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Werden Sie fürs Heiraten bestraft oder belohnt?

Von Iwan Städler, 8. Januar 2016 126 Kommentare »
Am 28. Februar stimmt das Volk über die sogenannte Heiratsstrafe ab. Für einige Paare ist sie happig. Die meisten profitieren jedoch steuerlich von einer Vermählung. Wir zeigen, was bei welchen Einkommen gilt.
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Konkubinat oder Ehe? Die wenigsten Paare fällen diesen Entscheid aufgrund der Steuern. Je nach Einkommen kann eine Heirat aber erhebliche Auswirkungen auf die Steuerrechnung haben. Nehmen wir zum Beispiel den eher seltenen Fall eines Stadtzürcher Paars, bei dem sowohl der Partner als auch die Partnerin je 350’000 Franken pro Jahr verdienen. Heiraten sie, zahlen sie allein deswegen jährlich 8000 Franken mehr Steuern. Ganz anders, wenn der Partner zwar ebenfalls 350’000 Franken verdient, die Partnerin aber nur 39’000. In diesem Fall spart das Paar dank der Vermählung jährlich 5400 Franken.

Und was gilt für Sie? Werden Sie fürs Heiraten bestraft oder belohnt? Dies zu berechnen, ist nicht ganz trivial. Doch die Eidgenössische Steuerverwaltung hat es anhand von Daten aus dem Jahr 2011 getan. Sowohl der Bund als auch die Kantone Zürich und Bern versichern, die daraus gewonnenen Erkenntnisse seien nach wie vor gültig. Wir haben sie hier grafisch dargestellt:

Steuern Ehepaare

 

Wenn Sie Ihr Bruttoeinkommen auf der X-Achse und dasjenige Ihres Partners auf der Y-Achse wählen, sehen Sie sofort, ob Sie fürs Heiraten steuerlich bestraft (rot) oder belohnt werden (grün). Die Grafiken weiterer Kantone mitsamt dem Bericht der Steuerverwaltung finden Sie hier. Für diverse Einkommensverhältnisse können Sie mit folgenden interaktiven Grafiken vergleichen, in welchen Kantonen sich das Vermählen wie auf die Steuern auswirkt. Berücksichtigt sind jeweils die Einkommenssteuern von Kanton, Gemeinde und Kirche.

In der Regel gilt: Je weniger ein Paar verdient, desto eher zahlt sich eine Heirat aus – dank Abzügen und einem günstigeren Verheiratetentarif. Bei hohen Einkommen hingegen dominiert der Effekt der Progression, da bei Ehepaaren die Einkommen zusammengezählt werden. Dadurch müssen sie zu einem höheren Satz versteuert werden.

Eine zweite Grundregel lautet: Je unterschiedlicher die Einkommen beider Partner sind, desto besser fahren sie mit der Ehe. Am extremsten ist dies, wenn nur einer verdient. Dann sollte man unbedingt heiraten. Je ähnlicher hingegen die Löhne der beiden Partner ausfallen, desto eher kommt es zu einer Heiratsstrafe. Über alle Fälle hinweg betrachtet, kommen Ehepaare meist besser weg als Konkubinatspaare.

Die Heiratsstrafe, welche die CVP mit ihrer Volksinitiative abschaffen will, ist also deutlich weniger verbreitet als die Konkubinatsstrafe. Dennoch ist meist nur von der Heiratsstrafe die Rede. Bereits 1984 befand das Bundesgericht, es sei verfassungswidrig, die Verheirateten mehr als 10 Prozent stärker zu belasten. Darauf haben die Kantone ihre Steuergesetze angepasst.

Laut dem Bericht der Steuerverwaltung verstossen nur noch die Kantone Aargau, Waadt und Wallis bei bestimmten Einkommen gegen die richterliche Vorgabe. Auch der Bund hat aufgrund des Urteils neue Abzüge eingeführt und so die Zahl der diskriminierten Ehepaare um zwei Drittel reduziert. Bei rund 80’000 Paaren verhält sich die Eidgenossenschaft aber immer noch verfassungswidrig – zum Teil krass. Verdienen etwa beide Partner 125’000 Franken, müssen sie nach einer Heirat über 80 Prozent mehr Bundessteuer zahlen.

Weniger extrem als beim Bund fällt die Heiratsstrafe im Kanton Zürich aus. Im Vergleich zu anderen Kantonen ist sie aber relativ ausgeprägt. Verdienen beide Ehepartner gleich viel, fahren sie in Zürich bereits ab einem Gesamteinkommen von 90’000 Franken schlechter als im Konkubinat. In Bern ist das erst ab rund 200’000 Franken der Fall.

All dies gilt für Paare ohne Kinder. Nur für sie hat die Eidgenössische Steuerverwaltung die Berechnungen durchgeführt, da Konkubinatspaare mit Kindern relativ selten sind. Gerade sie fahren aber steuerlich oft recht gut. Zum einen profitieren Konkubinatspaare mit Kindern – etwa im Kanton Zürich – vom günstigeren Verheiratetentarif, der auch für Einelternfamilien gilt. Zum anderen unterliegen sie nicht dem Effekt der Progression, weil die Einkommen der beiden Partner nicht addiert werden. Steuerliche Überlegungen stehen beim Gründen einer Familie aber eher selten im Vordergrund.

Auch an die Folgen für die AHV denken beim Heiraten die wenigsten – obwohl die Auswirkungen beträchtlich sind. Erhält doch ein Ehepaar nur eine AHV-Rente von höchstens 3525 Franken pro Monat. Das entspricht 150 Prozent einer maximalen Einzelrente. Ein Konkubinatspaar hingegen kommt bei zwei maximalen Einzelrenten auf 4700 Franken. Dies sieht auf den ersten Blick nach einer Heiratsstrafe aus.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass Ehepaare bei der AHV unter dem Strich besser fahren als Konkubinatspaare. Stirbt etwa der Partner, hat die hinterlassene Ehegattin Aussicht auf eine Hinterlassenenrente. Eine solche erhält sie, falls sie zum Zeitpunkt des Todes ihres Mannes Kinder hat oder mindestens 45 Jahre alt ist und fünf Jahre verheiratet war. Eine Konkubinatspartnerin geht dagegen leer aus. Auch sind verheiratete Partnerinnen, die nichts verdienen, von der AHV-Beitragspflicht befreit. Einzige Bedingung ist, dass ihr Ehegatte mindestens 960 Franken pro Jahr einzahlt. Bei einem Konkubinatspaar hingegen müssen beide Partner die nötigen Beiträge leisten, um eine maximale Rente zu erhalten.

Insgesamt machen die Privilegien der Verheirateten bei der AHV jährlich 2,8 Milliarden Franken aus – bei Einsparungen von 2 Milliarden aufgrund der plafonierten Rente. Unter dem Strich subventionieren also die Konkubinatspaare die Ehepaare mit jährlich 800 Millionen Franken.

Auch beim Erben sind die Verheirateten im Vorteil. Ehegatten sind nämlich in allen Kantonen von der Erbschaftssteuer befreit. In sechs Kantonen (GR, NW, OW, SZ, UR und ZG) gilt dies auch für Konkubinatspaare. In allen anderen Kantonen langt der Fiskus bei den Unverheirateten zu – oft mit dem höchsten Tarif.

Wenn nicht beide Partner viel verdienen, zahlt sich das Heiraten in der Regel aus. Zumindest finanziell. Fazit

126 Kommentare zu “Werden Sie fürs Heiraten bestraft oder belohnt?”

  1. E. sagt:

    Die Heiratsstrafe für Paare mit Kindern ist erheblich, auch bei Einkommen mit 90/10% Verteilung. Davon spricht aber niemand. Für uns (Brutto-Einkommen ca. 70k und 24k, 3 Kinder) hat die Heirat zu Mehr-Steuern von Fr. 3000.- jährlich geführt (Kanton AG).

  2. M.B. aus I. sagt:

    Die Daten der Grafik zum Kanton Bern sind ganz offensichtlich falsch. Ich bin seit drei Jahren verheiratet nachdem wir zwei Jahre im Konkubinat gelebt haben. Jedes Jahr erstelle ich für mich auch zwei Steuererklärungen zusätzlich: je eine für mich und meine Frau wie wenn wir nicht verheiratet wären. Wir bezahlen pro Jahr 3200 Franken mehr Steuern als Verheiratete. Bruttoeinkommen: M TCHF 150, F TCHF 60.
    Mit falschen Daten Abstimmungskampf betreiben ist unfair!

  3. Pixel sagt:

    Die Grafik zeig durchgängig: Ein Gehalt (und das kann auch ein sehr gutes sein von weit über 170k) kombiniert mit keinem weiteren Gehalt ist immer noch das beste Modell. Nachdem in der Schweiz der Mann immer noch 10-15% besser verdient, ist das Fazit klar: die Schweiz bestraft alles was nicht dem traditionellen Modell eines Familienhaushaltes entspricht. Nämlich, Mann geht arbeiten und Frau bleibt zu Hause mit den Kindern. Bravo.

    • sepp z. sagt:

      “Nämlich, Mann geht arbeiten und Frau bleibt zu Hause mit den Kindern”
      Und in dieser Konstellation wird dann der Mann bestraft und die Frau belohnt, sobald sich Frau scheiden lassen will.
      Das ganze Eherecht, Steuerrecht basierend auf Ehe etc ist ein riesiger ideologischer Murks.
      Die C(!)VP ist da die richtige Partei, um die Debatte noch etwas mehr zu ideologisieren. Neoliberal, konservativ, unchristlich, minderheitenverachtend.

      • Pixel sagt:

        Sepp, wir reden hier nicht von Scheidung, sondern von Heirat, die nicht stattfindet, wenn die Frau mindestens genauso gut verdient. Das ist ja die Krux.

  4. Adriano Granello sagt:

    Davon ausgehend, dass jede zweite Ehe früher oder später geschieden wird, ist heiraten insbesondere für Männer eine lebenslängliche Strafe, die erst durch eine neuerliche Revision der Ehescheidungsgesetze entschärft werden könnte. Wer nur den steuerlichen Aspekt einer Zivilstandsänderung im Fokus hat und das weitaus grössere Problem der Ehe resp. Ehescheidung ausser Acht lässt, denkt und handelt äusserst unüberlegt.

  5. Hans Ernst sagt:

    Die Grafik zeigt letztlich etwas klar, die Heirat wird nur teuer für Menschen, die sehr viel verdienen, Haushalte mit einem Einkommen über 150000 bis 200000 Franken pro Jahr. Bei der Initiative geht es also wieder einmal um eine Bevozugung derjenigen, die schon eine dicke Lohntüte haben, die mit den hohen Boni. Für den Normalbürger, selbst wenn die Initiative bestenfalls ein paar Franken für ihn abwirft, wirken sich diese Mindereinnahmen an Steuern bei den Bestverdienern, dann in höheren allgemeinen Steuerung und Abbau in allen Bereichen (bei der AHV, der Gesundheit usw.) aus.

    • Pixel sagt:

      Sie vergessen dabei, dass Leute mit den guten Einkommensverhältnissen solchen mit weniger guten Einkommensverhältnissen immer noch ein etwas besseres Leben ermöglichen. 800 Millionen Franken an Unterstützungsgeld im Jahr ist ja nicht so wenig. Zumal das auch für solche Konkubinatspaare gilt, die selbst auch Kinder haben. Das Geld kann ich mir nämlich auch anders investiert vorstellen.

  6. Fritz sagt:

    Die Initiative will den Satz “Die Ehe ist die auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau” in die Verfassung schreiben und sie tut dies mit einer finanzpolitischen Vorlage. Die Initiative ist ein Heiratsverbot für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen. (LGBT Menschen). Ein Verbot in der Verfassung ist nicht nichts, damit spielt man nicht.
    Der Titel der Initiative sollte heissen: „Gegen Heiratsstrafe – für ein Heiratsverbot für gleichgeschlechtlich Liebende”.
    Damit würde dieses Versteckspiel demaskiert. Welch ein unehrliches Vorgehen, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern diese zwei Fragen in einer Vorlage versteckt gekoppelt vorzulegen. Darum Ablehnen!

  7. Ernst Huber sagt:

    Bei verheirateten Rentnern muss man sich überlegen ob man sich scheiden soll. De AHV Ausschüttung wird danach automatisch höher (beide meist am Maximum), und die Vermögenssteuer wird halbiert (im Normalfall), die Einkommenssteuer wird tiefer.. Empfehlung für Junge: Nur eine legalisierte Partnerschaft bringt im Allgemeinen Vorteile: Pensionskassen etc. haben sich auf Gleichbehandlung mit Ehepaaren eingestellt. Der Bund und die Kantone haben aber die ursprünglichen Nachteile in Vorteile verwandelt.
    Also frei Liebe? oder Eigennutz a la SVP? Beides Sch….

  8. Cardinaux sagt:

    Kopfsteuer und Kopf Rente verheiratet oder unverheiratet

  9. Steuerguru sagt:

    Grundsätzlich stimmt die Auswertung auf den Grafiken. Allerdings gibt es noch weitere Aspekte, die individuell beleuchtet werden müssten. Dies sind z.B. weitere Einkommen im Ausland / Kantonen, unterschiedliche Abzüge. Weiter haben heute viele Paare bereits vor der Heirat Kinder, das heisst ein Elternteil profitiert bereits von einem niedrigeren Tarif. Auch im Hinblick des Steuerfusses ist anzumerken, dass auch viele keine Kirchensteuer mehr zu entrichten haben. All diese Umstände sind meiner Meinung nach zu wenig berücksichtigt, die Grafik ist mir demzufolge zu spärlich für eine Aussage. Ich empfehle jedem Paar, dies einfach mal für sich auszurechnen. MfG

  10. Hans sagt:

    Die Heiratsstrafe kommt für den alleinverdienenden Mann bei der Scheidung und das betrifft 50% der einmal verheirateten Männer. Sie dürfen bis zum Lebensende einen Sozialunterhalt zahlen, da sie damals so blöd waren sich für das ganze Famileineinkommen einzusetzen. Sind noch Kinder da, wird er auch noch mit einem limitierten Besuchsrecht bestraft. Er hatte ja schliesslich einen kleineren Bezug als seine Ex zu den Kindern. Ein paar 1000 mehr oder weniger an Steuern sind in solchen Fällen belanglos.

  11. Johannes Wigger sagt:

    Gemäss Verfassung werden die Steuern entsprechend der “Wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit” erhoben, und nicht aufgrund des Zivilstandes. Daraus gibt es nur einen logischen Schluss: Die Individualbesteuerung. Aber Logik war noch nie die Stärke bzw. der Wille von Politikern. Bei logischen (und damit automatisch fairen) Vorlagen könnte man ja gar keine Eigeninteressen mehr herausholen.
    Übrigens: wo bleibt die Initiative zur Abschaffung der ‘Alleinstehenden- Strafe’?

    • Sepp sagt:

      Richtig, denn ich zahle bei der Pensionskasse, AHV usw. für Verheiratete und Waisen um deren Rente zu sichern. Das ist zwar OK für mich, aber einmal muss es einfach auch erwähnt sein.

  12. Kurt Weber sagt:

    Das Problem lässt sich einfach lösen: Wahrend dem Erwerbsleben heiraten und von den Steuervergünstigungen profitieren und vor dem Renteneintritt scheiden und im Konkubinat weiterleben.

    • meier sandro sagt:

      nein umgekehrt ist definitiv besser, bei Renteneintritt sinkt Einkommen, dann sollte man heiraten und nicht vergessen ans nahende Ableben zu denken wo Erbschaftssteuer welche sehr happig ausfällt vermieden werden kann. Paar günstige Jährchen bei der direkten Steuer werden durch die Erbschaftssteuer ins Gegenteil verkehrt. Der Schock sitzt dann tief!

      • André Bürgin sagt:

        Hallo Sandro aufgepasst! Bei der Pensionierung fallen die meisten Abzüge weg sowie auch die Sparmöglichkeiten der 3. Säule: Da ist dann plötzlich das Einkommen viel kleiner aber die Steuern eher nicht!

        • Tobias Steiner sagt:

          3. Säule! Super! Verheiratet mit zwei Kindern, kann ich schon lange keine Einzahlungen in die 3. Säule mehr machen. So viel bleibt einfach nicht übrig am Ende des Jahres.

    • Stefan sagt:

      Bedenken Sie aber, Herr Weber, dass wenn aus rein steuerlichen Gründen nicht geheiratet (oder sich scheiden gelassen) wird, der Straftatbestand des Scheinkonkubinats erfüllt ist, was hier in der Schweiz mit Zwangsehe nicht unter drei Jahren bestraft wird. Also nicht erwischen lassen…

  13. erne sagt:

    Heirate ich weil ich was von wem bekomme oder irgendwer mich bevorzugt?
    Oder gibt’s noch andere Gründe?

    • Benni Aschwanden sagt:

      Heiraten, weil man was von jemand bekommt und sich Vorzüge erhofft dürfte häufiger hintergründig mit eine Rolle spielen als angenommen wird.

  14. Michael sagt:

    “Konkubinatspaare mit Kindern relativ selten” – im Ernst jetzt?
    Ich zähle nicht nur selber dazu, sondern kenne auch etliche andern, die unverheiratet Kinder haben…

    • Urs Marthaler sagt:

      Das ist sehr verbreitet unsere kinder 27 und 30 sind beide auch noch nicht verheiratet 😉

    • Iwan Städler sagt:

      Im Kanton Zürich machen Konkubinatspaare mit Kindern 2,5 Prozent der Paarhaushalte aus, die Ehepaarhaushalte mit Kindern 41 Prozent. (Quelle: Regierungsrat des Kantons Zürich)

      • Pro Single Schweiz sagt:

        Wenn wir schon bei den Zahlen sind: ein Drittel aller Haushalte sind Einpersonenhaushalte. Sie bezahlen den höheren Steuertarif und können keine Sonderabzüge für die höheren Pro-Kopf-Ausgaben machen. Von ihnen spricht keiner.

  15. R.Maurer sagt:

    Bei der Heiratsstrafe wird immer nur von den Steuer gesprochen. Die wahrscheinlich grössere Strafe ist die Ehepaarrente der AHV.

  16. Samuel Rohrbach sagt:

    Zu ergänzen wäre noch der Vorteil der Ehe im Erbfall, wo der überlebende Ehepartner sowohl im Güter- als auch im Erbrecht bessergestellt ist. Und: Um in der Gesamtbetrachtung zu wissen, ob man steuerlich mit der Ehe besser oder schlechter fährt genügen die einzelnen Grafiken nicht, da die Gesamtbetrachtung, bzw. die Gewichtung der Bundes, bzw. Staatsteuer fehlt: Konkret: Aufgrund dieses Zeitungsartikels weiss man nicht, wie viel der Anteil der Bundessteuer, bzw. der Anteil der Staatsteuer am gesamten Steuerbetrag ausmachen (kann man auch schlecht, da dies je nach Einkommen auch wieder unterschiedlich ist) und so kann man je nach individueller Situation zu einem falschen Schluss kommen.

  17. Heinz sagt:

    Die Heiratsstrafe hört nicht beim Einkommen auf. Auch als Pensionierte wird man gleich nochmals bestraft. Wenn beide Partner während der gesamten Erwerbszeit arbeiten und ein Einkommen haben, dann bezahlen beide in die Altersvorsorge ein. Kommt es dann bei der Pensionierung zur Ausschüttung wird aber nicht zwei Mal ausgeschüttet, sondern nur 1.5x. Das grenzt eigentlich bereits an Diebstahl!

    • Samuel Rohrbach sagt:

      Herr Heinz und auch Herr Maurer: Haben Sie den vollständigen Artikel gelesen? Ehepaare profitieren bei der AHV gegenüber Konkubinats-Paaren. Hinterlassen-Leistungen und Beitragsbefreiungen haben den höheren Effekt als die Plafonierung. Auch im Erbschaftsfall sind Ehepartner gegenüber Konkubinats-Paaren bessergestellt. Jammern ist hier also fehl am Platz und als Verheiratete darf man sich freuen! Mit Diebstahl hat das nichts zu tun. Diebstahl betreiben höchstens gut 90% der Bevölkerung (Einkommen < 150/m) welche aus der AHV mehr einbezahlen als sie daraus zurückerhalten. Ich gehöre übrigens auch dazu.

      • Samuel Rohrbach sagt:

        Korrektur letzter Satz. Ich wollte schreiben: “Diebstahl betreiben höchstens gut 90% der Bevölkerung (Einkommen < 150/m) welche aus der AHV mehr erhalten als sie einzahlen."

  18. meier sandro sagt:

    Von wegen Heiratsstrafe. Wieso geht bei dieser Diskussion immer wieder ein sehr wichtiger Punkt vergessen, nämlich das Thema Erbschaftssteuer!!! Hier kann man getrost von Konkubinatsstrafe reden!!! Ich glaub das wird bei dieser Diskussion bewusst verschwiegen. Es hat halt jedes Modell seine Vor- und Nachteile. Verheiratete zahlen keinen Rappen, Konkubinätler z.Bsp. im Kanton Zürich bis 36 % und in gewissen Kantonen noch mehr. Also müsste in dem Moment auch diese unselige Erbschaftssteuer für Konkubinatspaare abgeschafft werden, sodass wieder Gleichstand herrscht.

    • Beat sagt:

      Dauert jetzt nur noch weitere 32 Jahre bis die Abschaffung der Erbschaftssteuer für Konkubinatspaare zur Abstimmung gelangt. So wie jetzt bei der Heiratsstrafe nach dem Bundesgerichtsurteil von 1984.

  19. Antelma Giger sagt:

    Wenn so viele von der “Heiratsstrafe” profitieren würden, hätte der Staat diese längst abgeschafft. Lassen wir uns nicht blenden von ein paar Grafiken. Es ist Zeit, dass jede Person individuell besteuert wird und eine Individualrente erhält. Es darf doch nicht sein, dass ein Ehepaar nur 150% der ihm eigentlich zustehenden Rente erhält, statt 200%. Alles andere ist und bleibt ungerecht!

  20. Irene Bernhard sagt:

    Wir gehören zu den “eher seltenen Fällen”, bei denen steuerliche Überlegungen sehr wohl eine Rolle spielen: wir haben nicht geheiratet, weil wir nicht einfach aufgrund des Zivilstands so viel mehr Steuern zahlen wollen. ABER, wie im Blog korrekt dargestellt wird: es handelt sich nicht um eine Verheiratetenstrafe, sondern um eine Gleichberechtigtenstrafe: Benachteiligt sind diejenigen Paare, die sich die Kinderbetreuung gleichberechtigt aufteilen und wo Mann und Frau das gleiche Lohnniveau erreichen. Und das ist skandalös. Aber dass die CVP die Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankern will, ist noch skandalöser, weshalb diese Initiative trotzdem abzulehnen…

  21. Klaus Keller sagt:

    Interessant finde ich dass von einer Sorte Steuerpflichtigen praktisch nie die Rede ist. Nämlich von der stattlichen Anzahl Ledigen. Die zahlen am meisten und beziehen vom Staat am wenigsten Leistungen.

    • Pro Single Schweiz sagt:

      Herr Keller, Sie sagen es richtig. Die ganzen Diskussionen in Sachen Steuern, Sozialversicherungen oder Erbschaften drehen sich immer um den Vergleich zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren.

    • Gerhard Engler sagt:

      @Keller: Sie haben es nicht verstanden. Zwei ledige, die je 100’000 verdienen, zahlen MEHR Steuern, sobald sie heiraten. Die Verheirateten beziehen auch nicht mehr Leistungen vom Staat als Ledige, vor allem bekommen sie weniger AHV. Mehr Leistungen beziehen Kinder, bzw. deren Eltern über Abzüge. Wenn Sie also das heutige System kritisieren wollen, dann müssen Sie nicht sagen, dass die Verheirateten zu Lasten der Ledigen profitieren, sondern Sie können nur rügen, dass der Staat das Aufziehen von Kindern finanziell unterstützt.

  22. Bächler Philippe sagt:

    Wer verdient schon 350’000 Franken ! Nehmen Sie doch bitte Beispiele die für die breite Bevölkerung gelten !
    Ich selber gehöre zu den Heiratsbestraften !
    Die verheirateten Paare mit kleinen bis mittleren Einkommen werden doppeltbestraft. Steuerlich durch Kumulierung während des Erwerbslebens und später bei der AHV weil sie nicht 2 Renten erhalten sondern max. 150 % einer vollen Rente !

    • adrian sagt:

      Nun es gibt leute die über >350 verdienen. Wir werden bestraft. Das geht soweit, dass meine Frau besser zuhause bleibt, denn Ihr Einkommen kleines Einkommen würde mit dem Maximalsatz besteurt da es obendrauf kommt, minus AHV abzug, minus Kinderbetreuung, da lohnt es sich echt nicht mehr.

      • Adrian sagt:

        Adrian, du jammerst auf hohem Niveau.
        Bei deinem Einkommen kann sich deine Frau den Luxus leisten zu arbeiten, was sie will. Da sollte Geld zweitrangig sein.
        Gruss
        Adrian

  23. Hans im Glück sagt:

    unverheiratet konnte meine Frau für sich und ihre Tochter aus erster Ehe ca. 3000.- KK-Vergünstigung beantragen. Durch die Heirat ist dies nicht mehr möglich, plus ich bezahle ca. 3000.- mehr an Steuern. Also ein Minus von ca. 6000.-. Dann ist da noch das leidige Thema “Erben im Patchworkumfeld”. Keine Lösung nirgends und nur teure, Achselzuckende Notare und Rechtsgelehrte.

  24. Gerhard Engler sagt:

    Der Begriff “Konkubinatsstrafe” ist völliger Unsinn. Niemand zahlt höhere Steuern, weil er/sie beschliesst im Konkubinat zu leben statt alleine. Richtiger wäre die Bezeichnung “Heiratsbonus” für diejenigen Fälle, wo ein verheiratetes Ehepaar weniger Steuern zahlt als ein Konkubinatspaar. Und auch der Hinweis auf die Benachteiligung von Konkubinatspaaren bei AHV und Rente ist nicht ganz korrekt: Viele BVG-Renten werden auch bei Konkubinatspaaren an den überlebenden Partner ausgezahlt (die BVG Rente ist meistens höher als die AHV-Rente) und der jährliche AHV-Mindestbeitrag für erwerbslose Konkubinen beträgt weniger als 600.-.

  25. Markus Meili sagt:

    Bei dieser eher religiös ausgerichteten Initiative geht es doch nur vordergründig um die “Heiratsstrafe”, sondern vor allem um die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare.
    Wenn schon Abschaffung der Heiratsstrafe, dann auch Abschaffen des ungerechten Splittings der AHV, auch wenn beide Partner ein Leben lang gearbeitet haben.

  26. Berthold Schönbein sagt:

    Der Beweis, dass die Heiratsstrafe in seiner ganzen Auswirkung vorhanden ist, besteht in der Milliarde Franken, die bei Annahme der Initiative fehlen würde. Besonders bei gut verdienenden Frauen ist die jetzige Regelung schlecht. Wollen sie heiraten und Kinder haben, werden sie massiv bestraft. Schauen sie sich die Statistiken an; intelligente gut verdienende Frauen haben wenig Kinder.

  27. Leon Stöckli sagt:

    Die Zahlen belegen eindrücklich, dass man endlich damit aufhören sollte, Verheiratete anders zu besteuern als Unverheiratete. Jeder Einzelne soll nach dem gleichen Tarif besteuert werden. Abzüge gibt es nur für Kinder. Und die Privilegien der Verheirateten beim Erben und bei den Renten gehören abgeschafft. Aber das wird nicht passieren. Genau so wenig wie die kantonalen Steuergesetze abgeschaft werden, die ja sehr unterschiedliche Besteuerungen zur Folge haben.

  28. Hans Eichenberger sagt:

    Spannender Bericht, Danke Herr Städler.

    Eine Frage zu den 3 interaktiven Berechnungen für die Heiratsstrafe respektive Heiratsbonus (im Vergleich je Kanton): Sind diese Prozente jeweils mit der Direkten Bundessteuer oder nur die Staatssteuern?

    • Iwan Städler sagt:

      Danke Ihnen. Die kantonalen Prozente sind ohne Direkte Bundessteuer gerechnet. Also: Kanton, Gemeinde und Kirche.

  29. B. Zulliger sagt:

    Das Problem wäre doch zu lösen: Individualbesteuerung und Individualrente für alle! Aber dafür macht sich kaum jemand stark, es kommen als Antwort auf diese Lösund nur tausend “Wenn” & “Aber”, trotzdem wärs für alle das einfachste und fairste.

  30. Dieter Leutwyler sagt:

    Profitieren oder nicht ist das eine. Mein eingetragener Lebenspartner und ich würden bei einem Ja weniger bezahlen. Aber mit einem Ja zur CVP-Initiative würden die erzielten Fortschritte in Bezug auf gleiche Rechte und Pflichten für gleichgeschlechtliche Paare um Jahre zurück geworfen. Es würde in der Bundesverfassung festgeschrieben, dass unter Ehe nur die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Gemeinschaft zwischen Frau und Mann verstanden werden darf. Das würde uns gesellschaftspolitisch um Jahrzehnte zurück werfen. Darum verzichten wir gerne auf die Steuerermässigung und stimmen Nein.

  31. Jürg Hirzel sagt:

    Bei der AHV-Heiratsstrafe wird immer argumentiert, dass beim Tod des Ehepartners eine Hinterlassenrente ausbezahlt wird. Und wenn dieser Fall nicht eintritt? Und selbst wenn die Ehefrau das erforderliche Maximum selbst einbezahlt hat, erhalten wir nur 150 Prozent der Einzelrenten. Das ist für mich klar eine Heiratsstrafe, auch wenn einzelne damit besser fahren. Uns nützt das nichts.

  32. Angelika Züst sagt:

    Ich bin verheiratet und bin seit 35 Jahren überwiegend zu 100 % berufstätig. Mein Mann und ich haben immer unsere AHV-Beiträge bezahlt. Ich empfinde es sehr wohl als “Heiratsstrafe” wenn wir uns mit 150 % der AHV-Rente begnügen müssen obwohl wir 2 X 100 % unsere Beiträge geleistet haben und leisten. Dazu kommt, dass wir zwei Kinder großgezogen haben in einer Zeit, wo die Fremdbetreuung nicht oder nur teilweise von den Steuern absetzbar war. Ich fühle mich gegenüber Frauen, welche nicht oder nur teilweise berufstätig waren, sehr wohl im Nachteil was die AHV betrifft.. Hier braucht es eine Korrektur, nur fehlt der politische Willen dazu!

  33. Dominik Huser sagt:

    “…Die meisten profitieren jedoch steuerlich von einer Vermählung. ” Diese Aussage stimmt def. nicht, wenn Kinder vorhanden sind.
    Realistisches Beispiele: Einkommen Frau 80’000.- (bei 60%), Mann 100’000 (bei 80%), 1 Kind.
    Hier resultiert eine Steuerdifferenz von rund 10’000 im Jahr zu Ungunsten der Ehe. Der Effekt kommt daher, dass bei einem Konkubinats-Paar für eine Person der reduzierte Satz für Alleinerziehende angewendet werden kann.
    Da frage ich mit schon etwas. Natürlich ist die Ehe eine schöne Sache, aber man muss sich schon überlegen, ob man nicht lieber im Konkubinat bleibt und diese 9’000.- für sein Kind auf ein Konto legen soll (–> 180’000 wenn das Kind 18 ist).

  34. Lisa sagt:

    “Stirbt etwa der Partner, hat die hinterlassene Ehegattin Aussicht auf eine Hinterlassenenrente. Eine solche erhält sie, falls sie zum Zeitpunkt des Todes ihres Mannes Kinder hat oder mindestens 45 Jahre alt ist und fünf Jahre verheiratet war. ”

    Gilt das wirklich nur für Frauen? Ein Ehegatte, der sein Arbeitspensum reduziert hat, um sich um die Kinder zu kümmern, hat also im Fall des Todes seiner Frau keinerlai Anspruch auf eine Witwer-Rente??

    • Iwan Städler sagt:

      Männer erhalten eine Witwerrente, solange sie Kinder unter 18 Jahren haben. Sobald das jüngste Kind das 18. Altersjahr vollendet, erlischt der Anspruch auf eine Witwerrente.

    • Urs sagt:

      Ja Lisa, das ist leider so. Ungerecht!
      Die gleiche Regelung gilt übrigens auch bei gleichgeschlechtlicher Ehe. Der / die Hinterlassene geht immer leer aus; egal ob männlich oder weiblich.

      • Lisa sagt:

        Das war zwar nicht das eigentliche Thema des Artikels, aber das finde ich skandalös. Eine Frau, die für die Erziehung der Kinder 20 Jahre lang beruflich zurücksteckt, und dementsprechend weniger in die AHV (und Pensionskasse) einbezahlt, bekommt dank der Beitragszahlungen ihres Gatten später eine komfortable Witwenrente, und ein Mann in der gleichen Situation bekommt nichts. Noch eine “Gleichberechtigungsstrafe”.

  35. Manuel Wüthrich sagt:

    “Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass Ehepaare bei der AHV unter dem Strich besser fahren als Konkubinatspaare. Stirbt etwa der Partner, hat die hinterlassene Ehegattin Aussicht auf eine Hinterlassenenrente.”
    Toll, die Ehepaare fahren bei der AHV besser, wenn ein Ehepartner tot ist! Da werden sich die Ehepaare aber freuen, schliesslich heiratet man ja vor allem, um darauf zu warten, dass der Partner stirbt, damit man etwas vom Ehevorteil der AHV hat! Nein, beim genaueren Hinsehen erhalten Ehepaare 1200 Franken weniger AHV, das ist der Punkt! Was hier beschrieben ist, zeigt nur, dass Verheiratete vor der Pension oder nach dem Tod eines Partners “besser” fahren, nicht in der…

  36. Nik Zürcher sagt:

    Super Bericht! Wie stark sich das unterschiedliche Einkommen der beiden Partner auswirken kann, war mir nicht bekannt. Danke für die Aufklärung.

  37. Andreas Müller sagt:

    Nach meinem Uniabschluss nahm ich eine Berufstätigkeit auf und heiratete gleichzeitig noch. An der Uni arbeitete ich als Forschungsassistent mit einem Gehalt von 2400 Fr. Pro Monat. Resultat im Folgejahr: Eine Steuerrechnung in der Höhe meines Jahresgehaltes(!) als Forschungsassistent. Ich war glücklich eine Gute Anstellung gefunden zu haben und meine Frau verdiente auch nicht schlecht. Aber diese Steuerrechnung schlug dem Fass den Boden aus. Heute würden wir auf jeden Fall mit der Heirat ein oder besser 2 Jahre warten um diese Form der Abstrafung zu vermeiden.

  38. Christian Moser sagt:

    Schade das der Rechner die Bundessteuer nicht berücksichtig. Diese kehrt bei uns den Heiratsbonus in eine Heiratsstrafe um.

  39. Markus Peter sagt:

    schon der Titel macht eine Aussage, die im Text so gar nicht belegt wird, respektive gar widerlegt wird. Bspw. steht da, dass schon ab einem Gesamteinkommen von 90000 es im Kanton Zuerich die Heiratsstrafe gibt, das sind 45000 pro Partner oder irgendwie 3500 im Monat 13x ausbezahlt. Allzu viele Leute im Kanton ZH, die weniger verdienen, wird es kaum geben…und bei der direkten Bundessteuer ist der Effekt gewaltig, wie die tief rote Grafik zeigt. Ausserdem wird keine. Auch muesste man Bevoelkerungseinkommensverteilungen anschauen.Das Fazit, das der Artikel zieht ist schlicht falsch. Die Einzigen, die von der aktuellen Situation profitieren sind Paare bei denen nur ein Partner viel verdient.

  40. Kurt Gsell sagt:

    Ein tendenziöser Artikel. Die Benachteiligung bei der AHV (max. Fr. 3525.– anstatt Fr. 4’700.–) wird in einen Vorteil umgemünzt, weil eine Partnerin mit Kindern eine Hinterlassenenrente erhalten kann. Wie viele Paare im AHV Alter haben noch minderjährige Kinder? Für die überwiegende Mehrzahl ist die Regelung eine krasse Benachteiligung.

    • Hans Hasler sagt:

      Unsinn: Bei der überwiegenden Mehrzahl der aktuellen Rentner hat die Frau keine AHV einbezahlt aber das Paar erhält immer noch 1.5 fache Rente.

      Wers noch nicht begriffen hat: Unser Renten und Steuersystem ist für Ehepaare mit nur einem Verdiener (Mann) optimiert – diese Paare kommen immer am besten weg. Dies auch dank massiver Lobbyarbeit der CVP.

  41. Christian sagt:

    Steuersparnisse sind sekundär !
    Heiraten ist für Männer immer ein hohes Risiko.
    Konkubinat ist die einzig faire Lösung !

    • Julia sagt:

      Wenn die Frau nicht arbeitet. Eine Frau muss auch finanziell ihren Mann unterstützen bei einer Scheidung wenn er z.Bsp. keinen Job mehr hätte!

  42. Alexander Beck sagt:

    Bei 700k CHF pro Jahr Brutto wäre mir eine Änderung der Steuerbelastung so etwas von egal wie noch etwas. Selbst wenn insgesamt 50% der EInnahmen sich verflüchtigen bleiben da 350000 CHF netto übrig – knapp 15000 CHF pro Monat und Person. Damit lässt sich sicherlich mehr als eine Packung M-Budget Cervelat kaufen.

  43. Daniel Huber sagt:

    Im Durchschnitt verdienen Herr und Frau Schweizer heute bei ihrer Heirat etwa je CHF 70’000.-, was zu einem steuerbaren Einkommen von 2x rund CHF 60’000.- führt. Wohnen diese beiden dann noch im bevölkerungsreichsten Kanton Zürich, so werden die Beiden schon ziemlich benachteiligt.

  44. Hans Schmidlin sagt:

    Wieso muss die Schweiz immer so verdammt kompliziert sein? Wieso kann man das Gesetz nicht so ändern, dass einfach das gesamte Einkommen pro Paar versteuert wird, egal ob Konkubinat oder Ehe?

    Es ist doch auch total egal ob der Mann 300k und die Frau 60k verdient oder ob beide 160k verdienen. Wieso bitte soll da etwas belohnt oder bestraft werden? Gahts no!!!!!!!!!

    • Hans Schweizer sagt:

      Das nennt man Steuerprogression. Wenn wir:

      1) flatTax
      2) Keine ‘Verheirateten- Sonderabzüge’ mehr

      hätten wäre ich mit Ihrer Aussage einverstanden.
      Nur leben wir eben in der komplizierten Schweiz 🙂

  45. André Bürgin sagt:

    So n einseitiger Beitrag! Im Kanton Zürich reicht schon je 4’000 brutto (52’000 pro Jahr), dass man bei Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuer im roten Bereich landet! Und, weil Ehepaare mit mässigem Einkommen auch wenig PK erhalten, werden sie die Plaffonierung er AHV deutlich spüren! Falls Ein Paar sich noch ein Häuschen erspart hat, schlägt es beim steuerbaren Einkommen mindestens 15’000 Eigenmietwert dazu, dann liegt der Grenzwert der Einkommen noch bei irgendwie je 3’500.- / Monat, bevor’s in den roten Bereich geht.

  46. Rolf sagt:

    Unser Bananenstaat hat noch immer kein Verfassungsgericht. Gem. Bundesgerichtsentscheid sind die Bundessteuern eine SAUEREI !

  47. Hans Hasler sagt:

    Ich sehe den Sinn nicht eine Heiratsstrafe (die es für viele gar nicht gibt, aber eben für einige doch) so abschaffen zu wollen, indem man eine Konkubinatsstrafe bzw Heiratsbonus einführt.
    Der Zivilstand darf einfach keinen Einfluss auf die Steuerrechnung haben. Punkt. Und es gibt nur ein Modell, das dies gewährleistet: Die Individualbesterung.
    Leider will die CVP diese etwas heimtückisch in einem Nebensatz versteckt verbieten. Desshalb ein Nein zur Initative!

  48. Martin Heimlicher sagt:

    Die Grafik dürfte durchaus noch weitere Rotstufen wie z.B. 15%, 20%, 30%, 50% darstellen. Selbstverständlich liege ich mit meiner Frau im rötesten Bereich: sehr ähnliche Einkommen im Bereich 100’000.

  49. Beat Daniel sagt:

    Diese Initiative ist eine Mogelpackung So nebenbei soll dann noch verankert werden, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich ist. Es gibt aber noch andere Lebensformen. Für mich gilt die einfache Regel: wenn zwei Menschen sich gern haben, sollen sie heiraten dürfen. Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?

  50. Joachim Jonckelbeerg sagt:

    Danke für die lebensnahen Beispiele. Wenigstens weiss ich jetzt, dass ich mit CHF 200.000 deutlich unterbezahlt bin, wenn man in ZH von einem Familieneinkommen von CHF700.000 ausgehen muss…
    Weiters gilt es zu berücksichtigen, dass niemand “immer verheiratet” oder “immer im Konkubinat” lebt. Insofern zahlen erstmal alle die höheren AHV Beiträge und später, wenn es ev. zu einer Auszahlung kommen sollte, erhält man als verheiratetes Paar weniger ausbezahlt. Insofern ist die “Subvention der Konkubinatspaare and die Verheirateten” eine Farce.
    Am Ende ist es ein hochkomplexes Thema. Am einfachsten wäre es, eine faire Individualbesteuerung einzuführen oder Ehepaare mit Abzugsbeträgen zu…

  51. Oreg Meyer sagt:

    Warum sollte der Staat die Ehe überhaupt subventionieren? Ehepartner sollten separat veranlagt werden und das gesparte Geld statt dessen an Eltern mit Kindern verteilt werden.

  52. Mark sagt:

    Sehr interessanter und instruktiver Bericht. Auch wenn ihn offenbar nicht alle verstehen.
    Super sind die Grafiken. Man sieht sofort, dass gewisse Systeme einfach schlecht sind, in dem Sinn, dass das ja wohl niemand so wollen kann. Zum Beispiel im Kanton Waadt.
    Eigentlich müsste man ja nur bei der Bundessteuer und in etwa 5 Kantonen das System korrigieren – Richtung Neutralität – und schon wäre der grösste Teil des (verbleibenden) Problems gelöst.

  53. Stefan Marti sagt:

    Und wieder ein Gesetz mehr, dass Diskriminiert. Solange Gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht in dieses Gesetz geschrieben werden, lehne ich es konsequent ab. Warum nur für Hetero Ehen? Wo liegt das Problem? Bewusste Ausgrenzung oder schlichte Blödheit der Politiker? Haben die Schwulen und Lesben zuwenig Lobbistengelder bezahlt? Traurig, dass man über solche unausgereiften Gesetze abstimmen muss.

  54. Urs sagt:

    Der Artikel erscheint mir ziemlich nutzlos. Neben den bereits von anderen Schreibern aufgeführten Kritiken, macht der Schreiber auch bei der AHV einen Denkfehler. Die Differenz von 800 Millionen wird nicht von den Konkubinatspaaren subventioniert sondern von den Einzahlenden durch die Lohnabzüge und da wurde bis jetzt noch nie eine Unterscheidung gemacht, ob die Abzüge von einer verheirateten oder einer in konkubinats lebender Person einbezahlt wurden

    • Pro Single Schweiz sagt:

      Auch Ihre These ist nicht vollständig. Die Abzüge werden nicht nur den verheirateten und den unverheirateten Paaren belastet, sondern auch den allein lebenden Personen. Diese werden zu einem höheren Tarif als Ehepaare besteuert, können aber nicht von den gleichen ökonomischen Vorteilen, die das Konkubinat bietet, profitieren.

  55. Meret Bertschinger sagt:

    Wir werden hart bestraft. Aber das war uns klar, als wir uns entschieden haben. Damals hatten wir nur ein Einkommen. Für uns war klar, dass wir uns so einrichten möchten, dass in der Situation wo das Geld eher knapp ist, also wenn nur ein Partner verdient, die Steuern kleiner sind. Jetzt wo wir beide verdienen sind die Steuern zwar happig, aber gleichzeitig darf man natürlich auch sagen, dass wirs uns das locker leisten können. Ja, klar, Steuern tun immer weh, aber das ist ja nicht versenktes Geld, es gibt ja eine Gegenleistung: Strasse bis vors Haus, Hallenbad in der Gemeinde, ausgebauter öV, Kläranlage, Sozialversicherungen und vieles, vieles mehr. Darum will ich nicht jammern.

  56. Andreas Weber sagt:

    Geht es eigentlich immer nur ums ‘Profitieren’, oder könnte die Schweizerische Bundesverfassung ausnahmsweise einmal so ausgelegt werden, dass ‘Gerechtigkeit’ hergestellt wird ?

  57. Patrick Frei sagt:

    Der Einleitungstext passt leider überhaupt nicht zu den unten dargestellten Grafiken. Während am Anfang mit Werten von 350’00 suggeriert, das betreffe ja nur ein paar Superreiche, sieht man aus der Grafik, dass schon ab Einkommen jedes Partners von nur 50’000 bei der Bundessteuer eine Benachteiligung beginnt, welche sich dann ganz schnell vergrössert. Also sind sehr wohl viele Paare davon betroffen. Wir sind seit 7 Jahren in ZH verheiratet und zahlen seither massiv mehr Steuern. Ich sehe nicht ein, weshalb.

  58. Peter P. Odermatt sagt:

    Die Bundessteuer wurde ursprünglich als Kriegssteuer erhoben und ist seither immer noch befristet, heute bis 2020. Leider wird sie vom Parlament immer wieder verlängert. Eine Steuer, die heute vom Grundsatz her überflüssig wäre. Sie gehört daher abgeschafft, zumindest stark vermindert. Eine Aufgabe für den neuen Bundesrat Ueli Maurer.

  59. Jan sagt:

    Schade, dass Sie mit Ihrem Beispiel den Eindruck erwecken, dass es hier um eine Bevorteilung von “Bonzen” geht. Wir sind verheiratet, kinderlos und verdienen beide je ca. 100k . Dazu kommen noch 30k Eigenmietwert für unser Haus. Wir sind massiv benachteiligt, zudem beziehen wir so gut wie keine Leistungen vom Staat. Es geht uns gut und wir sind auch bereit, unseren Beitrag zu leisten. Doch die Massive Erhöhung des Steuerbetrages durch unsere Heirat ist nur sehr schwer zu verstehen. Gerade auch weil mit der UST3 schon bald wieder Riesengeschenke an Superreiche gemacht wird.

    • Stephan sagt:

      Sie benutzen weder Strasse noch Trottoir oder Schiene, wollen keine Hilfe von Polizei und Feuerwehr? Essen keine Landwirtschaftlichen Erzeugnisse?

      Man könnte diese Liste noch lange weiterführen, alle welche in der Schweiz Leben beziehen Leistungen vom Staat.

      Wie Sie richtig erkennen gehen mit der UST3 Steuereinnahmen verloren, sollen nach den Steuergeschenken für Superreiche jetzt noch Geschenke für Mittelreiche und Reiche folgen?
      Wäre es nicht besser wenn die Steuern für nicht “bestrafte” erhöht werden und man dann das Einnahmeplus dazu verwendet für alle die Steuern zu senken, als noch mehr Gelder für staatliche Dienstleistungen zu streichen,

    • Patrick Frei sagt:

      Jan hat schon recht. Was er meint, ist wohl, dass er wie wir übrigens auch keine Kinderleistungen beanspruchen, kein Arbeitslosengeld, keine Subventionen etc. etc. Natürlich bezieht jeder staatliche Leistungen, aber es macht dann schon einen Unterschied, ob eine Familie total 100’000 verdient und noch drei Kinder hat und entsprechend praktisch keine Steuern zahlt oder ob man als Doppelverdiener-Ehepaar das 10-fache an Steuern abliefert und nur drauflegt.

  60. Erich Deiss sagt:

    Das Wort Heiratsstrafe ist offensichtlich ein Etikettenschwindel, da es für viele eher ein Heiratsgeschenk ist.

  61. Jonas Reich sagt:

    Führt endlich das Ehegatten-Splitting ein und dann muss man die Steuerbelastung nicht mehr hoch- und künstlich schönrechnen. Es wird langsam Zeit um diesen alten Zopf abzuschneiden..

    • Oreg Meyer sagt:

      Warum sollte man einen Fehler durch einen anderen ablösen?

    • Hans Hasler sagt:

      Und dann können wir uns über die Konkubinatsstrafe streiten. Was soll der Sinn des Splittings eigentlich sein? Jeder soll einfach sein Einkommen verteuern und fertig.

  62. Stefan Gisler sagt:

    Sehr gut aufgezeigt – letztlich geht es der CVP darum, die gut Verdienenden zu entlasten und es ist ein Trojanier, um das Ehebild (nur Mann&Frau) zu zementieren. Bin gegen die Initiative, obwohl ich verheiratet bin (mit einer Frau).

  63. Marcel Kopp sagt:

    Total anders sieht es wenn Witwen und Wittwer heiraten würden.
    Dabei verlieren beide die Witwenrente von ihrem verstorbenen Ehepartner.
    Die AHV bringt nur etwa 3300 Fr an Stelle von 2 x 22350 Fr.
    Der Verlust der beiden Witwenn(r) beträgt zum Beispiel in vielen Fällen über 3000 Fr.. Und das jeden Monat
    Also hier bringt eine neue Heirat nur Verluste in erheblichem Masse
    Ein Konkubinatspaar im AHV Alter

  64. Hans Muster sagt:

    Die 350kCHF pro Partner müssen absolut realistisch sein in einem Land, in welchem das Glas Cola locker 16 CHF kostet und eine Ski-Tageskarte 100 CHF. Die Leser sollten sich bei diesen Zahlen wohlfühlen und wiederfinden.

  65. Hans Müller sagt:

    Die Heiratsstrafe betrifft eigentlich nur gut verdienende Doppelverdiener, die ohnehin nicht heiraten müssen. Wenn diese nun entlastet werden sollen, muss jemand anders dann die wegfallenden Steuern für diese begleichen, so einfach ist das.
    Warum sollen andere (Paare, die heiraten müssen und wo die Einkommensunterschiede gross sind) die Kosten dafür tragen?
    Nein danke.

    • Oreg Meyer sagt:

      Warum sollte jemand heiraten müssen? Und was hat das mit der Einkommenssituation zu tun?

      • Patrick Frei sagt:

        @Müller: wenn Sie die Grafiken richtig lesen würden, würden Sie sofort sehen, dass Ihre Aussage nicht stimmt von wegen reichen Doppelverdienern. Die Schere öffnet sich schon bei sehr tiefen EInkommen.

        • Josef Marti sagt:

          Aus den Grafiken ist ganz klar ersichtlich dass bei einfachen Durchschnittslöhnen und dann noch bei zusätzlichen hohen Kinderabzügen, zusätzlichen Versicherungsprämienabzügen und Zweiverdienerabzügen die Verheirateten profitieren, und sowieso wegen dem viel günstigeren VT Tarif. Ohne Kinder oder nur mit 1 Kind und überdurchschnittlichen Löhnen beginnt die Benachteiligung, va. deshalb weil verheiratete mit steuerbarem Einkommen bis 50’000 praktisch keine Bundessteuer bezahlen.

  66. Yvonne Brütsch sagt:

    Die CVP-Vorlage ist eine Mogelpackung. Am 28. Februar stimmen wir mit der CVP Vorlage nicht nur über die sogenannte Heiratsstrafe ab, sondern auch darüber, ob in der Verfassung die Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau verankert werden soll. Die CVP will mit der Vorlage auf Verfassungsebene die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren verankern und bestraft damit gleichgeschlechtliche Paare. Dazu sage ich “NEIN”.

  67. Paul Meier sagt:

    Es wird nie ein Steuersystem geben , dass allen Lebenssituationen gerecht wird. Jetzt sind offenbar 80’000 Paare benachteiligt – das sind 2 oder 3 Prozent der Schweizerbevölkerung. Wieviele werden es sein, wenn diese 2/3 % nicht mehr benachteiligt sind? Und – sie sind bei den STeuern benachteiligt – wie sieht es aus beim Erben, bei den Sozialleistungen, bei anderen Sachen??? Wir sollten aufhören mit diesen Versuchen, absolute Gerechtigkeit zu erreichen, die nie erreichbar sein wird! Versuchen wir doch die wichtigeren Sachen zu lösen, wie hohe Gesundheitskosten, Sicherung der AHV etc! Da sind alle betroffen davon.

    • Hans Hasler sagt:

      Natürlich gibt es dieses System: Individualbesteuerung.

      Nur stemmen sich natürlich die Gewinner (also z.B. klassische Familien, bei denen nur der Mann arbeitet) des aktuellen Systems dagegen.

  68. Josef Marti sagt:

    Was da erzählt wird ist ein Witz. Bei der Staatssteuer existiert praktisch keine Heiratsstrafe, da die Progression nie so hoch ist wie bei der BSt und weil der günstigere VT Tarif angewendet wird. Die Heiratsstrafe existiert faktisch nur bei der sehr progressiven BSt und nur dann wenn beide Partner Grossverdiener sind, 100% arbeiten und keine Kinder haben. Das nennt sich CVP Familienpolitik für 5% der Bevölkerung ohne Kinder und hohen Einkommen. Wenn schon Vergleiche angestellt werden, dann muss die BSt miteinbezogen werden, alles andere ist untauglich.

    • Patrick Frei sagt:

      Ich gehe mal davon aus, dass die im Artikel ausführlich dargestellten Zahlen schon stimmen und wie Sie sehen, ist ja auch die Bundessteuer aufgeführt. Wie Sie ausserdem sehen, fängt die Benachteiligung schon bei ziemlich tiefen Einkommen an, man kann also offensichtlich nicht von einem kleinen Anteil Betroffener reden.

      • Josef Marti sagt:

        Ändert nichts am Fazit das der Bericht am Schluss zieht. Ehepartner die beide unter 100’000 verdienen und dann noch Kinder haben kriegen keine Heiratsstrafe und schon gar nicht bei stark unterschiedlichen Einkommen der Partner. Zeigt einmal mehr was die CVP zustande bringt, weder Fisch noch Vogel, und Politik für die oberen 10000 ohne Kinder, nur noch peinlich.

  69. Dorli Knüsli sagt:

    Wenn jemand dem Staat etwas schenkt (z.Bsp. eine Gemäldesammlung, ein Gebäude usw.), dann erhält er üblicherweise einen Blumenstrauss, eine Flasche Wein und träfe Worte eines Lokalpolitikers.
    Nun, wir haben kürzlich geheiratet und erhalten dafür nebst Rechnungen über 800.– für allerlei Urkunden lebenslänglich eine höhere Steuerrechnung und eine wesentlich tiefere AHV. Bei einer Lebenserwartung von 85 Jahren beträgt unser Geschenk an den Staat rund 300’000.– über 20 Jahre.
    Tatsächlich war es also eine Scheinheirat. Eine GeldScheinheirat. Oder sehe ich da etwas falsch?

    • Jürg Hirzel sagt:

      D. Knüsel: Sie sehen das völlig richtig! Ich zähle aber noch den Eigenmietwert und die Grundstückgewinnsteuer dazu. So erhöht sich das Steuergeschenk an den Staat auf über 500’000.– Fr. Und da wird noch behauptet, der Mittelstand werde nicht geschröpft!

      • Max Moritz sagt:

        Sachte, sachte, Herr Hirzel. Frau Knüsli hat zwar völlig recht. Aber Eigenmietwert und Grundstücksgewinnsteuer hat nun mal mit Heirat ja oder nein wirklich nicht zu tun. Sorry.

        • Jürg Hirzel sagt:

          Max Moritz. Klar hat das nur indirekt mit der Heiratsstrafe zu tun. Beim Einkommen werden diese Steuern aber auch als Einkommenm dazugerechnet und fällt besonders bei Pensionierten recht ins Gewicht. Und das führt zum erwähnten Abbau des Mitelstandes. Dafür können Sie nichts und müssen sich nicht entschuldigen.

  70. Markus sagt:

    Wie kommt der Autor darauf, dass Konkubinatspaare mit Kindern selten sind? In unserem Bekanntenkreis sind wir fast die einzigen verheirateten mit Kinder, die meisten sind unverheiratet!

    • Iwan Städler sagt:

      Im Kanton Zürich machen Konkubinatspaare mit Kindern 2,5 Prozent der Paarhaushalte aus, die Ehepaarhaushalte mit Kindern 41 Prozent. (Quelle: Regierungsrat des Kantons Zürich)

  71. xavier hügli sagt:

    Egal ob man spart oder nicht. Die Initiative darf unter keinen Umständen angenommen werden. Rechtskatholik Pfister hat da ein Passus drin, die in die Verfassung kommen soll: Ehe ist zwischen Mann und Frau!!!!! Das geht nicht. Bitte Inititative bekämpfen. Man darf mit dieser Initiative nicht vorwegnehmen ob eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften eines Tages den Ehe-Status erhalten sollten. Mit der Annahme dieser Intitiative wird das leider fast verunmöglicht. Nur ein Vorzeichen mehr, was Pfister als CVP Parteipräsident bringen wird. Wehret den Anfängen würde ich sagen!

  72. Urs Brand sagt:

    Diese Berechnungen gehen offenbar nur von Erwerbseinkommen aus. Aber wie sieht es mit der Heiratsstrafe aus, wenn eine Person Erwerbs- die Andere Renteneinkommen hat. Bei uns kann ich beim besten Willlen keine Steuerentlastung seit der Heirat feststellen.
    Kommt hinzu, dass bei Männer bei der Witwerrente benachteiligt werden, da sie beim Ableben der berufstätigen Frau keinen roten Rappen erhalten. Fällt ein Einkommen infolge Tod weg, kann dies sehr harte Konsequenzen bedeuten.
    Auffallen ist auch, dass Doppelverdiener ab einem Einkommen von je ca. 55’000 in den roten Bereich kommen, somit dürfte die Mehrheit der Doppelverdiener bei Eheschliessung benachteiligt werden.

    • Treuhänder sagt:

      Ich gehe davon aus, dass mit dem Einkommen in der Tabelle das steuerbare Einkommen und nicht nur das Lohneinkommen gemeint ist – alles andere erschiene mir auch unsinnig. Das Renteneinkommen wird im steuerbaren Einkommen durchaus erfasst.

    • Adrian Bühlmann sagt:

      Die AHV zahlt auch Männern Hinterlassenenrenten (Witwerrenten). Die Voraussetzungen dafür sind aber nicht die gleichen, wie für Frauen.

      Bei der Pensionskasse (2. Säule) gibt es seit 2005 (1. BVG-Revision) keinen Unterschied mehr zwischen Mann/Frau. Dort erhalten auch Männer eine Witwerrente. Pensionskassen sind aber generell nur im BVG-Obligatorium verpflichtet, Hinterlassenenrenten zu bezahlen. So zahlen z.B. einige Pensionskassen nur noch das BVG-Minimum an den überlebenden Gatten, wenn die Heirat erst nach der Pensionierung erfolgte.

  73. Sabine Mäder sagt:

    Sehr realistische Beispiele: Beide verdienen 350K/J! Wenn das CH-Durchschnittseinkommen bei 7k/J liegt, wäre es nützlicher mit solchen Zahlenbeispielen zu operieren und die verschiedenen Farben der Graphen zu erläutern. In der Realität sieht das doch im Lauf des Erwerbsleben etwas dynamischer aus: Berufsphase 1 (beide Partner zwischen 80 und 100%), Kleinkindphase/Berufsphase2 )Partner 1: 80 bis 100 %, Partner 2 30 – 50 %), Berufsphase 3(Partner 1 und 2 zwischen 100%). Ob es sich steuerlich lohnt verheiratet zu sein, muss über die ganze Dauer der Ehe gerechnet werden. Bei den meisten Paaren, bei denen beide sind (sein müssen, weil sonst das Geld nicht reicht) gibts die Heiratsstrafe.

    • Gerald Balzer sagt:

      Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt wohl bei 7k nicht das Jahreseinkommen. Das sind dann 84k/J.

    • Stefan sagt:

      Ist doch ganz einfach: Die Berufsphase 1 im Konkubinat verbringen, bei der ersten Schwangerschaft heiraten und beim Übertritt in die Berufsphase 3 durch Scheidung wieder ins Konkubinat wechseln… Wer braucht denn Romantik, wenn dafür die Steuerrechnung stimmt!

  74. Fridolin Tschopp sagt:

    Wieso immer dermassen unrealistische Beispiele? Wieviel Prozent der Schweizer verfügen über ein Einkommen von 350000? Und diejenigen die das haben haben sicher noch ganz andere Steueroptimierungsmassnahmen.

    • Heidi Meier sagt:

      Googeln Sie mal Einkommensverteilung Schweiz. Dann stellen Sie fest, dass ca. 25% der SchweizerInnen ein Einkommen jenseits von 150k/Jahr haben, Wenn Sie jetzt noch bedenken,dass Architektinnen Aerzte heiraten oder Wirtschaftswissenschaftler Juristinnen, dann sind sie sehr schnell bei hohen Einkommen. Ich persönlich finde es erfrischend, dass das Beispiel nicht wie üblich 2x50k ist.

    • Reto sagt:

      Wer nicht nur die ersten 5 Zeilen liest findet die Antworten.

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