datenblog

Die Gymiquote der Deutschen ist doppelt so hoch wie jene der Schweizer

Von Iwan Städler, 11. März 2015 161 Kommentare »
Die verschiedenen Nationalitäten in der Stadt Zürich unter der Lupe: Bei der Bildung und beim Einkommen sind die Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen riesig.

Die verschiedenen Nationalitäten in der Stadt Zürich bevorzugen nicht nur unterschiedliche Quartiere, auch ihre Löhne, ihr Bildungsstand und ihre Aufenthaltsdauer in der Stadt klaffen auseinander.

Nehmen wir die Gymiquote. Sie beträgt bei den Deutschen 59 Prozent. Will heissen: Unter den deutschen Schülerinnen und Schülern der Oberstufe (7. bis 9. Schuljahr) besuchen fast zwei Drittel die Mittelschule. Bei den Schweizern sind es nicht einmal halb so viele. Mit 26 Prozent liegt deren Gymiquote aber immer noch massiv höher als jene der Kroaten, Kosovaren und Portugiesen. Diese kommen auf lediglich 2 bis 3 Prozent, wie ein Blick in die Stadtzürcher Bildungsstatistik zeigt. Von den 63 Mazedoniern der Oberstufe geht gar niemand aufs Gymi.

Die enormen Differenzen lassen sich zum Teil darauf zurückführen, dass nicht alle Nationalitäten der akademischen Ausbildung dieselbe Bedeutung zumessen. Für Schweizerinnen und Schweizer hat auch die Berufslehre einen hohen Stellenwert – einen höheren als für Eltern aus anderen Ländern.

Das Bildungsgefälle zeigt sich aber nicht nur bei der Gymiquote. Es widerspiegelt sich auch in der Einstufung der übrigen Schüler auf die Sek A und die weniger anspruchsvolle Sek B. Während unter den deutschen, österreichischen und französischen Schülern ein Grossteil die Sek A besucht, werden die Migrantenkinder aus dem Süden viel öfter in die Sek B eingestuft.

Deutsche versteuern mehr

Entsprechend unterscheiden sich auch die Löhne. Hier fällt vor allem auf, dass Briten und Deutsche ein deutlich höheres Einkommen versteuern als Schweizer. Ihr mittleres steuerbares Einkommen ist bei Unverheirateten rund anderthalbmal so hoch wie jenes der Schweizer. Dies ist nicht etwa auf einzelne Ausreisser – etwa stratosphärisch verdienende Manager – zurückzuführen. Denn die städtische Einkommensstatistik weist, um solche Verzerrungen zu vermeiden, nicht den Durchschnitt aus. Stattdessen stellt sie auf den sogenannten Median ab. Dies ist jener mittlere Wert, bei dem die eine Hälfte darüber liegt und die andere Hälfte darunter.

Die unverheirateten Briten kamen laut den aktuellsten Einkommenszahlen für 2012 auf einen Wert von 67 500 Franken – nach allen Steuerabzügen. Das ist mehr als das Dreifache dessen, was die Einwanderer aus Serbien, Montenegro und Kosovo versteuern. Sehr ähnlich sieht es bei den Verheirateten aus, wobei hier die Franzosen ganz vorn rangieren (119 100 Franken) und die Türken (41 800 Franken) das Schlusslicht bilden.

Ausgewertet wurden jene zwölf Nationalitäten, die in Zürich am stärksten vertreten sind. Ausländer ohne Niederlassungsbewilligung, die der Quellen­besteuerung durch den Arbeitgeber unterliegen, konnten nicht mitberücksichtigt werden, was die Resultate etwas verzerrt. Auch gilt es zu berücksichtigen, dass unter den Briten, Deutschen und Franzosen ein grösserer Teil im Erwerbsalter ist als bei den Schweizern.

Schliesslich sind die unterschiedlichen Einkommen auf die verschiedenen Berufe zurückzuführen, in welchen die Nationalitäten tätig sind: Arbeitskräfte aus südeuropäischen Ländern findet man vor allem auf dem Bau, im Gastgewerbe und in der Reinigung. Angelsachsen und Deutsche arbeiten dagegen vorwiegend im Büro sowie in der Wissenschaft und Forschung.

Profs mehrheitlich aus Ausland

Mehr als die Hälfte aller ordentlichen Professuren an der Uni Zürich sind mit Ausländerinnen und Ausländern besetzt. Besonders markant ist dies in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Dort haben drei Viertel aller Professoren keinen Schweizer Pass.

Interessant sind auch die Unterschiede beim Erwerbsanteil: Einwanderinnen und Einwanderer gehen deutlich häufiger einer bezahlten Arbeit nach als Einheimische. Sie arbeiten auch weniger Teilzeit. Laut Judith Riegelnig von Statistik Stadt Zürich arbeiten 86 Prozent der Ausländer und 58 Prozent der Ausländerinnen Vollzeit. Bei den Schweizern sind es 78 Prozent, bei den Schweizerinnen 40 Prozent.

Amerikaner bleiben nicht lange

Schliesslich noch ein Blick auf die Aufenthaltsdauer der einzelnen Nationalitäten in der Stadt Zürich: Auch hier zeigen sich grosse Differenzen. Am längsten verweilen – wenig überraschend – die Schweizerinnen und Schweizer in der Stadt. Ihre mittlere Aufenthaltsdauer beträgt 28 Jahre. Die Hälfte unter ihnen ist schon länger hier, die andere Hälfte weniger lang. Auch Italiener und Spanier bleiben Zürich recht treu. Amerikaner und Inder hingegen sind in der Regel schnell wieder weg.

Ein Wegzug aus Zürich bedeutet aber nicht zwingend, dass Migranten in ihre Heimat zurückkehren. Rund die Hälfte der Ausländerinnen und Ausländer, die Zürich den Rücken kehren, lassen sich in einer anderen Schweizer Gemeinde nieder. Für sie ist die Stadt ein Zwischenhalt. Sie ziehen erst einmal hierher, weil sie nichts anderes kennen. Später suchen sie eine günstigere Wohn­gelegenheit in der Agglomeration oder in angrenzenden Kantonen.

Unter dem Strich ziehen mehr Ausländer in die Stadt als aus dieser weg­gehen. Trotzdem könnte der Ausländeranteil in den nächsten Jahren wieder sinken – wegen der Einbürgerungen. Denn die Stadt Zürich macht jährlich rund 3000 Personen zu Schweizerinnen und Schweizern. Vor allem Einwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien lassen sich einen Schweizer Pass ausstellen. An zweiter Stelle folgen die Deutschen – nicht weil sich diese besonders gern einbürgern lassen, sondern weil sie in ­Zürich derart zahlreich sind. Dies führt selbst bei einer kleinen Einbürgerungsquote zu vielen Einbürgerungen.

Ganz allgemein sind EU-Bürger nicht besonders erpicht auf den Schweizer Pass. Deutlich beliebter ist dieser bei den Türken und vor allem bei den Tamilen. Einmal eingebürgert, gelten sie als Schweizer. Das lässt die Zahl der Türken und der Sri Lanker in der Stadtzürcher Statistik sinken.

161 Kommentare zu “Die Gymiquote der Deutschen ist doppelt so hoch wie jene der Schweizer”

  1. […] Die verschiedenen Nationalitäten in der Stadt Zürich unter der Lupe: Beim Einkommen und bei der Bildung sind die Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen riesig. – —> Go to a original Source […]

  2. Peter Vogler sagt:

    Was hier verglichen wird,ist ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.Der Vergleich ist etwa ähnlich sinnvoll wie dei Abiquote
    der in Berlin lebenden Nachkommen von Schweizern mit der Abiquote aller in Berlin Lebenden insbesondere aus Neukölln zu vergleichen.Schweizer in Berlin sind meist eine intellektuelle Elite,oder sie halten sich wenigstens dafür.Da ist so eine “gewöhnliche”Lehre den Eltern zu wenig gut genug.Dies obschon es Lehrberufe gibt,bei denen die grauen Hirnzellen von Gymnasiasten auch ziemlich gefordert wären.

  3. Louis Odermatt sagt:

    Ja, das deckt sich mit meinen Beobachtungen: Deutsche “Kampfmütter”, die hier in ihrer Einsamkeit nichts anderes zu tun haben, als ihre Kinder zu kleinen Hochbegabten heran zu züchten. Der gymnasiale Ehrgeiz, den viele deutsche Familien mit ihren Kindern hier an den Tag legen, sind wir uns in dem Ausmass hier nicht gewohnt. Ich finde das schon beängstigend, wie unsere Kultur durch zuviel an deutschem Einfluss ( auch TV, z.B.) langsam systematisch erodiert wird. Ich habe nichts gegen die spezifischen Wertvorstellungen, die die Deutschen in ihrem eigenen Land pflegen, aber ich mag ihre gelebten Wertvorstellungen und ihr Lebensverständnis nicht, wenn sie sich in immer grösseren Ansammlungen hier in der Schweiz manifestieren. Ich möchte unsere Identität, Demokratieverständnis und unsere Charakteristik erhalten – und das hat überhaupt nichts mit Rassismus zu tun!

  4. Christoph Bonnerand sagt:

    Ist etwa wie Apfel und Birnen vergleichen. Es gibt so viele Unterschiede zwischen den Systemen und auch im Curiculum. Und wenn es um die Abiturquote geht dann sollte man sich auch überlegen weshalb in Italien 80% mit einem Abitur abschliessen. Vermutlich sind die Italiener einfach viel intelligenter als die Schweizer…oder könnte es auch andere Gründe geben? Solche Statistiken sind immer mit Vorsicht zu geniessen um nicht zu sagen falsch.

  5. Marco Bohrer sagt:

    Das Problem der fehlenden Chancengleichheit besteht leider schon lange, jedoch nimmt diese Ungleichheit immer stärker zu. Sind die Eltern gebildet und verdienen gut, ist die Chance auf eine gute Bildung für das Kind um ein vielfaches höher, als wenn die Eltern keine so gute Ausbildung besitzen und weniger verdienen. Quasi mit dem Eintritt in die Schule, kann anhand von gewissen Kriterien, ziemlich genau vorausgesagt werden wie die Schullaufbahn in etwa verlaufen wird. Egal ob Schweizer oder Ausländer dieses Problem betrifft alle gleichermassen. Schulische Erfolge haben wenig mit der Intelligenz der Kinder zu tun, sondern hangen viel stärker mit der Herkunft (nicht Landesspezifisch!) zusammen. Eigentlich eine Bankrotterklärung für eine demokratische und aufgeklärte Gesellschaft. Leider werden in der Schweiz solche realen Themen viel zu wenig diskutiert, da die Politik vor sich her getrieben wird von einer Schlagwortpartei. Danke Tagi für diesen wichtigen Artikel!

    • Olivier Moser sagt:

      Danke Marco Bohrer

      So ist es, ich hätte es nicht besser schreiben können.

      Danke!

  6. Dario sagt:

    Der Grund für diese Tendenzen ist ganz simpel und wenig überraschend. Die Schweizer Gesellschaft stellt hier einen gesunden Mittelwert dar, bei dem alle sozialen Gruppen zusammenkommen und diesen ausmachen. Sieht man auch sehr schön bei der prozentualen Verteilung: Ca. 30% Gymi, 40% Sek A und 30% Sek B. Die in der Schweiz sesshaften Ausländer stellen dagegen keine repräsentative Gruppe ihrer Herkunftsgesellschaft dar. Aus Deutschland und Österreich haben wir hauptsächlich Ärzte, Anwälte, Banker und CEOs hier. Es ist kein Wunder, dass deren Kinder bessere Chancen aufs Gymi haben. Wenn wir zusätzlich den einen oder anderen, Deutschen Hartz-IV Empfänger bei uns hätten, würde das Bild schon wieder anders aussehen. Umgekehrt stammen viele Leute aus dem Balkan aus der Arbeiterschicht – und zwar auch in ihrem Heimatland. Auch im Kosovo und in Mazedonien gibt es sehr gut ausgebildete Leute – nur kommen die halt nicht als Gastarbeiter in die Schweiz.

    • Tamara Kern sagt:

      Danke, wirklich verständlich dargestellt!

    • Willi sagt:

      Aber was ist mit den angeblichen MAssen von schlecht ausgebildeten die zu abertausenden in unsere Sozialwerke einwandern? Gibt es die doch nicht? Oder machen die doch nur einen kleinen Teil aus? Ich bin verwirrt.

    • Tom Meier sagt:

      Das man für solche Studien überhaupt erstellt? Das Resultat ist doch von vornherein klar und die Gründe dafür auch. Aber sicher wird es jetzz noch irgendwelche Interpretationen geben, dass die Deutschen halt intelligenter seien und der Arbeitsmarkt daher auf sie angewiesen ist.

  7. Thorsten Juhl sagt:

    Im Tessin ist das auch der Fall.

  8. Peter Meier sagt:

    Wie war das mit den billigen Deutschen, die die tollen Schweizer Löhne drücken. Und jetzt so eine Nachricht: die Deutschen erzielen höhere steuerbare Einkommen als Schweizer. Ich gebe mich keiner Illusion hin: das Argument des billigen Deustchen wird sich weiter hartnäckig halten. Das scheint etwas mit dem Bildungsniveau zu tun zu haben: Fakten ignorieren, es kann nur sein was ins Weltbild passt!

    • jana sagt:

      Da stimme ich Ihnen zu!

    • Hugo Knüsel sagt:

      @Meier: Ein gewisses Bildungsniveau würde sich gemeinhin auch in einem etwas kritischeren Blick auf das Zahlenmaterial niederschlagen, auch wenn die Zahlen die eigene politische Meinung zu unterstützen scheinen. Ein paar Denkanstösse: die Zahlen beziehen sich nur auf Zürich, die Lebenshaltungskosten führen automatisch zu einem Selektionseffekt. Der Effekt der unterschiedlichen Demographie (Alter, Erwerbsquote) wurde sogar im Artikel explizit angetönt. Und wer eine Mittelschulausbildung genossen hat, müsste zudem wissen, dass weder der Mittelwert noch der Median gut geeignet sind zur Charakterisierung asymmetrischer Verteilungen.

  9. marcel.wimder@gmx.ch sagt:

    Schafft bei der Gymi-Prüfung endlich die unsäglichen und ungerechten Vornoten ab und gebt allen die gleichen Chancen. Erst das ergibt die gerechten bzw. richtigen Aussagen und Bewertungen.

  10. Christian Wegmüller sagt:

    Die Jugendabreitslosenquote in der Schweiz (ca. 3.6%) ist weniger halb so gross wie in Deutschland (ca. 7.6%) und etwa 1/7 der Zahl für die EU (über 24%) . Ist es erstrebenswert, diese Zahlen zu erreichen? Unser Bildungssystem muss keinen Vergleich scheuen. Hier haben auch Lehrabgänger über weitere Bildungswege äussert gute Chancen ein sehr gutes Niveau zu erreichen. Wenn wir die Maturitäsquote mit anderen Ländern vergleichen, vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Suchen Sie in Griechenland eine Lehrstelle als Logistiker oder Elektriker. In Deutschland sind die Auflagen für die Ausbildung von Lernenden so hoch, dass sich sehr viele Betriebe entscheinden keine Lehrlinge auszubilden. Was bleibt dann anderes überig als an Gymi? Soll das das Ziel sein? Über die Qualtiät der Abiturienten, können ETH und Uni sicher bestens Auskunft geben.

    • clados sagt:

      Danker Herr Wegmüller, mit Ihrem Kommentar ist alles gesagt. Die deutsche Abi-Quote ist definitv nicht erstrebenswert. Nahezu jeden Tag erscheinen in der FAZ Artikel dazu, die aufzeigen, wie das deutsche Schulsystem (auch die Uni`s) den Bach runter gehen.

    • Micha Huber sagt:

      Bitte erst den Artikel lesen! Es wird die Maturitätsquote von Schülern in der Schweiz nach Nationalität aufgeschlüsselt, nicht die Maturitätsquoten der Schulsysteme der genannten Nationen.

  11. bert hermann sagt:

    in Deutschland gehen Talentierte klassisch von der 5 bis zur 12 Kl. (früher 13 Kl.) aufs Gymnasium
    Im CH (z.B. Kanton Bern) von der 10 – 12 Klasse. Viele Fächer sind in CH unterbelichtet unterrichtet!
    Deutsch, Literatur, Kunst, Geschichte, Physik, Chemie, Erdkunde u.a.
    Das hiesige Gymnasium entspricht mehr oder weniger dem zweiten Weg in Deutschland.
    Abi (Matura) über den zweiten Weg auf der Gesamtschule in Leistungsfächern.
    Das gibt allen eine Chance – aber fürdert nicht wirklich die Elite!

    • Markus Grossen sagt:

      Es gibt meines Wissens (ZH) zwei mögliche Gymnasium Formen die in der Schweiz angeboten werden..
      Das so genannte Langzeit Gymnasium mit 6 Jahren.
      Und als zweite Variante das Kurzzeit Gymnasium mit einer 4 Jahres Dauer.

      • Verena Schmidt sagt:

        In Deutschland machen Abiturienten nach dem Gymnasium eine Lehre als Kellner… Ist das die Elite?

        Was genau ein “unterbelichteter” Unterricht sein soll, erschliesst sich mir aus ihrem Kommentar nicht wirklich…

        In DE gehen nicht nur Talentierte aufs Gymnasium, sondern fast alle, die auch nur einigermassen geradeaus laufen können! Damit wird nicht die Elite gefördert, sondern das breite Mittelmass. Ein Gymnasium sollte aber eben die Elite fördern! Sonst ist das Maturazeugnis das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist…
        Das duale Bildungssystem der Schweiz bietet heute so viele Möglichkeiten, einen guten Weg zu gehen. Nicht jeder braucht eine Matura. Denn einer, der Kellner lernt nach dem Abi, nimmt einem Anderen die Möglichkeit, nach der obligatorischen Schulzeit mit einer Lehre seine Chance zu ergreifen.

        Ich kenne beide Systeme aus eigener Erfahrung und bevorzuge eindeutig das schweizerische! Was nützt denn ein Abi, wenn man keine Chance auf einen Studienplatz hat? Nur damit man mit 19 dann doch noch mit einer Lehre anfangen muss? In diesem Alter sind die jungen Azubis in der Schweiz schon ausgelernt und können sich der Weiterbildung oder dem Beruf widmen…

    • Albert Hirsig sagt:

      @hermann Aber Ihnen geht’s sonst gut, oder? Die Schweizer Gymnasien gehören zu den anspruchsvollsten und ergiebigsten Ausbildungsinstitutionen weltweit. Schauen Sie sich doch mal die Ergebnisse der PISA-Studie an, welche seit mehrerer Jahren durchgeführt wird. Vergleichen Sie da mal die Schweiz mit Deutschland…
      Das Schweizer Gymnasium entspricht der deutschen Gesamtschule mit Leistungsfächern, sagen Sie. Ich weiss nicht, wie ein Mensch auf solche Vorstellungen kommen kann. Ich würde eher sagen, nicht einmal die deutschen Gymnasien selbst entsprechen dem Anspruchsniveau der hiesigen Gymnasien. Um in Deutschland im Abi-Schnitt zwischen einer 2 und einer 1 zu liegen, braucht’s einfach etwas Fleiss. Das habe ich mehrfach von meinen ehemaligen Mitstudenten an der Uni gehört; keiner von ihnen hat je einen Hehl daraus gemacht. Aber wieviele Studenten schliessen in der Schweiz ihre Matura mit einem Notendurchschnitt zwischen 5 und 6 ab? Haben Sie sich die entsprechenden Zahlen jemals angesehen und miteinander verglichen?
      Elite… von wegen, bei 40% Abiturientenquote…

  12. Peter Maurer sagt:

    “Sie ziehen erst einmal hierher, weil sie nichts anderes kennen. ”

    Faktengrundlage? Vermutlich keine.

  13. Lucas Fowler sagt:

    An die Redaktion: Wäre es bitte möglich, auch die absoluten Zahlen zu bekommen? Prozentsätze allein geben nur ein halbes Bild.

    In dem momentan unter http://www.bista.zh.ch/pub/downloads/Schulen_Kt_ZH_2013_14.pdf publizierten Heft ist zu lesen, dass es hier in der Sekundarstufen I und II um etwa 1870 Ausländische Mittelschuler geht, gegenüber fast 14000 Schwiezer.
    Insgesamt sind etwa 17000 Ausländische Kinder in der *gesamten* Sekundarstufen I und II (inkl. Sec A usw.)

  14. Maximilian Eisen sagt:

    Wenn alle an die Uni gehen, wer bäckt Brot, repariert das WC, baut die Häuser, bügelt meine Wäsche, repariert meinen Wagen, verkauft mir Blumen etc etc.

  15. marievan Veen sagt:

    Das weniger Schweizer Kinder das Gymi besuchen liegt an die Schweizer Mentaliteit, die weiter lernen verwoehnen finden und man soll die Kinder nicht verwoehnen, die sollen mit 15 Jahre einen schweren Berufslehre anfangen. Das ist guenstig, sie verdienen ein guter Lohn. Das die Jugend dadurch deprimiert wird und eifersuechtig auf die Deutschen sind, die wohl mehr Chance bekommen und spaeter die hoechere Berufsaussichten, ist mir wohl klar. Fuer mich, als Hollaenderin, unbegreiflich wie so ein reiches Land mit seiner Jugend umgeht.

    • Amman Esther sagt:

      Sie haben von A-Z recht. In meiner Jugend hiess es, man sei wohl grössenwahnsinnig geworden, wenn man eine höhere Bildung anstrebte. Zudem hiess es, da sei nicht für arme Kinder, oder Kinder von Arbeitern.

    • Y.T. sagt:

      Stimme ich Ihnen vollkommen zu( als Schweizer). Schweizer wollen die Spezialisten nicht ausbilden. Berufslehre wird ganz gross geschrieben aber man wohin das führt: Spezialisten müssen ausser Land gesucht werden und bei einigen Firmen wird man überhaupt nicht berücksichtigt, wenn man keinen Universitätsabschluss hat. Die Durchmischung anderer Kulturen ist ein Segen, denn sie zeigt, wie verbohrt unser hiesiges Denken ist und verändert glücklicherweise die Umstände.

    • Pfister Gisela sagt:

      Marie van Veen: Ich empfehle Ihnen sich inskünftig eingehender mit dem Schweizer Bildungssystem (Duales Bildungssystem, Durchlässigkeit, viel niedrigere Jugendarbeitslosigkeit als in den Nachbarländern etc.) auseinanderzusetzen, bevor Sie sich erlauben, solch einen Stuss zu schreiben. Ich kenne keine Kinder und Jugendlichen die deswegen deprimimiert und auf die Deutschen eifersüchtig sein sollen, Kinder denken (noch) nicht in Nationalitäten. Was mich zusätzlich ärgert, dass Zugewanderte wie Sie sich anmassen, ohne Hintergrund- und Faktenkenntnisse, ein System zu kritisieren, dass sich in unserem Land offensichtlich bewährt hat. Die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems ermöglicht es jedem ambitionierten Jugendlichen und Erwachsenen sich beruflich auch noch später weiter und höher zu qualifizieren.

      • marievan Veen sagt:

        Wenn dieses System sich so bewaehrt haette, warum holen denn soviele Firmen die Spezialisten mit universitairen Abschluss aus dem Ausland? Und ich habe 25 Jahr in der Schweiz gewohnt meine Kindern sind in Schweizer Schule gegangen. Ich habe selber als Krankenschwester 100% gearbeitet, also ein bischen Verstaendnis habe ich schon.
        Alles hat mir in der Schweiz gefallen, nur die Lehrer nicht, so negativ, wenn ich fuer ein Elterngespraech kam hatte ich Bauchschmerzen vom Angst, so haben die geschimpft ueber meinen Kindern. Mein Sohn ist mit 13 Jahre in Holland in der Schule gekommen und die Elterngespraeche da waren nur positiv. Die Lehrer haben einfach eine andere Mentalitaet. Und fragen sie sich mal warum in der Schweiz die Selbstmordrate unter Jugendliche so hoch ist, die hoechste in ganz Europa.

      • Täschler Iris sagt:

        Ich fand die Berufslehre für meine beiden Kinder eine Zumutung. Als Elektro Installateur wurde mein Sohn vom ganzen Team als 1.Lehrjahrstift systematisch gemobbt, meine Tochter musste in ihrer FaGe Lehre schon im 1. Jahr tote Menschen waschen etc. Ich habe es sehr bereut, dass ich sie nicht mehr gepusht habe für einen akademischen Weg!

    • Olivier Moser sagt:

      @ MArievan Veen

      Ich als Schweizer hätte es nicht besser sagen können!

      Exzellent!

      Besten Dank

      Freundliche Grüsse
      Olivier Moser

  16. Susanne Zollinger sagt:

    “Ich gehe davon aus, dass die Intelligenz in der Bevölkerung normalverteilt ist”. Diese nüchtern vorgetragene Aussage des Bildungsministers eines deutschen Bundeslandes in einem Dokumentarfilm zum Thema Chancengleichheit in der Bildung hat sich mir eingeprägt. Die vorliegenden Statistiken zeigen auf drastische Weise, dass es unserem Gesellschaftssystem bisher nicht gelungen ist, auch nur annähernd gleiche Bildungsschancen für alle Bevölkerungsteile zu schaffen. Für unser Gemeinwesen ist es jedoch von grösster Bedeutung, dass alle Bevölkerungskreise ausnahmslos in ähnlich grosser Zahl in allen Bereichen des öffentlichen Lebens vertreten sind. Insbesondere betrifft das auch den Bereich der akademischen Bildung. Nur so kann das Versprechen einer gerechten, zukunftsorientierten, wirtschaftlich und gesellschaftlich erfolgreichen Schweiz eingelöst werden.
    Um bildungsfernen Bevölkerungskreisen den Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen, braucht es jedoch Vorbilder. Die Chancen des ausgezeichneten und vielseitigen Bildungssystems Schweiz müssen aktiv aufgezeigt werden. Es ist nötig, Talente für den akademischen Bildungsweg aktiv zu entdecken (Talentscouts) und gezielt und unter Einbezug der Eltern zu fördern. Und nicht zuletzt sind möglicherweise zahlenmässige Vorgaben für Schulen (Quoten) erforderlich, damit auch Kinder mit Migrationshintergrund bald schon vermehrt Vorbilder für akademische Berufe in ihrem nächsten Umfeld finden und davon träumen dürfen, dass auch ihnen bei entsprechendem Engagement ausnahmslos alle Bildungswege offenstehen. Davon profitieren wir nämlich Alle!

  17. Diethelm-Knoepfel Monika sagt:

    Schulerfolg kann zur Hälfte mit der Intelligenz erklärt werden, die stark vererbt ist. Darum ist die Chance grösser, dass Kinder von Akademikern aufs Gymi können. Dazu kommen 25% des Schulerfolges, die durch die (frühe) Förderung im Elternhaus erklärt werden können. Diese ist bei gebildeten Eltern oft auch besser als bei Leuten, die selbst kaum die Schule besuchen konnten, was für manche Immigranten aus Süd- und Osteuropa immer noch zutrifft. Und schliesslich erwartet unsere Volksschule viel Unterstützung von den Eltern (Stichwort Hausaufgaben und Lernen zuhause), da sind Kinder von Eltern, die nicht gut Deutsch können und unser Schulsystem nicht gut kennen, auch im Nachteil! Letzteres könnte man ausgleichen mit Tagesschulen mit Hausaufgaben- und Lernstunden.

  18. java Luna sagt:

    Es wäre relativ einfach…. Deutschaufsatz aus der Gymi-Prüfung streichen (immerhin 25% der Gesamtnote)
    Die Deutschen Kinder schreiben diesen Aufsatz aus dem FF, während es für CH-Kinder noch immer eine Fremdsprache ist, bezüglich Wortschatz und Formulierungen.
    Meine Tochter schrieb eine !! 2,5 !! im Deutschaufsatz, obwohl sie in der Schule nie unter 5,0 bewertet wurde.
    Die Prüfung ist klar eine Diskriminierung der CH-Schüler. Ohne Deutschaufsatz wäre die Prüfung viel fairer

    • Diethelm-Knoepfel Monika sagt:

      Wer aufs Gymi will, sollte nach der Primar- und erst recht nach der Sekundarschule so weit sein, dass er ohne Probleme einen guten Aufsatz schreiben kann. Und für künftige Akademiker sollte Hochdeutsch auch keine Fremdsprache mehr sein. Dies umso mehr, als Kinder heute viel mehr Kontakt mit Hochdeutsch haben und es in der Schule früher sprechen als zu meiner Zeit. Damals gab es wenn überhaupt nur Hochdeutsch in ARD und ZDF.

    • Regula Binswanger sagt:

      Vielleicht war es doch nicht so eine gute Idee, Hochdeutsch im Kindergarten komplett abzuschaffen. Das ist gut für die deutschen Kinder, weil diese sich so durch intensives Mundart-Training schneller integrieren können, schadet aber den Schweizer Kindern, die dann plötzlich in einer “Fremdsprache” schreiben lernen sollen. Hochdeutsch als Lernziel komplett abzuschaffen erscheint mir dagegen problematisch.

    • Matthias Frey sagt:

      Ihr Vorschlag ist super! Ein echt schweizerischer Kompromiss. Am Besten wir streichen Deutsch ganz, brauchts ja nicht, weil Zürtüütsch verstehen und sprechen schon im Kindergarten gelehrt wird. Und für diejenigen, welche nicht rechnen können, weg mit Mathematik. Wer im Sport nichts leistet, wird einfach vom Turnunterricht befreit usw. So steigern wir unsere eidgenössische Maturandenquote und die Schweizer Welt ist wieder in Ordnung. Und wenn unsere Maturanden dann nirgendwo einen Studienplatz finden, starten wir eine Initiative, damit die Einheimischen nicht ständig benachteiligt werden. Meinten Sie das?

      • Karl sagt:

        Java Luna, ein Deutschschweizer, der keinen Aufsatz in Deutsch aus dem Effeff (man schreibt es übrigens so) schreiben kann, gehört nicht ans Gymnasium.

    • Stranger sagt:

      Nicht einverstanden. Deutsch zu schreiben ist eine der zentralen Kompetenzen, die am Gymi gelehrt werden, und es soll auch geprüft werden. Allerdings ist es wichtig, dass die Korrektur fair erfolgt. Helvetismen sind normal hierzulande, die Rechtschreibung soll nicht zu wesentlich sein in Aufsätzen. Dann ist es nicht nur wichtig, wie die Sprache ist, sondern auch, wie die dahinter liegenden Ideen sind. Ich bin aber sehr für einen benoteten Maturaaufsatz.

      • Monty sagt:

        Genau. Man sollte die Benotung entsprechend anpassen. Es schreiben übrigens nicht alle Deutschen perfekt Deutsch.

        • Hans Bergar sagt:

          @Monty: kann ich als Deutscher mit schlechten Deutschnoten bestätigen. Und auch bei uns gab es Dialektsprecher für die Hochdeutsch eine zu grosse Hürde um an eine weiterführende Schule zu kommen.
          @Stranger: Helvetismen sind keine rechtschreibfreie Zone. Das Deutsch in der NZZ unterscheidet sich deutlich vom Deutsch in der Süddeutschen… ist aber trotzdem korrekt geschrieben. Ich denke, dass man die richtige Schreibung nicht untergewichten soll – auch wenn es natürlich wichtiger ist überhaupt in der Lage zu sein einen sinnvollen und korrekten Satz zu formulieren.

          • Stranger sagt:

            Oh klar, Rechtschreibung ist schon wichtig, aber sie ist nicht das Allerwichtigste. Helvetismen (Trottoir, Coiffeur, Tram) sind hierzulande üblich, aber sie sind natürlich genormt. Wer Tram so schreibt: “tram”, der liegt falsch, genau so wie der, der Coiffeur so schreibt: “Coifför”. Vor allem die Kommaregeln (und hier sind Sie, Bergar, ja ziemlich schlampig 🙂 ) sind nicht sehr wesentlich.

    • Peter Berger sagt:

      Ja, mega Idee. Und für die mathematikschwachen streichen wir noch die Matheprüfung raus und die sprachschwachen könnten wir unterstützen indem wir …
      Schon mal auf die Idee gekommen dass es ein Problem der Deutschschweiz ist, wenn CH-Schüler nicht in der Lage sind die Schriftvariante der MUTTERSPRACHE anständig zu beherrschen. In D gibt es auch überall Dialekte aber im Gegensatz zur CH wird dort überall der Spracherwerb der Schriftspache gefördert. Anstatt dass wir das in der CH auch endlich machen würden findet sich auch noch eine Mehrheit die “Mundart im Kindergarten” vorschreibt! Mein Gott, es ist doch nicht so schwer zu verstehen: DEUTSCH IST UNDERE MUTTERSPRACHE!

      • Hugo Knüsel sagt:

        Der letzte Satz unterstreicht das “Problem” in der Tat eindrücklich…

    • semmelweiss sagt:

      So ein Schwachsinn! Deutsch ist Landessprache, ausserdem ist Schrift-Deutsch Pflicht in Schule und Kiga. Fremdsprache?
      Klar, man kann auch Mathe weglassen, dann wäre die Prüfung auch viel einfacher…ihre Tochter ist einfach nicht geeignet fürs Gymi, das wirds wohl sein.

      • Stranger sagt:

        semmelweiss, solche Ferndiagnosen sind ungefähr das Allerblödeste, was man sich denken kann. Ob jemand fürs Gimi geeignet ist, gehört sorgfältig untersucht. Schnellschüsse und -schlüsse wie Sie die bringen sind wirklich dumm.

    • Tamara Kern sagt:

      Deutsch ist in der Deutschschweiz doch keine Fremdsprache. Wir lesen und schreiben ausschliesslich auf Deutsch. Ich habe noch keine Zeitung in Mundart verfasst in die Finger bekommen und sie wäre auch nur äusserst mühsam zu lesen. Nicht einmal die SVP verfasst ihre Texte in Mundart. Und, so nebenbei, der Bündner oder Appenzeller Dialekt verstehe ich viel schlechter als Hochdeutsch. Genau deshalb kommunizieren wir in einer vereinheitlichten Schriftsprache, die in Deutschland und Österreich übrigens oft genug ebenfalls stark vom lokalen Dialekt abweicht.

      • Hugo Knüsel sagt:

        @Kern: Ich habe Hochdeutsch erst in der Schule gelernt, wir haben zuhause nie Hochdeutsch gesprochen. Sie etwa? Ich denke und träume auch nicht in Hochdeutsch, halt wie bei jeder anderen Fremdsprache auch. Klar, ich lese und schreibe Deutsch, weil es ein praktisches Mittel zum Zweck ist und es gibt ja auch ganz nette Literatur, aber es bleibt eine Fremdsprache. Hochdeutsch stiftet für mich keine Identität, von mir aus könnten wir z.B. auch Englisch schreiben.

        • Jan sagt:

          @knüsel: sie habe zuhause einen der vielen deutschen dialekte gesprochen. wenn hochdeutsch für sie eine fremdsprache ist, hat das wohl eher persönliche gründe.

          • Hugo Knüsel sagt:

            @Jan: Ich finde es immer wieder amüsant, wenn wildfremde Leute den offenbar starken Drang verspüren, mir erklären zu müssen, was denn genau meine Muttersprache zu sein hat. Ihre persönlichen Gründe dafür sind mir egal.

    • Thomas Maeder sagt:

      Wer ans Gymi will, soll in der Muttersprache einigermassen unfallfrei einen längeren Text schreiben können. Deutsch ist für Deutschschweizer keine Fremdsprache, bzw. sollte zumindest keine sein. Wer als Deutschschweizer regelmässig ein Buch oder eine Zeitung liest, sollte mit Wortschatz und Formulierungen keine Probleme haben. Ausserdem erklärt dies nicht, wieso auch Franzosen besser abschneiden. Für die dürfte Deutsch die viel grössere Qual sein als für Deutschschweizer.

      • Hans Bergar sagt:

        Deutschweizer müssen sich immer von den Deutschen abgrenzen – weswegen Hochdeutsch für sie eine viel grössere Qual ist als für Franzosen.
        So verallgemeinert ist diese Aussage natürlich übertrieben, aber…

      • Olivier Moser sagt:

        Hallo Thomas Maeder

        Einfach genial, die Erwähnung der Franzosen.

        Vielen Dank!

    • Kurt Hassler sagt:

      Da mir der Aufsatz Ihrer Tochter nicht vorliegt, kann ich auch nicht beurteilen, welche Qualitäten er aufweist oder eben nicht. Grundsätzlich ist es aber richtig, dass ein Deutsch-Aufsatz Teil der Gymi-Prüfung bildet. Von einem Gymnasiasten darf erwartet werden, dass er seine Gedanken zu einem Thema in einem einigermassen gepflegten Deutsch und in einer systematischen Form darstellen kann. Ansonsten wird er nicht nur im Fach Deutsch, sondern in allen Fächern rasch Mühe haben. Es scheint mir zu einfach zu sein, eine ungenügende Note auf die Diskriminierung von Schweizern zurückzuführen. Ich glaube nicht, dass jemand wegen Verwendung von Helvetismen (“Türe” statt “Tür”, helvetischer Satzbau) eine ungenügende Note fängt. Aber selbstverständlich darf die korrekte Verwendung von gepflegtem Standarddeutsch bei der Benotung erhöhend berücksichtigt werden.

    • Jette Bock sagt:

      Sollte man denn den Aufsatz auf Züridütsch schreiben dürfen?Jedes Kind im eigenen Dialekt vielleicht? Aufsätze zu verfassen ist eine Kernkompetenz in jeder Sprache, die man auf dem Gymnasium lernt und Deutsch ist eigentlich die einfachste Stufe. Wenn das Kind schon Mühe hat, sich auf Deutsch zusammenhängend auszudrücken, wie kann das dann später auf Englisch und Französisch klappen? Das Gymnasium soll auf eine akademische Ausbildung vorbereiten, das darf man nicht vergessen.

      • Hugo Knüsel sagt:

        @Bock: “Das Gymnasium soll auf eine akademische Ausbildung vorbereiten, das darf man nicht vergessen.” … oder aber auf eine Karriere als Taxifahrer danach, wenn bald alle “Hochschulreife” haben …

  19. SrdjanM sagt:

    Nun müssen sich die Verbände der betroffenen Migrantengruppen schnell vor der ungebührlichen Ausbreitung im Bildungssystem öffentlich klar distanzieren und sich dafür entschuldigen.

    Kann doch nicht sein, echt…
    Als Schweizer würde ich mich jetzt so richtig bedrängt fühlen, als Ausländer dritten Grades sowieso.

  20. Tom T. Tompson sagt:

    Ei, ei, ei ein Ei! Und da höre ich immer wieder, wie wichtig ein duales Bildungssystem sei! Nun gut, ich finde es auch wichtig, allerdings ist es eben so, dass unter wettbewerblichen Umständen viel eher derjenige einen Job kriegt, der die bessere Bildung vorweisen kann. Um das Kind beim Namen zu nennen: Sek B-Gemütlichkeit wird sich schon sehr bald als enorme Hypothek auf der Lehrstellensuche erweisen. Das Zeitalter als sich in einem weitgehend lokalen Arbeitsmarkt immer was Nettes finden liess, neigt sich gerade dem Ende zu. Später Kindergarten, späte Einschulung und eine späte Entscheidung, was man im Leben erreichen möchte, sind prima Voraussetzungen, wenn man es im Leben möglichst schwierig haben möchte.

  21. Martin Rüedi sagt:

    Die Gymiquote der Deutschen in Zürich ist doch um alles in der Welt nicht gleichzusetzen mit der Gymiquote der Deutschen in Deutschland. So ein Unsinn. Ich zweifle an der Bildung des Autors…

    • Stranger sagt:

      Es ging um die Gymiquote der Deutschen in der Schweiz.

      • semmelweiss sagt:

        In der Tat ist es so, dass in Deutschland ca. 60% eines Jahrgangs ans Gymi gehen. Das es hier auch so ist, erstaunt mich auch, scheint aber ja Tatsache!

        • Oreg Meyer sagt:

          So ein Unsinn. Die Abiturienten machen grade einmal 34% eines Jahrgangs in Deutschland aus. Wo kommen nur diese Phantasiezahlen her?

  22. Hermann G. sagt:

    Ähnliche Situation wie hier im Silicon Valley: Eingewanderte kommen oft mit Hochschulabschluss und deren Kinder sind auch nicht dumm. Auch hier zeigen Einwandererkinder bessere Schulleistungen als die Kinder der lokalen Bevölkerung.

  23. Peter Studer sagt:

    Danach verkauft man uns diese für die Besten der Besten. Dem eigenen Nachwuchs legt man Steine in den Weg… der gut schweizerische Weg! Mir wäre kein Land bekannt, dass dies ähnlich macht.

  24. Paul Weder sagt:

    In manchen Ländern ist der Anteil der Universitätsabgänger bis 80% oder sogar 90%. Diese sind dann befugt, in der Schweiz ihren Master oder PhD zu machen, auf Kosten des Steuerzahlers. Besser würde man endlich den internationalen Standard annehmen. Dann hätten nämlich irgendwann auch mehr als nur 5% der Schweizer einen Universitätsabschluss. Aber eben, die Probleme macht man sich meistens selbst. Was wir sicher nicht haben in der Schweiz sind Volks-Universitäten. Sondern es sind reine Elite-Universitäten für einen Geld- und Eigentumsadel. So wie das halt fast überall ist in der westlichen, kapitalistisch-diktatorisch geführten Welt.

    • clados sagt:

      So ein Mist! Für ein PhD und Master muss man sich bewerben, man kann nicht einfach kommen. Gerade an der ETH werden dafür die weltweit besten Studenten ausgesucht. Es ist überhaupt nicht so, dass Krethi und Plethi aus dem Ausland an der ETH studieren können, nur weil Sie irgend an einer Uni ihren Bachelor gemacht haben. Die ETH weiss genau, welche TU`s vergleichbar gut sind!
      Auf eine PhD-Stelle gibt es sehr viele Bewerbungen, die besten werden genommen. Als ETH-Student hat man aber grosse Chancen, dass man auch für den ETH-Master bzw. ETH-Dr. ausgewählt wird.

      • Albert Hirsig sagt:

        Stimmt so nicht ganz, Herr clados. Für den Master muss man sich zwar bewerben (übrigens auch als Bachelor von einer anderen Schweizer Uni), aber sofern man den erforderlichen Notendurchschnitt mitbringt (5 oder äquivalent an der ETH, ist nicht an allen Schweizer Unis eine 5) und die besuchten Fächer im Wesentlichen denen des Studiengangs an der neuen Uni entsprechen, erhält man direkten Zugang zum Master, OHNE zusätzliche Selektion. Auch an der ETH. Man muss sozusagen nur die Bedingungen erfüllen, dann ist man aber drin. Ich weiss nicht wie Sie darauf kommen, die Unis würden dann noch weiter selektionieren (“Gerade an der ETH werden dafür die weltweit besten Studenten ausgesucht.”). Das ist falsch.
        Die Herkunftsuni muss im Übrigen nicht im engsten Wortsinn mit der neuen vergleichbar sein (kein “Top-Uni” zu “Top-Uni”). Die Unis führen nicht deswegen Listen mit anderen Unis, sondern es geht dabei um Forschungskooperationen einerseits und um Austauschprogramme auf Bachelor- und Master-Ebene andererseits. Diese fremden Unis auf der Liste haben eben ein sehr vergleichbares Programm und vergleichbare Inhalte. Das Niveau muss aber nicht zwingenderweise das gleiche sein.
        Bleibt man für den Master hingegen an der gleichen Schweizer Uni immatrikuliert, in welcher man den Bachelor gemacht hat, bekommt man ohnehin direkten Zugang zum Master, auch mit einer 4 im Notendurchschnitt. Und wieder: Auch an der ETH. Nein, das ist kein Witz.
        Für den PhD muss man sich von Grund auf bewerben, das stimmt. Unabhängig davon, ob man an der gleichen Uni bleibt oder wechselt. Aber es stimmt wiederum nicht, dass nur die Besten genommen werden, zumindest nicht in jedem Fach. Der Mindestschnitt der Noten muss, soviel ich weiss, üblicherweise einer 5 entsprechen (an allen Schweizer Unis). Das hängt aber ganz wesentlich vom Fach ab, in dem man doktorieren möchte. Da Physiker, Chemiker und Biologen ohnehin häufig doktorieren, ist hier der Notendurchschnitt weniger von Bedeutung. Studenten mit Noten geringer als 5 können in einer Gruppe an einem Forschungsprojekt arbeiten. Bei den Ärzten ist es nochmals anders: Hier doktoriert praktisch jeder, unabhängig vom Notendurchschnitt. Das ist dann aber kein Forschungsdoktorat, sondern ein Berufsdoktorat.

    • Olivier Moser sagt:

      Ganz einverstanden!

  25. Carsten Schradin sagt:

    Solche Einwanderer brauchen wir in Deutschland auch !!!

    • Stefan Effenmann sagt:

      Ja – das ist typisch. Und passt auf folgende Situation: In einem Forum im Anschluss an eine TV-Sendung ging es um die qualifizierte Zuwanderung nach D. Ich habe dann da mehrfach reingeschrieben, dass es doch vielleicht nicht schlecht wäre, sich zunächst mal über die Abwanderung der Qualifizierten Gedanken zu machen. Der “Experte” bestätigte diesen Brain drain und liefert sofort Zahlen aus seinem Wissen, wurde dann aber in seinem Eifer vom Moderator zurückgepfiffen: Da gehe es jetzt nicht drum, das sei nicht das Thema. D wird nicht kapieren, dass ihnen weiter die Besten wegrennen, solange die Gelegenheit besteht. Im deutschen Fernsehen wird aber der Auswandere weiter als der erfolglose Depp dargestellt, der nicht in der Lage ist, sich eine Wohnung zu mieten und nach drei Wochen mit Spendengeldern die Heimreise anzutreten.

      • Hans Bergar sagt:

        Nicht zu vernachlässigen: Die zugewanderten Qualifizierten sind billiger als die abgewanderten

  26. Georg sagt:

    “Gymiquote” aber dann in der Analyse nicht einmal die Anzahl Anmeldung mit der, der bestandenen Prüfungen gegenübersetzen… Ziemlich schwach. Bevölkerungsgruppen mit höheren Einkommen haben schon immer eine höhere Gymiquote gehabt. Wenn also die gutverdienenden Fachkräfte aus Deutschland eine höhere Quote aufweisen ist das nicht verwunderlich. Interessant wäre ob der Wille, der Bedarf die Kinder ins Gymnasium zu schicken(#Anmeldungen) bei gleichen Einkommensgruppen, verschiedener Bevölkerungsgruppen ähnlich gross ist. Dieser Artikel nützt für eine Analyse und Problemlösung nicht viel.

    • maya sagt:

      Ja genau!! Ich bin gerade im Gymi in Zürich und die allermeisten meiner Mitschüler haben gebildete Eltern, die ausserdem meistens ein mittleres bis mittelhohes oder auch hohes Einkommen haben. Viele haben auch Eltern, die Immigranten sind und zwar die Sorte von Immigranten, die gut gebildet sind, aber oft mehr Wert auf gute Bildung legen, einfach weil sie in Ländern aufgewachsen sind wo das wichtiger war, so wie meine Eltern (Indien). Ich sage jetzt nicht, dass nur reiche Kinder im Gymi sind, die meisten sind schon Mittelklasse, aber aus “ärmeren” Kreisen gibt es kaum Schüler. Ich finde das schade, es gibt ja diese kindischen Gymischüler, Sekschüler Vorurteile, die manche von uns haben und ich habe das Gefühl diese Klassenunterschiede spielen eine Rolle und ich finde das echt schade.
      Allerdings habe ich von Freunden aus anderen Kantonen gehört, dass es dort nicht so stark ausgeprägt ist, Zahlen dazu fände ich auch interessant.

    • maya sagt:

      Und zum Stichwort Anmeldungen, meine beste Freundin, die Schweizerin ist und Eltern hat, die keinen Hochschulabschuss haben, musste ihre Eltern fast dazu überreden das Gymi versuchen zu dürfen, weil das Gymischülerleben doch viel zu stressig sei und es besser sei eine gute Sek A Schülerin zu sein als eine schlechte Gymischülerin und und und. Nur zur Klarstellung, ihre Eltern sind wahnsinnig nett und wollten ehrlich darum nicht die Tochter zum Gymnasium schicken, weil sie sich Sorgen gemacht haben

  27. Martha Meister sagt:

    Der Tagi, die NZZ, der Blick, das SRF hat in den letzten Jahren ja kräftig mitgeholfen, die D in Zürich zu etablieren. Indem sie die Diskriminierung der Schweizer und anderer Bevolkerungsgruppen, die ungerechtfertigte und sehr hässliche Verdrängung der Schweizer und anderer Bevölkerungsgruppen durch diese Deutsche Bevölkerungsgruppe tot geschwiegen hat. Die Deutsche Intoleranz und Engherzigkeit hat definitiv diese Stadt in Besitz genommen. Die beteiligten Schweizer Medien haben ihr Schicksal selber besiegelt durch ihre intolerante Germanophilie.

    • Stefan Müller sagt:

      Wo ist es eine deutsche Intoleranz? Was wird nicht toleriert. Mit ihrern Aussagen kommt die Intoleranz doch eindeutig von ihrer Seite!
      Und Engherzigkeit.. was das?

    • Thomas Fischer sagt:

      Solche Pauschalurteile sind einer objektiven Aufklärung ganz sicher nicht zuträglich. Ich gehe davon aus, dass in den meisten Fällen, wo Deutsche eingestellt werden, eine bessere Qualifikation als bei schweizerischen Konkurrenten vorliegt. Es gibt insgesamt verhältnismäßig wenig schweizerische Arbeitslose auf Gebieten, wo Deutsche eingestellt werden. Die von Ihnen genannten Medien nehmen zum Beispiel mit solchen Artikeln ihre Aufgabe wahr, die Bevölkerung über neuere Entwicklung zu informieren. Der Artikel ist in keiner Hinsicht tendenziös. Man sollte sich nun überlegen, wie man die erschreckenden Ungleichgewichte bei der Bildung bezüglich der Eingewanderten abbauen kann.

    • küsel sagt:

      Totgeschwiegen?! ‘Dank’ Ihren oben genannten Medien wurden SVP und SD damals erst aufmerksam und starteten ihre neue Feindbildkampagne. Ich arbeite seit den 80er Jahren mit Deutschen, mein Vater ist vor Jahrzehnten nach Franken ausgewandert und die meisten meiner besten Freunde haben einen nichtschweizerischen Hintergrund. Ich lass mich weder von Medien noch falscher politischer Stimmungsmache beeinflussen, sondern setze auf Erfahrung.

      • semmelweiss sagt:

        Schweizer Rassismus ist das – sind Sie neidisch auf die Qualifikationen der Deutschen? Dann hätten Sie halt selber studieren sollen bzw. können.

        • Thomas Radtke sagt:

          Liebe Frau Meister

          Rassistische Komentare sind nicht erwünscht.

          Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.

        • Stranger sagt:

          Doofer Rat. Studieren ist nicht für jeden gut und möglich. Das sollte eigentlich klar sein.

          Die SVP findet, dass die Ethno-, Sozio- und Philologen lieber Mathemat-, Physik studieren sollen, weil die Wirtschaft die viel eher braucht. Ist. das. dumm. Ein Mensch, der Geisteswissenschaften machen will, KANN vielleicht gar keine Physik machen, und er WILL das gar nicht.

          Und noch was: Frau Meister hat vielleicht Müll geschrieben, aber sicher nichts Rassistisches.

  28. Stefan Effenmann sagt:

    Hier herrscht doch bei vielen Kommentatoren ganz offenbar ein Bildungsnotstand – oder wie kommt es zu einem derartigen Verständnisproblem? Verglichen werden nicht das deutsche Abitur und die Schweizer Matura. Es geht um die prozentuale Zusammensetzung der Schüler an Schweizer Gymnasien im Hinblick auf deren Migrationshintergrund. Viel interessanter finde ich aber die statistische Erhebung betreffend Einkommen und Steuerleistung. Hier kann man dann in Abhängigkeit von der Verweildauer auf die AHV-Beitragszahlung und die Inanspruchnahme versuchen indirekt Rückschlüsse zu führen. Dann müsste man noch die prozentuale Verteilung (Grösse der Ausländergruppe am Stichtag) zugrunde legen und man wüsste, wer wen eigentlich alimentiert und wer immer nur davon lamentiert.

  29. Tamara Kern sagt:

    Das Resultat ist nicht überraschend und hat mit Herkunft und Nationalität wenig zu tun. Einen solchen Zusammenhang herzustellen ist falsch und schürt schlimmstenfalls nationalistische Vorurteile und Aversionen. Der grosse Unterschied im Einkommen und in der Bildung hat schlicht mit den häufigen Motiven für die Emigration zu tun. Zur Veranschaulichung: Im Ausland werden Kinder von Schweizer Eltern ebenfalls viel häufiger in die Mittelschule gehen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das liegt daran, dass die Auswanderer mehrheitlich aus gebildeten und privilegierten Kreisen stammen. Es sind Menschen welche eine internationale Karriere an Hochschulen und in Führungsetagen von Firmen machen. Sie ziehen als Banker zu den grossen Finanzplätzen oder als Kreativschaffende in die kulturellen Metropolen. Das die Situation für Flüchtlinge wiederum eine ganz andere ist kann man sich vorstellen. So beruht eine Flucht nicht auf Freiwilligkeit und es fliehen diejenigen welche verfolgt und unterdrückt werden, nicht die mit den besten Berufsaussichten.

    • Blanche Wu sagt:

      Eben es kommt auf die Motive an. Dass der Anteil an Portugiesen od. Kosovaren geringer ist am Gymnasium ist fast logisch, da die Einwanderungsmotive anders sind, als bsp. bei einem gut qualifizierten Deutschen. Viele Kosovaren kommen nun mal aus Bauerndörfer, ebenso sieht es bei Serben aus. Ganz ohne diese niederwertig Einzustufen. Dass die Kinder dieser Einwanderer dann nicht ans Gymi gehen verwundert nicht. Dass ein gut ausgebildeter Amerikaner seine Kinder ins Kanti schickt ist auch logisch. Aber viele Immigranten von Afrika, Ostblockländer kommen nicht als Hochqualifizierte und der Aussicht auf ein bessere Anstellung, sondern um der Armut zu entfliehen. Also dieses Ergebnis ist wirklich nicht verwunderlich.

  30. Stefan Meier sagt:

    Herr Städler, wo haben Sie das Gymi besucht? 59% sind “fast zwei Drittel”?

  31. Max Meier sagt:

    Ja, genau. Und für die werden dann neue unnötige Staatsstellen geschaffen, damit sie dem RAV nicht auf dem Portemonnai hocken und die Handwerker finden immer noch keine Lehrlinge – Brave new world – hauptsache ein Papier in der Hand.

  32. Folgend Seite http://www.elvetia.org könnte sehr interessant/informationsreich für alle die als nicht Schweizer in der Schweiz weilen.

    • hans ulrich schwyzer sagt:

      wahre stasi-methoden in der schweiz. schneider-ammann scheint zudem aus ganz anderen gründen fachkräfte in die schweiz holen zu wollen: um sie auszubeuten und mit niedriger bezahlung die AHV und PKs zu finanzieren, während die Schweizer selbst massiv mehr lohn bekommen. immerhin scheint das bankgeheimnis eine gute sache zu sein (solange sie nicht ans RAV weitergegeben wird). gibts so eine seite auch für griechenland?

  33. Peter Meier sagt:

    Wie stehts mit der Quote Gymiprüfunganmeldungen-Bestehen? Deutsch zählt zu 50% bei der Prüfungsnote, womit die Deutschen bevorteilt sind.

    Kinder mit anderer Sprache sind benachteiligt. Darum dann halt die Lehre!

    • maggie1944 sagt:

      darum brauchen wir unbedingt früh-französisch!! statt unseren migranten-kindern gutes deutsch beizubringen.

      • Stefan Effenmann sagt:

        “Gutes Deutsch” – meinen Sie damit vor allem “deutsches Deutsch”. Dann Vorsicht. Nach deutschem Sprachempfinden ist des Schweizers Schriftsprachendeutsch nicht “gut”. Es werden zu viele Sätze mit “tun” gebildet. Das schmerzt, wollte sagen “tut” weh. Möglicherweise wollten Sie aber nicht unseren Migrantenkindern Deutsch beibringen tun, sondern den eigenen Kindern. Hier kann ich Sie beruhigen. Sie müssen lediglich aufhören tun, es ihnen jeweils wieder abzutrainieren. Nach fünf Jahren Fernsehen schauen tun, können die meisten Schweizer Kinder recht gut Deutsch. Kurz nach der Einschulung und vor allem nach den ersten Lesestunden bildet sich dann diese komische abgehackte Robotersprache aus, welche uns zeigen soll, hier tut einer sprechen, der häufig tut sagt, weil er zwar von tuten aber nicht von Verbbildung Ahnung hat. Überhaupt sind Schweizer Kinder nicht unbedingt dümmer, als die der gut ausgebildeten Zuwandererelite, aber sie haben sich stärker dem allgemeinen CH-Konsens anzupassen und der ist eben eher bildungsfeindlich.

    • andreas muesel sagt:

      Also Ihnen ist wirklich kein Argument zu abwegig, oder?

    • Stefan Müller sagt:

      Und warum sind die Österreicher und Schweizer weiter drunter? Die haben doch auch Deutsch als Muttersprache…

      • Pätrick Wildisen sagt:

        Falsch. Deutsch ist nicht gleich zu setzten wie Schweizerdeutsch. Oder hat ihr Deutschlehrer das Velo im Aufsatz akzeptiert?

        • Stefan Müller sagt:

          Natürlich wird Velo akzeptiert! Steht sogar offiziel im Duden.
          Und wie hier nschon oft geschrieben… es gibt auch in Deutschland akzente und trotzdem muss man Hochdeutsch schreiben. In der Schule vorher wird auch das schreiben mit Hochdeutsch beigebracht. Ganz einfach!

        • Stranger sagt:

          Schweizerdeutsch ist der Sammelname für die in der Deutschschweiz gesprochenen Dialekte des Deutschen. Natürlich ist Schweizerdeutsch Deutsch, einfach ein spezielles (so, wie Badisch, Bayrisch, Friesisch, Sächsisch etc.). Helvetismen wie Velo sind hierzulande total erlaubt und üblich.

    • Thomas Maeder sagt:

      Deutsche sind etwa gleich bevorteilt an Deutschprüfungen wie Deutschschweizer. Benotet wird ja nicht, ob man eine akzentfreie bundesdeutsche Aussprache wie in Hannover hat, sondern ob z.B. den Inhalt eines Texts erfassen und Fragen dazu beantworten kann. Ausserdem haben auch Franzosen eine höhere Erfolgsquote, obschon sie sprachlich in Zürich keineswegs bevorteilt sind. Ich denke eher, dass es am durchschnittlichen Bildungshintergrund der Eltern liegt. Wer Akademikereltern hat, wird später eher ein Gymnasium besuchen als einer, der Eltern mit Berufslehre hat.

  34. Martin Widmer sagt:

    Obwohl (oder gerade weil) ich hochschulabgänger bin, glaube ich überhaupt nicht, dass eine möglichst hohe Gymi- und Hochschulquote das Ziel sein sollte!
    Für gewisse Berufe ist eine gute Universitätsausbildung nützlich, für andere ist aber mehr praktische Erfahrung notwendig, welche an den Schulen kaum gelehrt werden kann. Bei Praktischen Berufen bin ich ein grosser verfechter der Berufslehre, wobei natürlich auch die allgemeine Bildung Berufsschule nicht vernachlässigt werden darf.
    Das Gymi und anschliessende Studium sollte jedem zugänglich gemacht werden; möglichst unabhängig von den finanziellen Mitteln und Bildung der Eltern – aber sehr wohl abhängig von den Fähigkeiten und Zielen der jeweiligen Person! Der Vergleich der Gymiquote zu anderen Ländern zeigt diese Problematik einfach überhaupt nicht auf…

    • Thomas Maeder sagt:

      Das Problem an vielen Berufslehren ist, dass Arbeitgeber vielfach nicht gewillt sind, begabten Lehrlingen den Besuch der BMS zu ermöglichen oder auch jungen Erwachsenen nach absolvierter Berufslehre keine guten Weiterbildungschancen geben und z.B. den Besuch einer höheren Fachschule oder einer Fachhochschule nicht ermöglichen bzw. ihrem Angestellten nicht die Zeit freihalten, die er für den Besuch der Kurse benötigt. In Berufszweigen, in denen hauptsächlich Studierte arbeiten, ist das Klima ganz anders, da gehören regelmässige Weiterbildungen mittlerweile zum Standard und eine spätere Umorientierung oder Spezialisierung ist damit möglich. Aus meiner Sicht ist das der Hauptgrund, wieso die Karriereaussichten nach einer Berufslehre getrübt sind und die Berufslehre langsam aber stetig an Prestige verliert. Hier wäre möglicherweise auch der Gesetzgeber gefragt.

      • Blanche Wu sagt:

        @Mäder: bei vielen Lehrberufen ist es auch nicht sinnvoll danach eine FH od. Uni zu besuchen. Daher ist es auch nicht sinnvoll eine BMS zu absolvieren. Oder wie sieht der höhere Bildungsweg eines Sanitärs aus? Wohl nicht an die FH…was denn überhaupt dort studieren. Der tut besser daran sich zum Dipl. Sanitär weiterzubilden und danach ein eigenes Geschäft aufzubauen. Dasselbe auch mit Maurer (Weiterbildung als Polier), Dachdecker, etc. was wollen die an einer FH? Auch im KV muss man nicht zwingend an die FH sich weiterbilden lassen. Man kommt auch weiter mittels Weiterbildung als Fachmann/frau Finanzen, HR, etc. Die Uni und die FH sind nicht die einzigen Weiterbildungswege. Ich kann es einfach nicht mehr hören. Ausserdem sind ehem. Uni Absolventen nicht per se gescheiter als ein ehem. Lehrling. Ich kenne selber Leute wo ich mich frage wie die die Uni bestanden haben. Sie tscheggen nämlich gar nichts und haben zwei linke Hände bei der Arbeit. Man muss ständig hinterher kontrollieren, Dinge x-mal erklären und es läuft immer noch nicht.

  35. Peter Meier sagt:

    Es wäre noch interessant, die Zahlen der GYMIPRÜFUNGEN – Anzahl Anmeldungen und Bestanden – zu kennen.

    Sicher belegen die Deutschen den 1. Rang bei den Erfolgsrate, da die Sprache Deutsch zu 50% der Gesamtnote bewertet wird.

    Deutschschweizer und andere Nationalitäten sind im HINTERTREFFEN. Undifferenziert spricht man dann bei den Schweizern von mehr Interesse an der Lehre. Bitte bringt die Zahlen.

    • andreas muesel sagt:

      Komisch, der Anzahl deutscher Kinder folgen dann die österreichischen Kinder. Die scheinen dann weniger Probleme mit der deutschen Sprache zu haben?!?

  36. Ruedi Lais sagt:

    Auch heute wieder werden Menschen nach ihren Pässen sortiert. Dabei hat die Staatsangehörigkeit direkt nichts mit dem Schulerfolg zu tun. Leider entscheidend sind die soziale Herkunft inkl. die finanziellen Ressourcen der Familie. Darüber müssen wir uns politisch viel mehr unterhalten! Dass die Gymiquote in Schwamendingen x-fach tiefer ist als in Zumikon, hat nichts mit den Ausländeranteilen zu tun, sondern mit sehr ungleichen Startchancen der Kinder. Als Gesellschaft müssen wir die Bildungshürden für Unterschichtkinder abbauen.

    • Anton Keller sagt:

      In Schwamendingen und im Seefeld wird gleich unterrichtet. Die Startchancen der Schule der Kinder sind somit für alle gleich. Was nicht gleich ist, dass die Elternhäuser aus kulturellen Gründen nicht gleichviel Zeit und Geld in die Bildung ihrer Kinder investieren, insbesondere der Mädchen die ja sowieso verheiratet werden.

      Die Deutsche sind zudem nicht besser als die Schweizer in der Bildung, sondern finden sich weniger Eingebürgerte aus Kulturkreise, welche der Bildung (der Mädchen) nichts abgewinnen können.

      • Hans sagt:

        Wenn Sie die Zusammensetzung der Einwanderer in der Stadt Zürich angeschaut hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass die “Mädchenverheirater” eine Minderheit sind. In den Quartieren, wo die SVP eher stark ist, sind auch die Schweizer Gymnasiasten eher eine Ausnahme. Vielleicht ist das ähnliche Weltbild dafür verantwortlich? Statt auf die Heirat bereiten die SVPler ihre Töchter halt auf eine “Frauen-an-den-Herd”-Karriere vor

        • Anton Keller sagt:

          Auch in Italien, Portugal, Spanien sind immer noch viele der Meinung, dass die Frauen gut verheiratet werden sollen. Das lässt offensichtlich ihr Weltbild nicht zu. Wenn man die Nationalitäten und Gender der Gymnasien anschaut, so sieht man den eklatanten Unterscheid zwischen Männchen und Weibchen der gleichen Nationalität dieser Nationen.

          • Reto sagt:

            Anton Keller ich weiss nicht woher Sie ihr Ausländerbild hernehmen. Meine spanische Frau hat alles unternommen, damit unsere beiden Töchter ins Gymi gehen. Und der grösste Albtraum wäre, dass die Girls irgendwann einen mindergebildeten Eidgenossen ehelichen.

    • Hans Meier sagt:

      Zu den Startchancen gehoert allerdings auch der “Gen-Pool” der Eltern. Die meisten Leute verdienen nicht einfach deshalb mehr, weil sie die richtige Augenfarbe haben, sondern schlicht und ergreifend weil sie intelligenter sind. Und wer mehr verdient zieht typischerweise nicht nach Schwamendingen. Hoeren Sie doch endlich mal auf, die Biologie komplett zu ignorieren!

    • Ana sagt:

      Die soziale Herkunft entscheidet über den Schulerfolg, aber nicht aus finanziellen Gründen. Obwohl ich ein ausländisches Arbeiterkind war, standen mir in der Schweiz alle Möglichkeiten offen. Mit Stipendien und Darlehen bereits im Gymi wurde mir auch das Studium finanziert, die ich dank der guten Bildung schnell zurückbezahlt habe und über die Steuern heute mitfinanziere.

      Der Schweiz muss ich hier wirklich ein Kränzchen winden: “Unterschichtkinder” haben keine finanziellen Bildungshürden. Die sozialen Hürden sind da viel höher. Fremdsprachige Eltern aus der sog. “Unterschicht” denken nicht an höhere Bildung, weil sie die Möglichkeiten in der Schweiz nicht verstehen, und die Kinder wollen ihre soziale Umgebung nicht verlassen. Ich bin heute definitiv nicht mehr Teil der Community, zu der meine Eltern noch gehörten. Ich bin Schweizerin oder noch präziser Internationale geworden.

  37. Hans sagt:

    Vielleicht hätte man den vielen Schweizer Kommentatoren noch mitteilen müssen, dass es sich um Deutsche handelt, die in der Zürich ein Schweizer Gymi besuchen (öffentlich oder privat)

  38. Ferdinand Zuppinger sagt:

    Werden da nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Gymnasium in Deutschland ist nicht gleich Gymnasium in der Schweiz? Matur ist nicht gleich Abitur und Berufslehre in der Schweiz ist nicht gleich Berufsausbildung in Deutschland!le

    • Grohe sagt:

      Artikel gelesen??? Es geht hier um deutsche Kinder bzw. Jugendliche auf Schweizer Gymnasien. Mein Sohn wurde genauso behandelt bei der Aufnahme aufs Gymnasium wie ein Schweizer Mitschüler. Und meine Tochter hatte dieselben Voraussetzungen für ihre Lehrstelle zu erfüllen wie ein Schweizer.

  39. Fabian sagt:

    Nun ja, zu solchen Resultaten kommt man nun eben, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, das ist wirklich keine Meisterleistung. Das Schulniveau der Kinder wird eben durch das Bildungsniveau der Eltern moderiert. Wenn wir nun die hochqualifizierten deutschen Einwanderer (die schlecht und mittlelmässig qualifizierten kommen zu tiefen Anteilen in die CH) mit der ganzen Population der Schweizer, also allen Bildungsstufen, vergleichen, ist das Resultat nicht verwunderlich. Umgekehrt mit anderen Ausländer-Populatione genausowenig. Würde man nun die entsprechenden Gesellschaftsschichten der Deutschen und der Schweizer vergleichen, ergäben sich vermutlich nur sehr geringe Unterschiede, wenn überhaupt. Dasselbe gilt auch für die Einkommen, Wohnlagen, etc.

  40. Gerber Peter sagt:

    Es ist nicht unbedingt wahr, dass man in der Schweiz der Berufslehre einen höheren Stellenwert zumisst. Die Hürden sind hier viel höher, als beischlichtwegs spielsweise in Deutschland, wo viele Grenzgänger aufs Gymi gehen. Und viele Deutsche hier an der Uni Arbeiten, weil es zuwenig Nachwuchs gibt. Aus Geiz (?).

    • andreas muesel sagt:

      Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Es geht hier um die Gymiquote nach Nationalität in der Schweiz und nicht im Ausland. In der Schweiz besuchen die oben aufgeführten Nationalitäten häufiger das Gymnasium als Schweizer. Und ich wage mal zu behaupten das Schweizer Gymnasien beim Zugang zum Gymnasium keinen Unterschied zwischen Ausländern und Schweizern macht. Und wie kommen sie darauf das die Hürden in der CH höher sind als in D z.B.? Und was genau heisst “beischlichtwegs spielsweise”???

  41. barbara höhn sagt:

    …Wir werden in Zukunft nur noch mehr Menschen therapieren müssen, weil sie viel zu früh burnouts bekommen, weil sie permanent gepusht werden…get back to the roots!

  42. barbara höhn sagt:

    was soll das? Es ist ja klar, dass wahrscheinlich in allen europäischen Ländern die Gymiquote höher liegt, als in der Schweiz, obwohl in der Schweiz der Trend – ans Gymi zu wollen – leider auch steigt, auch wenn viele Schüler gar keine Gymischüler sind…es ist erwiesen, dass in der Schweiz die Gymnasien strenger sind als in Europa, warum kommen denn in Deutschland so viele Kids ins Gymi?? Kann mir doch keiner weiss machen, dass die ‘gescheiter’ sein sollen??? Hört mal mit diesen ewigen Vergleichen auf, wir sollten stolz auf unser Schul- und Ausbildungssystem sein, wir haben so viele verschiedene Möglichkeiten uns zu entwickeln, wir kennen die Berufslehre, die sogar mit einer Berufsmatura abgeschlossen werden kann, ohne das die Jugendlichen gleich als ”Dumm” abgestempelt werden (wenn sie eine Lehre machen), so wie in Deutschland (sorry für den Vergleich….) Immer dieser ständig Druck von allen Seiten. Wir sind nicht gescheiter geworden dadurch, wir werden in Zukunft

    • Hans sagt:

      Hier geht es aber um Deutsche, die in der Schweiz das Gymi besuchen

    • Irene Steiner sagt:

      Richtig, das “Abi” und das “bac” haben keinesfalls das Niveau einer CH Matura

      • Susanna sagt:

        Frau Steiner, woher wollen Sie das wissen?

      • MB sagt:

        DAS Abi gibts schon mal gar nicht, da Deutschland kein Zentralstaat ist und die Bildung in die Länderkompetenz fällt. Und die eidgenössische Matura gilt in Bayern als als Schmalspur, da macht man Witze drüber!

      • andreas muesel sagt:

        Oh weh, Frau Höhn und Frau Steiner haben den Artikel

        a) nicht gelesen
        b) nicht verstanden

        Vielleicht hätte hier eine Matura geholfen oder auch ein Abitur?

    • Stefan Müller sagt:

      Wenn es erwiesen ist, können sie den Beleg gerne führen…
      Und in Ger als dumm abgestempelt.. mit Verlaub, sie haben keine Ahnung von Deutschland. Jemand der z.B. ne Banklehre hat etc. wird doch nicht als dumm abgestempelt. Auch keine Krankenschwester etc!

      • barb h. sagt:

        @Andreas Müller: Sie haben recht, ich habe den Artikel nicht gelesen. Nur schon der Titel hat mir gereicht. Und Entschuldigung – auch ich habe einen Mittelschulabschluss 🙂 Mir langt es langsam….und wenn ich von Deutschen (und von denen kenne ich aus unserem Dorf genug :-)) höre, dass Jugendliche, die in Deutschland kein Gymi besuchen, als ”dumm” angeschaut werden, weil sie einen anderen Weg eingeschlagen haben, einschlagen mussten…dann kommt das ja nicht von ungefähr……

  43. Christoph Suter sagt:

    Bei der Frage der Gymnasialquote einen Zusammenhang mit der Nationalität herzustellen, ist irreführend. Entscheidend sind der Bildungshintergrund und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern.

  44. Paul sagt:

    Seit wann macht die Linke die Einwanderungspolitik? Sind es nicht eher die rechtsnationalen Gastronomen, Bauern und Baumeister die, die mindergebildeten Zuwanderer holen? Oder würden Sie für 3500.- bei Wind und Wetter die Agglogärten der Hüslibsitzer in Schuss halten? Fremdenhass macht nicht nur blind, sondern verursacht scheinbar auch noch andere unangenehme Nebenerscheinungen

    • Peter sagt:

      Lieber Paul, das sollte viel mehr hervorgehoben werden:
      Es sind die Gewerbetreibenden (häufig SVPler), die Bauern und Gastronomen
      die die Nachfrage nach Ausländern befeuern.Diese brauchen dann Wohnung, Auto, Strassen usw.
      wofür wiederum mehr Ausländer eingestellt werden. Ein Teufelskreis.
      Aber zum Thema: logisch dass die erwähnten Spitzenreiter Nationen mehr Gymiabsolventen stellen. Sie
      kennen von zuhause aus nur diesen Bildungsweg und sind offenbar nicht schlecht damit gefahren.
      Fürs Studium braucht es nun mal eine höhere Intelligenz und ein soziales Umfeld das dieses Ziel auch ermöglicht.

  45. Jutzi sagt:

    Dann läuft also alles was falsch laufen kann falsch in diesem Land. Wir, die einheimischen Schweizer sind bereits, oder in sehr naher Zukunft nur noch eine Nebenerscheinung. Die Deutschen die nun aufs Gymi gehen werden unserer Kinder Chefs sein. Und die Kultur die mal Heidi und Peter war, für die die vielen Touristen aus all den kaputten Ländern in die Schweiz kommen, und hier noch eine heile Welt suchen, werden statt Heidis und Peters, Inder, Türken, Deutsche und alles andere als echte Schweizer vor finden.

    Bin ich der einizge der sich darüber Sorgen macht? Oder habe ich einfach keinen Plan B, wie meine anderen Schweizer Freunde, die sich sagen “eh noch x Mansjahre und dann kann mich das alles den Buckel runterrutschen” ….

    Ich frage mich dann wie sich die Mentalität der neu Eingebürgerten sich auf unsere Heimat in Bezug auf Naechstenliebe und Rücksicht verhalten wird. Ich bin sicher die Verantwortlichen, wenn es überhaupt noch solche gibt, wissen schon was sie tun, und unser Land wird, hoffentlich, noch lange das Image haben das wir im Ausland “noch” haben (Das von unseren Vorfahren hinterlassene)…..

    • Pierre Girardet sagt:

      Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt kein LAND Schweiz mehr. Die Schweiz ist eine FIRMA, und in dieser AG zählt nur noch der Profit. Politik und Manager geben ihr bestes, um die Aktienkurse dieser “AG” steigen zu lassen. Die Ur-Schweizer Bevölkerung ist nur noch Dekoration.

    • SrdjanM sagt:

      Machen Sie Kinder und sorgen Sie dafür dass diese die richtigen Schulen besuchen.
      Oder was würden Sie vorschlagen, was sollten die Verantwortlichen Ihrer Meinung nach eigentlich tun?

    • Steve Lombris sagt:

      @Jutzi: Nein, Sie sind nicht die Einzigen, es gibt geschätzte 25% Anhänger einer politischen Minderheit, die sich jetzt ins Hemd schnäuzen und von der guten alten “Heidi, Peter und Polizischt Wäckerli” Zeit träumen, die es so tatsächlich nicht mehr wieder geben wird. Drei Dinge kann man tun, die ich Ihnen rate: 1. Stehenbleiben, und es treibt Sie und die anderen weiter ab, 2. Mitwirken und mitgestalten und dafür auch etwas tun, dass man weder links noch rechts überholt wird von Zuwanderern, oder 3., Sie gehen ins Ballenberg-Museum, träumen weiterhin von der o.g. schönen Zeit und gehen dann beseelt aber ohne Erkenntnisse wieder nach Hause.

    • Sina Weber sagt:

      Viele dieser Kinder, von denen sie sprechen, sind in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Meine Kinder zum Beispiel fühlen sich als Schweizer, auch wenn sie keinen Schweizer Pass haben, werden hier gross, nehmen am Leben teil, sprechen Mundart, interessieren und kümmern sich und haben Schweizer Freunde (und viele andere auch). Es tut einfach weh, immer wieder zu hören und zu lesen, dass wir qua Herkunft schlechtere Menschen sind und weniger Nächstenliebe und Rücksicht praktizieren. Das ist schlicht eine Typfrage und von dieser Sorte gibt es hier wie dort gute wie schlechte Beispiele. Ich orientiere mich lieber an den guten Beispielen hierzulande, denn alles andere ist einfach verletzend – und ich erfahre im täglichen Miteinander gottseidank auch nur sehr wenig davon.

      • Stefan Müller sagt:

        Danke für den Beitrag.
        Und zum Thema: Werden die Chefs ihrer Kinder..
        1.: Ist es schlimm, wenn ihre Kinder nen Chef mit einer anderen Nationalität haben? Wenn ja, warum?
        2.: Es sagt niemand, 59% der Kinder auf dem Gymnasien in der CH sind Deutsche! Es wird noch mehr Schweizer auf den Schweizer Gymnasien geben, als Deutsche.. keine Angst.

      • Sepp Manser sagt:

        @Weber: Und warum tun Sie Ihren Kinder dann nicht einfach den Gefallen und lassen sich einbürgern statt hier zu jammern man werde nicht akzeptiert? Was hält Sie denn genau davon ab, Bürger dieses Landes zu werden?

  46. Beat Schnyder sagt:

    …… um dann mit Gymi TaxifahrerIn zu werden !

  47. E, Meier sagt:

    Wurde wohl bei den Schweizern zwischen solchen mit oder ohne Migrationshintergrund unterschieden? Wenn nicht, ist das Resultat erklärbar.

    • Nicholas Fliess sagt:

      Würde denn die Quote für reine Eidgenossen noch schlechter aussehen?

    • Hans Meier sagt:

      Was fuer ein unertraeglicher Unsinn. Der Unterschied liegt einfach darin, dass die Deutschen, die zu uns kommen, bestens qualifiziert sind und ihre Intelligenz ihren Kindern vererben. Die Untersuchung ignoriert den Bildungsstand der Eltern und vergleicht deshalb Aepfel mit Birnen.

  48. Moser Bruno sagt:

    Wie konnten unsere Vorfahren und wir es nur je schaffen, auch ohne diese intelligenten Zuwanderer ein gefragtes Einwanderungsland zu werden? Oder: Warum verlassen so viele Menschen ihre angestammten Länder? Sicher nicht ohne Gründe.

    • andreas muesel sagt:

      Na ja, Herr Moser. Das “gefragte Einwanderungsland” war auch nicht immer so. Da gab es auch andere Zeiten.

  49. Sara Marchand sagt:

    Und diejenigen Deutschen Kinder, die den Sprung ins öffentliche Gymi nicht schaffen gehen auf das Privatgymi oder sie zügeln gleich in den Kanton Zug, das ist auch bekannt. Grund: Die Deutschen wissen zwar, dass die CH-Matura schwieriger ist als ein deutsches Abitur. Sie ist aber ein Muss, wenn sie wieder nach Deutschland zurückkehren wollen. Denn dort braucht man ein Abitur für Berufe, die man in der Schweiz locker durch einen Lehrabschluss ausüben kann.

    • MB sagt:

      Die schweizer Matura ist allenfalls schwieriger, wie ein Bremer Abitur! Aber selbst wenn man in Deutschland den Bundesdurchschnitt nimmt (und die Bildungslandschaft in Deutschland ist sehr Heterogen) schneidet Deutschland bei den einschlägigen Tests immer besser ab, wie die Schweiz! Die schweizer Schüler sind im Vergleich mit den süddeutschen Ländern, insbesondere Bayern im Regelfall einiges hintennach! Aber wie sollen die Schweizer das wissen, wenn sie sich hinter ihren Bärgeli nie vorzukriechen trauen?

      • Héloise sagt:

        Reife Leistung, MB. 7 (in Worten sieben) Fehler bei 6 Zeilen Text (den allerliebsten Handmade-Helvetismus nicht mitgerechnet): Das illustriert den Unterschied zwischen unseren Reifeprüfungen aufs Schönste.

  50. Patrick Ryf sagt:

    Das deutsche Abitur der österreichischen und schweizer Matura gleichzustellen ist ein wenig gewagt. So wird an schweizer Universitäten für eine Zulassung von Abiturienden oft ein 5+(CH-Note) verlangt, wären bei der CH-Matura nur eine 4 verlangt wird. Diese Zulassungsbedingung ist kein Zufall.

    • Fabian sagt:

      Stimmt, es wäre gewagt. Gewagt ist es aber auch, eine solche Aussage zu machen, ohne den Artikel gelesen zu haben. Denn hätten Sie ihn gelesen, hätten Sie bemerkt, dass diese Gleichstellung gar nicht gemacht wird. Es geht einzig und alleine um die schweizerische Matura.

    • andreas muesel sagt:

      Oh Mann-o-mann-o-mann, schon mal darüber nachgedacht das man durch Zulassungsbeschränkung die Ausländerquote geringer halten möchte um Schweizern den Zugang zu Universitäten nicht unnötig zu erschweren? Das ist im Übrigen in vielen Ländern so und kein Monopol der Schweiz.

      • Patrick Ryf sagt:

        Das ist nicht richtig. Die Definition des notwendigen Notenschnitts hat nichts mit einer Zulassungsbeschränkung für ausländische Studieren zu tun. Dies wird von vielen Unis sogar explizit abgelehnt. Aber wie schon gesagt wurde, hat dies eigentlich nichts mit dem Artikel zu tun.

        • Stefan Müller sagt:

          natürlich ist das der Grund.
          Und natürlich sagt man das ganze nicht laut. Es bleibt dabei, es gibt keinen Beleg, dass das Abi weniger wert sein soll, als die Matura.
          In Deutschland wird ja z.B. schon früher gesiebt.. d.h. bessere Schüler sind in der Sekundrstufe schon unter einander.

  51. Kaegi Paul sagt:

    Ob das die Einwanderungspolitik der Linken interessiert? Ohne deutschsprechende Einwanderer wären wir ein Bildungsdrittweltland.

    • Martin Cesna sagt:

      Wir würden aber in unserer grenzenlosen Alpenromantik denken, dass wir in unserem geliebten Heidiland die glücklichsten Menschen sein müssen!
      Nix wissen macht auch nix.