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Aus Europa-Freunden wurden Zuwanderungskritiker

Von DB, 22. November 2014 247 Kommentare »
Die Schweiz aargauisiert sich rasant: Praktisch das ganze Mittelland ist europaskeptisch geworden. Eine Auswertung zeigt erstmals, wo die Skepsis gegenüber Europa seit 2005 stark zugenommen hat.

Von D. Balmer, C. Boss, O. Zihlmann, A. Haederli, «SonntagsZeitung»

Im Februar hiess es noch, es sei nur ein einmaliges Zeichen gewesen – das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative.

Doch nach den knappen Umfrageergebnissen zu Ecopop zeigt sich jetzt: Die Angst vor Europa, vor mehr Ausländern sitzt tief und hat zusätzliche Regionen erfasst. Schweizer, die Europa noch vor wenigen Jahren gutgesinnt waren, stimmen heute en  masse gegen Zuwanderung.

Was ist passiert? Politgeograf Michael Hermann von der Universität Zürich hat für die «SonntagsZeitung» erstmals im Detail analysiert, wo die Skepsis seit 2005 überdurchschnittlich zugenommen hat. Das Ergebnis, welches hier auch der Datenblog veröffentlicht: In der Innerschweiz, im Tessin und in den Bergregionen hat sich die traditionelle Furcht vor dem Verlust der Souveränität, die vor allem in den Bergregionen vorherrscht, seit 2005 eher abgeschwächt. Auch sind es nicht allein die Agglomerationen der Grossstädte, die Abwehr zeigen. «Gekippt ist die Stimmung in Schaffhausen und vor allem im Seeland zwischen Bern, Freiburg und Neuenburg», sagt Hermann. Damit ist heute praktisch das ganze Mittelland europaskeptisch.

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Zwischen 2005 und 2014 erlebte die Schweiz eine starke Einwanderungswelle. Doch wie hat sie sich auf die Stimmung in den Regionen ausgewirkt? Politgeograf Michael Hermann hat ausgerechnet, wo die Skepsis gegenüber der Zuwanderung seit 2005 überdurchschnittlich zugenommen hat (rot) und wo die Skepsis im Vergleich zum Durchschnitt abgenommen hat (blau). Er verglich dafür drei Abstimmungsergebnisse zur Zuwanderung von 2000 bis 2005 (Bilaterale; 2000, Ausländerquote 18 Prozent; 2000, Erweiterung Personenfreizügigkeit; 2005) mit dem Resultat der Initiative über die Masseneinwanderung der SVP von 9. Februar 2014.

Das Ergebnis ist erstaunlich: In der Innerschweiz, dem Tessin und den Bergregionen ist die Skepsis seit langem hoch, doch sie hat während der Migrationswelle im Vergleich zum Durchschnitt abgenommen. Dafür sind das Seeland die Broye oder Schaffhausen – die früher offen waren – für Zuwanderung, massiv skeptischer geworden. Sie folgten damit dem Aargau, der diese Entwicklung in den 90er-Jahren machte und deshalb vor 2005 im Vergleich weniger Skeptisch war als heute.

Hier finden Sie die statische Infografik der «SonntagsZeitung»

Bei den Gemeinden ab 1000 Einwohnern zeigt die Seeländer Gemeinde Worben BE den radikalsten Wandel. Woher kommt dort die Angst? Die «SonntagsZeitung» war im Dorf auf Spurensuche (hier geht es zum PDF).

Wissenschaftler Hermann stellt fest: Die bis 2005 traditionell europa- und zuwanderungsfreund­lichen Regionen Schaffhausen, La Broye im Kanton Freiburg und das Seeland sind ins Lager der Skeptiker gekippt, obwohl hier nicht übermässig viele Ausländer zugewandert sind. «Sie sind weit weniger exponiert als Genf oder Zürich», sagt Hermann, «auch die Immobilienpreise und der Kulturlandverlust waren nicht überdurchschnittlich.»

Zahlen des Beratungsunternehmens Wüst & Partner bestätigen dies: In Worben stiegen die Mieten seit 2005 nur um 5 Prozent, im  Schweizer Durchschnitt um 30 Prozent. Eine Eigentums­woh­nung verteuerte sich um 25 Prozent, schweizweit um 64 Prozent.

Die zunehmende Abwehrhaltung lässt sich somit nicht an Zahlen festmachen. Hermann stellt einen Kulturwandel fest. Es sei die Verstädterung dieser Gebiete, die zur Abwehr führe. «Solche Regionen machten in den letzten Jahren einen ähnlichen kulturellen Wandel durch wie der Aargau in den 90er-Jahren. Die Verstädterung erreichte auch diese eher ländlichen Gebiete, die Ängste gegenüber dem Strukturwandel nehmen auch dort überhand.» Eine neue Dimension, sagt Hermann: «Diese Ängste vor der Zuwanderung sind hier neu und haben nun das ganze Mittelland erfasst.»

Die Auswertung von Politgeograf Hermann zeigt klar: Allein mit den europafreundlichen, urbanen Gebieten lassen sich Abstimmungen gegen die Zuwanderung nicht gewinnen. «Man muss gerade auch die früher europa-freundlichen Regionen überzeugen», sagt er.

247 Kommentare zu “Aus Europa-Freunden wurden Zuwanderungskritiker”

  1. will williamson sagt:

    Im Zusammenhang mit Ecopop wird von den Gegenern gebetsmühlenartig geleiert, es dürften nur noch 16,000 Personen einwandern. So ist es aber nicht, sondern die Bevölkerung darf um 0,2% oder 16,000 Personen wachsen. Im 2013 sind rund 90,000 Personen ausgewandert. Wenn wieder so viele einwandern, sind wir beim vorherigen Stand. Zusätzliche 16,000, also 106,000 hätten im 2013 wieder einwandern können. Das müsste doch eigentlich genügen.

    • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

      Die Rechnung ist grundfalsch. Man kann weder die Zuwanderung, noch die Auszüger gegenüberstellen.und wer kommt dann?
      Nicht begrenzbare Asylanten? Oder die Ärzte, die die Schweiz nicht ausbildet?
      Ingenieure und Wirtschaftswissentschaftler, die dann benötigt werden, ausgebildet im Export- und Normenrecht? Oder doch nur Asylanten?

  2. Bender sagt:

    Ich liebe Wasser, trinke es gerne, dusche vergnüglich damit, entspanne darin beim Baden, schwimme und tauche als zertifizierter Taucher darin. Allerdings hätte ich den Horror in einem Kleinboot im Atlantik während eines Sturmes zu sein. Wasserscheuheit oder Wasserphobie, irrationales Verhältnis zum Element? – Genauso mit Immigranten, nicht die Spur fremdenfeindlich, aber da wo es uns erdrücken wird, muss Einhalt geboten werden, zum Wohle für alle heutigen Inländer, unabhängig vom Pass. ECOPOP JA, mit Fremdenfeindlichkeit oder Europafeindlichkeit hat das primär rein gar nichts zu tun. Es ist der Überlebenswille und der fehlende Altruismus sich und das ganze Umfeld für den Wachstumswahn einer mächtigen Minderheit zu opfern.

  3. Gion Saram sagt:

    Nein, Herr Herrmann, man muss niemanden überzeugen, den in diesem Land besteht Meinungsfreiheit! Wenn ich als Bürger eines Landes aufgrund meiner persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zum Schluss komme das ein vor 10 Jahren gefällter Entscheid in der Summe unterdessen mehr negative als positive Konsequenzen mit sich bringt, dann ist es mein guter Recht aufgrund dieser Erkenntnisse meine Stimmzettel mit der Antwort auszufüllen die mir behagt. Nichts und niemand hat das Recht mich vom Gegenteil überzeugen zu müssen, wie als ob ich ein unmündiges Kind sein das der Anleitung durch einen väterlichen Experten benötigt. Bitte hören sie auf die Leute zu missionieren sondern bringen sie konkrete belegbare Argumente! Weshalb stagniert das BIP pro Kopf in den letzten 10 Jahren? Warum steigen die Mieten? Weshalb landen immer mehr Einheimische ausgesteuert in der Sozialhilfe?

    • Henri Muller sagt:

      Stagnierendes BIP/Kopf? Steigende Mieten? Sozialhilfe? Um Himmels Willen! Alle Ihre Sorgen, die Sie anführen, haben mit nichts als Geld zu tun. Und das im reichsten Land der Erde mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten (was den gleichen Leuten wieder als Argument dient, wenn sie über Länder wie Spanien herziehen können). Natürlich haben auch in der Schweiz nicht alle gleichviel, das ist erstens normal und zweitens wird es tatkräftig von den Leuten verhindert, die die Ecopop am stärksten unterstützen. Jeder, der in der Schweiz über ein “stagnierendes BIP pro Kopf” klagt, müsste dringend einmal in einen anderen Teil der Welt gehen. Es kann ein beliebiger sein. Wenn die Schweiz irgend etwas zu bieten hat, das sie vor allen Ländern auszeichnet, dann ist es ihr Reichtum. Da haben viele Leute wirklich total die Relationen verloren. Ist Ihnen nur das Schlaraffenland gut genug? Ich habe nur Verständnis für Ihre Befindlichkeit, wenn Sie tatsächlich von Armut oder Arbeitslosigkeit betroffen sind. Aber auch dann gilt zu sagen: Die Sozialwerke sind hierzulande ausgebaut wie in wenigen anderen Ländern. Ach ja, da ist noch der Umweltschutz. Auch Ökofundis stimmen Ja, und denen ist das BIP/Kopf ziemlich egal. Da tun sich Widersprüche auf, die im Fall eines Ja in einen ungeheuren, bitteren Streit münden könnten. MIttlerweile finde ich den Gedanken nicht mehr abwegig, dass ein Ja zu Ecopop der erste Schritt zum EU-Beitritt sein könnte.

      • Gion Saram sagt:

        Gehen sie doch bitte mal vor ein Gebäude des nächstgelegenen RAV’s und fragen die dann die “Klienten” da, die dort ein und ausgehen ob sie glauben sie leben in einem Schlaraffenland. Der Reichtum der die Schweiz auszeichnet ist nur das Resultat einer anderen Eigenheit dieses Landes, nämlich der Tatsache das bisher in diesem Land die Bürger einen grossen Einfluss hatten um die dümmsten Fehler und die bürgerfeindlichsten Entscheidungen ihrer Poltiker zu verhindern. Unsere Politiker sind nicht besser als die griechischen oder irischen Politiker aber wir Steuerzahler haben mehr Instrumente in der Hand deren Dummheiten zu stoppen. Z. Beispiel GR, Mia für eine idotischen sportlichen Grossanlass zu verschleudern um dann 10 Jahre später Schulen & Spitäler schliessen zu müssen kann nie und nimmer im Interesse der Bürger eines Landes sein. In der Schweiz wurde gottseidank die Kandidatur für die olympischen Winterspiele schon auf der kantonalen Ebene von den Steuerzahlern versenkt. Diese Einflussmöglichkeit ist einer der Gründe für unseren Wohlstand.

      • Bender sagt:

        Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass der Altbundesrat vom Zürichsee samt der SVP-Parteileitung gegen die Initiative sind. Auf eidgenössischer Ebene empfehlen sie dreimal Nein. – Einige Kantonalsektionen sind da aber ausgeschert und gaben die JA-Parole raus. – Die Initianten hätten übrigens ein etwas anderes Budget als CHF 400’000, wäre dem so, wie Sie geschrieben haben und Sie hätten schon längst mindestens einmal Post zur Initiative erhalten und es gäbe eine ganz andere Plakataktion als die Mikrotäfelchen, die für die Initiative mit dem Slogan werben: 9 statt 12 Millionen.

        • Gion Saram sagt:

          Die Abstimmungsempfehlungen von Blocher sind mir herzlich egal und ich bin auch in der Lage Sinn und Nutzen einer Initiative zu erkenne OHNE das ich vorher an x-tausend Plakaten vorbeigelaufen sind. Kein einziges erfolgreiches Einwanderungsland auf diesem Planeten kennt eine ungefilterte und unlimitierte Zuwanderungsregel wie die Schweiz. Weshalb sollte das was in den USA, Neuseeland, Kanada oder Australien funktioniert und sich bewährt hat, das Ende und den Untergang der Schweiz bedeuten? Weshalb sollte das ganze Wachstum und die Prosperität auf diesem Kontinent sich auf ein paar wenige gut regierte Enklaven konzentrieren? Wäre es nicht nützlicher unsere Modell der Regierungsführung von anderen Regionen kopiert wird, damit dort das Leben auch besser wird?

  4. wolfgang eisenbeiss sagt:

    Etwas vergessen die Gegner von Ecopop: Die Lohnschere wird sich ohne Ecopop weiter öffnen: der oberste Lohnsektor wird weiter zulegen, die grosse Mittelschicht bleibt auf ihren Löhnen stehen. Hier wird eben Wachstum mit Aufblähung verwechselt. Auch hat die Mittelschicht unter den bereits vergessenen Kollateralschäden (Staus überall etc) am meisten zu leiden. Die Gier der obersten Klasse erwähnt diese Schäden überhaupt nicht mehr, sie sieht nur noch ihr MEHR. So fahren wir mit diesem System die Wirtschaft an die Wand und soziale Spannungen treten in den Vordergrund. Unglaublich, wie Mittelständler mit einem nein sich derarft ins eigene bein schiessen können. Deshalb Ecopop JA.

    • Klaus M. sagt:

      obwohl ich ecopop durchaus als eine art korrigierendes sand im getriebe des neoliberalismus beurteile, finde ich es naiv anzunehmen, dadurch würde die lohnschere kleiner. immerhin dürften ein grosser teil der ecopop-befürworter svp-wähler sein, und die scheuen jeglichen eingriff in den freien lohnmarkt wie der teufel das weihwasser. geringverdiener sind gar unter dem generalverdacht des faul-seins, dass sie dem staat nichts bringen oder bloss kosten. nee, so einfach ists dann doch nicht.

  5. Thomas Meier sagt:

    Mit der Masseneinwanderung ist es wie mit dem physikalischen Gesetz der kommunizierenden Röhren. Sie wird ganz genau solange anhalten, bis der Lebensstandard in der Schweiz auf denjenigen des europäischen Umlandes gesunken ist.

    • Klaus M. sagt:

      dasselbe physikalische gesetz der kommunizierenden röhren müsste ja dann auch dazu führen, dass die nachbarn von ikea-kamprad oder milch-müller oder ems-blocher stinkreich werden. davon habe ich noch nichts gehört.

      • Thomas Meier sagt:

        Im Gegensatz zur Schweiz und der EU besteht zwischen den Vorgärten von Herrn Kamprad und seinem Nachbaren keine Personenfreizügigkeit, und auch kein Schengen, sondern eine hohe Hecke.

    • will williamson sagt:

      Danke für die Unterstützung! Diese These vertrete ich schon seit ein paar Jahren. Angesichts der Grössenverhältnisse sinkt das schweizerische Niveau relativ stark ohne dass dasjenige in der EU merklich ansteigt.

  6. Thomas H. sagt:

    Die Stärke der Schweizer ist das Qualitätsdenken. Auf allen Ebenen: Der Pöstler bringt die Post zuverlässig. Der Ingenieur baut Qualität. Der ETH-Professor gewinnt den Turing-Award. Die Schweiz hat nicht Rohstoffe oder Meerzugang sondern kluge Leute. Deswegen müssen wir – wie Australien, Kanada oder Neuseeland – die Zuwanderung mit einem Punktesystem steuern. Es sollen überwiegend kluge Ausländer einwandern. Damit die Schweizer Politiker beginnen über ein Punktesystem zu sprechen braucht es ECOPOP.

    • Klaus M. sagt:

      die mehrheit der heute zuwandernden sind ja hochqualifzierte.
      was wollen sie denn überhaupt ändern?

      • Roman Leber sagt:

        Von wegen die Mehrheit sind Hochqualifizierte, es sei denn Sie bezeichnen “Fachkräfte” als hochqualifiziert. Fachkräfte sind gelernte Briefträger, Logistiker, Bäcker, Pflegefachleute, etc. Alle sind wichtig und werden gebraucht, können aber auch im Inland ausgebildet werden. Es braucht dafür keine seltenen Talente, die zwingend importiert werden müssen…

  7. Peter Maier sagt:

    mit der EU entsteht ein historisches Gebilde: notwendig um Wohlstand in Europa zu verteidigen, befähigt um Globalisierung und kapitalistische Auswüchse in die Schranken zu weisen, konfrontiert immer wieder mit nationalistischen Tendenzen.

    Die Eidgenossen bleiben außen vor, ein dumpfes Gefühl des Unbehagens beschleicht viele, man spürt mehr und mehr, dass man nicht mehr zu Europa gehört.

    Die zu erwartende Reaktion: Chauvinismus und Ablehnung jener, mit denen man eigentlich gute Beziehungen pflegen sollte.

    Wenn das mal gut geht….

    • Klaus M. sagt:

      Maier, schöne Story. Weshalb wird dann in praktisch allen Ländern der EU gegen die EU und für mehr Autonomie demonstriert?
      Mh?

      • Peter Maier sagt:

        Wird es das? Welche Demonstrationen meinen sie? Nein, bei den letzten EU Wahlen wurden mit grosser Mehrheit europafreundliche Parteien gewählt, dass es dennoch Diskussionen und unterschiedliche Meinungen gibt ist legitim.

        Diese Wahrheit kommt in CH nicht gut an, und nein wir werden nicht von allen beneidet…

    • Küble Kurt sagt:

      Nehme an Sie meinten Wohlstand für wenige Bürger der EU. Und die Gewinner hocken Auch in der EU und haben KEIN Interesse die kapitalistischen Auswüchse zu ändern. Die Eidgenossen sind nicht außen vor, sie haben zur Zeit nur den schlechtesten BR aller Zeiten. Sie sollten dringend in ihre gelobte EU auswandern. Nur da werden sie glücklich werden.

  8. Martina Kunz sagt:

    Der EWR Vertrag wurde vor über 20 Jahren hauptsächlich wegen der Personenfreizügigkeit abgelehnt. Nun hat sie der Bundesrat doch durchsetzen können und die schon damals befürchteten Folgen treten nun langsam aber sicher ein. Warum sollte die unbeschränkte Personenfreizügigkeit nun plötzlich gut sein, wenn sich Europa schon seit über 100 Jahren damit schwer tut? Die Folgen waren ja so etwas von absehbar. Man muss wohl Akademiker sein, um sie nicht zu verstehen.

  9. peter sagt:

    Die Globalisierungsskepsis wächst quer durch Europa.
    Und die Wut auf die Profiteure, die der Bevölkerung nicht mal mehr Brosamen lassen wie früher.
    Wir Schweizer sind bei diesem Thema ganz Europäer.
    Man könnte sogar die These wagen: Es ist ein Thema, welches Schweizer und den Rest von Europa (das Fussvolk, nicht die Elite) näherbringt. Frei nach Engels und Marx: Proletarier aller Länder, vereinigt euch.

  10. Mario Bernhard sagt:

    Wo findet man die Datengrundlage dieser Studie? Herzlichen Dank

  11. kurt v. sagt:

    Bsp. aus dem realen leben: wohne in thalwil. Es gab so etwas wie einen “kleinen kern”. Man konnte am abend ins pub, jemand war immer da fuer ein bier, etwas plaudern. Heute: alle weg, rausgespuehlt wegen jobverlust oder zu hohen mieten. Dafuer hoert man viele fremdsprachen. Irgend ein kern: forget it. Wenn das die CH ist die wir wollen… dann stimmt nur nein. Mein JA ist jedenfalls sicher.

    • hannah sagt:

      kurt, wahrscheinlich haben sie zuvor für markt (jobverlust durch tieflöhne) und weniger staat (weniger lex koller, mehr ausländische investoren auf dem immobilienmarkt) etc gestimmt. mir fehlt mehr denn je das mitleid mit solchen akteuren, die den ast selbst absägen, auf welchem sie sitzen. natürlich hat manch einer gedacht, er könne noch schnell profit einfahren, aber jetzt ists halt schief gegangen. die bösen ausländer.

  12. Thomas Meier sagt:

    Die PFZ ist nichts anderes als die Fortführung des Allmende-Raubs. Ziel ist es, die natürlichen Ressourcen pro Bürger durch Massenzuwanderung immer weiter zu verknappen, dass den breiten Massen nichts anderes übrig bleibt als ein mehr oder weniger rechtloses Angestelltendasein und Wohnen in einer Hühnerbatterie. Eine derart bürgerfeindliche Entwicklung kann nur durchgesetzt werden mit üblen Tricks (dh Fehlprognosen vor Abstimmungen), fortgesetzter Ignoranz des Volkswillens, und massivem Propagandaeinsatz in den Massenmedien (Beschimpfung der Gegner als Fremdenfeinde, Schönreden der Naturzerstörung, Unterschlagen der wahren Kosten beim Infrastrukturausbau usw).

    • markus. m sagt:

      Im Zusammenhang der Betrachtung der Allmende-Ressourcen ist die Arbeit von Elinor Ostrom intererssant: Die Verfassung der Allmende, 1990. Sie zeigt schön auf, dass die Aneignung von Allmendressourcen scheitert, wenn u.a. unlimitierte Aneigner sich aus den Ressourcen bedienen. Sie zeigt auch auf, wie die alternativen Lösungen, ‘mehr Staat’ oder ‘mehr Privaitiserung’ meist kein Ausweg aus dem Dilemma sind.
      Der Rassismusvorwurf gegenüber den Ecopop-Befürwortern ist zudem auch absolut an den Haaren herbeigezogen: Einerseits gehts ja nicht um Rassen. Und andererseits operiert Ecopop genauso wie die Schweiz heute mit der Beschränkung der Einwanderung. Das ist ja nicht eine Erfindung von Ecopop, sondern des aktuellen Systems: Welcher Afrikaner darf heute schon einfach Einwandern in die Schweiz? Gar ohne Arbeit? Eben.

    • Hansli sagt:

      @Meier Die Prognosen über die Einwanderung war komplett daneben. Das Unternehmertum in der CH wurde massiv unterschätzt. Hätte man bei Überschreiten der Einwanderung mit planwirtschaftlichen Methoden eingreifen müssen? Wie Verbot von Investitionen, Verbot bei der Entwicklung neuer Produkte, Verbote von Neugründungen? Die CH Unternehmen haben in ungeahnten Ausmass von den Bilateralen profitiert und hier wurden 600’000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die wurde bereits vor der PFZ zerstört, das haben wir ganz alleine vollbracht. Mit mithilfe von geschätzten 90% der ECOPOP-Befürworter (siehe der Ja- Anteil bei den SVP-Wählern), die sonst zu jeder Naturzerstörung ja sagen.

      • peter sagt:

        vor 5-10 jahren wurde noch wahlkampf gemacht mit der forderung ‘mehr arbeitsplätze’. arbeitsplatzschaffer, das höchste der gefühle. es waren, ums konkret zu benennen, die svp und die fdp, die diese politik forciert haben. und nun haben wir halt die vielen arbeitsplätze erhalten. toll, oder? so wars doch gewollt?

      • Jack White sagt:

        Hansli: Sie sollten schon die richtigen Fakten sagen. Die Schweiz hat 20% mehr von Europa importiert als exportiert. Darum meine Gretchenfrage: Wer hat mehr profitiert, die EU oder die Schweiz?
        Fakt ist, dass in den letzten 7 Jahren in Europa 50 % der privaten Unternehmungen in Liquidation gegangen sind sprich pleite und die Arbeitslosenzahlen dementsprechend gestiegen sind. Ja was sollen denn die Arbeitslosen machen? Sie gehen dorthin wo es Arbeit gibt. Und wenn erst noch der Euro kollapst was immer mehr moeglich ist, ja dann gibt es nur noch Arbeitslose in der EU. Was meinen Sie Hansli wohin wollen all diese Arbeitslosen hin?

  13. Claudio sagt:

    Nach der Auswertung der zweiten GfS Umfrage wird es zum Glück vermutlich dreimal NEIN geben – mit einer Fehlertoleranz von 4.3% wird ECOFLOP auf 34% Ja kommen, GOLDFLOP auf 31% Ja und die Pauschalsteuer auf 40% Ja-Stimmen.
    Dieses Modell hat schon in 51 Abstimmungsvorlagen seit 2008 mit einer Abweichung von 4.3% immer den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Quelle Politblog 50plus1.ch Oliver Strijbis
    Da kann man ja am 1. Dezember das Unwort des Jahres “Ecopop” dann genüsslich auf den Müllhaufen der Geschichte werfen, die SNB kann beruhigt wieder ihrem Tagesgeschäft nachgehen und Bernie Ecclestone wird Gstaad auch noch eine Weile erhalten bleiben!

    • tanner sagt:

      vielleicht erwachen sie dann auch noch aus ihren träumen…wer nur noch ein wenig restverstand hat wird ecopop annehmen. ausser man ist obrigkeitshörig und lässt sich gerne weiter über den tisch ziehen.

      • Marcel sagt:

        Tanner: Wir werden ja sicher am 30.11. oder 1.12. nochmals drüber diskutieren – und dann werden wir ja sehen, wer aus seinen Träumen aufwachen muss. Ich würde jetzt mal behaupten, dass wir ein ganz harter Sonntag für Sie Herr Tanner – fertig mit all Ihren Zahlenspielereien — der Ecoflop Traum ausgeträumt…

  14. Rorf Weber sagt:

    Ich werde NEIN zu Ecopop stimmen. Denn es löst nicht das dringendste Problem, nämlich die massenhafte Asylzuwanderung unqualifizierter Leute von ausserhalb der EU, namentlich Afrika und Nahost in unser Sozialsystem. Ich will keine Ruinierung unserer Sozialwerke sowie keine Afrikanisierung und keine Islamisierung der Schweiz. Um das zu bekämpfen braucht es andere Lösungen. Die Grenzen müssen überwacht werden. Flüchtlinge, die z.B. in Italien nicht registriert sind, werden nicht mehr reingelassen. Wenn nötig auch die Kündigung des EGMR und die Schweiz muss so unattraktiv wie möglich gemacht werden. Kein Familiennachzug, keine Sozialhilfegelder. Nur noch Nothilfe.

    • pedro domletschg sagt:

      das eine tun, und das andere nicht lassen! heisst die devise.

    • Dieter Sprenger sagt:

      Zu dem von ihnen angesprochenen Problemen im Asylbereich hat die Ecopop Initiative keinen Einfluss , da es sich um die gesamte Zuwanderung handelt . Zum Asylbereich gab es bereits schon einige andere Initiativen und evtl. kommen später wieder neue dazu . Trotzdem würde ich bei Ecopop zustimmen , da es sich insgesamt um die Reduktion der bisher überproportionalen jährlichen Zuwanderung von rund 80`000 bis 100`000 Personen handelt . Vor der Abstimmung zur PFZ wurde von ca. 8`000 bis 10`000 jährlichen Zuwanderungen gesprochen , nun ist es das zehnfache . Mit Ecopop wären es jährlich immerhin noch ca. 16`000 Zuwanderer . Die Frage ist wollen wir unsere persönlichen Freiheiten und Platzansprüche zu Gunsten weiterer hoher Zuwanderung noch mehr Einschränken oder nicht ? Leider wird diese Initiative vorab von einigen links-grünen Gegnern auf Grund fehlender sachlicher Gegenargumente zu Unrecht als Fremdenfeindlich bezeichnet . Wirtschaft und Industrie hingegen weisen immerhin noch bessere Gegenargumente auf , doch auch nur aus reinem Eigennutz und Profit !

  15. maurer sagt:

    Unverständlich, dabei ist doch Europa so gut drauf. Jetzt braucht es 20 ausländische Fachexperten um das Warum zu beantworten.

  16. Hansli sagt:

    Ich habe eher das Gefühl, viele haben absolut keine Ahnung, wie viel wir von der Globalisierung profitieren. Ein ECOPOP Ja und damit eine zünftige Rezession mit einer noch nie dagewesener Arbeitslosigkeit, würde da einigen die Augen öffnen. Das würde uns direkt in die EU führen. Zerstört ist jedoch schnell, den Wohlstand wieder Aufbauen wird dann wesentlich länger dauern.

    • Claudio sagt:

      Hansli: Wie recht Sie doch haben, aber ein Volk, dessen Hauptproblem mittlerweile etwas Dichtestress sind, verdient es gar nicht anders als wirtschaftlich abzusteigen. Wir werden es ja nächsten Sonntag sehen, ob die Ecopopler die Mehrheit stellen werden – falls ja, mag ich jedem Ecopopler seine wohlverdiente Arbeitslosigkeit von Herzen gönnen – nur die Nein Stimmer tun mir leid.
      Aber ich glaube immer noch an eine Urvernunft der Schweizer, mit der wir diese dumme Iniatiative bodigen können.

      • Dieter sagt:

        Reine Angstmacherei von seiten der Ecopop Gegner ! Niemals kann sich auf längere Zeit unserer Wirtschaft entgegen und trotz allgemein schwindender Ressourcen nur dank einer starken Zuwanderung endlos künstlich aufblähen ! Dadurch wird der Sturz in die Tiefe früher oder später umso grösser werden . Folglich wer kurzfristig denkt stimmt Nein zur Ecopop , hingegen wer langfristig weiter denkt stimmt Ja zur Ecopop . Was mag nun wohl vernünftiger sein ?

      • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

        Im Prinzip ist das Ende der Fahnenstange erst erreicht, wenn die Rechtsgrundlagen des Schweizers Politikbetriebes den Normen der Internationalen Gemeinschaft entsprechen. Also auch bei ECOPOP Nein ist die Zitterpartie nicht ausgestanden.
        Unterdessen vertieft die EU ihre Politik der Abgrenzung von Dumpingimporten aus nicht EU Staaten.
        Das steht mit der Landesrecht vor Völkerrecht Initiative die Vertragsfähigkeit der Schweiz auf dem Spiel, da ist die PFZ immer noch nicht verhandelbar und die Zustimmung zu den Rahmenverträgen bewegt sich bei traurigen 15 – 20 %.
        Und immer wieder drohen Durchsetzungsinitiativen und anderes, um die abgeschlossenen Verträge zu torpedieren.
        ei Ja zu ECOPOP wird die Guillotineklausel bereits 2015 in Gang gesetzt, bei Nein spätestens 2017, wenn die PFZ für Kroatien endgültig nicht unterschrieben werden kann.
        Und mit dieser Lachnummer von Verfassung, ohne irgendwelche Rechtskontrolle, ist die Schweiz auch nicht in 20 Jahren
        EU fähig.

    • Frank Meier sagt:

      Ganz schön düster, Ihre Vision. Allerdings nützt das den jungen und älteren Arlbeitslosen auch nichts – sie haben schon jetzt nichts mehr davon. Gehen Sie doch mal ins Tessin oder nach Basel – nur noch virtuelle Gesellschaften;immer mehr Leute, die Abends nicht mehr da sind und/oder nach 2 – 3 Jahren das Land, zwecks Karriereförderung, eh wieder verlassen. Integration = Null; Chancen für Schweizer im eigenen Land einen Job zu finden = immer geringer. Aber die Preise durch Kartelle hochhalten. Was soll daran gut sein ?

      • Hansli sagt:

        @Meier Die Chancen einen Job zu finden ist weltweit nirgends so hoch wie in der CH. Wer bei an die 600’000 neuen Jobs in den letzten Jahren keinen findet, der wird nie einen finden. Mir absolut unbegreiflich wie man da keinen Job finden kann.(Ausser man ist IV-Bezüger, oder hat einen Job ausgeübt, der ins Ausland verlagert wurde). Zwecks Karriere von Land zu Land zu hüpfen ist doch absolut normal. Da wo ich arbeite ist die Nationalität der Leute egal, genauso ist den Leuten egal in welches Land sie ziehen. Da ist die Attraktivität des Arbeitsortes und die Aufgabe wichtig.

    • Andy Meier sagt:

      Sehe ich auch so. Wer nicht hören will muss fühlen, leider.

    • markus m. sagt:

      Hansli, ich bin überzeugt, etliche profitieren ganz gut von der Globalisierung. Aber etliche eben auch nicht. Es läge an den Profiteuren, ihre Gewinne mit den Verlieren zu teilen. Weshalb sonst sollten die Globaliisierungsverlierer weiter ja zur Globalisierung sagen? Die sind doch nicht blöd. Und ‘dummerweise’ leben wir in einer Demokratie, da hat die Bevölkerung auch noch was zu sagen…

      • Hansli sagt:

        @markus m. Hätten zudem die “Verlierer” früher nicht immer jedem Sozialabbau zugestimmt, hätten wir auch eine sozialerer CH. Bei diesen Abstimmungen war ich jeweils bei den Verlierern. Das ist mein Beitrag zur sozialen CH. Ich selbst profitiere massiv von der Globalisierung. Zur Arbeitslosigkeit wie in den 90’er will ich nicht zurück.

    • Leimgruber sagt:

      @Hansli : Wissen sie wer von der massiven Zuwanderung profitiert , vor allem die Wirtschaft. Vor der PFZ ging es uns besser, tiefe Mieten und KRK-Prämien und gute Löhne, heute ist es umgekehrt. Durch diesen übertriebenen Wohlstand sind wir auf dem besten unser Land zu zerstören,wo bleibt da die Lebensqualität ? Ich glaube sie haben keine Ahnung was da auf uns zukommt ?

      • Hansli sagt:

        @Leimgruber Reden Sie bitte nicht von uns. Ich viele Freunde und Bekannte waren in den 90’er Arbeitslos. Die Löhne sind seitdem gestiegen. Kannte Leute die in den 90’er Lohnkürzungen bis zu 30% hinnehmen mussten, weil Unternehmen der Pleite vorbeischrammten. Ich kann Ihnen versichern, dass meine Lebensqualität oder der meines Freundes- und Bekanntenkreises massiv verbessert hat. Ich kann am Wohlstand nichts Ungutes erkennen.

        • S. Ness sagt:

          Dann verallgemeinern Sie doch ebenfalls bitte nicht. Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz nicht wesentlich geringer als im konkurrenzfähigen Ausland; berücksichtigt man dann noch Leute in speziellen Arbeitslosenprogrammen, welche dadurch aus der Statistik fallen, ist die Quote noch höher. Zudem: Wer keinen Job mehr hat, weil er halt 55 geworden ist und nicht mehr erwünscht ist, der kann auch nichts dafür. Vielleicht müsste auch mal ein Vorwurf an unser sonst immer so hochgelobtes Unternehmertum gemacht werden; wie unsozial ist es denn, Landsleuten wegen ihrem Alter einen Job zu verwehren? Es braucht von mehreren Seiten in diesem Land mehr Gemeinsinn und weniger Profitstreben. Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, nicht dem Geld.

    • Martina Kunz sagt:

      @Hansli: Da haben die Ecopop-Initianten wohl Böses vor mit der CH. Ich habe ebenfalls absolut keine Ahnung, wieviel wir von der Globalisierung profitieren. Warum ein JA in eine Rezession führen würde ist mir genauso unklar wie die noch nie dagewesene Arbeitslosigkeit. Für mich sind das einfach nur unbewiesene Behauptungen. Die Folgen der Einwanderung sind stattdessen real und täglich sichtbar. Wo bleiben die Argumente der Gegner? Oder bleibt es bei der Angstmacherei – ohne nachvollziehbare Argumente?

  17. bert hermann sagt:

    Asyl-/Flüchtlingsprobleme sind kein EU-Problem sondern internationale Probleme und von der gesamtem
    Staatengemeinschaft zu lösen. Es ist erbärmlich wenn ein reiches Land wie die Schweiz Menschen
    ohne Tageslicht unterirdisch unterbringt. Alle CH-Abstimmungsiniativen sind immer extrem. Dies ist bei
    Ecopop, bei Einheitskrankenkasse u.a. so. Statt mit den Nachbarn über verhandelbare Dinge zu reden, will
    man immer das extrem. Bei Ecopop wird es so sein, dass bei Beschränkung der Zuwanderung von
    Arbeitskräften, die Asylbewerber sich vervielfachen. Na, Danke!

    • Mike Müller sagt:

      Wo wollen Sie denn all die Asylbewerber unterbringen? Etwa im Hotel? Reicht es nicht, dass man in gewissen Gemeinden, zum Beispiel im Kanton Schwyz, alte Leute aus dem Haus wirft, damit Asylbewerber einziehen können? Und was machen Sie in Gemeinden der “reichen” Schweiz, die fast kein Steuereinkommen generieren und damit kein Budget für Asylbewerber haben? Die Steuern um 100 Prozent erhöhen? Niemand soll in einem Bunker übernachten müssen, aber so etwas ist immer noch besser, als im Heimatland vor einem Krieg flüchten zu müssen. Und wenn Sie diese Probleme schon international lösen wollen, müssten Sie eigentlich dafür einstehen, dass auch andere Länder ihre Pflichten wahrnehmen, statt nur auf der Schweiz rumzuhacken.

    • Hans Ernst sagt:

      Klar bei Ecopop bleiben am Schluss nur noch Asylbewerber, die zuwandern dürfen, für die reicht es teilweise gerade noch. In der Folge wird der Anteil an ausgebildeten und arbeitsfähigen Menschen in der Schweiz massiv sinken. Fachkräfte wandern ab und werden durch Asylbewerber ersetzt!
      Die Folgen davon: Es mangelt an Personal überall. Viele Dienstleistungen werden deshalb so teuer, dass sie sich der Bürger nicht mehr leisten kann. Es gibt starke Inflation. Steuereinnahmen und Rentenbeiträge gehen zurück, so dass das Rentenalter 75 Realität wird. Ausserdem sinkt das Lohnniveau, weil der immer grössere Anteil an unausgebildeten Menschen nur schlecht bezahlte Arbeit ausführen kann. Die Schweiz wird all die unangenehmen Folgen einer schnell alternder Gesellschaft und stark schrumpfenden Wirtschaft erleben.

      • Martina Kunz sagt:

        Passen Sie auf: nicht alle verstehen Ihren Sarkasmus. Meiner Meinung ist es zwar offensichtlich, dass ihr Kommentar nicht ernst gemeint ist. Sie hätten aber am Ende schon darauf hinweisen sollen – denn wie gesagt, nicht jeder merkt es und glaubt es am Ende noch tatsächlich.

        • Hans Ernst sagt:

          Kein Sarkasmus: Ecopop führt zu einer Verschiebung der Einwohner von den Ausgebildeten zu den Unausgebildeten, weil die Zuwanderungsquote nicht mal der Zahl der Flüchtlinge entspricht, die man aufnimmt. Ausgebildete verlassen immer die Schweiz und da die Zuwachs-Quote nicht mal für die Flüchtlinge reicht, müssen deren freiwerdene Plätze für Flüchtlinge reserviert werden. Dann kommen dazu noch Schweizer, die zurückkehren, weil sie ihre Pension in der Heimat verbringen wollen oder weil sie im Ausland verarmt sind und die Schweiz noch die letzte Chance ist usw. Kurz der Anteil der arbeitenden Bevölkerung und derer die gute Verdienste erzielt wird Jahr um Jahr zurückgehen und die Schweiz wird immer ärmer.

          Das alles weil Ecopop eine ultra-extreme Initiative ist. Bei ihr geht es nicht um eine vernünftige Begrenzung der Zuwanderung, sondern um Kahlschlag. Im liebsten machten die Initianten von Ecopop aus der Schweiz wohl einen grossen Ballenberg, in der man so arm lebt wie zu Gotthelfs Zeiten. Alles ernst gemeint übrigens!

          • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

            Sehen sie denn nicht dass die Rezepte auf alle diese Probleme schon in der Schublade sind? Mit der Helikopterinitiative und der Kündigung von Schengen/Dublin wird die Grenze wieder verteidigt wie anno 30 gegen die Juden, diesmal aber gegen Asylanten.Um das Rechtlich abzusichern wird die EMRKV gekündigt, schon können wir uns der ebenfalls des Familiennachzuges entledigen.Auch der der Auslandschweizer.Hätten sie doch Schweizer geheiratet
            Nur schade für die Schweiz, dass dieser Schuss durch beide Knie ungesehen in den Hinterkopf trifft.
            Wenn am 30. November ein ECOPOP Ja eingelegt wird, kommt in der Woche darauf die große Packung.
            Und dann fröhliche Weihnachten. Die entsprechenden Weichen wurden in der EU schon gestellt.

  18. Eisenring Markus sagt:

    Falls es zutrifft, dass die Mehrheit der Ecopop-Anhänger nicht fremdenfeindlich gesinnt ist, lässt sich deren Zuwanderungs-skeptische Haltung doch nur damit erklären, dass die Früchte des Wirtschaftswachstums seit der Einführung der PFZ den Schweizer Mittelstand kaum erreicht haben. Die zentrale Frage ist nicht, ob das Bruttosozialprodukt wächst, sondern wie es verteilt wird. Zudem misst das BIP so ziemlich alles – ausser das, was das Leben lebenswert macht! Die wachstumskritische Haltung der Ecopop-Initiative teile ich. Deren „Therapievorschlag“ greift hingegen viel zu kurz. Mit der von Ecopop geforderten massiven Beschränkung der Zuwanderung dürfte das Wirtschaftswachstum zwar in der Tat reduziert werden. Wer aber glaubt, der nun kleinere Kuchen würde deswegen gerechter verteilt werden, verkennt das Wesen des Kapitalismus vollkommen. Das Gegenteil wird eintreten, die Arbeitslosigkeit unter den Schweizern wird zunehmen und das soziale Klima deutlich rauer werden.

    • Sacha Meier sagt:

      Werter Herr Eisenring, wozu braucht es im real existierenden Neofeudalismus noch einen Mittelstand? Kurz über lang wird der ausgerottet werden – wie in jedem Feudalsystem. Die Klassengesellschaft (Fussvolk, Vasallen, Systemgeldadel) ist bereits voll im Aufbau begriffen. Übrigens ist es völlig egal, wie das Volk abstimmt. Ein einmal errichtetes Feudalsystem können Sie nicht an der Urne beseitigen. So brauchte ein gewisser Herr Dr. Josephe-Ignace Guillotin 1793 schweres Gerät, um den damaligen Systemgeldadel von seinen mühsam zusammengerafften Vermögen zu trennen. Heute wäre ein solch barbarisch-terroristisches Vorgehen undenkbar. Dafür sorgen schon unsere Geheimdienste mit der lückenlosen und vollautomatisierten Kommunikationsüberwachung der Bürger. Auch Louis XVI. hätte das Jahr 1793 mitsamt seinem Kopf überleben können, hätte er schon damals die heutigen technischen Überwachungsmöglichkeiten gehabt.

    • markus. m sagt:

      Markus, das Klima wird in praktisch allen Ländern von Europa härter, sogar auf der ganzen Welt. Da tun sich auch Chancen auf, den unterdessen recht totalitären Neoliberalismus zu entsorgen. Seit der Kapitalismus kein Gegenüber mehr hat (etwa im Ostblock), hat er jegliche Zurückhaltung abgelegt und agiert gieriger denn je. Insofern mag Ecopop nicht die am besten formulierte Initiative sein, aber es ist die einzige Alternative, die wir zum Status Quo haben. Strategisch gesehen liegt da ein Ja allemal drin. Würde von unserer Elite eh nicht umgesetzt werden, falls ein Ja das Resultat wäre.

  19. Markus Schneider sagt:

    Jeder, der Augen im Kopf hat und sich in den verstädterten Gebieten der Europafreudne umsieht kann nur eines wollen – dass es seiner Gegend nicht ebenso geht. Mit Angst hat das gar nichts zu tun, sondern bloss mit gesundem Menschenverstand, denn wirklich weise ist, wer aus den Fehlern der anderen lernt. Zürich ist definitiv kein Vorbild, weder städtebaulich, noch finanzpolitisch.

    • marcel müller sagt:

      Die Stadt Zürich ist in kurzer Zeit pleite. Das soll für die CH ein Vorbild sein ? Nein, eine Entwicklung der Stadt Zürich für die ganze Schweiz ist wirklich kein erstrebenswertes Ziel für unser schönes Land

  20. Igor Deffendi sagt:

    “Bei den Gemeinden ab 1000 Einwohnern zeigt die Seeländer Gemeinde Worben BE den radikalsten Wandel. Woher kommt dort die Angst?” Schon diese Grundannahme ist herabstufend: Ist jemand gegen Einwanderung, so kann das gemäss Verfasser ausschliesslich durch (irrationale) Angst begründet werden. Dass es Einwanderungsskeptiker oder Gegner geben kann welche ihre Haltung sachlich begründen können wird a priori einfach ausgeschlossen. Diese Haltung wird den Schöngeistern in der Schweizer Elite noch ein böses Erwachen bescheren.

    • markus. m sagt:

      finde auch, dass dieses ‘Angst’-Geschwafel zu kurz greift. Es ist eine rationale Entscheidung. Da sehe ich unterdessen mehr Ängste beim Establishment, das den Widerspruch des Volkes nicht nachvollziehen kann.

  21. Louis Odermatt sagt:

    Gruezi

    Die Kartenlegende und zum Teil die Karte haben einen eklatanten Fehler: Plus und Minus sind zwischen Karte und Legende vertauscht. Und das führt zu Unsicherheiten: Ich bin nicht überzeugt, dass im Kanton Schwyz zB. in der Gemeinde von Unteriberg, wo die SVP etwa 60 -70% Zustimmung hat tiefblau, also EU-zugewandt ist. Das sollte doch einmal schnell und gründlich geprüft werden!
    Danke
    Freundlicher Gruss
    L. Odermatt

  22. Jack White sagt:

    Selbst Nicholas Sarkozy – einer der sich stark fuer den Lissabon Vertrag eingesetzt hatte – spricht heute schon fuer einen Ausstieg aus der EU und die SP Schweiz hat immer noch in ihrem Parteiprogramm den moeglichst schnellsten EU Beitritt. Eine solche Partei ist nicht mur unglaubwuerdig geworden, sondern eine Gefahr fuer das Wohl der Schweiz. Ich frage mich nur was die Gruende sind warum die SP Schweiz gegen die Goldinitiative ist. Jedenfalls von Oekonomie verstehen sie nichts. Denn es ist ja klar wenn Billigstarbeitskraefte in die Schweiz kommen leidet zuerst die Arbeiterklasse und die Angestellten und das sind diejenige welche die SP vertreten sollte.

  23. Toni Inot sagt:

    Zuerst einmal folgendes, die Angst vor Europa wäre eine Angst vor sich selbst oder liegt die Schweiz etwa ausserhalb Europa? Die Schweizer wollten Reich sein und Sie haben es geschafft Dank den Europäer dies zu erreichen. Man kann nicht zuerst so einen Weg wählen weil man mit den Europäer das meiste Geld verdient und plötzlich aus den bestem Geldgeber einen Feind machen wenn man plötzlich auch etwas dafür geben muss. Zudem die Globalisierung betrifft nicht nur Schweiz, dies geschieht an jedem Ort wo es Arbeit gibt dass dort mehr Menschen angezogen werden. Trotzdem ist es verständlich dass Leute Angst haben aber sie haben es selber so gewollt wie alle anderen Gebieten auch die auf möglichst grossem Profit hin arbeiten wie die Schweiz.

    • R. Gysin sagt:

      “Wenn der Wind des Wandels Weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.” (Chinesisches Sprichwort)
      Die Zeit dreht sich nicht zurück. Wir müssen uns für eine zukunftsfähige Schweiz einsetzen. Nein zur Ecopopinitiative. Ja zu einer Schweiz, in der innovative Firmen ihren Standort haben und interessante Arbeitsplätze anbieten. Ja zu einem demokratischen und kompromissfähigen Gemeinwesen.

      • Gion Saram sagt:

        Leider besitze ich kein Bauland um darauf Windmühlen zu erstellen die vom Zuwanderungsstrom angetrieben werden. Meinen sie mit innovativen Firmen zum Beispiel die brasilianische CRVD die lieber ihr Hauptquartier am Genfersee etabliert hat als zuhause die Steuern abzuliefern die es bräuchte um die Umweltschäden des weltgrössten Eisenerzlieferanten CRVD zu reparieren? Oder meinen sie eher die ungarischen Romazuhälter die dank der günstigen Arbeitskraft ihrer minderjährigen Nichten in der Lage sind die Preise auf dem Zürcher Strich ins Bodenlose zu senken. Ja, Zuwanderung hat auch ihre guten Seiten, aber die Zuwanderung ohne Limiten der Wirtschaft zu überlassen beinhaltet auch massive Missbräuche zu akzeptieren. Was soll daran gut sein?

        • Eisenring Markus sagt:

          Herr Saram, Windmühlen statt Mauern bauen, würde bei der von der Ecopop-Initiative angesprochenen problematischen Entwicklung mit zu viel Zuwanderung bedeuten, dass man nach den wirklichen Ursachen des Problems und nach einer entsprechenden “Therapie” sucht. Diese Ursachen liegen in unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem, welches zwar immer mehr produziert (allerdings auch massenweise Schrott!), das daraus entstehende Einkommen aber, sowohl regional wie global, sehr ungerecht verteilt. Daran wird sich nicht das geringste ändern, wenn weniger Ausländer zu uns kommen. Das nationale Gesamteinkommen ist keine fixe Grösse, sodass nach Annahme der Ecopop-Initiative bisher arbeitslose Schweizern davon profitieren könnten. Es wird im Zuge der von Ecopop provozierten Rezession sinken und die Arbeitlosigkeit wird steigen.

          • Gion Saram sagt:

            Sind sie wirklich der Ansicht das es vor Erreichung des Endziels, nämlich der endgültigen Überwindung des Kapitalismus, sich nicht lohnt die kleineren Probleme, wie die grenzenlose Zuwanderung zu lösen? Sie mögen recht, haben, aber ich persönlich ziehe die realistischen den unrealistischen Zielen vor. Ecopop ist für mich die Handbremse die dem Kapitalismus aufzeigen wird, das auch wir Bewohner dieses Landes systemrelevant sind, nicht nur die Grossbanken mit vorwiegend ausländischen Aktionären. Die Art von Kapitalismus ist ein globales Problem, aber meine Stimmrecht reicht aber nicht über die nationalen Grenzen hinaus, deshalb möchte ich dort etwas bewegen und bewirken wo es mir aufgrund meiner Verfassungsmässigen Rechte auch möglich ist.

    • isabella jaller sagt:

      Das sehe ich nicht so. Die Schweiz ist nicht wegen Europa reich geworden. Da kann man das Beispiel – man wird reich wegen Europa – an Irland messen. Das hat nur sehr vage und einseitig geklappt. Bekannt ist auch, dass in der Schweiz wohnhafte Personen mehr und länger arbeiten, als viele Personen in anderen Europäischen Staaten und dass die Innovations- und Bildungskraft höher ist. Das hat absolut nichts mit Europa zu tun, sondern diese Energie kommt von der Schweiz selbst. Ich finde diese einseitige Haltung höchst unpassend. Europa hat die Schweiz auf keinen Fall reich gemacht…

  24. Ernst Rudolf sagt:

    Ist es nicht so, dass sich unsere Polit-Elite (das betrifft primär ALLE Parteinen) von den WählerInnen immer mehr entfernt und abgehoben dahin politisiert. Viele SP-Politiker sollten sich überlegen, ob sie nicht die direkte Demokratie, für die sie notabene lange gekämpft haben, abschaffen wollen, um bequem weiter zu wursteln, ohne auf des Volkes Stimme zu hören. Es sind auch ganz ganz viele SP-WählerInnen, die sich um gewisse Themen Sorge machen, die der Partei-Elite kaum passen). Und nicht zu vergessen ist doch, dass, dürften in andern Ländern der EU die Minderen (sprich gemein: Stimmvolk und Steuerzahler) echt mitbestimmen dürfen, die Ergebnisse noch “erschreckender” ausfallen würden als hier bei uns in der Schweiz. Elite will Volk nicht – so war das schon im Mittelalter, nur sagt es heute kein “Demokrat” mehr.

  25. Robert Herz sagt:

    Diese drei Vorlagen als Massstab zu nehmen ist in meinen Augen problematisch. Sie sprechen vordergründig andere Themen an. Wenn die “Ecopop”-Initiative stattdessen “Initiative zur Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU” heissen würde, dann würde auch deren Ergebnis anders aussehen.

    • Patrick Tanner sagt:

      Lieber Herr Herz, eigentlich wissen es alle, dass die Masseneinwanderungsinitiative niemals von Bundesbern umgesetzt wird, und falls wider Erwarten doch wird sie niemals zu einer Zuwanderungsreduktion führen, denn sie verlangt eine Zuwanderungskontingentierungen nach den Bedürfnissen der Wirtschaft. Das wäre, wie wenn man verlangen würde, ein Wolf solle Vegeterarier werden. Die Wirtschaft will immer so HOHE Kontingente WIE MÖGLICH. Es bleibt nur noch eine letzte Chance, die Zuwanderung zu reduzieren, nämlich ECOPOP JA bis 30.11.2014.

      • Josef sagt:

        Sie irren sich Herr Tanner. Die MEI wird wortwörtlich umgesetzt, man merkt es, wenn man sich ein bisschen dafür interssiert. Burkhalter macht einen ausgezeichneten Job, indem er versucht die MEI umzusetzen, ohne dass wir zuviele Nachteile erdulden müssen. Anzunehmen, die MEI werde nicht umgesetzt (es bleiben noch über 2 Jahre) und damit sein Stimmverhalten zu rechtfertigen, finde ich himmeltraurig.

      • markus. m sagt:

        Tanner, gut erkannt. Die MEI wird die Zuwanderung nicht bremsen. Weil weshalb sollte die Wirtschaft auf die billigen Arbeitskräfte verzichten? Das könnte sie ja heute bereits. MEI ist Augenwischerei, Marketing der Milliardärspartei, die die unzufriedenen Bürger irreführt.

        • Patrick Tanner sagt:

          Genau so ist es, lieber Markus. Die MEI der SVP wird niemals zu einer Zuwanderungsreduktion führen. Sie ist nichts mehr als ein Marketing-Trick, denn die SVP will das Zuwanderungsprolem auch zukünftig bewirtschaften können und gleichzeitig profitiert diese neoliberale Arbeitgeberartei von den massenhaft vielen billigen EU-Arbeitnehmern, um die Löhne zur Gewinnmaximierung drücken zu können und nicht teuer die schon Ansässigen teuer ausbilden lassen zu müssen. Wie lange lässt sich das Stimmvolk von allen Parteien inkl. der neoliberalen SVP belügen und manipulieren.

  26. Laurent Meier sagt:

    Ich lade den Wissenschaftler und Politgeograf Hermann sehr gerne in meine ehemalige Heimatstadt Biel/Bienne ein, dann kann er sich selber ein Bild davon machen, was die nicht existente Zuwanderung angerichtet hat. Praktisch mein gesamter Bekanntenkreis hat sich von Biel verabschiedet, jene die Kinder haben sowieso, Biel ist nur noch ein heruntergekommenes Ghetto, die einstige Zukunftsstadt ist der Schandfleck vom Seeland. Ich bin nicht erstaunt, dass im Seeland die Skepsis ggü der Zuwanderung gestiegen ist, jeder, der einen Fuss nach Biel gesetzt hat, will das ganz bestimmt nicht bei sich zuhause haben.

    • Bleiker Liliane sagt:

      Sehr geehrter Herr Meier!
      Ich kann Ihrem Kommentar nur beipflichten. Mein Lebenspartner ist Bieler und Schweizer muss man in Biel suchen.
      Ich finde es auch absolut erschreckend und ich mache mir grosse Sorgen um unser Land.
      Es grüsst Sie freundlich
      L. Bleiker

    • Patrick Renold sagt:

      Biel wird in Kuerze ueberall sein. War kuerzlich in Wil, das ist wie Biel
      .
      Patrick Renold

  27. John J Feller sagt:

    seit dem 9.2. hat man aus Bern nur Entscthuldigungen, Vorbehalte, dumme Erklaerungen, Panikmache, ja sogar Drohungen vernommen. Alles Negativ nur kein Verestaendnis oder gar Action. Didier reist als Bundespraesident in seinem “Nebenamt”
    um die Welt palavert und verdeckt.
    Diese Entwicklung ist kein Wunder, das sage ich als Freund unserer Nachbarlaender allerdings als Gegener der EU.

  28. Christian sagt:

    Herr Hermann ist nicht Teil der Lösung, er ist Teil des Problems.
    Immer mehr Leute erkennen, dass es so nicht weiter gehen kann. Am meisten enttäuschen mich die Linken, erst wollten sie jahrelang die Umwelt retten und predigten Nachhaltigkeit und jetzt spielt alles keine Rolle mehr.

    • markus. m sagt:

      Christian, die Rechten sind auch selber Schuld. Sie haben sich konsequent gegen alle Lösungen gestellt, die die Linken gegen Lohndrückerei, Dumpinglöhne etc präsentiert haben. Nun haben die Rechten mehr Markt und weniger Staat, tiefere Löhne und Leistungsabbau für den Schweizer MIttelstand, also bitte nicht jammern.

  29. Henri Muller sagt:

    Ich bin 50 Jahre alt. Seit über 20 Jahren erlebe ich eine Schweiz, die durch die Globalisierung vielfältiger und lebendiger geworden ist. Ich spreche 5 europäische Sprachen fliessend, mein kultureller und politischer Horizont hört schon lange nicht mehr an der Schweizergrenze auf (wie sich das für einen “richtigen Schweizer” gehört). So wie ich die Patrioten-Schweizer kenne, hört deren Unabhängigkeitsdenken auf, sobald es substantiell ans Portemonnaie geht (Hätte IT, FR und D ein höheres BiP/Kopf, wir wären schon längst in der EU). Es ist zunehmend beschämend, wie sehr ein Teil der Schweizer blind geworden ist für alles, was uns ausländische (bes. europäische) Kulturen und Menschen gebracht haben und ebenso blind dafür, dass Ausländer/-innen einen ungeheuren Beitrag an unseren Wohlstand und unsere kulturelle Vielfalt leisten. Zum Glück ist die Geld- und Profitgier dieser Scheinpatrioten so gross, dass sie sich auf dem Weg in die Isolatoin selber am meisten im Weg stehen werden. Man muss sich somit nicht weiter um sie kümmern. Die Ecopopler tun mir leid, selbst wenn ihre Initiative angenommen wird. Patrioten sollten heute für Europa kämpfen, nicht für die Schweiz. Aber das will hierzulande (noch) niemand hören, schon gar nicht in diesem Forum.

    • Walter Roth sagt:

      Tja, das ist ganauso ein Kommentar wie es hier zu erwarten war.
      Die Schweiz ist weit Europäischer wie jedes andere Land in Europa, wären wir das nicht, wir hätten schon vor 40 Jahren den Initiativen deines James Schwarzenbach zugestimmt.
      Wir haben mittlerweile um die 23% Ausländeranteil, weit mehr wie alle anderen, und dazu kommen noch etliche %-ente die wir eingebürgert haben, auch solche die nie Schweizer werden wollen, sondern nur vom Ruhestand bei ihnen zu Hause reden.

      Somit wären wir also faktisch bei sicher 30% Ausländeranteil…….

      Unseren Wohlstand haben wir ganz alleine uns selber geschaffen, und zwar mit unserer Unabhängigkeit, ……damit das wir keine Kriege führten, ….. wir uns 1849 eine überaus weitsichtige Bundesverfassung gaben und damit ……das wir aus unserer politischen und gesellschaftlichen Stabilität heraus mit allen Ländern Geschäfte machen können. Mit Ausländern hat das nicht sooo viel zu tun wie sie meinen, ausser man glaubt das das quantitative Wachstum nun die Lösung sei, während das qualitative Wachstum gerade durch diese Massenzuwanderung, klar hinter dem Mittel zurückgeblieben ist.

      Die freie Menge der Zuwanderung führt dazu ……das diese nur genutzt wird bis die Landesressourcen erschöpft sein werden, ….. dann geht’s zum nächsten Hotspot weiter. Denn diese Zuwandrer sind eben keine Schweizer die hier ihre Wurzeln haben und für unser Land gerade stehen werden wenns mal nicht mehr so gut läuft, nein eben nicht, sie wollen vor allem Profitieren. Solches Wachstum aber zerstört unser Land und unsere Gesellschaft.

      • Bleiker Liliane sagt:

        Bravo,ich bin absolut Ihrer Meinung Herr Roth!!

      • Oppliger Max sagt:

        Unsere wichtigste Ressource ist unser Geist und unsere Innovationskraft. Beide sind bei einigen Kommentatoren bereits heute aufgebraucht. ECOPOP nein, Innovation Ja.

      • Nationless Alexander sagt:

        Das ist eine alberne Annahme. Ausländer wie Schweizer sind auf Profit aus. Schweizer eher mehr da sie aus Ausländern profitieren wollen und stecken ziehen solche Ausländer an, ihnen es gleich zu tun. Das gibt kein Frieden sondern führt zum Unglück uns aller! Ich wette wenn in der Schweiz was passiert dann ziehen alle, auch Eidgenossen Leine sowie das eigene oder auch fremdes Geld ab. Hier sehe ich keine solidarische, brüderliche Nation. Wir sind nur eine Zweckgemeinschaft von fremden sich gegenseitig argwöhnisch und hasserfüllt blickenden Gestalten. Das Einzige was uns als Nation eingetrichtert wird, ist eine Willensnation welches Freiheit, Selbstbestimmung und Wohlstand auf Kosten Anderer ausnützen und verteidigen muss. Daher ist die Xenophobie so versteckt ausgeprägt, indem man hier aufgewachsene nicht erleichtert einbürgert und hierfür finanzielle Anforderungen am Höchsten stellt. Da geht es nur um Geld und Wohlstand! Ist das primitiv!

    • Tony Beglinger sagt:

      Besser kann man es nicht sagen, danke Herr Muller!

  30. Zurlauben sagt:

    Interessant ist die Statistik zur Erhöhung der Immobilienpreise. Die Mieten sind seit 2005 im Durchschnitt um 30% gewachsen – in den Städten somit wohl noch etwas mehr. Gleichzeitig sind die Löhne kaum gestiegen. Inwiefern profitiert also ein Inländer von der Zuwanderung?
    Die Ängste vor der Zuwanderung sind real und rational erklärbar. Es geht bei der Ecopop-Initiative nicht um Rassismus, sondern um die Verbesserung bzw. Beibehaltung der Lebensqualität der Inländer. Am meisten profitieren von einem Rückgang der Zuwanderung würde die untere Mittelschicht (keine weiteren Erhöhungen der Mieten, Verknappung des Angebots an Arbeitskräften -> führt zu höheren Löhnen). Und dies betrifft vor allem die Ausländer!

  31. Willi sagt:

    Das schweizer Stimmvolk bildet sich tatsächlich ein, es hätte ein Wahl. Natürlich kann man die Zuwanderung begrenzen, die Folgen auf dem Arbeitsmarkt werden aber spürbar sein. Deutschland (bis zur Ära Schröder) und Frankreich bis heute haben vorgemacht, welche Folgen ein unflexibler Arbeitsmarkt haben kann. Die Leidtragenden einer solchen Entscheidung wären weniger mobile Einwanderer, die überall in Europa arbeiten können wohin Unternehmen ihre Arbeitsplätze verlagern, sondern die schlecht ausgebildeten Stammtischhelden, die sich um den Fortbestand ihrer “Kultur” sorgen. Frankreich müsste doch vielen dieser Leute ein Vorbild sein: In den Führungsetagen franz. Unternehmen sitzen nur Franzosen, Migranten will keiner einstellen, der Arbeitsmarkt mit seinem geringen Angebot ist praktisch nur für Franzosen interessant, ältere unproduktive Arbeitnehmer werden geschützt, Englisch und andere Fremdsprachen sind tabu. Wer eine Vorstellung davon bekommen will, wie Zürich und Basel in 20 Jahren aussehen könnten braucht sich nur in die Pariser Vorstädte zu begeben. So sehen die Verlierer der Globalisation aus…

    • Walter Roth sagt:

      Also im Augenblick kenne ich fast nur Zugewanderte die schlecht ausgebildet wind.
      der Schweizer hat beinahe immer zumindest einen beruf den er von der Picke auf gelernt hat, ein grosser Unterschied zu den Ländern aus denen viele Zuwandern.
      Diese Berufsleute haben unseren Wohlstand erarbeitet, lange vor den Banken und jenen Personengruppen die sie als Hochqualifiziert betrachten, nur weil sie viel Theoretisches gebüffelt haben.
      Gerade weil bei uns die Maturitätsquoten tief sind, ist unser System noch gesund, denn unsere Berufsleute wissen noch um die Realitäten des Lebens und die wenigen Maturanden sind denen anderer Länder mittlerweile klar überlegen.

      Sehen sie sich die Maturanden aus Deutschland mal an, so sie können.

      • Peter Müller sagt:

        Anscheinend mehr wie die Schweizer sonst wären nicht so viele davon in der Schweiz in Kaderpositionen, Herr Roth.

      • Carl von Lerber sagt:

        Herr Roth, ich kenne viele deutsche Abiturienten (die Matura heisst in Deutschland so, schonmal über die Grenze geschaut?) und auch viele Schweizer Maturanden. Das Französisch ist bei den Deutschen sehr oft schlechter, bei der Marhematik schlagen sie unsere Leute um Welten. Schon mal im Geschichtsbuch geblättert, welche Nationalität Einstein hatte?? Ihre Behauptungen entbehren jeglicher aber auch jeglicher Realität!

  32. Roli Meier sagt:

    Wundert mich alles nicht. Zwischen dem was uns die Politiker damals gesagt haben betreffend Zuwanderung und der Realität passt ein ganzes Universum. Und zwischen den Aussagen der Personalabteilungen (“…wir brauchen ältere Arbeitnehmer, alleine schon wegen der Demographie und auch wegen deren wertvollen Erfahrungen…”) und der gelebten Realität besteht eine Distanz, die wohl durch kein Wurmloch überwunden werden kann. Ich habe auch Ja gestimmt: Wenn man schon von überall her angelogen wird, dann folgt eben irgendwann die Methode ‘Demokratie by Denkzettel’. Ob das kurzfristig gedacht ist? Sicher. Ob das menschlich verständlich ist? Vollkommen.

  33. gabi Bossert sagt:

    Eindeutig sind Emotionen stärker gewachsen als Fakten. Menschen im Allgemeinen reagieren sensibel auf Angst. Und mit Angst ist in den letzten Jahren von rechts bürgerlicher Seite extrem manipulierende Propaganda betrieben worden. Verunsicherungen haben zugenommen, die Angst davor, Platz, Geld, Eigentum, Job in kürzester Zeit teilen zu müssen, sogar eventuell verlieren zu müssen, bewegt elementarste Verlustängste. Und da hören Solidarität und souveränes Denken und Handeln auf. Zusammenhänge gehen dabei meist verloren, auch zusammenhängendes Wissen um Tatsachen und den Welt weiten unaufhaltsamen Veränderungen. Das Phänomen diese Angst der CHer gegen Europa ist nur ein kleiner Ausschnitt einer gesamthaften Gesinnungsveränderung gegenüber Fremdem. In ganz Europa beginnt sich diese Tendenz auszubreiten, seither haben ja auch die betreffend zuständigen Parteien Hochkonjunktur.

  34. Barbara Sägesser sagt:

    Alles hat mehr als eine Seite. Die Ecopop löst sicher nicht das Platzproblem auf den Strassen und im ÖV (wenn man sich den Fahrzeugpark genau anschaut und sieht wie der Freizeitverkehr zugenommen hat). Der Häuslebauer “Schweizer” liebt ja in seinem Haus auf dem Land zu leben, baut sich ein Minergiehaus und hat dafür zwei oder mehr Autos,,, (Energiepolitik). Die Wirtschaft hat ein grösseres Einzugsgebiet und ist flexibel. Die Ecopop hilft also nicht gegen Grenzgänger. Sieht man sich die Definition der ständigen Wohnbevölkerung an, so mache ich mir Gedanken über die Auslandschweizer, die irgendwann zurückkommen möchten. Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht ausgestanden und die Menschen wurden auch dadurch zu Wanderungen (den Jobs nach) genötigt. Der Platzanspruch in der Wohn- und Mobilitätsfläche ist auch gestiegen. Dass das System so nicht funktioniert ist klar. Doch wählen wir halt immer wieder Wirtschaftsfreundliche und unterstreichen dies durch wirtschaftsfreundliche Abstimmungsresultate. Nächstes Jahr sind Wahlen…

  35. Reto Stadelman sagt:

    Die Diskussion hier enttäuscht mich. Viel zu viel Aggresivität, zu wenig Fakten. Emotionen werden geschürt, Anfeindungen sind an der Tagesordnung. Gibt es denn wirklich keinen Weg anständig zu politisieren? (Gilt auf für linke Genossen)

  36. Stephan Dütsch sagt:

    Bezeichnend ist aber auch an dieser Grafik wieder, dass man deutlich sieht, dass die grösseren Städte, wo ja der Dichtestress wohl am grössten wäre, nach wie vor vernünftiger sind als das Land, wo man nur diffuse Ängste spürt.

  37. Karl Eigenmann sagt:

    Es braucht ja schon eine unglaubliche Nachrichtenresistenz, um im Jahr 2014 noch immer für einen EU-Beitritt der Schweiz zu sein! Mit Angst vor Ausländern hat das doch nicht mehr viel zu tun, viel mehr mit dem was in der EU passiert… Insbesondere habe ich wenig Verständnis für diejenigen die pro EU sind und von sich behaupten, sie seien Linke… die EU ist nichts anderes als ein neoliberales Konstrukt, welches seine Bewohner ausbeutet und dafür sorgt, dass die Jugend in Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit versinkt! Die Schweiz ist informell bereits Mitglied dieses Konstrukts und macht alles mit… der Strommarkt wird liberalisiert, obschon das die Bevölkerung nicht will, als nächstes ist dann die Wasserversorgung dran, die Post, die Erziehung, ÖV usw. und sorry Europa in diesem Kontext ist gleich EU! Wer da freiwillig dazugehören will, dem kann man echt nicht mehr helfen…

  38. Thomas Plüsd sagt:

    Was bei mir aus diesem Artikel hängen geblieben ist, ist, dass innerbalb von 9 Jahren im Schweizer Durchschnitt die Mieten um 30% und Wohneigentum um 64% teurer geworden sind. Diese Zahlen sind einfach nur schockierend.

    • Nick Schott sagt:

      Ging mir genauso. Wenn man diese Kostenerhöhung im Verhältnis zu den durchschnittlichen Lohnerhöhungen setzt, kommt ein dickes Minus hinten raus. Es ist noch die Frage welcher Anteil die Einwanderung hat. Ein Problem ist auch die Spekulation im Immobilienmarkt.

    • W Grämer sagt:

      Genau Thomas das ist die Entwicklung der PFZ gar nichts anderes.Bei einem Nein zu Ecopop wird es noch schlimmer kommen . Darum nur Ja bei Ecopop.

  39. Hans Meier sagt:

    Erstaunlich wieviele Studien produziert werden, um das Offensichtlichste herauszufinden. Alternativ könnte man einfach mal mit ein paar Leuten auf der Strasse reden, mit dem Auto durchs Mittelland fahren und dabei aus dem Fenster schauen, oder Volksentscheide wahrnehmen als das was sie sind, nämlich nicht “einmalige Zeichen” sondern Richtungswechsel.

  40. Markus Hegner sagt:

    Man muss es wohl bei jedem Artikel in den Medien jedes Mal aufs neue bemängeln. Die korrekte Formulierung ist EU-kritisch, nicht Europa-kritisch. Ich wünschte mir sehr, dass Journalisten in Zukunft diese entscheidende Unterscheidung doch machen werden. Ich denke, dass keine andere Bevölkerung in Europa europäischer denkt und empfindet, als die Menschen in der Schweiz. Andererseits scheinen dieselben Menschen die grössten EU-Skeptiker zu sein in Europa, da sie nüchtern zwischen Sein und Schein unterscheiden können, zwischen dem Selbstbild der offiziellen EU und der tatsächlichen Funktion als Wirtschaftsdachverband. Also, nochmals für alle Journalisten zum mitschreiben; EU ist nicht Europa.

    • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

      Noch ein europäischer Russlandversteher, wie tiefschürfend und ergreifend wird das denn für die zukünftigen Arbeitslosen sein?

  41. karin m. sagt:

    was uns bei der ecopop initiative zu denken geben sollte, ist, dass sie vom gesamten establishment (politik, wirtschaft, kultur) abgelehnt wird, aber doch knapp die hälfte der bevölkerung ja stimmen wird. hat da die elite schlicht die anliegen eines grossen teils der bevölkerung vergessen, während sie selbst sich dumm und dämlich verdient mit dem immer stärker neoliberalisierten system?

    • De Saintmichel Lovis sagt:

      Liebe Karin m., genau so ist es! Man braucht kein “Experte” zu sein, um zu begreifen, dass eine derartige Masseneinwanderung unser kleines Land innert kürzester Zeit zerstören wird! Das hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, dafür aber umso mehr mit Weitblick. Wie sagte man einst so schön: “Gouverner, c’est prévoir”!

  42. Es ist unseriös, die Skepsis gegenüber masslosem Arbeitskräfteimport und ressourcenverschleissendem Wirtschaftswachstum als “Furcht vor Europa” abzuqualifizieren. Im Gegenteil, es braucht neben einem klaren Verstand viel Mut, die Panikmache der Ecopop-Gegner zu durschauen und für eine starke und unabhängige Schweiz einzustehen.

    • Robert Herz sagt:

      Das find ich auch: Es braucht wirklich viel Mut, für eine unabhängige Schweiz einzustehen. Insbesondere, weil wir jeden zweiten Franken im Ausland verdienen. Ich persönlich tendiere eher zur Panik.

  43. Dorothée sagt:

    Die Verstädterung in ländlichen Gebiete ist eher eine Verslumung mit explodierende Sozialkosten. Wer muss die KKPrämienverbilligungen, sonderpädagogische Massnahmen in den Schulen, vergrösserung der Schulen, etc. bezahlen? Die Migranten verursachen ein riesiges Steuerdefizit in den Gemeinden. Jeder Einwanderer müsste min. in den ersten 10 Jahren ein positives Steuersubstrat ausweisen müssen. Heute lassen sich gleich med. generalüberholen, stellen Kinder in die Welt, für die dann gefälligst auch der Steuerzahler aufkommen muss. Seit der PFZ steigen die Sozialkosten kontinuierlich. Der Arbeitgeber müsste für Steuerdefizite aufkommen, und nicht der Steuerzahler. Auch im Asylbereich muss der Bund handeln. Wie kann es sein, dass 90% der Eriträer über Jahrzehnte nicht arbeiten? Der Bund müsste für sie Arbeit und Bildung anbieten und nicht ohne Gegenleistung alimentieren. Strassenwischen kann jeder. Kinder müssten ab 1 Jahr in eine Krippe, so dass sie zeitig die Kindergartenreife erlangen.

    • Barbara Sägesser sagt:

      das KESB (initiiert von Herrn Blocher) verschleudert Gelder und Gemeinden können sich nicht mal wehren. Es sind also nicht (nur) die Ausländer, die Geld kassieren. Generalüberholungen von Ausländern werden von BFM sicher auch nicht mehr geduldet (man achte auf den Geldfluss: Bund – Kanton – Gemende). Ausländer erhalten gerade in Bern ca. 10 CHF/Tag um sich Essen und Hygieneartikel zu kaufen und viel Geld geht in die Betreuung der Aslybewerber. Sozialhilfebezüger im Asylwesen erhalten 10 – 20 % weniger als Schweizersozialhilfebezüger. All die kann man nachlesen. Die Bernerzeitung publizierte auch eine entsprechende Tabelle vor einiger Zeit. Wenn Sie mit all dem nicht einverstanden sind, dann wenden Sie sich bitte an jene, die das EJDP vor BR Sommaruga Jahrzehntelang unter sich hatten (Rechts-Bürgerlich) und ändern Sie das System, dass möglichst wenig Wanderungen generiert werden. Aber Wirtschaftsfreundlichkeit im globalisierten System sei dank… und die Schuld wird ja sowieso nur den Linken/Netten/Gutmenschen gegeben….

    • Renato sagt:

      100%ig mit Ihrem sehr sachlichen und der Wahrheit entsprechenden Kommentar einverstanden. Sehr gut analysiert.

    • Michael Collasius sagt:

      Ich kann Ihrer Analyse nicht folgen. Waren Sie jemals in einem Slum? Ich kenne keinen Stadteil oder Region in der Schweiz, auf die auch nur annähernd dieser Begriff zutrifft. Der Zuzug in die Schweiz ist fast ausschliesslich auf die Wirtschaftskraft der Schweiz zurückzuführen. Es entstehen kontinuierlich Arbeitsplätze, die durch Inländer nicht besetzt werden können. Deshalb verstehe ich auch nicht wieso der Zuzug zu einer Steuerbelastung führt. Jeder Arbeitnehmer zahlt Steuern und andere Sozialabgaben, entlastet somit die öffentlichen Haushalte. Es sollte Sie darüber hinaus freuen, dass diese Ausländer Kinder mitbringen oder bekommen, da diese später durch ihre Arbeitsleistung Ihre Altersversorgung zahlen. Den Fall der von Ihnen beschriebenen Eritraerer kenne ich nicht, scheint mir aber eher ein Randproblem. Ein massenhaftes Zuwandern von Ausländern ausserhalb der EU ist weder möglich noch der Fall.

      • Thomas Plüss sagt:

        Wie kommt es denn, dass immer mehr Kantone und Städte riesige Defizite schreiben, obwohl die Wirtschaft brummt, als würde es kein morgen geben?

  44. Peter-Jürg Saluz sagt:

    EU-kritisches Denken ist gut und auch angebracht. Kopflos darf man deswegen aber nicht werden. Eine selbstbewusste Schweiz, die internationale Beziehungen intensiv, aber auf gegenseitig fairer Basis pflegt, wünsche ich mir. Zuviele Konzessionen und fremde Richter lehne ich aber ab. Was ich allerdings auch ablehne, ist inländische Naivität, die unser Land in existentielle Gefahr bringt. Zuwanderungsregelungen braucht es, bessere Ausschaffungsmöglichkeiten für kriminelle Ausländer ebenfalls, und ganz sicher sind auch die Wechselkursinterventionen der Nationalbank weiterhin wichtig. Letztere würden durch die Gold-Initiative massiv erschwert und vielleicht sogar verunmöglicht. Meine anderen Hauptanliegen wären von der Ecopop-Initiative betroffen. Ich möchte das Kind nicht mit dem Bad ausschütten, und bitte alle Stimmberechtigten, der eigenen Vernunft zu vertrauen und ZUR GOLD- UND ZUR ECOPOP-INITIATVE NEIN zu sagen. Es wird verdammt knapp. Deshalb zählt wirklich jede Stimme.

    • Richard sagt:

      Das wirklich Schlimme in Ihrem Schreiben liegt darin, auch dem Untergangsmärchen der Profiteure zu glauben. Weshalb hat man vor der Einführung der PFZ mit höchstens 8K Zuwanderer pro Jahr gerechnet? Weshalb wäre es ja mit den max. 8K auch für die Wirtschaft aufgegangen? Weshalb soll es nun mit Jährlich 16K nicht gehen, wenn man ja zuvor mit 8K auch ausgekommen wäre. Weshalb war die CH auch ohne PFZ eines der reichsten Länder der Welt? Weshalb hatte die SNB vor dem hirnverbrannten Grossverkauf von 60% der gesamten Goldreserven seit Gedenken kein Problem mit dem Handlungsspielraum. Weshalb brauchte gerade kürzlich die Ukraine einen Drittel ihrer Goldreserven für Bezahlungen, wenn doch Papier so ein wertvolles Gut ist? Nun sehen Sie es wohl selbst, dass alles nicht stichhaltig ist….

      • Peter-Jürg Saluz sagt:

        Sie sind goldig und verdienen ein Dankeschön, denn Sie unterstützen mich in meiner Beweisführung, Herr Richard. Die Goldinitiative würde nämlich genau das von Ihnen erwähnte Vorgehen (Ukraine tilgt Schulden mit Gold.) verhindern, weil das zusätzlich anzuschaffende Edelmetall von der Nationalbank selbst in einem Notfall nicht mehr veräussert werden dürfte. Das haben mittlerweile sogar zwei sitill gewordene Professoren bemerkt, die wohl heute im Zusammenhang mit von ihnen ursprünglich unterstützten Probleminitiativen lieber nicht mehr in Erscheinung treten.

        • Richard sagt:

          Ja natürlich, wir würden in Kriesenzeiten niiiieeee das Gold antasten dürfen, nein natürlich nicht, so wie man ja niiieee unter Notrecht eine systemrelevante Bank rettete. Wie weltfremd muss man eigentlich noch sein um solch einen Quatsch zu glauben, wenn man mit der UBS doch das beste Beispiel vor der Nase serviert bekommen hat? Einfach nicht weiter als bis zur Nasenspitze durchdenken, dann glaubt man wohl alles was die einem verkaufen wollen…

  45. Thomas Weibel sagt:

    Ein Datenblog sollte ja etwas objektives sein, zumindest suggeriert der Name Objektivität. Doch selbst hier, können die Journalisten es nicht lassen Andersmeinige zu verunglimpfen: Zitat: “Die Angst vor Europa, vor mehr Ausländern sitzt tief und hat zusätzliche Regionen erfasst.” Das ist keine Angst, es ist schlicht eine politische Abwägung von Vor- und Nachteilen. Die Abwägung führte jedoch zu einem anderen Resultat als das den Journalist lieb ist, und somit wird die Angstkeule ausgepackt. Alternativ wird auch die Rassismuskeule (schon ziemlich abgewetzt, hat aber gute Dienste geleistet), die Wutbürgerkeule oder die relativ neue Neidkeule verwendet.

    • Urs Müller sagt:

      Ich behaupte mal frank und frei, dass diese Abwägung eben gar nicht sachlogisch erfolgt, sondern eben (Verlust-)angstgetrieben. Sachlogisch lässt sich ja sagen, dass die Zuwanderung im Saldo für die gesamte Volkswirtschaft von Nutzen ist. Stichworte Pflege, Medianeinkommen, allg. Fachkräftemangel.

    • René B. sagt:

      Das sehe ich auch so und im schlimmsten Fall ist dieser suggestive Text nicht mal bewusst. Haben Sie auch schon festgestellt wie suggestiv die Texte des Bundesrates in den Abstimmungsunterlagen zum Teil sind?
      Man könnte auch argumentieren, dass die ANGST- und WUTBÜRGERKEULE ausgepackt wird, weil beides zutrifft, aber die ANGST und WUT richten sich nicht Gegen Ausländer, sondern gegen die rückgratlose und abgehobene “Classe Politique” und deren Tricks, die
      direkte Demokratie aushebeln zu wollen. Hier spricht ein CH-EU Doppelbürger.

    • Peter-Jürg Saluz sagt:

      Verunglimpfung von nicht gleich Denkenden finde ich in diesem Blog nicht, Herr Weibel. Wenn der Verfasser der Analyse zu gewissen Interpretationen gezwungen ist, liegt das in der Natur der Sache. Dass Angstmotiv halte ich übrigens für realistisch, denn ich merke in Diskussionen mit ungenügend Informierten immer wieder, wie oft diffuse Gefühle einen Entscheid mitbeeinflussen. Ich bin – übrigens auch nach intensivem Nachdenken – fest davon überzeugt, dass ein NEIN ZUR GOLD- UND ZUR ECOPOP-INITIATIVE das einzig Vernünftige ist. Dafür hat man mich schon oft ziemlich übel attackiert oder, wie sie es nennen würden, verunglimpft. Das trage ich aber mit Fassung, wenn mein Wunsch nach einem Doppel-Nein dafür auch wohlwollende Aufmerksamkeit findet. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und hoffe, dass ich einen solchen in einer Woche haben darf.

    • Robert Herz sagt:

      Diese Äusserung, die Sie kritisieren, fusst auf dem Umstand, dass gerade diejenigen, die am wenigsten betroffen sind, offenbar am meisten Ablehnung produzieren. Dort wo die Zuwanderung am grössten ist, hat man deswegen keine Bedenken – weil man sehr gut damit lebt.

  46. Ich wäre nicht überrascht, wenn die ECOPOP Initiative von der Schweizer Bevölkerung angenommen würde. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, haben viele Angst, dass unser politisches System die Risiken einer Übervölkerung unseres Kleinstaates nicht sieht oder nicht sehen kann/will. Der Durchschnittsbürger im Mittelland spürt die Folgen dieser Masseneinwanderungspolitik täglich durch immer dichteren Strassenverkehr mit stundenlangen Stauzeiten, Stehplätzen in öffentlichen Verkehrsmitteln, langen Wartezeiten bei Behörden und Ärzten, Spitälern usw. usw. Die Lebensqualität hat sich für eine immer grösser werdende Anzahl von Menschen klar verschlechtert und der Wohlstand ebenfalls, da das reale BIP pro Kopf in den letzten Jahren stagniert bzw. sogar abgenommen hat ! Daher werde ich wahrscheinlich ein Ja zur ECOPOP Initiative einlegen, um unsere “schlafenden” Behörden endlich aufzuwecken.

    • Urs Müller sagt:

      Gut gelogen, Herr Pfrunder. Das zeigt ja eben, dass die ganze Diskussion völlig aus dem Ruder gelaufen ist.
      a) Die BIP – Entwicklung der letzten 10 Jahre war bis auf ein Jahr immer POSITIV!
      b) Ein Ja zu ECOPOP weckt nicht die «schlafenden» Behörden, sondern ist ein realer Schuss auch in ihren eigenen Fuss!
      c) Der dichtere Verkehr ist der Mobilität der Arbeitsplätze im Vergleich zur Immobilität der Immobilienbesitzer geschuldet.

      Aber eben, hier freuen sich so viele Leute, dass man «der Politik» mal eins ans Bein «bisle» kann, dass sie dafür sogar einen eigenen Fuss opfern wollen.

    • Felix Waldmeier sagt:

      Ihre Analyse ist leider falsch. Der dichte Strassenverkehr hat mit den ständig steigenden Wohnraum- und Flächen-Ansprüchen der Schweizer zu tun, welche immer weiter weg von der Arbeit schön und grün wohnen und über immer längere Distanzen pendeln. Pendeln ist steuerlich begünstigt. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur hinkt hinterher und wird immer teurer. Die Zersiedelung ist hausgemacht weil die Raumplanung nicht umgesetzt wird. Den zuwandernden Ausländern die Schuld zu geben ist immer am einfachsten. Selbsterkenntnis wäre weise. Übrigens, falls Sie Ecopop annehmen, dann bitte verpflichten Sie sich, dass sie nie mehr Arzt oder Spital beanspruchen werden. Bis 2020 werden in CH 60’000 Gesundheitsfachleute in Pension gehen und dann geht ohne Zuwanderer gar nichts mehr! Dann werden Sie erwachen!

    • Altorfer sagt:

      Sie sind anscheinend ein Bürger der nur darauf ist ein Zeichen zu setzen ohne die Konsequenzen einer Annahme zu überlegen. Sollte es aber wirklich passieren, dass diese Initiative angenommen würde, hoffe ich sehr, dass Sie die Konsequenzen am eigenen Leibe erfahren werden.

      • Peter-Jürg Saluz sagt:

        Genau so sollte man nicht argumentieren, Frau oder Herr Altorfer. Gehässigkeiten helfen nicht weiter, aber sie sind auch gar nicht nötig. Es gibt genügend gute Argumente, die für ein NEIN ZUR GOLD- UND ZUR ECOPOP-INITIATIVE sprechen. Diese sollte man verwenden. Wer sich fair und gelassen einer Diskussion stellt, wirkt freundlich und deshalb wahrscheinlich auch überzeugender. – Nichts für ungut!

    • Peter-Jürg Saluz sagt:

      Machen Sie das bitte nicht, Herr Pfrunder. Ich verstehe viele Ihrer Argumente und komme doch zu anderen Schlussfolgerungen. Ihre Formulierung “wahrscheinlich ein Ja” lässt mich hoffnungsvoll bleiben. Die sehr differenzierten Überlegungen, die Sie anstellen, sprechen für sich und für Sie. Offenbar folgen Sie dem Kopf, wenn Sie Ihre Stimmzettel ausfüllen. Deshalb würde ich Sie besonders gerne für ein Nein gewinnen. Den “Weckruf”, den Sie unseren Behörden verpassen möchten, braucht es nicht mehr. Man hat nämlich mittlerweile auch in Bern begriffen, was Sache ist. Was wir jetzt brauchen, sind aufgeweckte Stimmbürger(innen), die – wie Sie – einen Sachverhalt zuerst analysieren und erst dann abstimmen. Wenn ich solche klugen Zeitgenossen für ein doppeltes NEIN ZUR GOLD- UND ZUR ECOPOP-Initiative gewinnen kann, bedeutet mir das mehr als das laute Blöken von Herdenschafen.

    • Robert Herz sagt:

      Wie wäre es, wenn Sie sich über die Bedeutung des BIP in Kenntnis setzen würden? Mal ganz abgesehen davon, dass das BIP pro Kopf in der Schweiz sich seit 2000 verdoppelt hat…

    • W Grämer sagt:

      Genau so ist es Herr Pfrunder.Es können nicht immer mehr Massen unser kleines Land bevölkern.Sehe in unserm Dorf in Glarus Nord seit etwa 10 Jahren nur Nachteile der PFZ.Darum ein kräftiges JA zu Ecopop

  47. Luisa sagt:

    20 Jaahre Volksvertzung zeigt seine Wirkung.
    Gratuliere!
    Interessant ist, dass exakt jene Gegenden, die am meisten Geld vom “Unterland” beziehen (,das die Ausländer mit erwirtschaften), am feindlichsten sind, gegenüber denen, die sie ernähren. Das nennt man kollektive Interlligenz, oder?!
    Diese Superschweizer schaufeln das Grab der Schweiz.

    • Reto Stadelman sagt:

      Interessant, diesen vergleich der Geldströme habe ich nirgends gesehen. Wo im Beitrag wurde der gemacht? Gehe ich recht in der Annahme dass sie die Grafiken nicht verstanden haben? Oder sich nicht die Zeit nahmen sie zu verstehen?
      Ich habe einfach Mühe mit diesem aggressiven Ton in der Diskussion. Sowohl von rechts als auch (und ganz besonders) von links. Die Anfeindungen aus dem linken Lager irritieren mich aber weit mehr, ging ich bisher doch blauäugig davon aus, dass dort die Intelligenzija sitzt. Ich wurde bitter von dieser vermeintlichen Bildungselite enttäuscht. So wie von ihrem Kommentar. So was sollte man gar nicht mehr veröffentlichen. Alles was unter einer gewissen Anzahl Zeilen liegt und keine Argumentation beinhaltet (gilt auch für Pro Ecopopler) sollte man nicht veröffentlichen. Wir haben genug Hetze von beiden Seiten.

      • marielle sagt:

        Beschimpfungen und Hetze gegenüber Ausländern können Sie Tag für Tag in den einschlägigen Kommentarforen lesen. Ich empfehle Ihnen hierzu auch einen Besuch der FB-Seite “Ja zu Ecopop”, da schwadroniert man munter davon, welche Verhaltensweisen andere Nationen aufgrund angeblich genetischer Disposition an den Tag legen. Der Thread wurde leider entfernt, nachdem die Seite gemeldet wurde. Ich nehme an, für Sie läuft das unter besorgte Bürger. Wenn Sie also primär die Linken für undifferenziertes Argumentieren kritisieren, dann scheint ihre Wahrnehmung ausserordentlich flexibel zu sein. Dass die ländlichen Kantone von Zürich, Basel u. Genf und somit von den dort lebenden Ausländern mitfinanziert werden, diese Information sollte wohl nicht neu für sie sein. Und nein, gegenüber rechtem Gedankengut muss man nicht verständnisvoll sein. Gestern sind in Berlin 2500 Menschen auf die Strasse gegangen, gegen Parolen, die man hier täglich in Foren und in regelmässigen Abständen auf Plakate gepinselt liest. Und was ist hier? Hier gelten diese Parolen längst als normal, man findet es normal gegen Asylbewerber zu hetzen, man findet es normal, sich aufgrund der eigenen Nationalität für etwas Besseres zu halten. Kurz, man findet Rassismus normal. Nur den Mumm zu seiner Fremdenfeindlichkeit zu stehen, den hat man nicht. Da ist einem jedes Deckmäntelchen recht. Sogar das grüne.

    • Brunner sagt:

      @Luisa. Aber die Regierung hat den Grabstein schon viel früher in Auftrag gegeben, denn sie will in die EU und versucht die Zermürbungstaktik anzuwenden indem sie den Volkswillen nicht oder dermassen zaghaft umsetzt, dass eine Initiative die andere jagt.

    • De Saintmichel Lovis sagt:

      Sie gehören ganz offensichtlich zu denjenigen Personen, welche von der heutigen katastrophalen Lage schön profitieren? Das mag für Sie gut sein, für die grosse Mehrheit unserer Bürger/innen eben nicht! Daher: Notbremse ziehen, ECOPOP JA!

    • Amman Esther sagt:

      Wie kommen Sie nur darauf, das es sich um das Resultat einer Volksverhetzung handelt. Könnte es nicht eher sein, das viele massive Nachteile haben und Sie, ich gratuliere Ihnen, offensichtlich nicht dazu gehören. Glauben Sie mir, ich habe nie SVP gewählt, aber ich werde trotzdem ECOPOP ja stimmen. Warum? Ich kann absolut nichts Positives für mich in dieser Einwanderung sehen. Mein Salär ist massiv geschrumpft, ich kämpfe ums Überleben, da Zahlreiche aus der EU meinen Job billiger machen wollen. Und ich hatte 10 Jahre Ausbildung. Und nein, ich bin kann Ausländer-Phobiker, ich bin selber mit einem verheiratet.

  48. Alex R Hofmann sagt:

    Das ist das Resultat, weil das offizielle Bundesbern nach wie vor den heimlichen EU-Beitritt via das Kleingedruckte der “institutionellen Rahmenbedingungen” favorisiert, die “Bilateralen” (Diktate) als unverhandelbar und unverzichtbar darzustellen und mit allen Mitteln versucht, die Bevölkerung entsprechend zu indoktrinieren und in vorauseilendem Gehorsam der EU willfährigst alle auch noch so abstrusen Vorstellungen zu erfüllen … und als stummer Leuchtturm scheint ihm dazu das immer noch nicht zurückgezogene Beitrittsgesuch der CH zu EU von 1992 zu dienen. Wir aber wollen eine eigenständige, weiterhin erfolgreiche Schweiz, mit unserer Demokratie und einer starken Währung und keine Bevogtung durch die finanzmarode EU, auch wenn dieser Volksauftrag gewissen Leuten in der Landesregierung, die nicht dorthin gehörten, “echt Angst” macht. JA zur Schweiz = JA zu ecopop und JA zur Goldinitiative.

  49. Christian Weber sagt:

    Bitte ein bisschen mehr Genauigkeit: Europa bezeichnet einen geographischen Bereich und kulturell vielfaälltigen Raum, EU bezeichnet eine politische Union.

  50. Oppliger Max sagt:

    Entgegen der immerwährenden Wiederholung von Stereotypen behaupte ich, dass die Überwiegende Mehrheit der CH-Bevölkerung fast nie im Stau oder in überfüllten Zügen steht, nicht unter sogenanntem Dichtestress leidet, zwar die Zersiedlung beklagt und gleichzeitig im EFH auf dem Land wohnt oder wohnen möchte und die Mehrheit gerne ende Jahr eine Lohnerhöhung möchte. Solange wir selber unsere teilweise schizophrene Haltung nicht ändern geschieht auch nichts. Die Mär von den ach so super qualifizierten CHlern und den billigen ausländischen Arbeitskräften ist eine reine Zwecklüge. Es ist sicher nicht alles bestens aber vieles schon. Spieglein…an der Wand…

    • Renato sagt:

      Sie sagen im Kern genau das Richtige, legen es aber falsch aus. Korrekt aus meiner ganz persönlicher Sicht ist: Ich stehe seit Jahren im Zug und im Stau, niemand tut effektiv etwas dagegen, resp. ich darf für weniger Bewegungsfreiheit immer höhere Abgaben bezahlen. Wir wachsen so rasant, dass eine entsprechende Entwicklung der Infrastruktur in der Praxis nicht möglich und bezahlbar erscheint. Trotz einer durch Steuersenkungen boomenden Wirtschaft, habe ich seit 6 Jahren keine Lohnerhöhung mehr erhalten! Ja, ich hätte gerne endlich ein Einfamilienhaus! Durch schrumpfendes reales Einkommen und zusätzlicher, künstlicher Verteuerung (verdichtete Bauweise, Kulturlandschutz) der Bodenpreise, rückt dies in immer weitere Ferne, während ich immer älter werde. Ich profitiere von den Bilateralen und dem Wachstum nicht, sondern darf mich nur einschränken und dafür bezahlen, während die Wirtschaft ( wenigstens die Investoren) massiv absahnen und kaum etwas an die Problembewältigung beitragen. Mir und sicher vielen anderen ging es vor den Bilateralen und der Personenfreizügigkeit viel besser. Und zusätzlich leidet unsere Umwelt unter den Massen: Jeder zusätzliche Mensch benötigt Unmengen von Ressourcen und erzeugt riesige Abfallmengen.

    • Richard sagt:

      Sie haben natürlich recht. Was wir sehen und erleben im Alltag, ist ja eigentlich gar nicht die Realität. Wir glauben nur dass wir im Stau stehen, dabei sind wir in Wirklichkeit am fahren. Im Zug sind wir gar nicht am stehen, sondern in Wirklichkeit sitzen oder liegen wir sogar in den Abteilungen. Auch die Mietkosten sind im Grunde doch nur imaginär und nur unsere eigene Wertvorstellung inpliziert uns ein hoher Preis, dabei sind doch diese Mietkosten nichts im Vergleich zu Tokyo. Und all diese vielen Menschenmassen die wir täglich sehen und erleben, sind doch in Wirklichkeit nur Geistererscheinungen. ” Träumen Sie mal schön weiter “!

  51. Roland K. Moser sagt:

    “… die Ängste gegenüber dem Strukturwandel nehmen auch dort überhand…”
    Die Wachstumsapostel haben tatsächlich extrem Mühe damit zu erkennen, dass unbegrenztes Wachstum in einer flächenmässig begrenzten Schweiz nicht möglich ist und deshalb hysterische Angst vor dem maximal dringend notwendigen Strukturwandel, der heisst: Nullwachstum und Bevölkerung auf 5 Millionen schrumpfen, denn die schweizer Landwirtschaft kann max. 5 Millionen Menschen ernähren.

    Dann habe ich noch gerechnet:
    Mit Zahlen von hier: de.wikipedia.org/wiki/Erde
    ha = Hektare
    Landfläche der Erde: 15 Milliarden ha
    davon Landwirtschaftsland: 5 Milliarden ha
    Bevölkerung 7 Milliarden
    Mit 1 ha Landwirtschaftsland lassen sich im globalen Schnitt 1,4 Menschen ernähren.
    In der Schweiz sind es wegen der überintensiven Landwirtschaft 5 pro Hektare! Mit 1 Mio. Hektaren Landwirtschaftsland ernährt die Schweiz 5 Millionen Menschen.
    Wenn die gesamte Landfläche als Landwirtschaftsland dient und die Menschen in den Wolken und/oder auf dem Wasser hausen, lassen sich tatsächlich 15 Milliarden ha x 1,4 Personen/ha = 21 Milliarden Menschen ernähren.
    Das Modell der überintensiven Landwirtschaft der Schweiz, darf sich keinesfalls ausbreiten, weil es schlecht für die Ökologie ist, wie die Grünen selbst allerbestens wissen. Das globale Modell angewandt auf die Schweiz würde bedeuten, dass in der Schweiz 1,4 Millionen Menschen leben.

    • Oppliger Max sagt:

      Das Problem ist, dass wir immer noch Einfamilienhäuschen im Kopf haben. Unser Verhalten ist etwas rückständig. Die gesamte Schweizerbevölkerung hätte auf relativ kleiner Fläche Platz aber alle möchten halt gerne an einem See wohnen. Im Ausland hat sich das mehrheitlich anders entwickelt. Aber wir brauchen nicht vom Ausland zu lernen.

      • hu.schoch sagt:

        Lassen Sie mich folgendes erklären: Da hatte einer grosse Probleme, weil er sich nicht in einem kleinen Raum aufhalten konnte und dabei fast durchdrehte. So fragte er seinen Freund, was er dagegen tun könne. Geh doch einmal zum Psychiater. Nach einiger Zeit trafen sich beide wieder. Na, drehst Du jetzt immer noch fast durch ? Ja, meinte der Geplagte….aber jetzt hab ich Freude daran !

      • Tony Binder sagt:

        Jedermann hat das Recht auf ein Einfamileinhäuschen. Wer zuwenig Raum hat wird krank. Nicht umsonst zeigt die Schizophrenierate in Städten steil nach oben. Ausser ein paar Architekten (die selber in Einfamilenwürfeln wohnen) und lebensunerfahrenen Studenten propagiert niemand ernsthaft das verdichtete Wohnen. Jeder der wählen kann und nicht komplett degeneriert ist, zieht ein Leben im Grünen dem Städtischen vor.

      • Ruth Meier sagt:

        Ich habe doch schon einiges gesehen auf dieser Welt. Wenn Sie Stadtstaaten wie Singapur und Hongkong als Beispiel nehmen, ja da fallen die Schweizer mit dem Einfamilienboom schon etwas auf. Überwiegend ist es so, dass es Innenstädt mit Hochhäusern gibt und innerhalb U-Bahn oder Metro-Reichweite ist nichts als Einfamiliensiedlungen zu sehen! Warum die Schweizer also rückständig sein sollen erschliesst sich mir nicht.
        Machen Sie doch mal einen Besuch auf der anderen Seite des Rheins und finden Sie heraus, wie die Leute dort wohnen!

    • hu.schoch sagt:

      Das nenn ich mal eine Information, womit der Leser etwas ‘anfangen’ kann. Ganz im Gegensatz zum Artikel selbst, wo es mir schwerfällt, Zugewinne, bzw. Zuverluste zu relativieren. Danke Rolland K. Moser.

      • Stefan Effenmann sagt:

        Womit heizen Sie? Mit was fahren Sie ihr Auto? Welches Auto überhaupt? Aus welchen Rohstoffen besteht Ihr PC, auf dem Sie gerade herumdöggeln, während Ihr in der Schweiz aus Schweizer Rohstoffen hergestelltes Smartphone automatisch Facebook abgleicht? Wohin werden Sie in die Ferien fliegen? Was tragen Sie denn gerade am Leib? Und haben Sie mal in den Weinkeller geschaut – klar nur aus einheimischen Reben, wie auch im Kühlschrank (der ist wahrscheinlich bis auf Emmentaler und Rivella rot leer) nur einheimische Produkte zu finden sind. Und was, wenn wir die Schweiz noch ein wenig kleiner machen. Dann streichen wir die Zahnarztfahrten nach Ungarn. Man könnte aber auch alle auf dem Land und in der Stadt mit roten Lämpchen ausgestattete Häuser schliessen. Gibt ne Menge weniger Verkehr. Und auch weniger importierte ausländische Fachkräfte. Ecopop ist und bleibt eine Vorwandinitiative.

        • Roland K. Moser sagt:

          Überbevölkerung wird nun mal nicht am Ressourcenverbrauch definiert, sondem am Verhältinis zwischen hergestellten Lebensmiteln und der Bevölkerungszahl einer Volkswirtschaft.

          Noch eine Rechnung für die Schweiz:
          3000 km2 Siedlungsfläche mit 8’000’000 Einwohnern.
          10’000 km2 Landwirtschaftsfläche die auch noch zubetoniert und gleich dicht besiedelt werden können: + 26’700’000 Einwohner.
          Total 34’700’000 (Also 35 Millionen) Einwohner in der Schweiz.
          Und jeden Tag müssen wie jetzt nicht für 3,2 Millionen Einwohner die Lebensmittel importiert werden, sondern tagtäglich aus der ganzen Welt für 35 Millionen.
          Ich verstehe Sie so, dass das sehr viel Sinn macht und vor allem sehr umwelbewusst ist. Ich bin anderer Meinung.

        • Roland K. Moser sagt:

          Habe ich noch vergessen 🙂
          Was essen Sie? Nahrungsmittel, Tastaturen, PCs, Autos, Kleider, Kühlschränke, rote Lämpchen, zubetoniertes Landwirtschaftsland…?
          Ihre ehrliche Antwort wird Ihnen sagen, wieso die Überbevölkerung am Verhältnis der hergestellten Lebensmitel und der Bevölkerungszahl ausgerechnet wird.

          In der Schweiz besteht Gefahr für eine Hungersnot für 3,2 Millionen Einwohner, welche sich nur nicht manifestiert, weil tagtäglich die Lebensmittel aus der ganzen Welt für 3,2 Millionen Menschen importiert werden müssen. Wir erhalten jeden Tag Lebensmittelhilfslieferungen für 3,2 Millionen Einwohner. Alles klar.

  52. Urs Stotz sagt:

    Warum wird immer wieder für die EU der Begriff Europa verwendet? Medienschaffende, Politologen und EU Politiker erfrechen sich die EU mit Europa gleich zu setzen. Aber grad diese zentralistische und gleichmacherische EU ist Spinnefeind des Europas der Regionen, des Europas der Vielfalt. Europa hat eine Geschichte, Europa ist gewachsen, die EU ist ein intellektuelles Konstrukt, das gerade genau dies auslöschen will – kurz, die EU ist nicht Europa, vielmehr die EU ist antieuropäisch.

    • Jean M Weber sagt:

      Richtig erkannt Herr Stotz. Die EU ist ein politisches Gebilde von Bürokraten, welche sonst in der Polilandschaft nichts zu sagen hätten. Die EU tritt der Schweiz gegenüber als Staadt auf und unsere Führung ist so blöd Verträge auf dieser Basis abzuschliessen. Reiner Verhältnisblödsinn. Wer würde schon Verträge mit 20+ “Partnern” also der EU abschliessen, welche einem dann keine Möglichfkeiten gibt auf gleicher Augenhöhe zu Verhandeln? Man siehe nur, was das in Sachen Einwanderung bewirkt: Wir werden förmlich von EU-Bürgern überrannt…

    • Rolf Zach sagt:

      Wir Schweizer sollten uns einmal überlegen, wer gegen uns ist? Unser Arbeitsrechts, dass für Ältere fast schlimmer ist als das amerikanische oder die EU? Die bürgerlichen Parteien und ihre Bundesräte unternehmen gar nichts an flankierenden Massnahmen zum Schutz von Schweizer Arbeitnehmer, vor allem für diejenigen Berufen, die von Einkommen über CHF 70000 leben. In den Finanzbranche wird jeder hergelaufene Engländer ohne Deutschkenntnisse mit irgend einem Diplom einer wenig renommierten Universität zum Direktor ernannt und der Schweizer mit höherer eidgenössischer Berufsausbildung wird entlassen oder kann auf unterem Niveau verharren. Der Engländer wurde zwar bei Goldmann Sachs als Prokurist entlassen, aber für jede Schweizer Bank ist dies eine Ehrenbezeugung und Anstellungsgrund. Noch schlimmer sind die Leute ausserhalb der EU aus Lateinamerika und Asien, die man als Direktoren nur anstellt, damit der Arbeitgeber zu Beziehungen zu einheimischen Reichen herankommt. Weil sie Direktoren geworden sind, sind die Schweizer Arbeitgeber und auch ausländische Banken so blöd und bevorzugen sie bei Stellenwechsel. Natürlich ist diese Aussage parteiisch, aber soweit vom Trend ist sie nicht!

  53. Thomas Büeler sagt:

    Die Musik wurde leiser als die versprochenen Zahlen von 7000 bis 8000 Zuwanderer pro Jahr jährlich um das 10fache überschritten wurde. Die Musik hörte aber auf zu spielen als der versprochene Wohlstand beim Mittelstand nie angekommen ist und sich dieser mit der im Text beschriebenen Realität der Immobilien Preise konfrontiert sah. Aber der Text bezieht sich nicht in gleicher konsequenz zur Realität Realeinkommen, Infrastruktur, Identität, politische Stellung Schweiz Intern – Extern, Rechtsraum, Wachstumstrategie und noch vieles mehr. In der Summe und der resultierenden Systemdynamik all dieser Faktoren hatte sich der Wind sich schon lange gedreht und nicht nur in der Schweiz lebende Schweizer werden kritisch, nein auch eine beträchtliche Zahl in der Schweiz lebende Ausländer reiben sich verwundert die Augen wie die Politik eine Gesellschaft, die seit 10 Jahren klare Signale sendet, derart links liegen lassen kann. Zeichen wurden nie gesetzt, das wollten verklärte Politiker aber gerne so verstanden haben. Zum Glück wird Ecopop abgelehnt, aber die Politik muss sich dem Schweizer Mittelstand annehmen und einen echten Mehrwert schaffen mit ihrer Politik oder die Stimmung wird unschön. Sorry, schrieb auf dem Mobile in einem Guss…

    • Oppliger Max sagt:

      Dass der ehemalige Mittelstand verloren hat ist sonnenklar. Schuld daran sind die Steuerprogression und die Unternehmer, welche selber sehr reich werden wollten statt zu teilen. Alles hausgemacht und nicht durch die Zuwanderung bewirkt. Ursache und Wirkung werden da gerne aus politischem Kalkül vermischt.

      • Thomas Büeler sagt:

        Da gebe ich Dir gerne Recht und zum Glück ist auch das Geschäftsmodel Steueroptimierung zu Lasten des Mittelstandes vorbei…

  54. Beat Blaser sagt:

    Die Lebensqualität hat in den letzten 20 Jahren stark abgenommen. Wo man hingeht steht man Schlange, alles muss vorreserviert werden, Restaurant, Kino, Theater. Hallenbäder, Sportveranstaltungen, Kulturelle Anlässe, Bergbahnen,Skipisten, Shoppingcenter alles überlaufen. Flughäfen, Bahn, Strassen, Parkplätze alles kollabiert. Ist (war) das wirklich notwendig?

    • Urs Brocki sagt:

      Ja, Sie haben Recht. Muss wirklich schlimm sein für die Bewohner der Grenzregionen, wenn genau die von Ihnen beschriebenen Phänomene jedes Wochenende in Lörrach, Waldshut und Konstanz aufgrund der Massen(konsum)einwanderung aus der CH eintreffen…

      Es ist wahrlich lächerlich. Manche Landsleute denken wohl die CH wäre das erste Land auf der Welt, das wächst. In Tat und Wahrheit ist es das erste Land auf der Welt das wächst, ohne dass entsprechende Vorkehrungen getroffen würden. Dazu gehört ein Ausbau des Strassennetzes, des ÖVs, der Schulen, der Unis, und ein vernünftiges Raumplanungskonzept.
      Besonders letzteres ist hierzulande einfach eine Katastrophe. Schuld daran sind aber nicht die Zuwanderer, sondern die unfähigen Beamten und Politiker, sowie auch Einheimische, die ein Haus im Grünen und eine Zweitwohnung – ebenfalls im Grünen – als selbstverständlich erachten.

      Wir sind – auch wenn man die Berge in der CH und die riesigen Wälder und Moore im Ausland berücksichtigt – weniger dicht besiedelt als DE, UK und NL, aber zehnmal zersiedelter. Das sollte uns vielmehr zu denken geben.
      Wer das Raumplanungsgesetz regelmässig aushebelt ist ebenfalls hinlänglich bekannt. Kleiner Tipp: Es sind die selben, die das Thema Zuwanderung bewirtschaften.

      • Martin Richter sagt:

        Leider werden Ausbauten von Strassenprojekten immer vom Verbandsbeschwerderecht blockiert, das gleiche gilt für Parkplätze, Bahnausbau, etc.
        Aber interessant finde ich, dass Ihnen das explosionsartige Wachstum keine Sorgen bereitet. Natürlich wachsen auch andere Länder, aber die Schweiz wächst zu schnell. Das scheinen viele Gegner von Ecopop aus den Augen zu verlieren. Die Mietpreisexplosionen in den zuwanderungsstarken Regionen tragen leider auch sehr viel zur Zersiedlung bei! Inzwischen haben wir auch schon am Züricher Obersee in etwa gleich hohe Mieten wie in der Stadt Zürich. Aus folge davon “wandern” viele Arbeitnehmer aus der dieser Oberseeregion in Richtung Glarus oder Toggenburg, da es dort noch bezahlbaren Wohnraum gibt. Irgendwann werden auch da die Preise stiegen und die Leute müssen noch weiter weg vom Arbeitsort ziehen, damit die berühmte 1/3-Regel eingehalten werden kann. Es muss entwerder an der starken Zuwanderung geschraubt werden, oder es müsste massivst in die Infrastruktur (Bahn/Strassen/Wohnungen) in den Städten investiert werden. Vorallem braucht es wieder in den Ballungszentren wieder bezahlbaren Wohnraum, somit würde auch den massiven Pendlerströmen entgegen gewirkt werden.

  55. De Saintmichel Locis sagt:

    Natürlich erwerden die Stimmbürger europa- und bundesratskritisch, wenn man ihnen vor der Bilateralen-Abstimmung eine Zuwanderung von nicht über 10’000 Personen p.a. verspricht, in Tat und Wahrheit dann jährlich über 100’000 kommen! Das obrigkeitliche Lügen findet seine Fortsetzung bei der Propaganda gegen die Notbremse ECOPOP. Wirtschaft und Investoren haben zur Kenntnis zu nehmen und zu begreifen, dass sie für die Menschen da sind, nicht umgekehrt. Ja, das Kapital ist volatil: Wenn die Schweiz dereinst völlig überbevölkert, wirtschaftlich ausgelutscht und nichts mehr hergeben wird, hauen die Investoren ab und zerstören andere Gefilde mit ihrer perversen, weil unstillbaren Gier nach ewig mehr Geld und Macht! Daher: Am kommenden Wochenende haben wir es in der Hand und ziehen mit ECOPOP JA endlich die Notbremse, um unser kleines Land für unsere Kinder und Kindeskinder zu retten und zu erhalten!

    • Aellig Stefan sagt:

      Sie haben voll ins Schwarze getroffen, SUPER, vielen vielen Dank !!! Mein E.copop-Ja ist längst retourniert an die Gemeinde

  56. Peter Richter sagt:

    Typisch parteiische Meinung aus dem SP-Elfenturm!
    Schaffhausen, La Broye und Seeland?
    ….., obwohl nicht übermässig viele Ausländer zugewandert sind?
    Die Grenzgänger und das Asylwesen machen den Unterschied in diesen Regionen,
    ihr überbezahlten Experten!
    Auf die plumpe Propaganda von SP-Hermann kann ebenfalls verzichtet werden:
    Wer seine Meinung gegenüber Einwanderung in den letzten Jahren überdenkt, denkt wie der Aargau vor 10 Jahren ???

  57. Richard Schärrer sagt:

    Auch so ein “Politgeograph” ist blind wie die Mehrheit der Politiker. Die Schweizer sind nicht “europakritisch”, sondern “EU-kritisch”. Aber das scheint Herr Hermann nicht zu begreifen.

    • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

      Die EU ist der grösste Wirtschaftsraum der Welt, nicht der zusammengewürfelte Rest unter Russlands Führung.Dazu gehört auch die Schweiz, EU Drittländer halt.

  58. Bettina Jarasch sagt:

    Ich denke das die grössten Anteile an der berechtigt negativen Einstellung gegenüber Europa und auch der Schweiz die extrem asozialen Auswüchse sind welche die Handelsverträge die unter der Agide der WTO (ehemals MAI, Multilaterales Abkommen über Investitionen) mit sich bringen.
    .
    Die Neoliberalen Dogmen, inhärent in diesen Vertragswerken, setzen sich zudem ungefragt in alle möglichen Lebensbereichen fest, definieren Werte, Ethik und Moral und bringen ausser beleibig tiefen Preisen für Konsumprodukte in oft ebenso mieser Qualität und einhergehend ebenso miesen Löhnen nicht viel mehr mit sich.
    .
    Eine breite Umfassende Wertschätzung menschlichen Schaffens, Teilhabe, Mitsprache, Partizipation fehlt völlig was sich in den Geringschätzung und völligen Missachtung des Sozialverhaltens äussert-Doch die Sozialen Aspekte sind der grösste Teil des menschlichen Daseins sobald mal genügend Profite (Einkommen) vorhanden sind) .
    .
    Die willfährige Politik macht das Spiel mit, wird teils durch Lobbying und andere widrige Umständegewzungen und spielt alle möglichen Gruppen gegeneinander aus, verlangt Kompromisse, Verzicht obwohl Milliarden und Millarden an Profiten erarbeitet werden… Man ist sich nicht zu schade die von unseren Vorfahren aufgebauten Sozialwerke komplett zu demontieren und in Profitzentren für Investoren zu wandlen. Siehe die eliminierung vona llen nur erdenklichen Sozialen Systemen wie gemeinsame Schulen, Kindergärten, Wohnungsbau, Verkehr, Abfallentsorgung, Trinkwasser und Stromversorung etc. pp.
    .

    Es muss einen andere Form des Wirtschaftes her… eine Form welch die Oekonomie und ihre arrogante Deutungshoheit die sich anmassend überall ungefragt einmischt (mit tatkräftiger Unterstützung der staatlichen und privaten Medien) in einen Humanistischen Kontext stellt. Nicht umsonst ist die Oekonomie und deren pervertierte Unterart, die Neoliberale Ideologie lediglich ein Teilaspekt der Sozialwissenschaften… zum guten Glück bestehen wir noch aus anderen DIngen. All diese müssen wieder gleichwertig und gleichberechtigt und mit Respekt vermittelt werden.

  59. Celine Grossenbacher sagt:

    Man darf bei dieser Entwicklung nicht vergessen, dass alles von der Elite so geplant wurde, ich meine die, die wirklich entscheiden, was passiert und was nicht, Die Zersetzung der Gesellschaft durch Massenimmigration, Gender-Wahnsinn, Profitdenken, Zerstörung der Dorfstrukuturen sind nur einige Beispiele, die zeigen wohin die Reise gehen sollte. Ich fürchte, dass alles wird wieder zurückgedreht und endet in hässlichen Zeiten.

  60. Heinz Marty sagt:

    Im Seeland bangen jetzt die stolzen EFH-Besitzer um ihre Seesicht.

  61. magerius sagt:

    Es muss so kommen. Und es gibt dafür auch Verantwortlliche. Die Wirtschaft zum Beispiel. Die Firmen. Das HR. Diese stellen Menschen aus verschiedensten Destinationen ein mit pseudo Ausbldungen und Diplome – und rechtfertigen, dass keine äquivalente SchweizerInnen zu Verfügung stehen. In Wahrheit sind äquivalente SchweizerInnen vorhanden mit viel besseren beruflichen Kenntnissen und Grundlagen als die eingeschleussten mit minderwertigen Ausbildungspapieren. Diese geniessen dann auf Kosten der Schweizer Firmen bei guter Bezahlung ein Volontariat. Und die gut ausgebildeten SchweizerInnen haben das Nachsehen – in mancher Beziehung.

    • Rilke Thomas sagt:

      Diese Aussage ist pauschal und sie ist falsch. Natürlich könnten Schweizer Firmen mehr Schweizer und generell mehr Personen auch ab 50 einstellen. Aber die zugewanderten Fachkräfte sind meist gut oder zT. sogar besser ausgebildet, sind mehrsprachig, leistungsbereit und flexibel. Es ist ein Märchen, dass zugewanderte Fachkräfte minderwertige Ausbildungen haben. Wenn wir uns der Konkurrenz stellen wollen müssen wir uns warm anziehen und pro-aktiv sein, denn wir haben viel zu bieten. Wir müssen die Zuwanderung selbst steuern, das stimmt. Aber mit solch pauschalen und falschen Aussagen ist niemandem geholfen. Ich rekrutiere Fachkräfte für verschiedene Schweizer Unternehmen, ich weiss definitiv, wovon ich spreche. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wir müssen ein real vorhandenes Problem lösen. Aber mit dem schlechtmachen von ausländischen Mitbürgern und Arroganz lösen wir kein Problem

      • Dave Hill sagt:

        @ Rilke: Es sind Ihre Aussagen, die pauschal und falsch sind: In der Schweiz machen 10% der Schüler eine Eidg. Matura, während es z.B. in Deutschland 50% sind, die ein Abitur in der Tasche haben. Und Sie meinen ernsthaft, diese beiden Diplome miteinander vergleichen zu können? Dann die Mehrsprachigkeit: Also, wenn sie uns hier in der viersprachigen Schweiz aufgewachsenen Menschen weismachen wollen, dass die Zugewanderten tendenziell mehr Sprachen sprechen als wir, ist das demagogisch. Ich habe im Finanzsektor gesehen, wie wenig Deutschkenntnisse bei manchen ausländischen KadermitarbeiterInnen vorhanden war, und dies nach vielen Jahren Aufenthalt in der Deutschschweiz.
        Daher gebe ich Ihnen in einem Punkt Recht: Mit Arroganz lösen wir kein Problem.

        • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

          Richtig sind es 18 %, davon 30% Ausländer. Das reicht vielleicht um die Schweizer glauben zu machen, sie seien gut ausgebildet.
          Ein Deutscher Metallbauer hat in den 9 Monaten, die er während seiner Ausbildung in übergeordneten Lehrzentren verbracht hat, Schweißen, Drehen,Fräsen und anderes gelernt, ein Schweizer 12 Wochen Eisen gefeilt und geschweißt, einen Computer sieht er in der Zeit nie.
          Warum sind die Schweizer dann so stolz auf ihre kostengünstige Ausbildung? Aus Nationalstolz?

      • Fischer M. sagt:

        Rilke Thomas,

        ja dann sagen SIE uns doch, WIE man das “real vorhandene problem” lösen soll.
        Mit worthülsen wie “warm anziehen und pro-aktiv sein” lösen sie gar nichts, aber
        so lange der rubel bei ihnen rollt, beim rekrutieren, spielt das natürlich keine rolle.

        Bitte versuchen sie es nocheinmal mit “definitiv” konkreten vorschlägen !

    • Dave Hill sagt:

      @ Magerius: Kann Ihnen nur voll und ganz Recht geben. Wenn die Unternehmer bei Einwanderungsfragen von “der Wirtschaft” reden, meinen sie in erster Linie sich selber: Sie haben massiv profitiert, indem sie Leute aus dem Ausland zu tieferen Löhnen einstellen. “Die Wirtschaft” sind aber auch die Menschen hier in der Schweiz und für die wird es immer enger … Dass unsere “linken” Parteien hier mit den Unternehmern mitspielen und faktisch mithelfen, die hiesige und die eingewanderte Arbeiterschaft gegeneinander auszuspielen, ist unglaublich.

    • Peter Müller sagt:

      Pseudo Ausbildungen , so so. Mit Bologna wurden die Uni Abschlüsse vergleichbar. Für sie Scheint der Rote Schweizer Pass ein Leistungsausweis zu sein. Die Schweizer haben sich zu lange in einer geschützten Werkstatt befunden und sind bequem Arrogant und faul geworden. Der größte Anteil der Zuwanderer kommt aus Deutschland und die sind in oft wesentlich besser Ausgebildet als der Durchschnitt der CH Buezer.Von Leistungbereitschaft und Teamfähigkeit will ich bei den Schweizern mal gar nicht reden , denn dort werden sie von den Deutschen in unserer KMU bei weitem übertroffen. Wenn ich ihren Kommentar lese , dann sehe ich dort ihr eigenes Unvermögen , dass sie versuchen auf andere zu übertragen . Wären wie sie sagen alle Schweizer besser, warum sind 65 % der Professoren an der ETH Ausländer ? Anteil der Schweizer Forscher am CERN weniger als 3% . Ärzte , Ingenieure , usw. die Schweiz ist gar nicht in der Lage all diese Hochqualifizierten aus der eigenen Bevölkerung zu decken.

      • Hartmann E. sagt:

        Herr Müller, Sie wissen aber, dass Bologna für die Schweizer Studierenden eine Abwertung zu Vorliz und Liz war?dafür brauchte es nãmlich mehr! Weshalb wohl haben sich CH-Unis solange dagegen gesträubt, das schlechtere Bologna-Modell zu übernehmen?! Ihre Behauptungen betr. Geschützte Werkstatt etc. sind alles andere als richtig.

        • Peter Müller sagt:

          Was nutzt ihnen ein besseres Diplom das International keiner anerkennt? Ein Schweizer Junglenker kann zwar mit dem L in CH fahren aber sonst nirgendwo. Die Vergleichbarkeit war der Sinn der Abschlüsse, nicht wie hoch er zu bewerten ist. In DE ist auch immer noch das normale Dipl. verfügbar aber wer International Arbeiten will wird einen Bachelor/Master Abschluss anstreben.

          Die Schweizer Arbeitnehmer sind keine Konkurrenz gewohnt bisher reichte der Rote Pass.Nur kommen seit der PFZ Leute ins Land die ebenso gut Ausgebildet sind wie die Schweizer sind oder sogar besser, und Leistungsbereitschaft mitbringen .Aber die Welt hat sich weiter gedreht , und wird es auch weiterhin tun. Und sie Wird nicht auf Herr und Frau Schweizer warten.
          Die Schweizer Stimmbürger hatten genug Möglichkeiten in den letzen Jahren die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen. aber es ist einfacher die Schuld dem fremden Einwanderer in die Schuhe zu schieben. Warum wurde den jede Kröte geschluckt die aus der Economie Swiss ausgeteilt wurde?
          Abbau der Sozialen Standards , Pauschalbesteuerung , Dumpingsteuern für Ausländische Unternehmen.Und alles das vom Schweizer Stimmbürger legitimiert. Kritikfähigkeit ist etwas was der Schweizer nicht besitzt, für einen Sündenbockreflex.

    • Lucy sagt:

      Sie haben es auf den Punkt gebracht. Bei uns im Tessin ist der Arbeitsmarkt eine Katastrophe, zweit- und drittklassige Mitarbeiter aus dem nahen Ausland zu Tiefstlöhnen anstellen und bestens ausgebildete, fähigste Schweizer zu Hause sitzen lassen. Ich habe diese ewigen “wir brauchen die Spezialisten aus dem Ausland”-Lüge so satt ! Die Spezialisten sind hier in der Schweiz man braucht sie nur anzustellen !!!

    • magerius sagt:

      Diese Aussage von 10:15 ist falsch. Es ist ein Märchen, dass zugewandte Fachkräfte besser sein sollen -mit Ausnahmen in den eltären Bereichen. Das grosse Problem liegt in den Unter -und Mittelschichten. Es ist aus dem Leben und den täglichen Erfahrungen erzählt was magerius schreibt. Auch magerius weiss defintiv wovon er spricht. Wäre alles so wie 10:15 behauptet wäre das Problem Ecopop gar nie erst entstanden. Und noch etwas – es ist nicht aus Arroganz und Angst – es ist auch durch erlebte Arroganz die von ausländischen Mitarbeitenden an Inländischen ausgeübt wird.

      • Peter Müller sagt:

        Sie Bestätigen nur was Jeder erkennen kann mit ihrem 2. Kommentar, sie sind auf der Strecke geblieben evtl hat ein besser Ausgebildeter PFZler ihnen die erhoffte Kaderstelle weggeschnappt. Nur werden sie mit Annahme von ECOPOP trotzdem nicht die erhoffte Stelle bekommen . Ihre Firma oder KMU wird dorthin wandern wo sie die Fachleute bekommt die sie benötigt .

        • magerius sagt:

          Zu Kommentar 13:46 – Auch das ist nicht richtig – sie lesen im Kaffeesatz. Abgestimmt für Ecopop schon längst schriftlich – NEIN. Meine Kommentare spiegeln die Erfahrungen aus dem Alltag. Sie bestättigen mit ihrem 2. Kommentar eine gewisse persönliche Arroganz welche eben möglicherweise in gewissen Fällen auch notwendig für eine Kaderstellung ist.

  62. Samuel Bendicht sagt:

    Vermutlich könnte man eine Karte mit den SVP Werbeausgaben und Plakataushängen darüber legen und die wäre fast deckungsgleich, denn schliesslich sagt die SVP den Bauern seit Jahrzehnten, was sie zu stören hat und wie man weiss steter Tropfen höhlt den Stein und so gesehen haben die Rechtsnationalen dieses Problem exzellent bewirtschaftet. Man müsste darum die Demokratie endlich wieder aus den Fängen der PR- und Werbeagenturen befreien, denn sonst gilt plötzlich nur noch: “Wer zahlt gewinnt.” und dass wäre das Ende der Demokratie, verursacht ausgerechnet von denen, welche sie immer wie ein Schild vor sich hertragen!

    • Thomas Büeler sagt:

      Die Bauern machen gerade mal 120’000 Stimmen, schweizweit! Auch Sie gehören zur Kategorie Polemik und Stimmungsmache und haben keine Ahnung was genau abgeht. Weiter so:-)

    • Felix Stucki sagt:

      Hr. Bendicht: Sie haben aber schon mitbekommen, dass der Bauernverband zur MEI die Neinparole herausgegeben hat? Machen Sie es sich nicht etwas einfach? Für alles was nicht auf Ihrer Line ist eine einzige Schublade?

    • Hannes Müller sagt:

      Bauern können selber denken.

    • Jürg Sand sagt:

      S.Bendicht, diese “Erklärung” ist hoffnungslos falsch. Das “Unbehagen”, besser umschrieben mit Einsicht, bildet sich trotz massivster linker Bearbeitung (SRG, Tagesanzeiger, Blick etc., etc.) und “rechten” europafreundlichen Blättern (NZZ usw.). Bezüglich Bezahlung: die tagtägliche linke Agitation ist durch die Mehrheit der EU-Gegner finanziert (Billag, Subventionen an die Zeitungen). In einem bin ich Ihrer Ansicht: ES REICHT!

    • Imhof sagt:

      Genau auf den Punkt gebracht! Dem ist nichts mehr anzufügen, ausser dass diese Auswertung eigentlich der SVP in Rechnung gestellt werden sollte…

    • Hans Roth sagt:

      Samuel Bendicht
      Wenn der Wähleranteil der SVP bei rund 25% liegt, haben logischerweise bei z.B. der MEI viele nicht SVP Wähler für die Initiative gestimmt.
      Ausserdem beleidigen sie die Schweizer Stimmenden auf’s gröbste, indem sie ihnen unterstellen käuflich zu sein.

    • De Saintmichel Locis sagt:

      Samuel Bendicht, das ist, mit Verlaub, dummes Zeug! Ich mache mir, wie wohl die grosse Mehrheit der Stimmbürger, zumeist ausserhalb jeder Parteienpropaganda ein Bild von der anstehenden Problematik! Ich bin auch kein Parteimitglied! Von einer Gefährdung der Demokratie aus Propagandagründen kann ja wohl gar keine Rede sein!

    • Brünisholz Marc sagt:

      Natürlich hat Werbung einen gewissen Einfluss. Bei Ecopop ist das Werbebudget aber nur ein Bruchteil desjenigen der “EU-Befürworter”. Ihr Argument zieht in diesem Zusammenhang also nicht. Wenn die Sorgen der Bevölkerung von den Politikern nicht mit überzeugenden Mitteln beseitigt werden, wird sich der aufgezeigte Trend noch verstärken. Immer nur zu sagen, dass eine Initiative die Probleme nicht lösen würde und keine besseren Vorschläge zu machen, genügt heute nicht mehr. Die Bürger sind kritischer geworden und können auch 1 und 1 zusammen zählen. Da nützt ein grosses Werbebudget oder der Vowurf von rechtsnationaler Fremdenfeindlichkeit auch nichts.

    • Samuel Bendicht sagt:

      Offensichtlich habe ich mit meiner These in ein Wespennest gestochen, denn es fällt schon auf, dass genau jene, welche dauernd behaupten, dass das Geld keine Rolle in den Abstimmungen spiele dann genau jene sind, welche Millionen in diese angeblich so nutzlose Werbung und Propaganda buttern und wenn es einen Prototyp von Verlogenheit in der Politik gibt, dann sind es eben genau diese rechtsnationalen Kreise. Und übrigens, für jene die sich am Begriff “Bauer” stören, die dürfen diesen ruhig als Platzhalter für alle frustrierten Wutbürger lesen, denn genau diese wiegelt die SVP seit Jahrzehnten gegen dass auf, was sie eigentlich vorgeben zu lieben – nämlich die Schweiz!

      • Thomas Plüss sagt:

        Ihre Beiträge wirken auf mich ziemlich wutbürgerisch….

      • Jürg Sand sagt:

        Nein, S.Bendicht, Sie haben in kein “Wespennest” gestochen, Ihre Behauptung ist nur dermassen stossend verkehrt und haltlos, dass man sie einfach nicht unkorrigiert stehenlassen kann.

    • Manfred Stierli sagt:

      Das Ende der Demokratie ist dann erreicht, wenn ein paar Wenige sagen, über welche Initiativen die Bevölkerung noch abstimmen darf und welche nicht. Ganz im Sinne von “Für Uns statt für die Anderen”. Ach nein, sorry, eigentlich heisst es ein wenig anders aber gemeint ist es durchaus so…

    • Engler sagt:

      Halten Sie die Mehrheit der Stimmbürger für so wenig reflektiert? Ich denke, die meisten sind selber faehig sich eine Meinung zu bilden.

  63. Felix Stucki sagt:

    Angenommen, wird brauchen zukünftig 50 tausend neue Zuwanderer für unsere Wirtschaft, was machen wir da? Wir bauen Wohnraum und Infrastruktur für diese 50 tausend und DANACH lassen wir sie kommen. Wir brauchen zukünftig zirka 1700 – 2000 neue Mediziner pro Jahr in unserem Land, was machen wir da? Aus den jährlich 5000 Anmeldung für das Medizinstudium wählen wir die 2000 geeignetsten aus und bilden sie aus. Politik kann doch so einfach sein!
    Es geht um Vertrauen, vor allem Vertrauen in unsere Jugend. Unserer Jugend wird nichts mehr zugetraut, sogar die Busfahrer muss man (Ausgebildet!) aus dem Ausland holen, bei konstanter eigener Arbeitslosigkeit!
    Es wird von den Profiteuren ein falsches Spiel gespielt, das sickert nun langsam durch.

    • Sportkrücke sagt:

      “Wir” bauen? “Wir” wählen aus??? Tönt aber sehr nach Sozialismus und Planwirtschaft. So einfach ist das eben nicht …

    • Ruth Meier sagt:

      Herr Stucki, es ist viel schlimmer. Es gab dieses Jahr knapp 800 Studienplätze in Humanmedizin, 131 in Zahnmedizin und 150 in Veterinärmedizin und dies ist einRekord in der Schweiz, denn früher hab es noch weniger. Hier liegt das Problem. Aber man holt sich lieber die fehlenden Mediziner, schon als Praktikanten vor und während des Studiums! Dann kann man den Bürgern dieses Landes erzählen, dass es leidern an Ärzten und Akademikern fehlt und wir deshalb mehrAusländer benötigen. Ganz zu schweigen vom Gerangel um die wenigen Plätze in den Kantonsschulen und Gymnasien. Vielleicht hat es auch System und man will das eigene unwillige Volk dumm halten, damit sie später das richtige Wahl- und Abstimmungsverhalten an den Tag legen! Das kenne ich so aus 3.Welt-Ländern!

  64. R. Merten sagt:

    Man hat den Eindruck, dass die meisten Politiker gar nicht mehr wissen, was im Volk abläuft. Die Sorgen und Nöte scheint denen egal sein. Initiativen werden schubladisiert oder nur extrem zögerlich einer Lösung zugeführt. Man nennt das passiven Widerstand !

    • michael sagt:

      Geanu – nicht das Volk ist für die Politiker da, sondern umgekehrt !! Wenn das schweizer Volk Angst vor eine Überfremdung hat, dann haben die Politiker das Ernst zu nehemen. Die Schweiz ist in der glücklichen Lage durch Volksinitiativen direkten Einfluss auf den Kurs ihres Landes nehmen zu können. Das muss in den Augen anderer Staaten und Politikern nicht immer richtig sein, aber die Schweiz ist ein souveräner Staat, die entscheiden kann wie sie will.

    • Rolf Bombach sagt:

      Die Politiker haben damit recht, dass das Volk gar nicht so viel Sorgen und Ängste hätte, würden diese nicht von den Parteien, Verbänden und Komitees am Kopf vorbei ins Bauchgefühl gepflanzt. Man mag manchem Politiker mangelnde Sachkenntnis vorwerfen können, siehe etwa Energiepolitik oder Goldinitiative, aber was man hier so von den “mündigen Bürgern” liest, ist noch wesentlich trauriger.

  65. Speck sagt:

    Bitte richtig lesen:Im Artikel ist nicht die Rede von Worb, sondern von Worben.

  66. Ruedi.Ballmer sagt:

    Politik, Wissenschaft und Journalismus machen den immer selben Fehler, auch in diesem Artikel: Die Einwanderungsskepsis wird abgewertet und pathologisiert. Subtext: Das sind irrationale Ängste, die es zu überwinden gilt. Die Einwanderungsskepsis ist aber vielleicht sehr berechtigt. Wird sie nicht verstanden und konstruktiv berücksichtigt, wird sie uns bald destruktiv um die Ohren fliegen.

  67. s.frei sagt:

    obige statistik erklärt , was der “volksmund” sogar weiss : lohndruck no.1 , klar nicht in der zentralsschweiz aber sicherlich brutal in grenznähe und vorallem bei ungebildeten nachbarstaaten wie F und I. dies geht soweit , dass sogar billigindustrien hier ansiedeln und ihre leute mitnehmen ! dessen gewinn ? a)funktionierende infrastruktur b) grenznähe= billiges personal c) günstige od. keine steuern . man meint immer die anrainerstaaten seien so produktiv,günstig und ….eben : sozial . dies kostet halt zuviel und dessen staat (trotz geldgier) funktioniert NICHT. insofern ist es eine binsenwahrheit obig. aber scheinbar braucht der bürger zuerst “statistiker” um zu belegen was er schon “weiss” !!!!!!!!!

  68. Geert Bernaerts sagt:

    Die momentane Lage hat rein gar nichts mit “Angst vor Europa, vor mehr Ausländern” zu tun, sondern mit “genug vom ewigen Wachstum”. Es ist keine Angst, sondern man WILL nicht so weitermachen. Aber man kann es natürlich schon aus Unverständnis auf Angst reduzieren bis es irgendwann mal wirklich “chlöpft”…

  69. Peter Meier-Schlittler sagt:

    Gratulation – den vielen Bewohnern dieses Landes: die Mitteilung bescheinigt einem grossen Teil der Bevölkerung einen Gesinnungswandel, eine Lernfähigkeit! Eine menschliche Eigenschaft, welche in Bern offenbar weitgehend fehlt! Kommt dieser Gesinnungswandel unerwartet? Für jemanden der aufmerksam die Mitteilungen aus dem EU-Raum verfolgt – die eine zunehmende Abgehobenheit, Vetternwirtschaft und Unfähigkeit bezeugt, Probleme konkret und v.a. bürgernahme anzugehen – für den ist dieser Gesinnungswandel absehbarl! Und: wer im Alltag steht, einkauft, Spitalbesuche macht, mit öffentlichen Ämtern zu tun hat, in Restaurant isst und täglich im Stau steht (s. dazu seinerzeitiges Zitat von BR Schneider-Ammann), der merkt, dass in unserem Land keine nachhaltige Entwicklung abläuft, sondern ein ungesunder, krank machender und in einem Desaster endender Boom abläuft, der noch mit einem von der SNB befeuerten Währungs-Kunstdünger angetrieben wird!

  70. Claus Koch sagt:

    Hier wird wieder einmal versucht, mit Begriffen Politik zu machen: Man schreibt «europaskeptisch», meint aber EU-skeptisch. Man kreiert einen «Öffnungsindex», wie wenn die Einbindung in den gegenüber Drittstaaten geschlossenen EU-Moloch irgendwas mit Öffnung zu tun hätten. Man unterstellt «Angst» oder «Furcht» vor Fremden, dabei geht es den Leuten in erster Linie darum, die Zuwanderung wieder quantitativ und qualitativ in geordnete Bahnen zu lenken. Man verkauft den Bürger für dumm, wenn man versucht, ihn mit tendenziösen Begriffen in eine bestimmte Ecke zu stellen.

    • Richard Schärrer sagt:

      Vielen Dank, Herr Koch. Ihre Kommentar zeigt auf, wie Herr Hermann denkt. Seine Interpretation kann blinder nicht sein.

    • Peter Richter sagt:

      Top-Kommentar! Danke!
      Ob der Kommentar beim naiven linken Wähler-Massenstrom ankommt?
      Ich glaube nicht, diese Wähler halten sich immer noch für unbünzlig und fortschrittlich, egal was rundherum passiert!

    • Hartmann C. sagt:

      Herr Koch, Sie sehen das richtig. Doch wundert Sie das, wenn Sie lesen, wer den Artikel geschrieben hat? Hermann sagt ja von sich selbst, dass er links wählt! Deshalb greift man auch bei SRF meistens auf ihn zurück. Es darf wohl keiner sein, der querbeet steht. Hermann stellt diejenigen, die nicht so denken wie er, immer in die rechte Ecke, egal, um was es geht! Genau davon habe ich auch genug!

  71. Laktantius sagt:

    Immer dieselbe Erklärungs-Leier: “Aengste vor dem Strukturwandel”. Wo bleiben andere Erklärungsparadigmata, z.B. “Erhalt des sozialen Kapitals, der eigenen Kultur und Sprache, der natürlichen Umgebung, Stop der Hongkongisierung, der Pflicht zum Zusammenrücken zugunsten der Immigranten”??? Wenn sich dieser Politgeograph als Wissenschafter betrachten würde, dürfte er nicht noch Rezepte anpreisen zu mehr Europafreundlichkeit. P.S. Ich spreche 7 Sprachen, habe mich in Afrika und Lateinamerika engagiert.

  72. Hannes Müller sagt:

    Solange man von Ängsten spricht, kann man die Bedürfnisse ignorieren. Genau das hat die Politik getan, und genau darum steigt die Zustimmung zu Ecopop.

  73. Ludwig.Meier sagt:

    Ich als Unternehmer muss sagen muss sagen dass ich mir weder vom Volk noch von den Politikern vorschreiben werden lasse wenn ich einzustellen habe. Sonst werde ich hier meine Zelt abbrechen und meine Firma samt den Arbeitsplätzen ins Ausland verlagern. Die Ecopopper können ja dann im Ballenberg Museum leben..

    • Felix Stucki sagt:

      @Ludwig.Meier
      Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht die Menschen für die Wirtschaft. Können Sie uns noch sagen, wohin Sie die Firma mit den Arbeitsplätzen (von Mitarbeitern oder Menschen haben Sie nicht geschrieben) verlagern wollen. In Ihrer Firma scheint der Mensch und seine (Berufs-) Erfahrung und Wissen keine Rolle zu spielen.

    • Laktantius sagt:

      Besten Dank für den Umzug ins Ausland! Es ist mir schleierhaft, warum alles in der Schweiz produziert werden soll. Im nahen westlichen und südlichen Ausland sieht es schlimm aus mit den Arbeitslosen. Ich hatte letzthin einige Leute aus Italien beherbergt, die wegen Stellensuche hier waren. Sie sind jung und gut ausgebildet (Chemikerin und Ingenieur Automation), finden aber seit Jahren keine Stelle.

    • Jacques Zimmer sagt:

      @ Meier: Genau wie Sie denkt leider der Grossteil der “Wirtschaft”. Genau darum braucht es eben Vorschriften oder Kontingente, damit nicht einfach der teure Inländer durch den billigen Ausländer ersetzt und ins Sozialnetz abgeschoben werden kann. Genau deshalb wäre es gut, wenn Ecopop angenommen würde. Die abgedroschene Drohung, die Schweiz mitsamt den Arbeitsplätzen zu verlassen, hören wir schon seit Jahrzehnten. Wirklich gegangen ist leider kaum einer, im Gegenteil.

      • Hans-Jürgen Lorenz sagt:

        Was ist nicht ist, wird leider wahr, wenn das Umfeld nicht mehr stimmt. Und der punkt ist erreicht.
        und ob sie noch leider sagen, wenn die Familie keine Arbeit mehr findet und ihre Immobilienblase gepatzt ist?

    • Aka Keller sagt:

      @ Ludwig Meier. Wie ihnen schon jemand an anderer Stelle geschrieben hat soll man Wanderer nicht aufhalten. Gut Reise und viel Erfolg.

    • Geert Bernaerts sagt:

      Kein Problem Herr Meier. Auf solche Unternehmer können wir verzichten, es gibt genügend Andere. Gute Reise.

    • Hampe sagt:

      dann Herr Meier wünsche ich Ihnen und Ihrem Unternehmen in Bälde viel Spass im Ausland! So nebenbei, Ihr Kommentar lässt bei mir Zweifel aufkommen, dass Sie wirklich Unternehmer sind.

    • Heinz Meier sagt:

      @Unternehmer. Da haben Sie völlig recht. Ich möchte zwar auch lieber Mitarbeiter die der CH Sprache mächtig sind einstellen. So benötige ich weniger Zeit und eventuell auch weniger Kontrolle. Aber der Preisdruck am Markt zwingt mich die günstigsten Arbeitskräfte einzustellen. Die Arbeitslosenkosten sind immer noch tiefer als der Mehrwert den ich durch ausländische Mitarbeiter generiere. Ins Ausland ziehen werde ich zwar nicht wegen den besseren Infrastrukturen hier. Wenn die Ecopop angenommen wird hab ich wieder gleich lange Spiesse mit anderen Unternehmen hier.

    • Roland K. Moser sagt:

      Und vergessen Sie nicht, die Arbeitnehmer mitzunehmen, sonst kommen Sie für deren Lebensunterhalt auf, bis diese wieder eine Stelle haben.

    • Franz Wendel sagt:

      Diese Reaktion zeigt, es geht nur um das eigene Ego. Soziale Haltung ist kleingeschrieben. Grundsätzlich sind solche Aussagen reine Erpressung. Gehen Sie, denn auf der ganzen Welt finden Sie keinen besseren Platz. Das politisch Korset und die Gewerkschaften müssen Sie mit einberechnen.

    • Bruce Sclaperi sagt:

      Bin auch Unternehmer. Wir haben 90%Exportanteil, wovon 50% nach Japan und China. Trotzdem bin ich für Ecopop, weil ich Kinder habe. Dass ich jetzt aber im ‘Öffnungsindex’ als nicht öffnungsfreundlich eingestuft werde ist schon lustig. All diese Europhilen haben wohl noch nie über die EU-Grenzen geguckt.

    • U. Rieser sagt:

      Na dann geht doch!!!!!!!

    • Ruth Meier sagt:

      Vergessen Sie nicht, dass Sie auch im Ausland nicht frei sind: in vielen Ländern klagen nicht eingestellte Mitarbeiter wegen Benachteiligung in Bezug auf Geschlecht, Rasse, Farbe, Religion usw. Aber das ist ja egal, hauptsache sie habens den Anderen gegeben!
      Vor der PFZ hat es auch funktioniert und von Vorschreiben war niemals die Rede!

  74. Rainer Merlin sagt:

    Ein typisches Merkmal für “wissenschaftliche” Analysen: Man wertet Daten aus und hat den “Beweis”, wie die Schweizer denken und in Abstimmungen handeln. Dabei gehen andere Gefühle völlig unter. Zum Beispiel, die Ohnmacht der meisten Schweizer/innen, die keiner Partei angehören (es sind über 90%!), denen nichts anderes übrig bleibt, als diejenigen zu wählen, die sich ellbögelnd hervortun in Interessenverbänden und Parteien. Vor einigen Jahrzehnten fanden sich unter diesen noch kluge Köpfe, heute sind es mehrheitlich Selbstdarsteller. Und diese formen unsere Politik mit Feuerwehrübungen, die zum Himmel schreien. Wir leben nur in einer Scheindemokratie von kuschenden Interessenvertretern des Grosskapitals. Möglich, dass dies die vielen Selbstdarsteller nicht einmal merken. Doch eine Mehrheit der Bevölkerung spürt ein Unbehagen gegen dieses Fremdbestimmtsein. Deshalb versucht sie über Initiativen die “Bremse” anzuziehen. Wo sind solche Überlegungen in den Tabellen zu finden?

  75. Mike Fuchs sagt:

    So langsam glaubt das Volk den PFZ Profiteuren (Unternehmer, Immobilienbesitzer) nicht mehr, dass quantitatives Wachstum zum Wohle aller sei. Vor dem Hintergrund einer Verdoppelung der Immobilienpreise in den Zentren in den letzten zehn Jahren wird aber munter weiter behauptet, wir hätten Nullteuerung oder gar Deflation, eine Dreistigkeit sondergleichen. Gleichzeitig versucht man uns Verdichtung schmackhaft zu machen. Die Profiteure verkennen, dass sich ausser ein paar Idealisten kaum jemand freiwillig verdichten lässt, am wenigsten diejenigen, welche die Verdichtung propagieren.

    • Fischer M. sagt:

      Mike Fuchs,
      wie recht sie haben mit dem satz :
      “Die Profiteure verkennen, dass sich ausser ein paar Idealisten kaum jemand freiwillig verdichten lässt, am wenigsten diejenigen, welche die Verdichtung propagieren.”

      Habe erst heute ein interview gelesen mit dem ETH chef Ralph Eichler.

      Er warnt natürlich vor ecopop, und meint gleichzeitig, es habe genügend platz für 12 millionen in der schweiz. Wenn die 12 millionen erreicht sind, und das geht schnell, sagen die wachstumseuphoriker wahrscheinlich, es habe auch platz für 20 millionen. Oder möchten sie erst dann eine ecopop ll annehmen, die jetzt schon drinegnd nötig ist ?

      Der clou im ganzen interview ist aber der satz:

      “Wir wohnen im Grünen und arbeiten woanders. Das ist ein Problem, das wir selber verursacht haben. Hier muss man den Hebel ansetzen.”

      Raten sie einmal wo der gute herr direktor wohnt. In brugg, in einer grossen villa am südhang, nicht weit weg vom waldrand. Google earth machts möglich.

      Er pendelt jeden tag ? nach zürich an die ETH. Ein guter physiker zwar, aber trotzdem völlig unglaubwürdig, wie viele andere auch von seiner zunft, die wasser predigen und wein trinken.

      Aber es soll sogar bundesräte geben, welche nicht verdichtet wohnen 🙂

  76. Franz Diethelm sagt:

    Es gibt nur eins: JA zu Ecopop stimmen!

    • Claudio sagt:

      Nur über meine Leiche — für so einen Schwachsinn kann man nun einfach mal nicht JA stimmen!

  77. Hans sagt:

    Ähm “Aargauisierung”..? Gerade beim Datenblog würde ich erwarten, dass so eine Aussage dann die Fakten entspricht. Tut sie nicht; eher im Gegenteil: Aargau ist moderat konservativ im Vergleich mit vielen Gebieten im Wallis, Berner Oberland, usw., folglich nur ein billiger Witz für Zürcher? Na dann. Wer kein Plan hat, folgt uns Aargauer.

    • Peter Richter sagt:

      Wie der Aargau vor 10 Jahren?
      Das war geschickt gesetzte Propaganda, welche gewiefte Leser längst durchschaut haben!
      Ein Wissenschaftler erwähnt in den Regionen Schaffhausen, la Broye und Seeland mit keinem Wort die Grenzgänger?
      Bei naiven linken Wähler mögen diese gezielt parteiischen Teilinformationen durchgehen, mindestens bis die Realität am eigenen Arbeitsplatz zuschlägt.

  78. Frank Petermann sagt:

    Es sind nur wenige Leute resp. Firmen, die von der Einwanderung “profitieren”.
    Viele MitbürgerInnen erleben vorwiegend Nachteile: Lohndruck, von überlasteten Strassen & ÖV beeinträchtigt, enorm viele Mitbewerber bei Stellensuche (von Nischen abgesehen), explodierende Miet- und Hauspreise, blühende Verwaltungs- und Sozialindustrie, sinkendes BIP/Kopf, etc., Unsere Politik ist unehrlich. Schlussendlich wird nur ein Schneeballsystem gefördert – mittel- bis langfristig keine tragfähige Lösung!

    • Josef sagt:

      Wir profitieren beinahe alle, aber wollen es nicht wahrhaben. Es ist einfach ein nötiges “Übel”. Oder denkt man wirklich man könne sich sein Land so zusammenstellen wie m an will, ohne Nachteile und nur mit Vorteilen? Eine Illusion.

      • strant sagt:

        Einstellungen wie ihre die unkritisch mit dem Problem umgehen haven dazu geführt das die Stimmung gekippt ist.

        Es ist 5 vor 12 das die Politik beginnt die Ängste wahr und ernst zunehmen und diese nicht mit Floskeln versucht zu bearbeiten

      • Mark sagt:

        Es ist also ein nötiges “Übel” wenn man mit 50ig entlassen wird und danach keine Stelle mehr findet? Na bravo.

        • Josef sagt:

          Ja Mark, es ist ein nötiges Übel. Wieviele 50 Jährige werden entlassen? Ich kenne keinen einzigen zurzeit. Diejenigen, die ich kenne wurden vor ca. 10 Jahre entlassen, dies wegen Restrukturierungen und sie wurden nicht ersetzt. Ausserdem: werden hier mehr 50 Jährige entlassen als woanders? Man schiesst nicht mit Kanonen auf Spatzen, die Vorteile der PFZ überwiegen.

    • Romy sagt:

      @Petermann: Seit Jahren wird am Volk vorbei politisiert. Die Eliten aus Politik und Wirtschaft lassen den Krug solange zum Brunnen gehen bis er bricht. Die Signale aus der Bevölkerung wurden übergangen und Euroskeptiker wurden als nationalistisch u. fremdenfeindlich verschrien. Die Bundesbern-Politikerkaste hat schlichtweg die Aufgabe als Landes- und Volksvertreter missachtet und die Wirtschaft ihre sozialen Verpflichtungen gegenüber Schweizer Arbeitnehmern. Bundesbern muss am 30. Nov. mit JA zu Ecopop endlich abgestraft werden, auf dass es sich wieder an seine Bürgerinnen und Bürger erinnert..

  79. Sandro sagt:

    Von einzelnen Gemeinden (“in Worb gab es keinen Baulandverschleiss”) kann nicht auf (fehlende) Zusammenhänge geschlossen werden, das weiss jeder ausgebildete Sozialwissenschaftler (oder Statistiker), v.a. nicht ohne Kontrolle von Drittvariablen. Die geeignete Analyse wäre: Analyseeinheiten: Gemeinden. Unabhängige Variable: Bevölkerungswachstum in er Gemeinde in den letzten 5 Jahren. Abhängige Variable: Zustimmung zu Ecopop bzw. MEI. Kontrollvariablen: Stadt/Land, politische Zugehörigkeit, soziodemografische Variablen (Bevölkerungszusammensetzung).