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In welcher Stadt es am meisten Parkplätze für Behinderte gibt

Von Barnaby Skinner, 23. Februar 2014 31 Kommentare »
Parkplätze für Rollstuhlfahrer sind in den Städten besonders rar und schwer zu finden - eine App soll Abhilfe schaffen.

Yverdon im Kanton Waadt ist die rollstuhlfreundlichste Stadt der Schweiz – gefolgt von Wetzikon ZH und Nyon VD. Dies ergab eine Auswertung des Vereins Accessibility Data für die «SonntagsZeitung» und den Datenblog.

Für die Grafik wurden aus über 8300 Rollstuhlparkplätzen jene herausgesucht, die in den 50 grössten Schweizer Gemeinden liegen. Mit diesen Gemeinden wurde die Rangliste erstellt (hier sind die Rohdaten).

Dabei zeigt sich: Grosse Städte wie Zürich und Basel gehören zu den Schlusslichtern. Verglichen mit Spitzenreiter Yverdon gibt es in Basel fast siebenmal weniger Behindertenparkplätze pro 10`000 Einwohner. Die Erhebung bestätigt, was viele Behinderte schon lange ahnen: Sie werden in grösseren Städten diskriminiert.

Der Zürcher Urban Kägi war 13, als ein Rückenmarkinfarkt sein Leben veränderte – seither ist er querschnittgelähmt. Für den 33-Jährigen ist ein Ausflug in die Zürcher Innenstadt ein Risiko – findet er keinen Parkplatz, ist der junge Mann aufgeschmissen. Immer wieder verzichtet Kägi auf einen Theaterbesuch oder einen gemütlichen Abend im Restaurant – und damit auf ein Stück Lebensqualität. «Bei der Arbeit habe ich einen reservierten Parkplatz, sonst kann es für mich schwierig werden.»

«Das Parkplatzproblem wird immer schlimmer»

Parkplätze müssen mindestens 3,5 Meter breit sein, damit Menschen, die im Rollstuhl sitzen, ohne fremde Hilfe in ihr Auto ein- und aussteigen können.

Bei der 55-jährigen Thea Mauchle, Präsidentin der Behindertenkonferenz des Kantons Zürich, schlug das Schicksal am Neujahrstag 1990 zu. Sie steuerte einen Kleinbus, kam von der Strasse ab und wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Seither ist sie querschnittgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Auch Mauchle kennt das brennende Problem in den Stadtzentren, das behinderten Menschen das Leben erschwert: «Das Parkplatzproblem wird immer schlimmer.»

Vor acht Jahren entschied das Bundesamt für Strassen, die verschiedenen Kategorien bei den Behindertenausweisen abzuschaffen. Jetzt darf jeder mit einem Behindertenausweis die reservierten Parkplätze benutzen. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass Behinderte ausserhalb der für sie bestimmten Parkplätze nur maximal zwei Stunden parkieren dürfen. «Beides führt dazu, dass Behindertenparkplätze in den Städten überlastet sind», sagt Mauschle.

Stadt Zürich wehrt sich

Neue Parkplätze würden zudem häufig dort eingerichtet, wo man sie kaum benötige. «An der Zürcher Orellistrasse gibt es zum Beispiel 17 Rollstuhlparkplätze, die meist leer stehen. An den Brennpunkten im Zentrum sind dagegen nur wenige hinzugekommen.»

Georg Mattmüller, Geschäftsführer des Basler Behindertenforums, weiss: «Früher waren die wenigen Rollstuhlparkplätze kein Problem, weil die Polizei bei den Bussen viel kulanter war.» Inzwischen sei die Bussenpraxis verschärft worden, ohne dass man genügend neue Rollstuhlparkplätze geschaffen habe.

Heiko Ciceri, Sprecher der Stadt Zürich, wehrt sich gegen das schlechte Abschneiden im Parkplatz-Ranking. Man müsse die Gesamtverkehrssysteme vergleichen: «In Zürich stehen den Menschen mit Behinderungen öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, die immer besser auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind.»

Doch die Benützung von Tram und Bus ist für gehbehinderte Menschen oft mit viel Geduld verbunden – und mit Schikanen. Etwa wenn auf einer Strecke das Niederflurtram ausfällt. Mehr Hoffnung verspricht eine neue App, die der Verein Accessibility Data entwickelt. Die Online-Karte www.rollstuhlparkplatz.ch zeigt landesweit das Angebot an Behindertenparkplätzen.

Accessibility Data arbeite seit 2012 am Dienst. Da die Datenlieferung aus den jeweiligen Gemeinden zum grössten Teil auf Freiwilligenarbeit beruht, hat die Schweizer Karte noch Lücken, besonders im Tessin und im Jura. Vor allem Zürich wird aktuell abgedeckt, nachdem die Stadt auf ihrem Internetportal die Lage der Rollstuhlparkplätze als Open Data zur Verfügung stellt. Künftig können so neue Parkplätze automatisch in die Karte eingebaut werden. Die folgende Karte zeigt ausschliesslich, wo Daten vorhanden sind und wo nicht.

Neues Bild

Hier sind die Rohdaten der Karte

In der geplanten App kann man die Parkplätze fotografieren, auf einer Karte markieren und miteinander im Internet teilen. In ferner Zukunft liesse sich die App mithilfe von offenen Daten sogar so weit ausbauen, dass die Parkplatzbelegungen in Echtzeit angezeigt werden. So liessen sich die wenigen vorhandenen Parkplätze effizienter nutzen – und Menschen wie Kägi und Mauchle könnten sich unbehindert ohne Parkplatzsorgen in den Stadtzentren bewegen.

www.rollstuhlparkplatz.ch

Bildschirmfoto 2014-02-22 um 11.04.37

31 Kommentare zu “In welcher Stadt es am meisten Parkplätze für Behinderte gibt”

  1. Frank Hanoka sagt:

    Ein wesentliches Problem wird leider so gut wie nie angesprochen: Ich, selber Rollstuhlfahrer, sehe in Zürich zunehmend ziemlich leicht gehbehinderte Fussgänger mit Parkbewilligung für behinderte Fahrzeuglenker – Tendenz steigend. Zumindest in meiner Wahrnehmung haben leichte „Hinker“ den Behindertenparkplatz entdeckt und sind zunehmend Ärzte bereit, ihren Patienten diesbezüglich entgegenzukommen. Des ergibt nebenbei eine gute Kundenbindung… Das Gesetz sagt, Parkkarte für die, die nicht mehr als 200 Meter zu Fuss zurücklegen können. Da ist der Ermessensspielraum für den Arzt sehr gross. Und die Verlockung für den Patienten auch.

  2. Markus sagt:

    Um zu sehen wie stark Gehbehinderte tatsächlich diskriminiert werden wäre der Vergleich mit der Anzahl Parkplätze für nicht Gehbehinderte noch interessant. Vielleicht hat z.B. Zürich ja vergleichsweise (gemessen an der Bevölkerung) weniger Parkplätze als Yverdon – aber der Anteil der Parkplätze für Gehbehinderte ist vergleichbar?

  3. Ike Conix sagt:

    Ein ganz übles Beispiel ist Lugano. Es hat zwar gesamthaft immer noch mehr Behinderten-Parkplätze als in anderen Städten. Aber ausgerechnet im Stadtzentrum gibt es nur noch einen einzigen.

    • Alain Burky sagt:

      Hier (F-Brest) ist das meiner Meinung nach gut gemacht. Ich sehe an vielen Orten immer genug reservierte, freie Parkplätze für Behinderte, und die sind in der Regel auch immer vorne (d.h. in Zentrumsnähe vom Einkaufszentrum oder eben Amt). Das kann an der Planung liegen – aber auch daran, dass man hier allg. mit Parkplätzen grosszügiger ist.

    • Alain Burky sagt:

      Und um bei der Statistik zu bleiben: Brest entspricht mit (49.5 km2 und ca. 140’500 Einw.) in etwa der Stadt Bern (51.6 km2 mit ca. 127’500 Einw.); ist also eher noch dichter besiedelt.

  4. Stefan Keller sagt:

    Liebe Sonntagsfrühaufsteher (:-O)

    Ich bin Vorstand und Gründungsmitglied des Vereins Accessibility Data bzw. von http://www.rollstuhlparkplatz.ch/. Ich finde den Artikel eine ausgezeichnete Gelegenheit über einen Aspekt zu diskutieren, der bisher wenig Beachtung fand, nämlich: Wo gibt es Rollstuhlparkplätze? und: Wer stellt diese Information zur Verfügung, so dass sie auch genutzt werden können?

    Dazu möchte ich gerne einige Dinge ergänzen, die im Artikel zuwenig herübergekommen sind.

    Erstens steht da im Teaser-Text “rollstuhlfreundlichste Stadt der Schweiz”. Das ist natürlich eine Verkürzung und hätte ev. besser “rollstuhlparkplatzfreundlichste Stadt der Schweiz” heissen sollen.

    Was wirklich “Rollstuhlfreundlich” ist, benötigt effektiv mehr als einen Blogeintrag. Wie z.T. in Kommentaren schon bemerkt, sollte das wohl in Beziehung zur Anzahl Parkplätze allgemein und v.a. zu weiteren Infrastruktur-Angeboten einer Stadt gesetzt werden. Das relativiert natürlich das aktuelle “Ranking” – auch wenn es mir als Ex-Wetziker gefallen mag.

    Folgendes ist mir bezogen auf den Datenjournalismus wichtig, inkl. Aussagen/Kommentare wie “Künftig können neue Parkplätze automatisch in die Karte eingebaut werden.” oder “Die Daten sollten gratis und offen zugänglich sein”:

    A. Quellenangaben sind das A und O jeglichen Datenjournalismus und wissenschaftlicher Arbeit. Der Verein hat nicht die Karte (App) sondern die Verwaltung und der Verkauf der Daten im Fokus. Diese Daten werden von Apps wie u.a. der Paramap (http://paramap.ch/ ) verwendet. Die Daten sind entweder von Ingenieur-Geometerbüros auf eigene Kosten oder von öffentlichen Vermessungsstellen im “Kulanzbereich” ihres gesetzlichen Auftrags erhoben worden.

    B. Die vorliegenden Daten gehören zu einer vielleicht exotischen Kategorie von Datenlieferanten, nämlich zu den kostenpflichtigen! Denn: Jede Geodatenerfassung kostet etwas: Entweder
    1. Steuergelder (= Open Governement Data), oder
    2. Freizeit (=OpenStretMap) oder
    3. Privacy (= Google Maps) oder aber
    4. App-Entwickler oder Endnutzer (Beispiele: Garmin, TomTom – und der Verein Accessibility Data).

    Ich hoffe, dass der Blogeintrag einerseits den Nutzen von Rollstuhlparkplatz-Daten aufzeigt – und v.a. dass er eines der Haupthindernisse auch von OGD beseitigen hilft. Diese bestehen darin, dass Behörden und Ingenieur-Geometerbüros begreifen, wie wichitig und nützlich das Zur-Verfügung-Stellen von Rohdaten wie Rollstuhlparkplätze ist!

  5. Fredy Hader sagt:

    Und in Bassersdorf hat man sämtlich Wege, zur Post zum Gemeindehaus, zur Drogerie und zur Bibliothek mit extra hervorstehenden Pflastersteine bestückt, so dass Gehbehinderte Personen Leute im Rollstuhl und Mütter mit Kinderwagen behindert werden!

  6. Andreas Bürki sagt:

    rollstuhlparkplatz.ch ist ein gutes Beispiel für die Verwendung freier Daten (Open Government Data). Und falls die App für die beeinträchtigten Menschen kostenlos ist, was ich doch stark hoffe, auch für die digitale Gemeinnützigkeit.

    Weniger gut ist der innovationsfördernde und freie Zugang (Accessibility) zu den Rohdaten. Heisst, ohne dass man sich erst anmelden muss! Diese sollten wie üblich in den Open Source Communities ohne Barrieren zugänglich sein und heruntergeladen werden können. Beispielsweise von einem Ort wie wie github.com in einem offenen Datenstandard. Ich hoffe doch sehr, dass dieser Umstand korrigiert wird!

  7. Phil sagt:

    Finde das ein super Sache und freu mich schon auf die app.
    Was, auch wenn es nicht direkt mit dem Thema “Rollstuhlfreundlichste Städte” zu tun hat, gesagt werden muss, ist, dass alle P nichts bringen, wenn Leute ohne Handicap ihr Auto darauf abstellen (“isch ja nume churz”)… und davon gibt es genug.

    Meiner Meinung nach müssten die Rollstuhlparkplätze markanter gekennzeichnet sein und die Bussen für Falschpaker saftiger.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Tja. Da gebe ich Ihnen Recht. Leider meint heute wirklich jeder, er/sie, genau er/sie, könne eine Ausnahme machen, das wär ja nicht so schlimm. Aber mich wundert nix mehr, schon gar nicht bei Autofahrenden, denn in Luzern z.B. beginnen und enden Autofahrstunden diverser Fahrschulden – man glaubt es kaum – im Halteverbot.

  8. Liebes Datenblog Team
    Herzliche Gratulation zum gelungenen Start und für den ersten Beitrag.

    Der aktuelle Artikel zeigt sehr schön die Herausforderung auf, die sich bei einem seriösen Datenjournalismus stellen. Erfassen die verwendeten Daten tatsächlich das dargestellte Konstrukt “rollstuhlfreundlichste Stadt” korrekt? Ist die Stadt mit den meisten Behindertenparkplätzen tatsächlich die rollstuhlfreundlichste oder gibt es weitere Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt? Etwa die Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs oder wie im vorherigen Kommentar erwähnt die bauliche Situation. Dies wurde im Artikel angeschnitten, hätte man aber durchaus noch kritischer hervorheben können.

    Die Herausforderung besteht darin, die Daten richtig zu interpretieren und sie nicht nur als Mittel zur Demonstration der technischen Machbarkeit von interaktiven Visualisierungen zu verwenden. Hier gilt es, auch Grundlagen der Data Literacy zu vermitteln und einen Bedarf, das aktuelle Buzzword Big Data und die daraus resultierende Goldgräberstimmung kritisch zu hinterfragen und neben Potential und Chancen auch Grenzen und Risiken zu thematisieren.

    Als jemand, der selbst gerne mit Daten arbeitet, weiss ich, wie schnell diese eigenen Ansprüche mitunter im Eifer des Gefechts
    untergehen. Daher bin ich froh, dass es eine Kommentarfunktion gibt und erhoffe mir daraus spannende Diskussionen, welche die Qualität des Datenjournalismus wie auch die Data Literacy erhöhen.

  9. Frank Peters sagt:

    Ist diese Datenerhebung von der Autolobby gesponsert? Als ob die Anzahl Behindertenparkplätze etwas über die Rollstuhl Qualität einer Stadt aussagen würde.

  10. Charly Locher sagt:

    Ah, die Autofeindlichkeit in Zürich trifft nun auch die Behinderten. Herr Cicero soll dich doch mal in einen Rollstuhl setzetn und sehen wie praktikabel dies dann mit dem ÖV ist. Es wäre wirklich schön wenn bald enmal Pragmatismus anstelle von Ideologie und Information anstelle von Propaganda vom Sprecher der Stadt Zürich komemn würde.

  11. peter studer sagt:

    Wie sieht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus?

  12. Roger sagt:

    Gratuliere zum neuen Blog! Freue mich auf spannende Beiträge und Diskussionen. Meine Erkenntnis aus dem ersten Beitrag: Der Titel des Beitrages sollte präziser den Inhalt der Daten wiedergeben – ansonsten können Missverständnisse entstehen. Aufgrund der Anzahl Parkplätze kann ich noch keine Aussage über die Rollstuhlfreundlichkeit einer Stadt machen. Das ist wohl das, was – wie Pruliet richtig bemerkte – zu fehlerhaften Aussagen führen kann. Insofern hat der Blog ja schon lehrreich begonnen.

  13. Richard sagt:

    Wir haben in der Schweiz gar nicht so viel Menschen mit einer Behinderung. Dennoch werden sehr viele teure bauliche Massnahmen vorgenommen, weil das Stimmvolk und das Gesetz es so vorgesehen hat. Das würde ich auch jederzeit unterstützen. Ich bin der Meinung, dass man die Masnahmen dort spezifisch einsetzt wo es auch nötig ist. Das muss nicht flächendeckend sein. Als ich behindert war, hatte ich immer ein Taxi von A nach B. Ich wollte in der Öffentlichkeit niemandem zur Lasst fallen.
    Der Profit einzelner Firmen der daraus entstanden ist, steht in keinem Verhältnis!

    • Carl Dal Pund sagt:

      Heute geht es nicht mehr darum, den Behinderten mit einer angemessenen Rente die freie Wahl des Restlebensweges zu gewaehrleisten, sondern das IV-Kapital an Liefer- und Montagefirmen von Behinderten”bedarf” sowie fuer die Vollzeitzwangspraesenz von Arbeitsunfaehigen an Lohnsklavenhalter zu verschleudern….

  14. Liana zanin sagt:

    Es wäre noch interessant zu erfahren wieviele behindertenfahrzeuge registriert sind pro 10’000 einwohnerinnen. Das verbunden mit der anzahl b-parkplätze ergibt ev. ein anderes bild.

    • Ike Conix sagt:

      Noch lange nicht alle Gehbehinderten haben einen Führerschein und/oder ein Fahrzeug. Viele verfügen aber über eine “Parkkarte für behinderte Personen”. Damit dürfen die sie begleitenden AutofahrerInnen ihr Fahrzeug für die Dauer der Begleitung (Theater-, Kinobesuch, Einkauf usw.) auf solchen Plätzen parkieren.

  15. Biddy sagt:

    Die Anzahl Parkplätze mit 10’000 Einwohnern in Verbindung zu bringen ist ja nur eine Seite. Interessant ist es erst, wenn die Parkplätze in Relation zur Anzahl Behinderter (pro 10’000 Einwohner) gesetzt werden, und zwar nur mit die/den-jenigen, welche auch ein Auto benutzen. Dass ein Behinderter von Riehen nach Basel fährt oder von Baar nach Zug dürfte keine grosse Relevanz haben.

  16. Rolf Rothacher sagt:

    Dass man die extra-breiten Parkplätze allen Behinderten zugänglich gemacht hat, ist eine dieser Eseleien aus Bundesbern, die niemand im Land mehr versteht. Lobby-Arbeit ist das einzige, was dieses Land noch bewegt, ob von Links, Rechts, Oben oder Unten. Deshalb kennt Bundesbern auch weder Strategien, noch Ziele, weil eh bloss geschachert und in jede Richtung gezerrt wird.

  17. Ulrike Braun sagt:

    Wie soll ich denn die 200 Meter bis zur nächsten Tramhaltestelle bewältigen?

  18. braun sagt:

    Behinderte sollen Tram fahren- super. Ich kann leider die 200 Meter bis zur nächsten Haltestelle nicht bewältigen. Also bleib ich besser zu Hause.

  19. Pruliet sagt:

    Basel hat für die Rollstuhlgänger an jeder Strasse kleine Rampen die aufs Trottoir führen, was andere Städte überhaupt nicht bieten, und dennoch landet Basel auf dem zweitletzten Platz weil nur Behindertenparkplätze berücksichtigt wurden? Völlig unverständlich.

    • Marc Brupbacher sagt:

      Danke für den Input. Wir haben nur die Anzahl Parkplätze pro 10`000 Einwohner ausgewertet. Über die Qualität der Rollstuhlparkplätze macht unsere Rangliste keine Aussage – dies zu vergleichen, wäre schwieriger.

    • Carl Dal Pund sagt:

      Die Barrieren fuer Rollstuhlfahrer bestehen aus weit mehr als zu wenig Parkplaetzen und Rampen fuer Trottoirs. Diese Barrieren einzeln abzuhandeln hat den Vorteil der Klarheit. Anstatt einen Mix zu verlangen, der fuer ein Gesamtresultat wieder (willkuerliche) Wertungen der einzelnen Barrierearten verlangen wuerde, waeren die Rollstuhlfahrer besser beraten, weitere fuer jede erheblich stoerende Barrierenart separate Grafiken anzuregen. Das Gesamtproblem der Barrieren fuer Rollstuhlfahrer bliebe damit auch viel laenger publik statt wieder in den Schubladen der Politiker zu verschwinden….

    • Frank Mooser sagt:

      Ja Basel hat eine “kleine Rampen die aufs Trottoir”, die anderen Städte konnten die Trottoirsabsätze senken, wie es notabene Standard ist. Nach dem Schneeräumen sind diese Rampen zum Teil ganz weg oder beschädigt, so dass man es kaum benutzen kann. Auch das Personenmeldeamt war lange nicht rollstuhlgängig, im Vergleich zu anderen Städten.