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Die SVP punktete bei den Frauen

Von DB, 21. Oktober 2015 52 Kommentare »
Bisher war die SVP primär eine Männerpartei. Das hat sich geändert – und den Wahlerfolg erst ermöglicht.

Von Daniel Foppa

Der Aufstieg der SVP begann in den 90er-Jahren. Von 1991 bis 1999 konnte sie ihren Wähleranteil von 11,9 Prozent auf 22,5 Prozent nahezu verdoppeln. Laut den Nachwahlbefragungen wurde dieser Aufstieg vor allem von männlichen Wählern in Agglomerationen und Land­gemeinden vorangetrieben. Zwar stieg die SVP auch in der Gunst der Frauen, aber mit zeitlicher Verzögerung zu den Männern. Als die Partei 2011 bei den Wahlen 2,3 Prozentpunkte verlor und noch auf 26,6 Prozent kam, büsste sie bei den Frauen leicht mehr als bei den Männern ein.

Der Trend schien klar: Die SVP mag zulegen oder verlieren – sie wird primär von Männern gewählt. Dieser Trend wurde nun gebrochen. Wie die Tamedia-Befragung zeigt, geht der aktuelle Anstieg der SVP auf 29,4 Wählerprozent stark auf das bessere Abschneiden der Partei bei den Frauen zurück. Demnach wählten 30 Prozent der Männer, die zur Urne gingen, SVP. Bei den Frauen waren es 29 Prozent. «Die SVP ist keine Männerpartei mehr», sagt Thomas Milic von der Forschungsstelle Sotomo. Die Partei ­erreiche nun eine Grösse, die vergleichbar sei mit der einer klassischen euro­päischen Volkspartei wie der CDU. «Eine solche Partei wird von beiden Geschlechtern gewählt.»

Wahlstudie nach Geschlecht-01-01

Quelle: Tamedia-Wahlstudie 2015. Selects 1987-2011

Demgegenüber wird die FDP überdurchschnittlich oft von Männern gewählt. So gaben 19 Prozent der Männer der FDP ihre Stimme, aber nur 13 Prozent der Frauen. Traditionell höher in der Gunst der Frauen liegen SP und Grüne. Die SP konnte dabei Wählerinnen von den Grünen zurückgewinnen. Bei den Männern ist sie hingegen nach wie vor auf dem absteigenden Ast.

Angst vor dem Abstieg

Bei den Einkommensschichten vermag die SVP weiterhin am besten die weniger gut Verdienenden zu mobilisieren. Allerdings holt die SP auf. So wählten 2011 noch 37 Prozent der Personen mit weniger als 5000 Franken Einkommen SVP, und nur 17 Prozent SP. 2015 ging der Anteil SVP-Wähler in der tiefsten Einkommensschicht auf 34 Prozent zurück, während er bei der SP auf 22 Prozent stieg. Laut Sotomo sind indes eine erhebliche Zahl der SP-Wähler aus tieferen Ein­kommensschichten Studenten.

Wahlstudie nach Einkommen-01

Quelle: Tamedia-Wahlstudie 2015. Selects 1995-2011

Das Comeback der FDP geht vor allem auf das Konto der Gutverdienenden. Zwar wählt diese Einkommensschicht seit Jahren überdurchschnittlich oft freisinnig. Vor vier Jahren wechselten aber viele Gutverdienende zur GLP – um der neuen Partei, die ebenfalls das Wort ­«liberal» im Namen führt, eine Chance zu geben. Einen Teil dieser Wähler hat dieFDP nun wieder zurückgewonnen. Laut Milic ist die angespannte wirtschaftliche Lage ein Grund für die Rückkehr: «Die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg hat dazu geführt, dass viele Gut­verdienende ihre Stimme wieder der FDP gaben – weil sie ihr die höchste Wirtschaftskompetenz zuschreiben.» Zudem sei auch in höheren Einkommensschichten das Bedürfnis zurückgegangen, sich wegen der Bankenkrise vom Freisinn ­abgrenzen zu müssen. «Die FDP konnte dieses Stigma ablegen», sagt Milic.

Das höchste durchschnittliche Bildungsniveau weisen die Grünen-Wähler auf, gefolgt von der GLP und der FDP. Am anderen Ende der Skala befinden sich die SVP und die BDP. Schliesslich gibt die Befragung auch Auskunft über das Durchschnittsalter: So hat die GLP die jüngste Wählerbasis, gefolgt von den Grünen und der SP. Die ältesten Wähler haben derweil FDP und BDP.

Wahlstudie Bildung und Alter-01

Methodik

Wer hat wen gewählt? Die Parteipräferenz wurde nach Alter, Geschlecht, Einkommen und Bildung aufgeschlüsselt. Zeitliche Entwicklungen können durch den Einbezug von Daten der Selects-Studien zu vergangenen Wahlen dargestellt werden. Die Zeitverläufe sind für die drei grössten und zugleich siegreichen Parteien dargestellt.

Die Stichprobe

Die Nachwahlbefragung zu den nationalen Parlamentswahlen 2015 lief zwischen dem 16. und 18. Oktober 2015 auf den Webseiten der Medien von Tamedia. Für die Auswertung der Problemnennungen wurden die Angaben derjenigen Befragten berücksichtigt, die sich bis Sonntag Abend um 17 Uhr beteiligt hatten. Insgesamt beteiligten sich bis zum besagten Zeitpunkt 39’828 Personen an der Umfrage. Rund 37’700 gaben dabei an, an den Wahlen teilgenommen zu haben.

Weil die Stichprobe nicht auf einer Zufallsauswahl beruht, können nur Punktschätzungen der Wählerpräferenzen angegeben werden. Der Stichprobenfehler, der bei Zufallsauswahlen jeweils ausgewiesen wird und die Fehlerspanne der Parameterschätzung angibt, kann bei opt-in Umfragen nicht berechnet werden.

Die Gewichtung

Bei der vorliegenden Umfrage handelt es sich um eine Befragung, bei der sich die Teilnehmer selbst rekrutierten (opt-in online survey). Weil diese Stichprobe nicht repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten (bzw. Wahlteilnehmenden) steht, wurde sie gewichtet. Zu den Gewichtungsmerkmalen gehören das Alter, das Geschlecht, der Kanton, das Bildungsniveau sowie das Entscheidungsverhalten bei vergangenen Wahlen und Abstimmung. Diese Gewichtung gewährleistet eine hohe soziodemographische und politische Repräsentativität der Stichprobe.

52 Kommentare zu “Die SVP punktete bei den Frauen”

  1. […] «Der Wahlkampf der SVP 2015: Im Stil freundlich, in der Sache hart») hat Früchte getragen: Der Anteil der Frauen an der Wählerschaft konnte stark gesteigert werden. Die neu hinzugekommenen Wählerinnen und Wähler setzen dann aber […]

  2. Simon sagt:

    Es wäre interessant zu wissen ob die SP bei den Studenten aller Fachrichtungen die am häufigsten gewällte Partei ist. Im Technischen Bereich kann ich mir das nicht vorstellen (war zumindest in meiner Studienzeit nicht so). Bei BWL Studenten kann ich mir dies ebenfalls nicht vorstellen. Bei Geisteswissenschaftlern, Historikern, etc die irgendwann sowieso Grossteiles für den Staat arbeiten, kann ich mir das sehr gut vorstellen…

  3. Dani Kobler sagt:

    Im Datenblog von gestern sah man das Grüne und SP praktisch identisch auf der links rechts konservativ liberal Chart sind,
    also dieselben Positionen vertreten, einfach unter verschiedenen Namen.
    Und in diesem Artikel sehen wir je jünger und je besser gebildet desto eher Grün, sonst SP.
    Warum ist das so? Marketing? Ist Grün in diesen Kreisen hipper als SP? An der Politik kann es ja nicht liegen, weil deckungsgleich.

  4. Viktor sagt:

    Die Analyse zeigt leider auf, was man schon in den 30ern in Deutschland erlebte!
    Wie die Frauen im Hintergrund und z.T sogar im Vordergrund für eine Rolle spielt, die Freude und das Spiel mit der Macht und Uniformen.
    Wenn Macht nicht durch Stellenwert und Einheirat, dann durch falsche Politik mit Angstmacherei.
    Der falsche Beschützerinstinkt ist geweckt…
    Hoffe sie alle werden sich spätesten im Rentenalter daran erinnern, wem sie die Demontage der Vorsorge zu verdanken haben, speziell diejenigen, welche heute schon nicht genug Einkommen haben, um eine eigene Vorsorge zu treffen!!

    • Sofia sagt:

      Sie bringen es genau auf den Punkt.

    • Walter sagt:

      Ich werde einmal daran denken, wer es zu verhindern versucht hat, dass dieses Land demontiert wird. Dass unsere Sozialversicherungen von gesunden, erwachsenen Leuten, die keinerlei Beträge geleistet haben, geleert werden. Ich werde auch daran denken was diejenigen, die die Zerstörung unserer Kultur zugelassen, bzw. tatkräftig unterstützen, für eine politische Gesinnung haben.

  5. Hugo Mathieu sagt:

    Warum gehen nur noch 50% stimmen?
    Weil die Politik nicht mehr glaubwürdig ist!!!
    SVP ist eine Angstmacherei Partei die keine Lösungen bringen und die Schweiz nicht vorwärts bringen,.
    Die Jungen der Schweiz sind nicht schlecht wie viele Politiker dies denen!
    Die Partien der Schweiz arbeiten schon Lange nicht mehr für die Schweiz, denn jeder schaut für seine Kasse!
    Wie kann ein Politiker in mehr als 1 und mehr Verwaltungsräte sein!!!
    Es steht schlim um die Schweiz!!!!

    • Bruno sagt:

      Glauben Sie im Ernst, wenn die Politik glaubwürdiger wäre, würde die Stimmbeteiligung höher?
      Im Gegenteil, dann würden Nichtwähler ihre Abstinenz damit begründen: “ich muss nicht wählen gehen, es ist alles in Ordnung, ich bin zufrieden”
      Nicht: “es muss etwas in Bern ändern”
      Sondern: “ich muss etwas tun, nämlich an Wahlen teilnehmen”.
      Oder anders gesagt: es ist dumm, von zwei Übeln das Schlechtere zu wählen. Das Schlechteste ist nicht zur Wahl gehen.

  6. sepp z. sagt:

    interessant finde ich, wie sich die sp langsam zur reinen frauenpartei mausert. grüne dito.
    ich als linkswähler und mann fühle mich da auch nicht mehr zuhause (stichwort feminismus und geschlechterkampf). solange es noch eine AL als alternative gibt, gut, nachher werde ich wohl eher in die mitte abddriften.

  7. Tronco Flipao sagt:

    Interessanter Post, aber für einen Datenblog leider mit viel zu wenig Information über die Daten selber. Woher stammen die Daten? Wann wurden sie erhoben? Wo? Wieviele Leute wurden befragt? etc.

  8. schmezer claudia sagt:

    Menschen welche nicht fragen, hinterfragen und reflektieren können, wählen SVP! Menschen welche sich nicht wirklich für die Politik interessieren und auf eine unglaublich einfache Art und Weise “argumentieren” wählen SVP!

    • Mobi sagt:

      Stimme Ihnen zu 100% zu.

    • M. Bättiger sagt:

      Ich glaube, mit dieser Art von Kommentaren erreichen Sie nur eines: Sie beleidigen die Wählerschaft der SVP. Das mag für Sie befriedigend sein hat aber die Konsequenz, dass sich die gekränkten SVP-Wähler leichter mobilisieren lassen. Insofern sind es gerade Beiträge wie der Ihrige, der der SVP zum Wahlsieg verhalf. Befremdlich finde ich aber auch, dass Leute wie Sie sich gerne als “die Anständigen” Etikettieren, “Respekt vor Andersdenkenden” anmahnen, gleichzeitig aber offenbar nur via Beleidigungen eben gerade der Andersdenkende Beiträge verfassen können. Argumente, warum man kriminelle Ausländer nicht ausschaffen soll, warum die Schweiz eine Einwanderungsquote braucht, die jedes andere OECD-Land um mindestens 40% übersteigt, warum die Schweiz auf 10 Mio. anwachsen soll, warum man ob der pol. Lage in der Welt keine Armee mehr braucht, warum man Flüchtlingsgelder nicht mehrwertbringend vor Ort einsetzen soll, warum man die AHV ausbauen soll wenn sie doch Verluste schreibt etc., u all dem hört man nichts. Ihresgleichen beschränkt sich lieber darauf, SVP-Wähler als unreflektiert und dumm zu stigmatisieren. Wie man sieht ohne Erfolg – im Gegenteil.

      • Mark sagt:

        Danke, Herr Bättiger, Sie bringen es genau auf den Punkt. Da ist nicht mehr hinzuzufügen.

      • Simon Zlotec sagt:

        Ihr Beitrag sollte zur Pflichtlekture für all die Meier’s, Baumann’s und Rickli’s in diesem Forum werden.

      • Nino Caprez sagt:

        Fakten können nicht beleidigen! Aber vielleicht zum nachdenken anregen?

        • Olivia Brunner sagt:

          Frau Schmezer: Hier wird Ihnen schwarz auf weiss gezeigt, dass im Vergleich zu vor vier Jahren vor allem Frauen und Junge zur SVP gewechselt haben und dass das intellektuelle Rüstzeug, wenn man das an der Ausbildung aufmachen will, in etwa gleich verteilt ist. Sie behaupten einfach mal das Gegenteil. Ich würde da noch eine Partei kennen, die ähnlich argumentiert…

          • Daniel Caduff sagt:

            @ Olivia Brunner:
            Bezüglich dem “intellektuellen Rüstzeug”, wie Sie es nennen, zeigen die hier abgebildeten Daten aber etwas völlig anderes, als das, was Sie behaupten. Das intellektuelle Rüstzeug mitnichten “in etwa gleich verteilt”.

            Gemäss den obenstehenden Daten haben über 60% (!) der SVP-Wähler im Maximum gerade mal eine obligatorische Berufslehre abgeschlossen. Am anderen Ende der Skala, bei den Grünen, sind es umgekehrt über 60% der Wähler, die im Minimum eine Matura abgeschlossen haben.

      • Hansli sagt:

        @Bättiger Sie bestätigen zu 100% was Frau Schmezer an euch SVP’ler kritisiert. Sie bringen ausser platter SVP-Propaganda nichts. Dass man kriminelle Ausländer nicht ausschaffen soll, hat NIEMAND behauptet. Nur muss man halt Menschrechte respektieren. Solange wir Wirtschaftswachstum haben, solange haben wir halt Einwanderung. Keine Einwanderung bedeutet einfach eine massive Rezession. Dann frage ich Sie.: Können Sie ohne Job überleben? Sie brauchen also eine Armee wegen der NATO als Feind? Oder wie soll ich die politische Lage in den NATO-Staaten um uns herum deuten? Und ja man hätte die Flüchtlingsgelder mit weitaus grösserem Effekt vor Ort investiert. Warum hat das die SVP immer Bekämpft? Die AHV kann man wirklich mit Sparmassnahmen sichern. Warum hat die SVP nicht damit Wahlkampf betrieben? War die SVP dazu zu feige?

        • S.Schweizer sagt:

          @Hansli Ohne Menschen kein Wirtschaftswachstum. Bei Überalterung findet nun mal automatisch eine Verlangsamung bzw. Rückgang des Wirtschaftswachstum statt, was in unserer Beschleunigten digitalisierten, konsumfreudigen Welt einem Stillstand gleichkommt und genau das fürchtet und meidet man. Daher das künstliche Bevölkerungswachstum. Das Tempo runter nehmen, sich wieder aufs wesentliche besinnen, quasi eine Innenschau (nicht Aussenschau) kann man nur erfahren wenn man runterfährt. Der Mensch ist grundsätzlich ohne Wirtschaft existenzfähig, denn unsere Lebensgrundlage ist die Natur und nicht die Wirtschaft. Entzieht man also dem Zwang nach Wachstum den Stoff, nämlich den konsumfreudigen Menschen, ja dann muss man eben beginnen sein Lebens- bzw Wirtschaftsmodel umzudenken Etwas das offenbar nur ganz wenige bereit dafür sind, doch wer auf dieser Welt echten Fortschritt will, beginnt genau hier! Oder ist das jetzt zu platt für sie?

          • Fabian sagt:

            Naja, “der Mensch ist grundsätzlich ohne Wirtschaft existenzfähig”, hmm… Was ist den Ihre Definition von Wirtschaft? Unsere Lebensgrundlage in der Natur zu beschaffen ist auch Teil der Wirtschaft! Oder fällt der Apfel bei Ihnen vom Baum direkt als Kuchen auf den Esstisch??
            Und das Überalterung automatisch ein Rückgang des Wirtschaftswachstums bedeutet ist auch nicht zwingend! Durch Effizienzsteigerungen und technologischem Fortschritt können weniger Arbeitskräfte ja auch immer mehr produzieren…
            Das Bevölkerungswachstums braucht es nicht damit wir künstlich wachsen können. Das Bevölkerungswachstum ist eine Konsequenz davon, dass für etliche Dienstleistungen gerade auch für die ältere Bevölkerung (Altersheime, Spitäler) viele Arbeitskräfte benötigt werden, die in der Schweiz kaum mehr rekrutiert werden können.

        • Dan Bourque sagt:

          Niemand mag behaupten, dass man kriminelle Ausländer nicht ausschaffen soll, de facto passiert aber genau das, weil sich das Parlament geweigert hat, den vom Volk angenommenen Verfassungsauftrag umzusetzen. Und zur Einwanderung: Wir haben 2015 eine massive Nettoeinwanderung von 80’000 Menschen ohne Wirtschaftswachstum. Theoretisch müsste dann die Einwanderung abnehmen, tut sie aber nicht. Dito Enwicklungshilfe: obwohl von der Schweiz massiv aufgestockt, steigt die Zahl der Asylanten massiv an, mit anderen Worten, es hat nichts gebracht.

          • Meraxes sagt:

            Herr Bourque, Sie vermischen hier einiges.

            2014 lag die Nettoeinwanderung bei 76 200 Menschen, davon ca. ein Drittel Schweizer (Menschen mit Schweizer Pass, die aus dem Ausland in die Schweiz gezogen sind). Im selben Jahr wurden 23 800 Asylgesuche eingereicht. Die 80 000, die sie erwähnen sind also nicht ausschliesslich Asylsuchende.

            Und bevor die Asylpanik ausbricht, sollten wir uns vielleicht auch mal die Zahlen aus vergangenen Jahren vor Augen führen: für 2015 werden 30 000 Gesuche erwartet, das ist in der Tat etwas mehr, als letztes Jahr, angesichts der internationalen Situation jedoch wenig überraschend. 1999 ist die Schweiz auch mit rund 48 000 Gesuchen klar gekommen. In dem Jahr waren 104 7000 Verfahren hängig, heute sind es unter 50 000.

            Von Asylchaos kann daher kaum die Rede sein, keep calm… ah, ja, und die Zahlen habe ich alle vom Bundesamt für Statistik.

          • Hansli sagt:

            @Dan Bourque Beweisen Sie einmal, dass der Verfassungsauftrag nicht umgesetzt wurde. Die Ausschaffungsinitiative wurde unter Respektierung was international Usus ist umgesetzt. Ich weiss natürlich das die SVP international akzeptieret Menschrechte abschaffen will. Bereits um ein Nullwachstum zu halten brauchen wir Einwanderung, da mehr Pensioniert werden als nachrücken. Wie wir aber jetzt sehen löst der harte CHF da einige Probleme, da wir deswegen und auch der Gefahr der Kündigung der Bilateralen gerade von einer Auslagerungswelle erfasst werden. Ich habe keine Ahnung warum man simpelste Tatschen nicht akzeptieren kann. Das halte ich für eine Bewusste Verweigerung.

    • S.Schweizer sagt:

      @Schmezer Claudia Lustig genauso denke ich über SP + Grüne. Sie setzen sich für den Menschen ein, glauben den Menschen zu verstehen, aber so richtig verstehen Sie tun Sie ihn nicht, denn sonst würden Sie eben auch die SVP verstehen und das ohne mit Ihnen einverstanden sein zu müssen. Sozial wird plötzlich zum Fremdwort und die abwertenden Reaktionen auf die SVP Wählerschaft gleicht bald einem Akt der Verzweiflung. Es ist wirklich zum schmunzeln wie die vermeintlich Intellektuellen Linken die SVP und seine Wähler als rückständig, dümmlich und zu einfach gestrickt bezeichnen, aber bei der ganzen Einfachheit komplett die Fassung verlieren. Wer so durch die Decke geht und das wegen einfachen, dummen Menschen naja der soll mal nicht gross auf andere zeigen, sondern den Finger auf sich selbst richten (von wegen reflektieren)!

      • Andi sagt:

        Diese beleidigenden Worte gegenüber uns SVP-Wählern, von doch gescheiten und reflektierenden Linken, sind wirklich erstaunlich. Aber eben, warum nur können diese Intellektuellen diese andere Sicht der Dinge von uns dummen und einfachen SVP-Wählern nicht akzeptieren? Vielleicht sollten sie einmal eine Initiative starten, welche den SVP-Wählern das Stimmen und Wählen verbieten würde.

        • Nina Burgherr sagt:

          Es würde genügen, zu fordern, dass die Leute, welche über etwas abstimmen, den entsprechenden Sachverhalt auch verstanden haben. Ich kenne aus allen politischen Parteien Leute, in keiner Partei ist aber der Anteil derer, die nicht verstehen, um was es in einer Abstimmung geht, so gross, wie bei der SVP.
          Im Übrigen beweissen dies auch viele Kommentare hier und bei anderen Beiträgen. Die meisten SVPler hatten doch tataächlich das Gefühl, dass es bei den Wahlen um die Migrationsthematik und dergleichen geht, weil die SVP praktisch nur dieses Thema bewirtschaftet hat. Tatsächlich wird es aber im Konkreten darum gehen, wer wieviel Steuern zahlt, wer vom Wirtschaftswachstum profitieren darf und wer sich nur an den Kosten von Staatshilfen beteiligen muss, wie lange die Menschen zu welchen Bedingungen arbeiten müssen, ob KonsumentInnen das Recht haben, zu erfahren, was in den Konsumgütern drin ist, die sie kaufen, wie mit Kartellen umgegangen wird etc. Einige dieser Bestimmungen wurden bereits in der letzten Legislatur geregelt. Die SVP hat dabei konsequent die Interessen ihrer Geldgeber vertreten. “Das Volk” braucht sie eben nur, um die Macht zu erhalten, die Interessen der Vermögenden zu wahren.

    • Simon sagt:

      Das Thema EU Beitritt (indirekt über einen sogenannten Rahmenvertrag) wird in der kommenden Legislatur eins der vordergründigen Themen sein. Und da ist die SVP leider die glaubwürdigste Partei. Auch wenn mir die Meinung der SVP in einigen anderen Themen nicht passt, man muss halt Prioritäten setzen…

      • Nina Burgherr sagt:

        Das Thema EU-Beitritt wird erst dann wieder ein Thema sein, wenn die Auswirkungen des Alleingangs nach dem Ende der Bilateralen deutlich werden. Die SVP wird sich dann schon lange ins Schämdieckeli zurück gezogen haben

  9. Fredy Müller sagt:

    Die SP vertritt schon lange nicht mehr die wirtschaftlich schwache Bevölkerung oder einfache Arbeiter, obwohl sie mit “sozial” plakatiert, sondern die gutverdienende Mittel- und Oberschicht, die meist im öffentlichen Dienst von Steuergeldern finanziert werden. Für die abgehobenen Grünen, die ja meist in den besseren Quartieren wohnen, trifft dies noch mehr zu. Im teuren Bioladen ist man unter seinesgleichen und kann den Kontakt mit dem gemeinen Pöbel und mit den Problem-Migranten vermeiden.

    • Tronco Flipao sagt:

      Herr Müller, sie haben alle Klischees und Vorurteile kompakt in einen Kommentar gepackt.Wow.
      Weder sind SP Wähler nur im öffentliche Dienst tätig, noch sind SVP Wähler fremdenfeindliche Hinterwäldler.
      Übrigens, die Leute, die Bio-Produkte kaufen, schonen die Umwelt und unterstützen unsere Bauern.

    • Wagenmann Samuel sagt:

      Das sieht man auch sehr schön in der Grafik. Ich bin selbst Student, habe habe vorher eine Berufslehre gemacht. Ich muss sagen, selbst Professoren an den Universitäten polarisieren oft ganz klar Links. Das ganze Klima im Bildungswesen hat meines erachtens wenig mehr mit rationaler Politik, als mehr mit einer Selbstlegitimation zu tun… man wählt Links um Nachts ruhig schlafen zu können und die nächste Stufe des postmodernen Übermenschen zu erreichen.

      • Dave sagt:

        Und rechts wählt man weil?
        Nach ihrer logik, weil man angst vor ausländern hat und dann besser schlafen kann…

  10. Céline sagt:

    Frauen wählen oft SP/GRÜN? Nur die Jungen. Die lassen sich von den Ideologien noch einlullen. Ab 30 sieht es schon anders aus,da viele jetzt auf eigenen Beinen stehen und sich besser eine eigene Meinung bilden können. Ich erlebe das so rundum. Ich würde nie eine der genannten Parteien wählen, da beide nur am Träumen sind. Man höre nur den Präsidenten zu, fernab der Realität. -Auch der abgebildeten Umfrage betr. Ausbildung glaube ich nicht, da alle meine Bekannten,die jetzt SVP gewählt haben, eine gute bis höhere Ausbildung haben, oft im Kader, CEOs oder Akademiker sind. Diese Umfragen sind mit Vorsicht zu geniessen. Kaum einer gibt die richtigen Daten an.

    • Thomas Vetter sagt:

      Naja Céline, was Sie da beschreiben ist aus mehreren Gründen unglaubwürdig.

      Erstens, basieren Sie die eine Seite ihres Arguments auf einer stark lokalisierten Menge an Personen (Freundes-/Bekanntenkreis; oft politisch ziemlich homogen). Ihr Eindruck aus diesen Daten ist dann mit ziemlich starker Sicherheit nicht repräsentativ.

      Zweitens, die andere Seite ihres Arguments besteht darin, dass die Leute massiv flunkern (statistisch weit mehr als signifikant, da sich sogar der Trend angeblich ändert) bei der Umfrage. Es ist möglich, aber insbesondere nach den Wahlen gibt es dafür keinen Anreiz; also sehr unwahrscheinlich.

      Jaja, wenn etwas nicht ins Weltbild und lokale Umgebung passt, dann wird es sich halt zurechtgelogen. Oder, vielleicht, ist es auch nicht so hoch her mit ihrer Grundausbildung in Statistik?

    • Hansli sagt:

      Ich kann ihnen versichern, dass aus meinem Akademiker-Unternehmerumkreis niemand SVP wählt und schon gar nicht Frauen. Denn ab 30 sieht man mit Kindern wie Kinderfeindlich die SVP-Politik ist.

      • Simon Zlotec sagt:

        Genau wenn die Kinder kommen wählen plötzlich viele SVP. Dann erlebt man nämlich selber wohin multikulti uns geführt hat. Während für Migrantenkinder zig Weiterbildungskurse geboten werden zahlt man die Nachhilfe die oft nötig wird für die eigenen Kinder selber. Lehrer sind absorbiert mit Sondereinsätzen für fremdsprachige Kinder und die Deutsch sprechenden Kinder kommen oftmals zu kurz und erreichen die Lernziele nicht mehr. Dazu noch der immer grösser werdende administrative Aufwand für die Lehrer. In DE will man ja jetzt für die Flüchtlinge die Limite senken dass sie an die Uni können während die eignen Leute weiterhin Abitur mitbringen müssen.

      • Margot sagt:

        Um den Generationenerhalt in den Industrieländern zu erhalten, braucht es eine Fertilitäsrate von 2,1 Kindern. 1971-2014 Fertilitätsrate 1,54; Schweizerin 1,43, Ausländerin 1,87. Somit werden die Schweizer zwangsläufig aussterben. Es gibt zwei Möglichkeiten; man akzeptiert das eine Bevölkerung ausstirbt oder man steuert dagegen. Mit einem Appell an die Frauen mit dem traditionellen Familienbild oder der Hinweis, dass man früher verzichten musste, werden keine Kinder geboren. Dessen muss sich die Politik und die Wähler bewusst sein.

      • Henri Brunner sagt:

        Tja, Hansli,
        Sie vergessen offensichtlich, dass wir ein **Wahlgeheimnis** haben.
        Dass Ihr offenbar so hochgebildeten Umkreis keinesfalls SVP wählt, kann sein – kann aber auch nicht sein – und Sie können es darum nicht wissen, weil Sie die Wahlzettel Ihres hochgebildeten Umkreis weder selbst ausfüllen noch selbst an die Urne bringen dürfen.
        Ist ja wie beim Sexgewerbe. Verdient Milliarden, aber niemand will bezahlt haben …. 🙂

    • Strässle sagt:

      Ich glaube auch dass bei den Umfragen oft geschummelt wird.

    • Pascal sagt:

      Schliesse mich Thomas Vetter an: Offenbar besitzen Sie keine Kenntnisse von empirischer Sozialforschung oder Statistik. Es ist wohl offenkundig, dass man vom eigenen Umfeld nicht auf die gesamte Bevölkerung schliessen kann. Denn wie ging das nochmals? “Gleich und gleich gesellt sich gern” – vermutlich befinden sich in ihrem Umfeld relativ wenige SP-Wähler.

      Zeigen Sie doch etwas stolz und benutzen Sie Ihren Verstand anstatt mich mit einfachen Erklärungen zufrieden zu geben.

  11. Philuus sagt:

    Kein Wunder wählen Frauen SVP, wer findets schon cool angegrabscht und als Hurentochter zu bezeichnet werden von unseren kulturellen Bereicherung, so wie es in Zürcher Clubs stetig der Fall ist, all die SP Väter mit Kinder sollten sich mal überlegen was sie mit ihrer Politik bewirken. Fremd im eigenen Land und so…

    • Perica Grasarevic sagt:

      Philuus, wenn Sie tatsächlich so oft mitbekommen, wie Frauen in Clubs angegrabscht und als Hurentochter bezeichnet werden, warum gehen Sie als richtiger Eidgenosse mit reinem Blut nicht mit gutem Beispiel voran, zeigen Zivilcourage und schreiten ein?

    • Pascal sagt:

      Man fühlt sich nur “fremd im eigenen Land”, wenn man nicht zu akzeptieren bereit ist, dass das eigene Land inzwischen weit mehr als Kühe, Willi und Zottel ist. Entdecken Sie das kulturelle Reichtum unseres Landes und wachen Sie auf, Mann, Sie beschwören eine Welt, die seit mindestens 70 Jahren nicht mehr existiert. Geistige Landesverteidigung und so…

    • Steiner Hanspeter sagt:

      Nichts ist so einfach, wie die Leute zu verhetzen. Zitat Hugo Portisch

  12. Franz Sinep sagt:

    Die Saudis machen es eben doch richtig.

  13. Adrian Wehrli sagt:

    … der Bildungsgrad der SVP ist noch milde abgebildet.

    • Wagenmann Samuel sagt:

      Eigentlich erstaunlich, dass Bildung heutzutage in Sachen Politik eher verblendet,, als den Verstand zu schärfen…

    • Sebastian. S sagt:

      Mein Masterabschluss können Sie mir jedenfalls nicht wegnehmen, obwohl ich zum Teil SVP Politiker gewählt habe 😛

    • Dani Kobler sagt:

      @ Adrian Wehrli: sie sind ja ein lustiger, aber nur weil sie die Grünen wählen (das tat ich bisher teilweise auch) gehören sie noch lange nicht zur Grupppe hochgebildet (ich übrigens auch nicht):
      Bitte schauen sie die obige Grafik mit dem Wähleranteil nach Bildung länger als 3 sec an, dann nehmen sie 100 Leute mit Uni, ETH oder FH Abschluss und verteilen sie gemässe Parteienstärke auf Grüne, SP, SVP etc.
      Na, wo sind jetzt die meisten dieser hellen Köpfe?