht.

      • Julius Bär sagt:

        Hören Sie doch mit dem Unsinn des Antirassismusgesetzes auf. Dieses hat dort seine Grenzen, wo es um die Wahrheit geht. Die hier im Artikel präsentierten Zahlen des Tagis untermauern eindeutig folgendes: Das kleine Binnenland Schweiz, mit etwa 8 Mio. Einwohnern, welches nur in Ausnahmefällen erstes Einreiseland innerhalb von “Schengen/Dublin” ist, bearbeitet fast halb soviele Asylanträge aus Eritrea wie die gesamte EU mit mehr als 500 Mio. Einwohnern? Da stinkt doch etwas gewaltig gegen den Himmel! Danke Tagi, dass Sie endlich harte Zahlen präsentieren.

    • Andreas Werder sagt:

      Ja genau, 99.9% aller Asylsuchenden sind Wanderarbeiter. Wo haben Sie eine so verzerrte Realität nur her, aus der Weltwoche? Einer 1. August SVP Rede? Unglaublich.

    • Ike Conix sagt:

      99,9% aller Flüchtlinge befinden sich in ihren Nachbarländern. Im Falle von Syrien sind das Jordanien (340’524), Libanon (339’187), die Türkei (258’200) oder der Irak (110’663).

    • Astrid Meier sagt:

      59 Millionen Flüchtlinge leben in Entwicklungsländern! Dagegen ist Europa ein Witz! Das Land mit den meisten Flüchtlingen ist Pakistan. Dort gibt es weder Taggeld und medizinische Versorgung. In Libanon und Jordanien ist bald jeder 3. Einwohner ein syrischer Flüchtling. Glauben Sie, dass diese Leute dort gut leben? Zumal die internationale Gemeinschaft regelmässig Hilfsgelder zusagt, aber nicht liefert!

      • Berhat Sahin sagt:

        Die sechs grössten Aufnahmeländer von Flüchtlingen sind: 1. Türkei (1.59Mio) 2. Pakistan (1,51Mio) 3. Libanon (1,15Mio) 4. Iran (982’000) 5. Äthiopien (659’000) 6. Jordanien (654’000). Die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder. Das sind die offiziellen Zahlen der UNO Flüchtlingshilfe. Es ist schon so, je reicher die Menschen, desto weniger wollen sie helfen.

        • Roger sagt:

          Die Türkei nimmt keine Nichteuropäischen Flüchtlinge auf (sog. geographischer Vorbehalt). Das war Voraussetzung, dass die Türkei der Flüchtlingskonvention beigetreten ist. Alle nichteuropäischen Flüchtlinge in der Türkei werden vom UNHCR betreut und im Rahmen von Resettlement-Programmen in die USA, Kanada, Australien und nach Westeuropa umgesiedelt. Einzig Syrischen Kriegsflüchtlingen gewährt die Türkei vorübergehenden Schutz.

          • Astrid Meier sagt:

            und was heisst das, Roger? Dass 1.59 Millionen Syrer in der Türkei unterkamen, in Lagern die als vorbildlich eingestuft werden. Darunter auch Nachfahren der Christen, die bei der Staatsgründung der Türkei vertrieben wurden, und von Syrien aufgenommen wurden. Weder damals noch heute war das christliche Europa bereit, diesen Menschen eine Heimat zu geben. Soviel zu den christlichen und humanistischen Werten.

          • Roger sagt:

            Die türkische Regierung unterzeichnete die (Genfer) Konvention von 1951 zum Status von Flüchtlingen im Jahre 1961 und deren Zusatzprotokoll von 1967 am 01. Juli 1968. Die Türkei vermerkte einen geographischen Vorbehalt in der Konvention, der Flüchtlinge im Zusammenhang mit Vorfällen außerhalb Europas ausschloss. Dabei waren insbesondere palästinensische und andere, seinerzeit aktuelle antikoloniale Kämpfe gemeint. Die Türkei erklärte ebenso, dass “keine Bestimmung dieser Konvention dazu führen darf, dass ein Flüchtling in der Türkei mehr Rechte hat als ein türkischer Staatsbürger”. Die Ansiedlung von Flüchtlingen in der Türkei ist abhängig von der “Zugehörigkeit zum türkischen Kulturkreis”. In der Praxis dürfen sich Flüchtlinge aus Europa in der Türkei niederlassen, wenn von der “Zugehörigkeit zur türkischen Rasse” ausgegangen wird. Flüchtlinge aus nicht-europäischen Ländern genießen in der Türkei keinen internationalen Schutz. Jedoch ist das UNHCR-Büro in Ankara seit 1960 für die Feststellung ihres Flüchtlingsstatus zuständig, parallel zum Innenministerium, welches seit 1994 ein Verfahren für zeitlich begrenztes Asyl durchführt.

            (Auszüge aus einem Artikel vom Flüchtlingsrat Niedersachsen: http://www.nds-fluerat.org/rundbr/ru87/sancpek.htm )

  24. Daniel Bregulla sagt:

    zu Behauptung 5:

    Der Satz “Erfährt der Bund von einer solchen Reise und lässt sie sich nachweisen, wird die Person ausgewiesen.” sollte korrigiert werden zu “…, kann eine Person ausgewiesen werden.” .
    Beispiel: Ein Asylwiderruf bedeutet noch nicht, dass jemand das Land verlassen muss. Je nach dem kann die Person vorläufig aufgenommen werden oder sie kann – wenn sie bereits eine Niederlassungsbewilligung hat – auch ohne Asyl in der Schweiz bleiben.
    Die sachliche Herangehensweise Ihres Artikels ist aber insgesamt sehr erfreulich.

  25. Roger sagt:

    Was ich nicht verstehe ist, warum es sich nur bei 11 Prozent um Fälle handelt, die in einen Dublin-Staat oder in ein Drittland zurückgeschickt werden. Nach der Dublin-Verordnung müssen alle Flüchtlinge in dem Dublin-Staat Asyl beantragen, den sie als erstes betreten. Realistischerweise müsste dies nahezu 100% betreffen. Wenn schon die Asylbewerber ihre Fluchtgründe glaubhaft machen müssen, warum müssen sie dann nicht glaubhaft machen, dass sie in die Schweiz gekommen sind ohne zuvor einen Dublin-Staat betreten zu haben?
    Und bei der Tabelle der 2014 Erstinstanzlich angenommenen Asylanträge verschiedener europäischer Länder wäre die Schweiz in Absoluten Zahlen nach Schweden mit 3640 Personen auf Platz 2. Italien, ehemaliger Kolonialherr von Eritrea und normalerweise auch Ersteinreiseland hatte 1300, das sind Pro Einwohner 20 mal weniger als die Schweiz. Auch fällt auf, dass die Anerkennungsquoten in Frankreich und Griechenland deutlich tiefer sind, trotz Schengenaussengrenze. Entweder soll die Schweizer Regierung dafür sorgen, dass Dublin so konsequent wie die Schengen durchgesetzt wird, oder es muss ein EU- und Schengen-weiter Verteilungsschlüssel her, denn Länder wie Tschechien, Estland, Kroatioen, Zypern, Laettland, Littauen, Portugal, Rumänien, Slovenien und Island haben 2014 keinen einzigen Eritreer aufgenommen und Bulgarien, Spanien, Polen und Finnland gerade mal je 5 Personen.

  26. Alex Grendelmeier sagt:

    Behauptung 7:

    Die Eritreer sind naiv:.

    Diese Behauptung stimmt nicht: Auf Radio DRS 2 am 13. Sept. 2014 in den Nachrichten um 7:30 sagte Martin Reichlin vom Bundesamt für Migration dem Reporter Dominique Meier: »Das Schengen Abkommen ist gescheitert. Die Eritreer sind schlau, sie lassen sich in Italien nicht registrieren, damit sie aus der Schweiz nicht nach Italien zurückgeführt werden können.»

  27. John Kipkoech sagt:

    Pikantes Detail: Im 19. Jahrhundert wollte der famose Berner Diplomat Werner Munzinger Schweizer in Eritrea ansiedeln, da
    das Land sosehr der Schweiz gleiche (Berge, Steinböcke) und noch viel Platz habe. Damals gab es viele arme Bauern im Land die gerne eine eigenes Stück Land haben wollten. Der Bundesrat lehnte aber ein entsprechendes Gesuch um Kredit ab. Wäre man eingestiegen, wäre Eritrea vielleicht zur Schweizer Kolonie geworden. Jetzt ist die Geschichte umgekehrt, die Eritreer kommen zu uns – sie werden sagen, die Schweiz ist wie Eritrea – viele Berge mit Steinböcken! Munzinger diente dann den damaligen Okupanten der Region – Türken und Ägypter und fiel dann dramatisch in einer Schlacht gegen Äthiopien. Die
    Geschichte würde Stoff für einen Monumentalfilm liefern – Munzinger gehört zu den grössten Helden der Schweizer Geschichte, nicht umsonst ziert sein Name auch ein Schulhaus in Bern.

    • Patrick Leonardi sagt:

      Ich wäre dafür, dass die Schweiz eine ganz enge Zusammenarbeit mit Eritrea eingeht. Eritrea könnte zur Schweiz Afrikas werden. Wir könnten Freunde sein!

  28. Ulrich Rothenbühler sagt:

    Die Entwicklung dieser Flüchtlingsströme muss gestoppt werden. Das International und in Zusammenarbeit mit der EU.

    Siehe Bericht im Tagesanzeiger: Eritrea treibt in der Schweiz Schutzgelder ein

  29. Boris Radtke sagt:

    Und selbst wenn vielerorts angenommen wird, dass ein Leben in unserem Land gleichzusetzen ist mit dem im Schlaraffenland, dürfen nicht Realität und Illusion verwechselt werden. Hier ist auch nicht alles gratis und franco. Es ist dafür zu sorgen, dass langfristig Geduldete und anerkannte Flüchtlinge so rasch wie möglich ins Arbeitsleben integriert werden dürfen und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen dürfen. Dann selbstverständlich sollen ihnen Reisen in ihr Heimatland auch gestattet werden. Aber nicht bitte schön zu Lasten der Steuerzahler.

  30. Boris Radtke sagt:

    Anerkannte Flüchtlinge, die ins Ausland reisen, aus welchen Gründen auch immer, sollten keinen “Flüchtlings-Status” behalten dürfen. Das ist schlechthin ein Witz. Und wenn angenommen werden muss, dass diese Leute in ihr Ursprungsland reisen, sei es via irgendwelche Drittländer, dann ist es beschämend, wenn wir uns vorstellen, dass dies zu Lasten von Steuergeldern geschieht. Es ist Zeit, dass hier ein Riegel geschoben wird.

    • C.Sauerbrey sagt:

      Natürlich müssen die Flüchtlinge solche Reisen selber zahlen. Die Reisen in Drittländer dienen ja auch dazu, um Familienmitglieder zu besuchen. Finanziell ist dies aber nicht besonders häufig möglich.

    • Christian Eckerlein sagt:

      Weshalb bitteschön sollten anerkannte Flüchtlinge nicht ins Ausland reisen dürfen? Sollen sie nicht das gleiche Recht zum Reisen haben wie alle anderen auch? Oder würden Sie, angenommen Sie müssten flüchten, sich auch nur in dem Land aufhalten wollen wo Sie Asyl erhalten haben? Das ist doch absurd und widerspricht jeglicher Gleichberechtigung. Zum Glück aber erhalten Flüchtlinge einen entsprechenden Reisepass. .

      Achtung, ich rede hier natülich nicht von einer Reise ins Heimatland (diese würde den Schutzstatus ja – zurecht – verwirken), sondern anderswo hin.

      • Rene Aebi sagt:

        @Eckerlein, mit welchem Geld, von der Sozialhilfe etwa?? Ich arbeite und kann mir Ferien mit dem Lohn den ich habe höchstens alle 2, 3 Jahre Ferien leisten und ich denke ich verdiene mehr als die Asylanten, Flüchtlinge an Sozialgeldern kriegen, also erklären Sie mir bitte wie das geht??!!!! PS: und Sozialgelder finde ich sind nicht zum Reisen da, sondern um den nötigsten Lebensunterhalt zu sichern, oder sehe ich das Falsch?

        • Astrid Meier sagt:

          Wenn Verwandte sie nach England, Italien oder Deutschland einladen und ihnen den Flug bezahlen, dann leben sie in der Zeit günstiger als in der Schweiz, weil Sie ja für Kost und Unterkunft nicht bezahlen müssen. Einen Flug nach England bekommen Sie für unter 100 Franken, wenn der nicht auch von Verwandten bezahlt wird. Ich kenne eine somalische Familie deren Kinder regelmässig einen Teil der Sommerferien bei ihren Tanten und der Grossmutter im Ausland verbringen. Die Familie spart effektiv. Die Familien sind riesig und über ganz Europa verstreut. Und sie helfen einander solidarisch, besuchen sich zu Hochzeiten und bei Krankheit.

  31. Noldi Schwarz sagt:

    Der Bericht über Eritrea von Johannes Dietrich hier im TA zeigt, dass Militärdienst in diesem Land nicht mit Frontdienst und Lebensgefahr einhergeht. Die Leute können das Abitur machen, sie unterrichten, bauen Dämme und erhalten sogar qualifizierte Jobs in den Ministerien. Man könnte es also auch endlosen, erzwungen Staatsdienst nennen. Nur wer sich auflehnt muss mit Sanktionen rechnen. Die Siutation im Flugzeug, wo aus aller Welt Exil-Eritreer eintreffen zeigt doch klar, dass sie ungehindert nach Hause reisen können und dies auch tun. Es ist also nicht so, dass die Mehrheit der nach Europa kommenden Migranten an Leib und Leben bedroht sind. Nein sie suchen sich einfach ein besseres Leben. Das ist aber kein Grund auf unsere Kosten hier zu Leben und erst noch Geld in die Heimat zu schicken.

    • Jerry Lee sagt:

      Und wenn auch unsere Simonetta Sommaruga erklärt: «Eritreer werden auch in Zukunft bei uns als Flüchtlinge anerkannt, nicht weil sie Dienstverweigerer sind, sondern weil sie in ihrem Land als Staatsfeinde behandelt werden, wenn sie den Dienst verweigern» zeigt sie sich total naiv. Statt dass sich diese jungen Leute mit ihrem Schweiss und Blut um die Weiterentwicklung ihres Staates einsetzen, statt sich vor dem Militärdienst zu drücken, zeigt man hier noch eine Willkommenskultur, die sich unter den angeblichen Asylanten herum spricht.
      In welchem Land wird man nicht als Staatsfeind behandelt, wenn man den Dienst verweigert?

      • Paul Levi sagt:

        @Jerry Lee: Haben Sie irgendeine Ahnung von was Sie überhaupt schreiben? Wissen Sie was überhaupt Militärdienst in Eritrea bedeutet? Lesen Sie doch die Artikel die hier erschienen sind! Dieser kann auch ganz normale Arbeiten bedeuten, z.B. als Leher, aber sehr schlecht bezahlt und er ist unbegrenzt. D.h. es kann sein, dass man jahrzehnte lang für wenig Geld sehr viel schuften muss. Das ist also nicht nur ein Drücken vom Militärdienst der 3 Monate dauert, sondern eine Vermeidung von einer lebenslangen Leibeigenschaft.
        Das klingt immer so schön, dass die Leute sich mit Ihrem Schweiss und Blut für die Weiterentwicklung ihres Staates einsetzen sollen. Diese Flüchtlinge sind quasi Feiglinge, die vor dieser heeren Tat flüchten. Die Frage ist aber eher, ob man überhaupt die Möglichkeit hat, sich für sein Staat einzusetzen. Woher wissen Sie, was da möglich ist? Soll man mit blossen Händen aus dem Nichts und ohne Wissen den Staat weiterentwickeln? Ich frage mich aber, wo Sie Ihren Schweizss und Blut für den Staat einsetzen? Was man von anderen fordert, sollte man ja selber auch erfüllen.
        Es gibt viele Länder, wo man nicht als Staatsfeind behandelt wird, wenn man den Dienst verweigert, z.B. die meisten westlichen Staaten. Zum Teil wird man bestraft, aber nicht gleich als Staatsfeind.

  32. Markus Häring sagt:

    Wir machen uns gegenüber Eritrea schuldig, dass wir mit der heutigen Asylpraxis einen Brain- und Skills-Drain des Landes fördern. Das ist denkbar negative Entwicklungshilfe. Das wird in baldiger Zukunft einmal bewertet werden wie der frühere Kolonialismus.

  33. Urs Löliger sagt:

    Somit steht gemäss Statistik fest, dass die Schweiz beinahe soviel Eriträer auf nimmt, wie das 28 Länder der ganzen EU machen. Es steht auch fest, dass Bundesrat und Parlament 2012 beschlossen haben, dass Dienstverweigerung kein Asylgrund ist. Dienstverweigerer sind in Eritrea nicht mit Leib und Leben bedroht. Das stimmt einfach nicht, wenn BR Sommaruga dies behauptet. Auch bei uns und in jedem Land muss Militärdient geleistet werden. Auch BR Sommaruga hat 2012 dem Problem der Dientverweigerung in Eritrea zugestiimt. BR und Parlament kann nicht Beschlüsse wieder ignorieren. Die ganze Sache mit Eriträern ist für die Bevölkerung somit unglaubhaft. Auch die ganze Asylpolitik in der Schweiz ist in einer Sackgasse. Die anfallenden Kosten im Asylbereich hat der BR noch nie veröffentlicht.

    • Rolf Bombach sagt:

      Im Jahr 2014 haben 15880 Eriteer in der EU einen Antrag gestellt, in der Schweiz 6923. Wobei die Quote in der EU (89%) höher ist als in der Schweiz (85%). Man muss schon böswillig “runden” um daraus ein “beinahe so viel” zu machen; “nicht einmal halb so viel” trifft zu.

  34. Marcos sagt:

    Nach meinem Rechtsverständnis gilt, dass Flüchtlinge nach der Ankunft im Schengen Raum registriert werden. Nach der Ankunft in Süditalien wird die Registration unterlassen (die Flüchtlinge werden von den Schleppern davor gewarnt) und die Leute werden per Bahn nach Chiasso weitergeleitet, wo bereits Grenzbeamte mit Kugelschreiber und Formular warten. Warum gilt das Schengen – Abkommen nicht für die Schweiz? Habe ich etwas falsch verstanden?
    In der Region Aarau werden aktuell die Asylanten wegen Platzmangel in Armee – Zelten untergebracht. Die Aufnahmen in der Presse zeigen perfekt eingerichtete Schlafabteile, von denen wir als Angehörige der Armee geträumt haben. Heizungen wurden bis jetzt nicht eingebaut (die Bewohner stammen schliesslich aus warmen Ländern ), immerhin hat es genug Steckdosen. Die Handys wollen ja aufgeladen sein für den Bericht in die Heimat mit der Einladung zum Nachzug.

  35. Jan Felix sagt:

    Die Schutzquote der Eritreer liegt bei 89 Prozent. (Asyl & vorläufig angenommen).
    Das Problem ist, das diese Leute nie mehr zurückkehren werden.
    Gerne erinnere ich an die 90er Jahre mit den Jugoslawien- und Balkan Kriegen.
    Zu 10‘000-den kamen die Flüchtlinge in die Schweiz. Diese Leute sind alle hier geblieben, obwohl die Kriege seit 20 Jahren vorbei sind und die Länder wieder als sicher gelten.
    Das wäre der Job von Frau Sommaruga dafür zu sorgen, dass diese ehemaligen Flüchtlinge wieder in ihr Land zurückkehren!

    • Astrid Meier sagt:

      Sowohl die meisten Flüchtlinge aus Bosnien wie auch aus dem Kosovo haben die Schweiz nach dem Krieg verlassen. Bleiberecht wurde nur besonders verletzlichen Personen (Trauma, schwere Krankheit) verliehen. Aber alle die Angehörigen der vielen Ex-Jugoslaven, die seit langem als günstige Arbeitnehmer in der Schweiz arbeiteten, eine Niederlassung hatten und ihre Familie nachziehen durften, die sind geblieben. Ganz legal, und nicht als Flüchtlinge.

  36. Igor Marincek sagt:

    früher gab es auch in der Schweiz für Dienstverweigerer die “Kiste”, sie wurden demanch auch hier (wie in praktisch allen anderen Ländern der Welt) als “Staatsfeinde” behandelt. Das Aussage von Sommaruga «Eritreer werden auch in Zukunft bei uns als Flüchtlinge anerkannt, nicht weil sie Dienstverweigerer sind, sondern weil sie in ihrem Land als Staatsfeinde behandelt werden, wenn sie den Dienst verweigern.» lässt sich auf alle Länder anwenden, sogar auf die Schweiz. Ziemlich realitätsfern!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Kann ich bestätigen. Ich habe nach RS und 4 Wiederholungskursen den Militärdienst verweigert und dafür 5 Monate Knast gefasst.

      • Roger sagt:

        Gemäss Militärstrafgesetz gilt dies immer noch:

        Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung
        Art. 81
        1 Mit Freiheitsstrafe bis zu 18 Monaten oder Geldstrafe wird bestraft,
        wer in der Absicht, den Militärdienst zu verweigern:
        a. nicht am Orientierungstag oder an der Rekrutierung teilnimmt;
        b. eine Militärdienstleistung, zu der er aufgeboten ist, nicht antritt;
        c. seine Truppe oder Dienststelle ohne Erlaubnis verlässt;
        d. nach einer rechtmässigen Abwesenheit nicht zurückkehrt; oder
        e. nach Antritt der Militärdienstleistung einem an ihn gerichteten
        Befehl in Dienstsachen nicht gehorcht.

  37. Arthur Künzler sagt:

    In der heutigen Tages-Anzeiger Ausgabe wird recht detailliert geschildert, wie das diktatorische Regime in Eritrea seine Bürger schickaniert und misshandelt. Welcher Schweizer, welche Schweizerin möchte in einem solchen Land leben, wo man keine Perspektive hat, jemals in Freiheit über sein Leben bestimmen zu können? Ausgerechnet die SVP, die die Freiheitsrechte so hoch hält, müsste hier doch auf Seiten der Unterdrückten stehen! Ich möchte von dieser Seite einmal einen Beitrag hören, wie sie sich für die Rechte der Eritreer in ihrer Heimat einsetzt und ihnen hilft, sich von ihrem “Gessler” zu befreien.

  38. Jan Felix sagt:

    6923 Gesuche von Eritreern gab es im Jahr 2014 in der Schweiz bei 8 Millionen Einwohnern.
    15880 in der EU bei über 500 Millionen Einwohnern.
    Da stellt sich schon die Frage warum sich die Eritreer gerade die Schweiz aussuchen.
    Frau Sommaruga verschliesst mal wieder die Augen!

  39. R. Sommerhalder sagt:

    Interessant sind auch folgende Zahlen: In der Schweiz stellten im 2014 knapp 7’000 Personen aus Eritrea ein Asylgesuch. Bei unserem Nachbar Oesterreich waren es in der gleichen Zeitperiode nur 105 Personen aus Eritrea, welche ein Asylgesuch einreichten. Der Grund ist sicher auch die folgene Aussage von Entwicklungshelfer Toni Locher, Vater von 3 eritreischen Adoptivtöchtern: “Die Eritreer sind hier in der Schweiz VIP-Flüchtlinge”!

  40. hans keller sagt:

    Merkwürdig, dass die Schweiz zu meiner Zeit für die Militärdienstverweigerung eine Haftstrafe von 6 Monaten ausgesprochen hat. Nun werden in der gleichen Schweiz Asylbewerber aufgenommen, die den Militärdienst verweigern. Die Schweiz begünstigt nun also Asylbewerber, die den Militärdienst verweigern und gleichzeitig bestraft sie Einheimische, die das gleiche tun. Es sind offensichtlich nicht alle gleich vor dem Gesetz.

    • Arthur Künzler sagt:

      Nein, es werden nicht Militärdienstverweigerer aufgenommen, sondern Menschen, die in ihrer Heimat gefoltert und unterdrückt
      werden, damit sie wie Sklaven gehalten werden können. s. dazu heutiger Tag-Artikel

  41. Zollinger sagt:

    Warum werden heute alle Flüchtlinge als Asylbewerber behandelt und bezeichnet?
    Flüchtlinge sind sicher geduldet und werden gerne unterstützt, solange in ihrem Heimatland Unruhen herschen, die das Leben
    von diesen Flüchtlingen bedrohen. Sind in Ihrem Heimatland aber keine Unruhen mehr, sind diese Leute auch keine Flüchtlinge mehr und haben kein Recht mehr weitwerhin in der Schweiz zu bleiben. Sie müssten also innerhalb einer gesetzlichen Frist unser Land verlassen

    • Arthur Künzler sagt:

      Sie sollten sich einfach mal richtig i n f o r m i e r e n! Z. B. mit den heutigen Tagi Artikeln der dort recherchierenden Journalisten…….

  42. Zeno Schnaub sagt:

    Das heisst also, dass die Schweiz mit Ihren 6900 Asylbewerbern aus Eritrea proportional weitaus am meisten solcher “Asylbewerber” hat. Die ganze EU mit ihren ca. 300 Millionen Einwohnern hat nur etwas mehr als zweimal soviele Asylbewerber aus Eritrea wie die Schweiz!!!? Und wie gelangen diese Asylbewerber in die vom Meer “abgeschnittene” Schweiz? – Dublin-Abkommen? Hallo?!!! Irgendetwas ist da doch ganz faul.

  43. Patricia Galli sagt:

    In Eritrea sind rund 50% der Bevölkerung christlichen Glaubens. Ich der Schweiz sind rund 80% der hier lebenden Eritreer christlichen Glaubens.
    Werden in Eritrea speziell die Christen zur Flucht motiviert?
    Oder werden in der Schweiz die Eritreer von den Kirchen mit Zuwendungen geködert, sich zum christlichen Glauben zu bekennen?

  44. Walter sagt:

    Behauptung 4: Kein anderes Land behandelt eritreische Asylsuchende so grosszügig wie die Schweiz
    Die Antwort ist bezugsfrei zur Fragestellung und eine Beleidigung für die Leser. Grosszügigist ist in Relation zu:
    Geld/Tag
    Qualität der Unterbingung
    Medizinische Versogung
    Taschengeld
    Rechte/Pfilichten
    Betreuung
    Die Fragestellung bezieht sich auf die Guidlines der Flüchtlinge wo man aufgrund der Benefits des Staates Asyl stellen soll
    Bitte ergänzen oder korrigieren. Das ist sachlich vergleichbar

    Freundliche Grüsse
    Walter

  45. Maier Tom sagt:

    vielen Dank für den Artikel, bei all dem Geschrei aus dem rechtspopulistischen Lager sind Fakten recht dienlich.

  46. Kaspar Tanner sagt:

    Eritrea gehört nach “Transparency International” zu den 10 korruptesten Staaten dieser Welt. Das erklärt einiges.
    Die Korruption macht das Land für Investoren nicht wirklich attraktiv, obwohl es über einige Rohstoffe verfügt. Auch für Entwicklungshilfe-Organisationen, die sich zu “good governance” bekennen, ist dieser hochkorrupte Staat unattraktiv, weil sie sich dann Vorwürfe gefallen lassen müssen.
    Da bleibt dem eritreischen Staat nur die eigene Bevölkerung zum Abzocken.
    Dies erreicht man durch zwei Methoden: Durch die Dienstpflicht, wie sie im Text erwähnt wird, oder durch die “Aufbausteuer”, die auch im Wikipedia-Eritrea-Artikel erwähnt wird.
    Die eritreischen “Flüchtlinge” in der Schweiz sind so gesehen für die eritreische Regierung eine Win-Win-Situation: Allfällige Oppositionelle sind weit weg von der Nation, andererseits kann man von dien “Flüchtlingen” die Aufbausteuer verlangen.
    Da die “Flüchtlinge” entweder via Lohnarbeit oder Sozialhilfe zu Geld kommen, geht die Strategie auf – win-win.
    Nicht für den Schweizer Sozialstaat, der bald bankrott geht, aber für das korrupte Eritrea…
    Kurzum: Wir alimentieren einen korrupten und autoritären Staat, der trotz bitterer Armut gerne in Somalia den Warlord spielt und sich den Luxus eines Dauerkonflikts mit seinen Nachbarn Äthiopien leistet.

    Das Asylwesen in Europa stellt für hochgradig korrupte Staaten, die von globalen Unternehmen UND Entwicklungshilfeorganisationen geschnitten werden, die einzige Möglichkeit dar, zu noch mehr Geld zu gelangen. Das ist auch der Grund, wieso ich das Asylrecht auf europäische Antragsteller einschränken würde.
    Das Asylwesen ist – wie lange Zeit die Entwicklungshilfe – eine Stütze von Auto- und Kleptokraten – und somit erreicht es genau das Gegenteil des Gewollten.

    • Moser sagt:

      Sie schreiben: «Allfällige Oppositionelle sind weit weg von der Nation…» Genau, das stört mich, dass diese jungen kräftigen Männer nicht gegen ihr Regime kämpfen, wenn es sein muss eben im Untergrund.

  47. Peter Vogel sagt:

    Die Asylsuchenden stellen keine Gefahr für innländische Arbeitnehmer / Pendler / Mieter dar. Was wirkliche Probleme verursacht ist die Zuwanderung aus dem EU Raum. Hier sollte so bald wie mögliche eine sehr restriktive Politik verfolgt werden. Diese Leute kommen nur des Wohlstandes wegen hier her und sind keineswegs bedroht. Folgeprobleme daraus sind tiefere Löhne, höhere Mieten und eine Mehrbelastung der ohnehin schon zu klein dimensionierten Infrastruktur.

  48. Hannes Müller sagt:

    Die Schweiz wird nicht zum Magneten, sie ist es schon. Sie wird höchsten noch mehr zum Magneten. Bedenklich ist die Abhängigkeit von der Sozialhilfe. Da scheinen wir falsche Anreize zu geben für Leute, die eigentlich als arbeitsam gelten.

  49. Anton Keller sagt:

    Flüchtlingen aus Eritrea sind nur die Länder mit den bestausgebauter Sozialhilfe gut genug. das zeigen diese Statistiken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass alle in die kleine Schweiz wollen. Denn sonst könnten sie nicht regelmässig Geld heim schicken. Die Schweiz müsste nur den Flüchtlingen ausschliesslich Sachleistungen abgeben und sie zu einer zumutbaren gemeinnützigen Arbeit verpflichten, so wie es die Sozialhilfe mit uns Schweizern macht in Zürich. Auslandreisen sollen zudem verboten werden. Vorläufig Aufgenommene sollen zudem erst als integriert gelten und eine regulären Ausländerausweis erhalten, wenn sie seit 5 Jahren nicht von er Sozialhilfe abhängig waren.

  50. Rolf Zach sagt:

    Es ist festzustellen, dass ohne die EU Europa einiges weniger an Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika hätte.
    Obwohl die Solidarität unter den EU-Staaten in dieser Frage mangelhaft ist, so sind sie doch zur Zusammenarbeit gezwungen. Ohne die EU würde es den Flüchtlingen aus diesen Gebieten gehen wie den Flüchtlingen, die Unterschlumpf im südostasiatischen Raum oder in Australien suchen. Dort ist Gefahr bei der Flucht umzukommen einiges höher als bei der Flucht nach Europa. Wir sind durch die Bilateralen mit der EU verbunden, die mehr Rechte und Pflichten beinhalten als nur eine Freihandelszone. Es ist aber eine Mitgliedschaft bei der EU ohne Mitbestimmung. eine Katzentisch-Mitgliedschaft. Mit diesen Bilateralen hoffen die SVP und der Freisinn möglichst viel von der EU zu erhalten und möglichst wenig zu geben. Innenpolitisch ist der mehrheitlich bürgerliche Bundesrat deshalb unter ständigem Druck von Demagogen aus den eigenen Reihen. Die Flüchtlings-Problematik ist ein Beispiel davon. Wir lästern über den Streit über die Verteilung der Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb der EU. Die EU ist für uns eine völlig vertrottelte Organisation, trotzdem verlangen wir von dieser, dass sie uns die Flüchtlinge vom Hals hält. Wir haben die SVP als Regierungspartei, die am schärfsten in ganz Europa auftritt und die zuständige Bundesrätin auf übelste beschimpft. Wir sollten uns einmal Fragen, wie angesehen wir in der öffentlichen Meinung der EU sind. Wir sind stolz darauf, das Steuersubstrat der EU abzukupfern und bedauern mit Häme Italien für seine Flüchtlinge. Wir meinen, die EU sei vollkommen abhängig von uns und sei ein Haufen dummer Brüsseler Bürokraten. Am Ende werden wir gezwungen am meisten Flüchtlinge zu übernehmen, weil die EU uns dazu zwingt, sonst haben wir grassierende materielle Nachteile. Wir haben dann die Flüchtlinge, die kaum in einem europäischen Land zur Integration fähig sind und am meisten kosten. Wer übernimmt diese Kosten unseres Hochmutes, ja man kann sagen unserer Dummheit im Umgang mit der EU. Leisere Töne in dieser Frage nach der Art von Bundesrätin Sommaruga sind erforderlich und so laufen wir nicht in die Gefahr überschwemmt zu werden. Schliesslich hat diese Bundesrätin das Gurten-Manifest unterschrieben.

  51. Alber Kurmann sagt:

    zugegeben, es gibt viele Probleme in der Welt und Milliarden von Menschen leben in Armut und Ungerechtigkeit; die Loesung ist, dass man dort die Probleme beseitigt und nicht dass man immer mehr Menschen von dort in die Schweiz/Europa bringt. Australien zeigt wie es geht – innerhalb der internationalen Gesetze . auch wir haben ein Recht auf unsere Kultur.

  52. elisabeth meier sagt:

    Was ich hiervermisse: Ob die Behauptung stimmt, dass rund 90% der Eriträer, die in der Schweiz Asyl erhielten oder vorläufig aufgenommen wurden, von der Sozialhilfe lebt.

    • R. Merten sagt:

      Das Amt für Migration hat das mehrere Male selber gesagt, Frau Meier. Stand in allen Zeitungen. Das Amt hat auch gesagt, dass 90 % der Eritreer nicht integrierbar seien und wahrscheinlich ein Leben lang in der sozialen Hängematte liegen bleiben !

    • biserka rebric sagt:

      “2008 sind erstmals Eritreer zugezogen, heute leben 160 Anerkannte, viele bereits mit einer C-Bewilligung, in der Gemeinde. Familiennachzug, die überdurchschnittlich hohe Geburtenrate und weitere Zuzüge aus Asylunterkünften führen dazu, dass Eritreer bereits zu einer der grössten Bevölkerungsgruppe zählen. Was Bund und Kanton innert 5 resp. 7 Jahre nicht geschafft haben, sollen danach die Gemeinden richten, ob Sozialhilfe, Integrationsmassnahmen, Kulturvermittler, Familienbegleitmassnahmen, angeordnete Fremdplatzierungen durch die KESB, zahlen müssen es schlussendlich die Gemeinden. Da auch Flüchtlinge älter werden, viele aber nie selbst Beiträge einzahlen, können die langfristigen Auswirkungen auf AHV, EL, Pflege- und Gesundheitskosten kaum abgeschätzt werden.”

      http://www.soaktuell.ch/index.php?page=/news/asyl-und-sozialhilfemisere-am-beispiel-der-gemeinde-aarburg_25273

  53. Arthur Gubler sagt:

    In Eritrea gibt es vier Clans die einander bekämpfen und das hat mit der Regierung wahrlich nichts zu tun.

  54. Hans Benz sagt:

    Ist in Europa Fahnenflucht nicht strafbar? Warum fördert Europa dies?

    • Astrid Meier sagt:

      Weil es sich anerkanntermassen nicht um Fahnenflucht handelt, sondern um Flucht vor zeitlich unbegrenzter Zwangsarbeit und Folter, wenn diese verweigert wird. Zudem hat jeder Rückkehrer in Eritrea Folter, Gefängnis und möglicherweise den Tod zu befürchten, deswegen bekommen die Leute in ganz Europa eine vorläufige Aufnahme, denn die Genfer Flüchtlingskonvention verbietet, Menschen der Folter und Ermordung auszuliefern.

  55. paul gerber sagt:

    Justizministerin Sommaruga sagte zur Asylgesetzrevision: «Eritreer werden auch in Zukunft bei uns als Flüchtlinge anerkannt, nicht weil sie Dienstverweigerer sind, sondern weil sie in ihrem Land als Staatsfeinde behandelt werden, wenn sie den Dienst verweigern.» Welche Wortklauberei und Augenwischerei: Also werden Dienstverweigerer eben doch als Flüchtlinge anerkannt!

    • Astrid Meier sagt:

      Ineinander, die Aussage von Somaruga bedeutet, dass Menschen als Flüchtlinge gelten, wenn die Regierung ihres Landes sie als Staatsfeinde behandelt, ohne dass rechtsstaatliche Gründe dafür bestehen.

  56. Gion Saram sagt:

    Worin besteht für einen Eritreer der materielle Unterschied zwischen einer Aufnahme als Flüchtling oder als vorläufig aufgenommener? Hierzulande bleiben, Sozialhilfe beziehen und ev. sogar einen Teil der Familie nachziehen lassen dürfen beide,
    insofern hat sein rechtlicher Status für ihn keine hohe Relevanz, sein Ziel hat er erreicht, er ist kann hierzulande ohne Existenzsorgen leben. Die einzigen offenen Fragen die noch bleiben: 1. Wie lange können wir uns diese Einwanderung in unsere Sozialsysteme noch leisten? 2. Weshalb sollte ich mit meinen Steuern anderen Leuten die nicht arbeiten auf Jahre hinaus eine Leben ohne Arbeit finanzieren?

  57. willi mosimann sagt:

    Endlich klare Fakten und keine Lügen wie sie die SVP immer wieder versucht den Leuten “schmackhaft” zu machen. Ich finde es erbärmlich wenn die Politik mit den Asylanten Polemik macht und die Wähler versucht an der Nase herumzuführen. Leider hat dies in der Vergangenheit immer wieder bei gewissen “Unwissenden” gewirkt. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Bravo Frau BR Sommaruga, sie sind auf dem richtigen Weg.

  58. frey thomas sagt:

    Der tolle von unseren Steuern unterstützte “Bauer” soll doch selber mal nach Eritreeia pilgern und einige viele Monate dort durchhalten. Dann einen Bericht schreiben, falls er dazu fähig ist und nicht von seinem Ziehvater abhängig ist. Mal sehen, was von seinen aufgeblasenen Worthülsen noch übrigbleibt. Sind nicht einige seiner Verwandten vor ca. 150 Jahren nach Brasilien ausgewandert? Denken dann schwafeln………………

  59. Andreas sagt:

    Glaub keiner Statistik, die selber gefälscht habe. Wenn man sagen will, dass unsere Schutzquote niedrig ist im Vergleich zur EU (89%) nennt man die vom letzten Jahr (85%). Wenn man aufzeigen will, dass die Schutzquote generell hoch ist, dann nennt man 89%, vom ersten Halbjahr. Mag ja kleinlich sein, 4%, aber der Text ist ein Widerspruch und das Volch wird wieder mal für dumm verkauft.

  60. Anatol Zenker sagt:

    Es fehlt hier die wichtigste Behauptung:

    C. Blocher sagt immer wieder Eriträer seien, arbeitsscheu und faul und würden, wenn sie mal blieben würden sie nie arbeiten.. Das halte ich für falsch und für eine rassistische Behauptung, um diese Leute zu verunglimpfen und um den Hass auf Asylanten zu verallgemeinern.