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Der Altersheim-Atlas

Von DB, 4. Oktober 2014 43 Kommentare »
Mehr Betten als erlaubt, weniger Personal als vorgeschrieben: Die «SonntagsZeitung» deckte letzte Woche die Tricks der Altersheime auf. Auf einer interaktiven Karte kann nun jeder selber nachschauen, wie es um die rund 1600 Heime in der Schweiz steht.

Von Alexandre Haederli, «SonntagsZeitung»

  • Wie viel Pflegepersonal hat das Altersheim ihrer Wahl?
  • Wie gut ist das Personal ausgebildet?
  • Wie viel kostet es?
  • Und wie schneidet es im Vergleich zu anderen ab?

Die «SonntagsZeitung» veröffentlicht den ersten umfassenden Altersheim-Atlas der Schweiz. Die interaktive Karte finden Sie hier oder nachfolgend exklusiv auch im Datenblog. Sie zeigt alle 1558 Alters- und Pflegeheime auf einer Karte. Ein Klick auf ein Heim zeigt unter anderem die Anzahl Betten, die Personalstärke und die Gesamtkosten pro Tag.

Als Vergleich steht daneben jeweils der Durchschnitt der Schweizer Heime, bei denen der Pflegebedarf der Bewohner gleich hoch ist. Der Pflegebedarf wird mit einer Zahl von 1 bis 12 angegeben. Je höher diese Zahl ist, desto mehr Pflege brauchen die Bewohner

Ein Blick in die Karte zeigt, dass es teilweise grosse Unterschiede gibt zwischen den Heimen. So findet man teure Heime mit Kosten von über 1000 Franken pro Tag, die denselben Pflegeaufwand und dieselbe Personalstärke haben wie Heime, die täglich 250 Franken kosten.

Die Daten aus dem Jahr 2012 hat das Bundesamt für Gesundheit in zwei Jahren Arbeit bei den Heimen erhoben und konsolidiert. Dennoch meldeten einzelne Heime auf Anfrage noch immer Bedenken zu Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten an.

Am vergangenen Sonntag deckte die «SonntagsZeitung» aufgrund der Daten auf, mit welchen Tricks gewisse Heime auf Kosten der Betagten und des Personals Geld sparen und Gewinne maximieren.

Mitarbeit: Dominik Balmer, Catherine Boss, Julian Schmidli und Oliver Zihlmann, alle «SonntagsZeitung»

www.altersheim-atlas.ch

43 Kommentare zu “Der Altersheim-Atlas”

  1. Jennifer sagt:

    Die Swiss & Deutschland Liefe bietet nicht marktgerechte Konditionen an. Weiter entscheidet weniger die Leistung, als die passende Seilschaft über Anstellung oder Nichtanstellung.

  2. Ulrike sagt:

    Bundesweit fehlen 70 000 Pflegestellen; In den letzten 20 Jahren wurden 20.000 Stellen für Pflegekräfte gestrichen. Krankenschwestern und Pfleger sind überlastet, die Patienten leiden. Opposition und Gewerkschaften setzen sich nun für eine Mindestbesetzung ein.

  3. Ulrike sagt:

    Deutschland leidet aufgrund des demographischen Wandels an Fachkräftemangel und benötigt mehr Migration und Inklusion qualifizierter Zuwanderer. Zum Beispiel ein Drittel der Pflegekräfte gilt als Burn-Out!!!

  4. Robert sagt:

    Aufgrund der Zunahme an älteren und alten Menschen in der Gesellschaft (demographischer Wandel), ist für die Zukunft mit einer Zunahme der pflegebedürftigen Menschen zu rechnen!!

  5. Irene Aeschlimann sagt:

    Einige Kommentare finde ich sehr bedenklich. Ich vermute, dass diese von Leuten geschrieben wurden die wenig Kenntnis von der wirklichen Arbeit im Altersbereich haben. Die Ansprüche unserer Gesellschaft sind enorm gestiegen, die Angehörigen und auch die Bewohnenden haben die Erwartung medizinisch, betreuerisch und im Bereich der Hotellerie nur das Beste zu erhalten > aber kosten sollten diese Dienstleistungen möglichst wenig.
    Der Altersbereich hat ein schlechtes Image (in der Gesellschaft und in der Berufswelt) und mit Berichten wie in der SonntagsZeitung wird sich dies auch nicht ändern. Das hinter den gewinnorientierten Institutionen grosse Firmen stecken wird von den Lesenden vergessen. Es wird nur noch über die schlechte Arbeit die das Geld nicht wert sein soll.
    Die Arbeit wird noch unattraktiver für Fach- und Assistenzpersonal und die Folgen davon sind dann glaube ich für alle klar….
    Wir tun uns so für unser eigenes Alter einen Bärendienst..
    Sollten wir nicht wieder jeder Einzelne von uns sozialer werden und entsprechend im Alltag handeln und gemeinsam dafür sorgen (im Alltag und politisch), dass sich die ganze Situation fürs Alter verbessert? Immer andere verantwortlich zu machen hilft uns nicht weiter!
    Und den Medien bin ich sehr dankbar, wenn sie auch aufzeigen was alles gut gemacht wird und die Leistungen aller Mitarbeitenden einmal wertgeschätzt werden..

  6. Zahnd Simone sagt:

    Ich suche krampfhaft das Seniorenzentrum in Reinach /BL

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

  7. Paul Christen sagt:

    Mir wäre lieber, die Medien würden mithelfen, dass die Krankenkassen endlich mehr von der Pflegefinanzierung übernehmen würden. Seit über 10 Jahren sind es 9 Fr. je Stufe je Tag. Mittlerweilen bezahlt der Staat mehr an die Stufen pro Tag als die Krankenkassen mit unseren Steuergelder. Und dennoch müssen wir immer mehr Prämien bezahlen. Konkret bezahlen wir es doppelt mit Prämien und Steuern. Jetzt ist noch das Konkordat Santé Suisse aufgelöst worden, wenn die Entwicklung so weiter geht, wird’s irgendwann unterschiedliche Kassenbeiträge pro Stufe geben, je nach dem bei welcher Krankenkasse man ist. Ebenso hörte ich in den Medien dass über 10 Millionen Franken eingespart wurden, aufgrund der Einführung der Fallpauschalen, es ist das erste Jahr, dass dies läuft, und wieder gehen die Prämien rauf nächstes Jahr. Wenn etwas krank ist in unserem Land, dann ist’s das Gesundheitswesen. Die Altersheime werden streng kontrolliert bezüglich Fachpersonal, auch bezüglich Bettenbelegung. Da habe ich nicht so Sorgen, mich würde Mal wirklich wundern, wohin all das Geld fliesst bei den Krankenkassen, und warum unsere Politiker im Alters- und Pflegeheim Bereich den Kassen nicht endlich Druck aufsetzten Ihre Aufgabe anständig zu erfüllen.

  8. Vreni Baumgartner sagt:

    Warum ist das Senioviva in der Hürststrasse 56 8046 Zürich nicht aufgeführt? das würde mich sehr intressieren.

  9. Tamar von Siebenthal sagt:

    Jeder, der findet, dass die Altersversorgung in schweizer Heimen genügend ist, sollte sich die Frage stellen, ob er, wenn er mal alt ist, auch so behandelt werden möchte.

    Wie in der Schweiz mit Hilflosen umgegangen wird, ist eine bodenlose Schande!!!

    • Mark Keller sagt:

      Wie wird denn in der Schweiz mit Hilflosen ganz allgemein umgegangen? Sollten Sie Ihre Eltern oder Ihren Partner selbst betreuen, dann haben Sie meinen Respekt und meine Hochachtung. Was aber wenn Sie dazu nicht in der Lage sind? Wer soll dann welche Betreuung zu welchen Kosten übernehmen?

  10. A.Röllin sagt:

    Seit Jahren sind die sehr sehr sehr grossen Unterschiede bekannt! Die Unterschiede sind so gross, dass selbt mögliche Rechnungsfehler damit abgedeckt werden könnten. Übrigens, seit Jahren sind es immer dieselben Ausreisser. Mit viel Aufwand wird eine Erhebung gemacht, doch passieren tut nichts. Es gibt keine Verantwortliche, keine Pflichtbewusste, keine “Spezialisten”, keine Kontroller, keine Bundes-, Kantons- und/oder Gemeindebeamte, die aus den Erhebungen etwas lernen wollen oder gar zu Korrekturen verpflichtet wären, die etwas tun. Aber schlimm auch die Gesellschaft, die uninteressiert weiter in ihrem Tiefschlaf verharren.
    Ist uns als Gesellschaft nicht bewusst, wie amateurhaft unnser Alterswesen “funktioniert”? Ist uns nicht bewusst, wie unsere Gesellschaft mit unserer Problemstellung “Alter & Soziales” dringend umzugehen hätte?
    Wenn heute in Altersheimen abgezockt wird, dann nicht mit Absicht sondern weil unprofessionell in der Führung & Planung & Aufsicht gearbeitet, eigentlich besser “nichtgearbeitet”, wird. Noch hat der Bereich Alters- und Pflegeheim zuviele unfähige Personen, die diesen Bereich politisch und strategisch nicht bearbeiten, obwohl sie über gutbezahlte Jobs dazu verpflichtet wären.

  11. Theophil Tobler sagt:

    Warum fehlt das Altersheim “Lindehus” von Turbenthal? Liegt eine Verwechslung vor, da für Turbenthal das Gehörlosendorf erwähnt wurde, aber nicht das “Lindehus”? Eine Korrektur, resp. Ergänzung wäre sinnvoll.

    • sabine oberländer sagt:

      Es ist dabei: Geben Sie als Suchbegriff Turbenthal ein, dann werden Ihnen das Gehörlosendorf und das Lindehus angezeigt.

  12. Benno L. Tobler sagt:

    Zur Verbesserung der Corporate Governance und notwendigen Transparenz wäre es angezeigt, wenn das BAG und das BSV den ‘Atlas der Altersheime’ (Pflegeintensität, Pflegepersonal pro belegten Platz, qualifiziertes Personal pro belegten Platz, Total der Vollkosten und Steuerbefreiungsstatus der Trägerschaft) jährlich auf ihren Homepage im Internet jährlich publizieren würden.

    Es wäre auch zu prüfen, ob die Institutionen mit Gewinnausschüttungen steuerbefreit sind und als gemeinnützige Institutionen geführt werden. Dazu gehört auch ein Appell zumindest an die aus Krankenkassenprämien (via Verwaltungsratsmandate etc.) finanzierten National- und Ständeräte den notwendigen Beitrag zur Transparenz zu leisten.

  13. A. Tamburini sagt:

    Es sind nicht einfach “Tricks”, die die Heimleitungen anwenden um Personal zu sparen. Es hat zuwenig dipl. Pflegepersonal auf dem Markt. Die Leute werden gesucht und gesucht, der Lohn ist gut, die Anstellungsbedingungen “normal” mit dem Schichtbetrieb von Tag-, Spät- und Nachtdienst und trotzdem fehlen die neuen Kolleginnen/Kollegen. Ab und zu “schnuppert” mal jemand und danach erhalten wir die Info. “nein, danke, – ich arbeite doch lieber im Akutspital, im Pflegheim wirds mir wohl zu anstrengend sein.” So arbeitet das Team Wochen und Monate mit weniger Personal als erlaubt wäre und dies nicht aus Spargründen der Leitung. Es wird dann aber nicht schlechter gepflegt, sondern die einzelnen Pflegepersonen arbeiten mit unattraktiven Diensten; den geteilten Diensten, oder halben Diensten. So sind dann gerade knapp gerechnet genug Pflegende am Arbeiten, nur die jeweiligen Diestzeiten sind unangenehm. Der Kunde, der Bewohner erhält nicht weniger Pflegeeinsatz.

  14. Michael sagt:

    Wenn der Züricher Gesundheitsdirektor Heiniger behauptet, das in der Mehrheit der Heime eine sehr gute Betreuungsqualität geleistet wird, dann war er entweder sehr lange nicht mehr in einem Heim oder hat einen sehr geringen Qualitätsstandard. Und es genügt nicht, die Heime einmalig zu besuchen. Um sich ein korrektes Bild zu machen, müsste er mal eine Woche lang Tag- und Nachtdienste schieben und sehen, wie sehr die Pflegekräfte an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten. Nur dank deren unermüdlichen Einsatzes ist noch nichts schlimmes passiert.

    • Ralf Schrader sagt:

      Wie soll ein Jurist die Betreuungsqualität in einem Altenheim einschätzen können. Das ist genau so realistisch, wie ich als Mediziner die Rechtssicherheit an Zürcher Gerichten beurteilen könnte.

  15. Eric Cerf sagt:

    Wer im alter kein Vermögen besitzt, nur von der AHV, ev. plus EL leben muss, kommt kaum über die Runden. Auswandern in ein Billiges Dritte-Welt Land ist die einzige Möglichkeit um der Altersarmut auszuweichen.In Thailand etwa sind Pflegekosten bezahlbar, in der CH schon lange nicht mehr. Nur eben, man muss im alter die mentale Kraft haben, ein neues Leben anzufangen. Viele können/wollen das nicht, ausgebrannt,leer.

  16. ruf sagt:

    Wahnsinnig interessant. Wenn ich nur besser sehen könnte, um welches EMS es sich handelt. Die Ausschnitte sind leider viel
    zu Klein.

  17. one moment sagt:

    Ergänzend, es wäre interessant zu wissen was mit Pflegeintensität stufe… gemeint ist? Wenn damit die reine Pflege und Betreuung gemeint ist, die mit einem System erhoben wird, darf nicht vergessen werden, dass es Heime gibt, die von Ihrem Fachpersonal, nach wie vor auch hauswirtschaftliche Leistungen so wie nicht verrechnbare Aktivierung der Bewohner sowie andere Hintergrundsleistungen erwartet werden, die mit dem Pflegestufenmodell der reinen pflege nicht beinhaltet sind.

  18. huebe sagt:

    Ortsangaben wären sehr hilfreich
    LGah

  19. Joel W,. sagt:

    Schon seit Jahren prangern wir diese Zustände an – aber weder Politische Behörden noch die Zeitungen sahen es nötig, endlich diese Zustände aufzudecken. Viel zu viele Altersheime-Residenzen genannt- werden betrieben wie eine AG. Profitmaximierung und die dahinter stehenden Privaten (Investoren,Aerzte,Personen die in der Sozialindustrie eine Anstellung haben etc) zocken ab auf Kosteen der IV, der AHV, Prämienverbilligung,Ergänzungsleistung – mit einem Wort einmal mehr auf Kosten der Steuerzahler. Anscheind sind unsere Polit-Darsteller im BR,NR,STR übermässig stark involviert, dass sie nicht hinschauen wollen und nichts unternhemen. Selbst Alterheime die von Gemeinden betrieben werden machen mit und zocken ab.
    10.000.– pro Monat für einen 85-jährigen Mann im Rollstuhl, der nur noch Suppe zu sich nimmt und nachmittags in seinem Zimmer mit Fernseher “hocken gelassen wird”, der mangels Betreuung 2x mit dem Rollstuhl die Treppe vor seinem Zimmer hinunter gefallen ist. Es herrscht WILDWUCHS UND KEINER SIEHT HIN.

  20. one moment sagt:

    Der Athlas täuscht vor, dass Heime mit wenig Personal pro Bett mit hochqualifiziertem Personal arbeitet, dass ist Augenwischerei, oft sprechen die Leute kaum deutsch, noch ist es klar wie sie zu ihren Qualifikationen gekommen sind .

  21. Alexander Kuhn sagt:

    Dieser Atlas ist wohl mit Vorsicht zu geniessen. Gleich beim ersten Altersheim, demjenigen in unserem Nachbardorf, trat ein gravierender Fehler auf. Der Punkt auf der Karte war mehrere Kilometer falsch platziert, in einem ganz anderen Dorf. Auch das zweite, mir bekannte Altersheim wurde nicht korrekt verzeichnet. Zwar lediglich um ca. zwei Kilometer falsch, gut ist das dennoch nicht. Zudem würde ich mir nicht nur ein Vergleich mit dem Durchschnitt der Alters- und Pflegeheime der gleichen Pflegestufe wünschen, sondern auch einen mit den Vorschriften. Immerhin steht in der Artikelüberschrifft gross: “Mehr Betten als erlaubt, weniger Personal als vorgeschrieben:…”
    Weiter gestalltet es sich mir als Laie eher schwierig die Daten zu interpretieren. Pflegeintensität von 1 bis 12. Was heisst das denn? Hier wäre eine Erklärung schön gewesen.
    Die Idee eines solchen Atlases ist gut, geradezu bestechend gut. Leider gefällt mir die Qualität der Umsetzung nicht.

  22. Ben sagt:

    Es gibt auch Fälle in denen sich private Altersheime die Personalstruktur des Öffentlichen Altersheims zu nutze gemacht haben. Risikolos und zum Selbstkostenpreis durfte man sich Personal für den eigenen Profit auslehnen bis die privaten Investitionen ein bischen gesichert waren. Wärend dem war das Risiko beim staatlichen Altersheim… widerliche politische und Ideologische Verbindungen machen sowas möglich… Und nachher über die Ineffizienz staatlicher Strukturen meckern.

  23. Ben sagt:

    Ehrlich und korrekt ist übrigens, wie die Tricks der neoliberal bürgerlichen Fraktionen das öffentliche Gesundheitswesen und die öffentliche Altenpflege ausbluten. Viele viele unauffällige Gesetzliche Anpassungen entziehen den staatlichen Spitälern und Altersheimen immer mehr Geld. Die Bürger und Patienten wissen in der Regel davon nichts, das Personal aber sehr wphl, denn die haben oft viel schlechtere Arbeitskonditionen inkl. massiver Mehrbelastung. Kummuliert über viele Jahre wird so die gesamte in öffentlichem Besitz stehende Infrastruktur von Spitälern und Altersheimen zerstört um Platz für profitable private Vorhaben zu schaffen…

  24. Ben sagt:

    diese Daten dienen der Vorbereitung für künftige Privatisierungsvorhaben… Altenpflege ist einer der Profitträchtigsten Bereiche kommender Jahre. Schon sind etliche Gemeindeeigene Altersheime stolz keine Steuergelder zu verbrauchen um blos nicht mit privater Profitgier zu konkurrieren. Es wird eine der typisch neoliberal bürgerlichen Abzockerschemas vorbereitet indem sich die Reichen alles, die aAmen nichts mehr leisten können…

  25. Christian Ritschard sagt:

    Es geht aber nicht nur um Pflegepersonal sondern auch um die Angestellten in der Hauswirtschaft, Service und Küche.
    In diesem Bereich wird noch viel mehr gespart. Mich würde interessieren ob diese Kosten auch eingerechnet werden.

  26. Maximilian Bloechlinger sagt:

    BRAVO TA! Das ist guter Journalismus. Nicht abgeschrieben, sondern selbst im Tiefgang erforscht und sachlich beschrieben.

  27. Linus Huber sagt:

    Transparenz ist immer das beste Mittel gegen korruptes Verhalten. Danke an den Tagesanzeiger – Weiter so.

  28. Ralf Schrader sagt:

    Wenn man Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gewerbsmässig, d.h. gewinnorientiert betreibt, kann es nur die Entwicklungstendenz zur Profitoptimierung geben. Preise hoch und (vor allem Personal-) Kosten runter.
    Profit und Patient/ Heiminsassen- Wohl geht nicht zusammen.
    Aber das ist seit den Ursprüngen der organisierten Medizin/ Pflege bekannt, ich verstehe nicht, warum es trotzdem immer wieder versucht wird, dass der Bevölkerung, also den zu Betreuenden, unterzuschieben.

    • Mark Keller sagt:

      Und was darf das Ganze kosten? Wer reitet denn immer das Sparschwein? Wie finanziert man die Altenpflege? Dieses Problem wird uns noch teuer zu stehen kommen, wenn wir die dringend benötigtgte Verjüngung der Bevölkerungsstruktur nicht hinkriegen (aber wir haben noch nicht einmal damit angefangen hierüber nachzudenken)!

  29. Was macht eigentlich der Preiüberwacher in dieser Angelegenheit ? Hat er überhaupt Kenntnis davon ?

    • Mark Keller sagt:

      Und die Angestellten der Alters- und Pflegeheime die einen Superjob machen, sollen die nichts mehr verdienen dürfen? Sollen oder müssen diese für Gottes Lohn arbeiten?

  30. Freddy Müller sagt:

    Sehr intereessante Tabelle, wobei einer der zentralsten Faktoren für die Angehörigen, nämlichndie Freundlichkeit und Warmherzigkeit des Personals, nicht aufgeführt wird, da nicht quantifizierbar. Insofern bleiben solche Übersichten immer mangelhaft und die daraus gezogenen Rankings ebenso.

    • adam gretener sagt:

      Das ist so. Ein schwieriges Thema. Man soll sparen sparen sparen, aber nur solange, bis die eigenen Eltern ins Heim kommen. Dann sollen diese die best mögliche Betreuung bekommen.

      Das geht eben nicht zusammen.

  31. Meier John sagt:

    Diese Tricks müssen sofort unterbunden werden. Mehr Personal auf den Stationen, weniger in der Administration, die ohnehin einfach zu gut bezahlt sind im Verhältnis zu dem Pflegefachpersonen. Letztere haben es doppelt so streng, müssen auf allen Ebenen topp sein, während die im Bürostuhl sich nur zu gerne zurücklehen und wenn dann mal irgend eine Abrechnung oder irgendeine Antwort fadenscheinig und falsch daher kommt, haben sie noch zig Ausreden. So geht das nicht!

    • Ben sagt:

      Zurùcklehnen tun sich im Moment nur die Investoren da deren künftiges Spielfeld, der möglichst profitable Besitz von Altersheimen, von der neoliberal bürgerlichen Politik aus SVP und FDP die sich bald über unsere kommunalen Altersheime hermachen…. Ein Milliardengeschäft indem die Mehrheit nichts mehr davon haben wird. Entweder die Gemeinschaftlich Besitz stehenden Altersheime werden verlottern, unbezahlbar oder privatisiert…

    • Kummer Rahel sagt:

      Wie das Meiste in der Schweiz sind Alters- und vor allem Pflegeheime in den letzten Jahren zu einer ganz grossen Abzocke verkommen!