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«Wir brauchen Rituale, um uns auf Veränderungen einzustimmen»

Mathias Morgenthaler am Freitag den 10. Februar 2012

 

Thomas Freitag

Thomas Freitag

Im Sport ist Coaching eine Selbstverständlichkeit, im Arbeitsalltag und im Privatleben (noch) nicht. Thomas Freitag, Präsident der Schweizer Sektion des Berufsverbands ICF, gibt sich überzeugt, dass Coaching mehr bewirkt als Tagungen oder Seminare. Er selber lernte durch Coaching, sich von der Illusion zu verabschieden, alles im Griff zu haben. Download der PDF-Datei
Herr Freitag, wann haben Sie letztmals einen Coach aufgesucht?
THOMAS FREITAG: Das ist nicht lange her: Im letzten Dezember, wenn ich mich nicht täusche.

Ist es Ehrensache, dass ein Coach sich selber coachen lässt? Oder ist man irgendwann erfahren genug, um ohne fremde Hilfe auszukommen?
In der International Coach Federation (ICF) erwarten wir von unseren Mitgliedern, dass sie mit einem Mentor Coach arbeiten. Der professionelle Coach ist gut ausgebildet und erfahren. Deshalb weiss er, dass auch er in einem Entwicklungsprozess steht. Er nimmt Unterstützung in Anspruch und überprüft den eigenen Standpunkt. Ich war nun ein Jahr Präsident von ICF Schweiz. Bei dieser mir unvertrauten Arbeit empfand ich es als sehr hilfreich, mich regelmässig mit einem erfahrenen Berufskollegen auszutauschen. Einerseits ging es darum, meine Methoden regelmässig zu hinterfragen. Gleichzeitig wirkte das Coaching bestärkend: Man ist schneller, sicherer und bewusster unterwegs als ohne Coaching.

Was haben Sie konkret gelernt?
Ich lernte beispielsweise, im Gespräch mit Kunden schneller auf den Punkt zu kommen. Heute bin ich in 30 Minuten dort, wo ich früher erst nach 90 Minuten war. Es geht darum, die Prozesse beim «Coachee» klarer zu sehen, einfache Fragen zu stellen und sich so weit wie möglich zurückzunehmen. Unsichere Coaches wollen dem Kunden etwas abnehmen, sie übernehmen zu viel Verantwortung für die Lösung. Erfahrene, sichere Coaches stellen weniger, aber wirksamere Fragen.

Warum brauchen wir heute einen Coach für jeden Lebensbereich? Kommen wir nicht mehr allein zurecht mit unseren Problemen?
Mit einem ehrlichen externen Blick in den Spiegel erhalte ich eine klarere Sicht auf mich selber und die Situation. Dadurch kann ich einen grossen Schritt weiter kommen. In der Wirtschaft ist die Bedeutung weicher Faktoren immer mehr akzeptiert. Unternehmen unterscheiden sich nicht mehr durch ihren Maschinenpark, sondern durch die Kompetenz ihrer Mitarbeiter. Wie entwickelt man die Sozialkompetenz? Coaching hilft beim bewusst Machen und in der Umsetzung, punktgenau und meist nachhaltiger als eine Tagung oder ein Seminar.

Sie sind ziemlich befangen in dieser Frage.
Ich habe selber viele Jahre als Linienverantwortlicher, Berater und Trainer gearbeitet, ich kenne sehr unterschiedliche Ansätze. Was ich sagen will: Heute kann es sich kaum ein Personalentwickler leisten, Coaching zu ignorieren. Es ist teuer, ein ganzes Team in eine Weiterbildung zu schicken. Und der Transfer in den Alltag ist schwierig. Deswegen höre ich aus verschiedenen Personalabteilungen, dass sie Budgets umschichten: weg von immer gleichen Seminaren hin zu individuellen Coachings. Das ist oft viel effektiver. Der ROCI ist deutlich höher.

Der was?
Der ROCI: Return on Coaching Investment. Der Nutzen ist deutlich höher als die Investition in das Coaching.

Coaching bringt weiter. (Bild: ICF)

Wenn Coaching so beliebt wäre, wie Sie suggerieren, dann gäbe es mehr Coaches, die ganz davon leben können. Und Sie müssten als Verband nicht eine Coaching Week ins Leben rufen, welche die Vorzüge von Coaching unter die Leute bringt.
Als führender Berufsverband mit weltweit 19'000 Mitgliedern möchten wir mit Coaching unseren Beitrag zur Gesellschaft leisten. Der Coachingmarkt wächst jährlich um rund fünf Prozent, auch in Krisenzeiten. Aber die Akzeptanz unseres jungen Berufsstandes hat noch Potenzial. In der Schweiz vielleicht noch mehr als in den USA oder in Deutschland, wo Coaching nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei Führungskräften selbstverständlich ist. Manche verwechseln Coaching mit Training oder Beratung. Beim Coaching steht im Vordergrund, dass der Kunde Antworten auf wichtige private oder berufliche Fragen findet, dass er achtsamer wird und Veränderungen selbständig realisieren kann. Der Prozess ist viel offener als beispielsweise in der Beratung. Es braucht keine umfassende Problemanalyse und Projektpläne.

Geht es nicht oft darum, dass der Kunde den Lösungsansatz im Prinzip kennt, dass er sein Verhalten aber nicht ändern kann?
Jeder Fall ist individuell. Ich selber zum Beispiel hatte lange Zeit das Gefühl, ich müsse alles im Griff haben. Dieser Glaubenssatz hielt mich davon ab, flexibel im Moment zu leben. Ich lernte, diesen Mechanismus zu verstehen und mein Verhalten zu verändern. Das brauchte Zeit und Disziplin, aber jeder kleine Schritt in die gewünschte Richtung verbessert die Lebensqualität. Oft hilft es, wenn man sich neue Gewohnheiten mit System antrainiert. Gute Absicht alleine reicht nicht aus, um neues Verhalten im Gehirn zu verankern. Regelmässigkeit hingegen lässt neuronale Netzwerke entstehen, die mein Verhalten automatisieren. Ich nutze dafür auf meinem iPhone das App «Habits». Dort trägt man ein, welche Gewohnheiten man entwickeln will. Am Abend überprüft man, ob das Verhalten den Vorsätzen entsprach.

Das iPhone übernimmt die Coaching-Arbeit?
Zuerst muss man herausfinden, was man verändern will. Dafür gibt es meines Wissens noch kein App. Da kommt es stark auf Empathie, Präsenz und Intuition an. Ich erinnere mich an ein Coaching, bei dem wir auf Inhaltsebene nicht weiterkamen. Rasch fiel mir auf, dass die Klientin sehr oft das Wort «eigentlich» verwendete. Das gab uns einen wichtigen Hinweis, der hilfreich war für den Prozess. So etwas kann man nicht im Voraus definieren oder nach Schema F bearbeiten. Bei der Verhaltensänderung kann ein App wie Habits hilfreich sein. Es gibt auch Kunden, die mich bitten, ihnen sporadisch ein SMS zu schicken, um sie an eine bestimmte Aufgabe zu erinnern.

Können Sie das konkretisieren?
Einem Kunden schicke ich regelmässig ein SMS mit der Erinnerung: «Stopp, Durchatmen!». Wenn er nicht gelegentlich innehält, um durchzuatmen, verliert er den Fokus. Meine Erfahrung ist: Wir brauchen Rituale, um uns immer wieder auf eine beabsichtigte Veränderung einzustimmen. Und es hilft, wenn man nicht nur auf logisches Denken setzt, sondern verschiedene Sinne nutzt. Manche arbeiten mit inspirierenden Bildern oder Musik, eine Klientin von mir brauchte Farben, um ihr Lebensmotto gegenwärtig zu halten. Entsprechend glücklich war sie nach der Anschaffung eines LED-Duschkopfs. Nun rieseln jeden Morgen viele Farben auf sie herunter. Ich selber gönne mir am Morgen eine halbe Stunde entspannte Einstimmung auf den Tag. Dadurch kommt alles in Fluss und ich arbeite danach viel zielgerichteter.

Kontakt und Information:
www.coachfederation.ch
thomas.freitag@coachfederation.ch


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39 Kommentare zu „«Wir brauchen Rituale, um uns auf Veränderungen einzustimmen»“

  1. keller peter sagt:

    Wir brauchen nicht Rituale, wir brauchen WERTE!

  2. raetus sagt:

    Ich habe da halt einen anderen Ansatz. Ich finde Rituale und Traditionen verhindern das Leben. Wir schrenken uns selber ein mit Leitplanken (Rituale und Traditionen), was ich schade finde.

  3. fischer sagt sagt:

    Es klingt ein wenig verwunderlich, wenn jeder Bürger, egal ob weiblich oder männlich, nun urplötzlich immer einen Coach für alle haben muss, aber auf der anderen Seite sich doch alle als selbständige Bürger mit einem hohen wissen präsentieren. Wie kränchlich ist eigentlich unsere Gesellschaft, vor allem wenn man immer die eigene Selbständigkeit begleitet zu haben wissend wollen. Sind wir noch Eigenständig, oder sind wir unfähig geworden mit uns und dem derzeitigen Dasein sich zu entfalten, ohne auf permanente Hilfe sich abstützen müssen.

  4. steiner ruedi sagt:

    Sie brauchen Geld und schliessen von ihrem eigenen Unvermögen (“Ich selber zum Beispiel hatte lange Zeit das Gefühl, ich müsse alles im Griff haben”) auf andere. Wer hilft hier wem?

  5. Beni Meyerhans sagt:

    “Unsichere Coaches wollen dem Kunden etwas abnehmen, sie übernehmen zu viel Verantwortung für die Lösung.” Klar, die Strategie der sicheren Coaches/Sanierer/Berater: Staub aufwirbeln und wenn’s schief geht, ist man schon wieder weg. Hauptsache, das Honorar ist bezahlt. Aber wenn bei Personalverantwortlichen und Vorgesetzten nur auf’s Diplom geschaut wird und nicht mehr auf menschliche und fachliche Fähigkeiten und Erfahrung, muss der gesunde Menschenverstand durch Coaching ersetzt werden, das dann ein”regelmässiges SMS” auslöst. Lächerlich.

  6. Herr Lustig sagt:

    haha, tja coaching eine weitere Ökonomisierung und Normierung unseres Lebens (ich meine da wirklich bloss Coaching und nicht psychologische Beratung). Lustig ist auch auf was für einer inhaltlich oberflächlichen Ebene dieses Interview statt findet. Man liests und ist genau so schlau wie vorher. @keller peter – da haben sie vollkommen recht. Vermutlich würde man da ironischerweise mit mehr Coaching als Lösung antworten… :-)

  7. In welchen Punkten wären Sie denn gerne schlauer geworden, Herr Lustig?

  8. martin hubler sagt:

    Musste vom Soz-Amt Basel einen teuren, 2 wöchigen Coaching-Kurs besuchen. Pure Realsatiere,die einige Sozis gut verdienen lässt. Der Erfolg wird natürlch niergens statistisch geoutet, liegt aber zwischen 0-3 % für die Betroffenen. Und die grosse Freude bei den Coacher, wenn irgend ein Mustafa mal den Namen erstens Richtig und, oho, welch Erfolg für so nen Kurs, am richtigen Ecklein hientippt! Nein, es stinkt zum Himmel in diesem Land-Kinder der Landstrasse-Lösungen nach und nach. Da reicht ja dann eine billige Entschuldigung Jahre später!

  9. andreas furrer sagt:

    rituale sind zeitraubend und teuer. das ganze sogenannte coaching kostet weit mehr als es erwirtschaftet. wenn thomas freitag heute dreimal schneller ist als früher, fragt es sich, warum er nicht schon gestorben ist (bzw. überhaupt lebt). effizienter leben tönt irgendwie nach migros und billigkreuzfahrt.

  10. hürzeler sepp sagt:

    Wir hatten früher regelmässig “Geschäftsessen” (Frühling, Spargelessen, Weihnachtsessen). Aus finanziellen Gründen sind diese Anlässe gestrichen worden. Heute wird ein Vielfaches für Kurse/Seminare ausgegeben, weil es in den Abteilungen zwischenmenschlich nicht mehr klappt. Bei Dingen, die man zusammen erreichen muss, kommt regelmässig raus, dass der Lerhling dem Chef helfen muss!

  11. Frank T. sagt:

    @fischer :

    Dies ist nicht kränklich, sondern sehr gesund. Es “heilt” unsere Hybris, alles zu können, immer erfolgreich zu sein alles alleine machen zu können.

    @Beni Meyerhans : So lächerlich sie es finden, die Empirie zeigt einen klaren Return on Investment, Coaching für Führungskräfte hat einen Mehrwert für das Unternehmen. Die Frage ist, reden wir hier von einer FÜhrungskraft, die direkt alles mitbringt? Derjenige muss also der “Hero” sein? Genau diese Vorgehensweise funktioniert in dieser Welt nicht mehr. Durch Veränderung in einer gigantischen Geschwindigkeit brauchen wir mehr gute Führungskräfte, wir brauchen Leute, die sich permanent verändern und reflektieren können. Das ist alleine zwar möglich, aber sehr selten effektiv.

    Mit ihrer Aussage einer “lächerlichen SMS” sprechen sie hier den Nutzen ab. Sie ignorieren dabei das Bedürfnis dieser Person und zeigen damit genau das, was sie gerade anprangerten : menschliche Fähigkeiten. Nur haben die eben nix mit fachlichem zu tun. In der Realität sind die besten Fachkräfte als Führungskräfte meist völlig ungeeignet und zeigen kaum Entwicklungspotential. Fachwissen ist kein Indikator für Führungsfähigkeiten und mit ihrer Einstellung dazu behaupte ich, wird man in der heutigen Welt eher untergehen.

    Weiterhin demonstrieren sie mit “Staub aufwirbeln” dass sie absolut keine Ahnung von psychologischer Arbeit haben, tut mir Leid. Arbeit mit Klienten ist in diesem Fall kein Konzept, in dem ich Fachberatung betreibe. Es geht hier um Entwicklungsprozesse. Wenn sie glauben, ich komme in ein Team, sage ihm “Das hier sind Phasen X Y und Z ihres Teamentwicklungsprozesses, verhalten sie sich mal danach, machen sie jetzt A B und C, weil das hilft” bin ich ein grottenschlechter Team-Coach.

    @ herr Lustig : Ich stelle die gleiche Frage : Was hätten sie sich denn gewünscht? Der Coaching Prozess an sich ist vielfältig, da ist es schwer, direkt zu sagen “Das ist Coaching und das tut Coaching.” Eine solche Klarheit gibt es in diesem Bereich nicht. Es gibt jedoch Prozesse, die man immer wieder bemerkt, die man durchläuft. Und diese sind meist an Ziele gebunden, die in Dreiecken mit dem Arbeitgeber oder mit den Coachees zusammen formuliert und entwickelt werden. Daran wird Coaching IMMER gemessen. Daher : Was möchten sie genau wissen, wenn ihnen das zu ungenau ist?

    @Martin Hubler : Das ist kein Coaching. Das hat nix mit Coaching zu tun. Das teilt nur eben den Begriff und das fälschlicherweise.

    @Andreas Furrer : Hier halte ich es mit Dieter Nuhr : Wenn man keine Ahnung hat….
    Die Empirie zeigt, dass Ziele nicht nur besser erreicht werden, sondern sich ein durchweg positiver Return on Investment zeigt. Gerade in der Schweiz gibt es dazu gute Forschung. Die sollten sie lesen, bevor sie sich mit einer Aussage wie “Coaching kostet mehr als es erwirtschaftet” vor einem informierten Publikum bodenlos blamieren.

  12. Andres Müller sagt:

    Der Verlust von Adel und Diktatur nagt an den führungschwachen Idividuen der Gegenwart. Die Menschen sehnen sich nach Führung und Ordnung. Ein ausgebildeter Sklave ist effizient und kostengerecht, er braucht dazu aber einen Coach der ihn dressiert und ihm die Verantwortbarkeit abnimmt. Bis ein effizienter Sklave entsteht und er rund um die Uhr entzückt grinst, dauert es natürlich eine Weile -das eröffnet Chancen für Coaches wie z.B. Uriella. Ein Bad in ihrer Lotion kann Wunder bewirken, denn allein der Glaube versetzt Kapitalberge.
    Bei der Dressur kann ein iPhone App sicher auch hilfreich sein, für potentielle Maso empfehle ich das Vatikan- oder World Economic Forum-App als Ersatz für das eigene Gehirn. PS: Das Gefühl alles im Griff zu haben fehlt mir seit ich 5 bin -dank genügender Frühkind -Erziehung.

  13. Peter Kunz sagt:

    Coaching ist die neueste Form von Sklaverei. Die erwähnten Rituale machen Menschen abhängig. Rituale sind die Kultivierung von ständigen Wiederholungen. Damit wird das Denken und die Selbstständigkeit abgewürgt. Die Kreativität erstickt und die Gesellschaft wird so zum Zombie. Der Coach überlebt und macht Ferien in den Malediven.

  14. Ilse Gaedicke sagt:

    Ich bin kein Freund von blogs, und, ehrlich gesagt, ist es das erste Mal, dass ich mich genötigt sehe, meinen “Senf” abzugeben: als ausgebildeter Professional Coach (nach ICF-Richtlinien) ziehe ich einem blog ein persönliches Gespräch vor, bei dem ich mein Gegenüber sehen, beobachten, empathisch zuhören und gezielte Fragen stellen kann, damit er selbst darauf kommt, was Coaching ist und wozu es dient (in Abgenzung zur psychologischen Beratung z.B.). Aber so viel Mist, wie hier geplappert wird, geht über die ertragbaren Grenzen meines – sehr grossen! – Verständnisses. Mal ganz abgesehen vom miserablen Deutsch, das man hier so lesen kann und der Aufschluss gibt über das Niveau der Leute, die sich zu Wort melden. Es ist sehr einfach, nur zu kritisieren, anzukreiden und mit dem Finger immer nur auf andere zu zeigen (in diesem Fall auf solche, die sich als Coach orten), die ja angeblich nichts anderes im Sinn haben, als den Kunden viel Geld aus der Tasche zu ziehen! So ein Blödsinn und so ein dummes Bla-Bla ist mir seit langem nicht über den Weg gelaufen und bestätigt nur meine negative Einstellung zu dieser Art von Kommunikation. Auf nimmer Wiederhören!

  15. Beni Meyerhans sagt:

    @Frank T.: Danke für Ihr Statement. Wenn Sie darin zwei Mal die Forschung erwähnen und einen Blogger auffordern, die Erhebungen zu lesen, sollten Sie doch eine oder zwei benennen. Im übrigen bezweifle ich, dass der rein wirtschaftliche Wert wirklich berechnet werden kann. Wenn Sie schreiben, dass in der Realität “.. die besten Fachkräfte als Führungskräfte meist völlig ungeeignet..” seien ..” und kaum Entwicklungspotential” zeigen, frage ich mich, woher Sie diese Erkenntnisse haben und ob solche Verallgemeinerungen angebracht sind. Im übrigen bin ich der Meinung, dass man auch nicht unterschätzen darf, dass Coaching auch ein Disziplinierungsinstrument von Geschäftsleitungen sein kann, obwohl Sie das natürlich vehement bestreiten.

    @Ilse Gaedicke: Mit Ihrer gehässigen Reaktion zeigen Sie deutlich, dass auch eine Ausbildung zum Coach noch lange nicht befähigt, einer zu sein.

  16. Christian Duerig sagt:

    Talentierte und intelligente Menschen helfen sich selbst und werden vom Staat bereits unterstützt. Nur Stümper und Ambitionierte brauchen Coaching und Berufung. Dieses Geplapper hilft nur denjenigen, die das wirklich glauben können. Es beruhigt. Die Scheinwelt des Leistungssportes hat schreckliche Auswirkungen. Das Sponsoring sollte steuerpflichtig werden. Wir müssen uns auf das Wissen konzentrieren und nicht mit Propaganda auftreten.

  17. Etwas verkürzt, aber oft die richtige Spur: je aggressiver und/oder abwertender etwas kommentiert wird, desto mehr betrifft es einen selber, was in diesem Fall heissen würde, bräuchte man wohl ein Coaching oder etwas Ähnliches. Was mir tatsächlich am Coaching nicht gefällt, ist der Begriff selber und dass sich da sicher einiges an Unprofessionalität tummelt. Ansonsten frage ich mich, was schlecht daran sein soll, sich für schwierig zu lösende Situationen Unterstützung zu holen. Ich kann in Grundzügen auch mit Kamm und Schere umgehen, aber wenn ich einen Haarschnitt brauchen, gehe ich doch lieber zum Coiffeur, Sie nicht?

  18. Christian Duerig sagt:

    @Elisabeth Miasko
    Ich hole mein Wissen bei Leonard Susskind, Richard Feynman, Gilbert Strang, Steven Strogatz ua. via Videovorlesungen im Internet. Dazu brauche ich keine Rituale und Coaching. Wenn Sie Frau Miasko etwas lernen wollen und englisch beherrschen, dann suchen Sie Anleitungen via iTunes U. Hier steht Ihnen die offene Welt zur Verfügung. Viel Erfolg und seien Sie vorsichtig mit Verallgemeinerungen. Hier gilt nicht: “Wenn man einen Stein wirft, dann bellt der Hund, den es trifft.” Es fliegen keine Steine, bloss wertlose Ratschläge zu Coaching und Ritualen. Crigs
    PS Videovorlesungen sind das erfolgreichste Unterrichtsverfahren

  19. ruedi sagt:

    so ein schwaches interview habe ich schon lang nicht mehr gelesen. coaches sind einfach leute, die einem das gefühl geben, dass man seine veränderungen packen kann. früher hat man solche menschen freunde genannt. heute zahlt man eben auch für freunde. irgendwie traurig, diese entwicklung.

  20. Wernu sagt:

    Guten Tag
    Der Beweis ist erbracht. Wir können nicht mehr miteinander diskutieren. Es wird aufeinander herumgehackt, jeder und jede gibt vor Recht zu haben und keiner hört zu. Wunderbar! Galileo Galilei sagte einmal: „Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen“. Mir fällt da nichts anderes ein, als dass der Mann Recht hat.
    Wie wäre es, wenn sich die Leute, die sich hier zu Wort gemeldet haben, zu einer Diskussion treffen? Da können Pro und Contra ausgetauscht, Fakten auf den Tisch gelegt und Wege diskutiert werden, wie wir wirklich erfolgreich sein können. Alles andere ist ödes Geschwafel, das uns nicht vorwärts bringt.
    P.S. Ich muss jetzt trotzdem noch einen Kommentar loswerden. Wir holen alle unser Wissen bei irgendwelchen Leuten ab. Wer diesen das alleinige Recht gibt, verleugnet alle anderen, die etwas anderes sagen. Ich lese und höre viel von Ken Blanchard, Steven Covey, Reinhard K. Sprenger und vielen anderen. Der intelligente Mensch liest, versteht und nimmt danach seine Phantasie, seine Erfahrung und seinen XMV zu Hilfe und macht das Richtige daraus.
    Zu ruedi sei gesagt: Danke für die weisen Worte. Freunde braucht das Land und Zeit zum Zuhören.

  21. Barbara B. sagt:

    Wenn ich der Argumentation hier folge, dann frage ich mich, warum es überhaupt noch Trainer(Coaches) für Sportler gibt? Man muss als Profi offensichtlich nur die richtigen Werte haben, Training (Rituale) vermeiden, ein paar Bücher lesen, in der iTunes u ein paar Filmchen schauen und schon ist man der ungeschlagene Champion. Trainer versklaven doch nur die Sportler, die anscheinen nicht intelligent genug sind, sich die richtigen Kompetenzen selbst anzueignen.
    Und sogesehen auch klar, dass Mitarbeiter und Führungskräfte als Profis sowieso von Natur aus alles selbst wissen und können oder einfach mal schnell ein Buch lesen um ihre Sozialkompetenz, Kommunikationstechnik etc. zu verbessern. Kein Wunder, dass in allen Unternehmen immer alles in bester Ordnung ist, nur tolle Chefs rumlaufen, die nur glückliche Mitarbeiter haben. Und sogesehen braucht es in einer so perfekten Arbeitswelt keine Trainer/Coaches.. Logisch.

  22. In meinem langen Leben habe ich viele Erfahrungen gesamelt die ich immer in Betracht zog. Während meiner Berufslehre absolvierte ich zusätzlich einen Lehrgang (Bölmann Geistesschulung) der mich selbständig machte in meinem Beruf und deren Zukunft. Das erste was ich lehrte war Pünktlichkeit Willen Konzentration und Menschenkenntnis. Logisches Denken eine Projektion meiner Ziele in Meditation vor dem Einschlafen. Ich habe in dieser Zeit mein Leben bestimmt und meine gewagtesten Träume war gemacht.war gemacht.

  23. raetus sagt:

    Frühner nennte man die Coach Pfarrer oder Priester, jetzt nennt man das ganze Coach, tönt halt schon nobler.

    Wernu, ich sage nicht das ich recht habe, ich sage was ich dazu denke und empfinde. ich weiss das meine “Wahrheit” meine Wahrheit ist und nicht auch für die Anderen eine Gültigkeit haben kann. Ich kann deswegen keine Fakten auf den Tisch legen, für mich ist es wichtiger auf mein Bauchgefühl zu hören
    Ich lese auch viel, schaue aber mich deshalb nicht als intelligenter an. Ich lese keine Bücher um wissen zu sammeln, sondern um meinen Gedanken anzustossen.

    Ilse Gaedicke, vielleicht lesen sie das ja noch. Es geht mir hier nicht gegen dies Coach, sondern gegen die Aussage das es Rituale braucht. Ich bin der Meinung das Rituale auch süchtig und abhängig machen können. Was passiert beim Herr Freitag wen er die halbe Stund em Morgen, aus irgendwelchen Gründen, nicht geniessen kann. Ist dann der ganze Tag deswegen verdorben?

  24. Bruno Bänninger sagt:

    “Coach” ist das Neudeutsche Wort für Berater. Was macht ein Berater? Er nimmt dir deine Armbanduhr weg, und sagt dir dann, natürlich gegen teures Honorar, wie spät es ist (ohne ihn wäre es zu spät) Vom “kleinen Mann/Frau” bis zu den höchsten CEO’s und im Bundeshaus überall wimmelt es nur so von Beratern. Bald braucht es Berater die einem beraten wie man einen Berater finden kann. Gibt es noch Menschen, die in der Lage sind, ihr Leben ohne Berater zu bewältigen? Gibt es noch “Mänätscher” die noch selber denken und ihr Unternehmen ganz allein, ohne eingekaufte Ratschläge erfolgreich führen? Gibt es noch Politiker, die ohne PR-Berater und ohne beratende “Fachleute” dafür mit dem eigenen gesundem Menschenverstand verantwortungsvoll entscheiden können? Der Vorteil für alle die sich “coachen” lassen. Niemand ist mehr verantwortlich. Der Berater hat ja nur seinen teuren Quatsch verkauft, verantwortlich für das Resultat ist er nicht. Der Beratene hat nur die Ratschläge des Beraters umgesetzt, also kann er doch nicht verantwortlich gemacht werden.
    Zum Schluss ein Zitat von Kant:”Ein Kopf ist der, der aus eigenen Kräften etwas schafft. Ein Pinsel ist der, dem ein anderer die Hand führen muss”

  25. Barbara B. sagt:

    @Bruno Bänninger: Neudeutsch für Berater wäre Consultant und davon sprechen Sie auch. Im Gegensatz zu einem Berater gibt Ihnen ein Coach keine Ratschläge (zumindestens kein Coach, der eine qualifizierte Ausbildung abgeschlossen hat; leider gibt es keinen Schutz für diese Bezeichnung, so dass sich heute jeder Seminarleiter, Berater o.ä. Coach nennt. Aber das hat mit richtigem Coaching nichts zu tun).
    Ein Coach reflektiert – ähnlich wie ein Fussballtrainer mit einem Spieler – die aktuelle (berufliche) Situation mit seinem Klienten, erarbeitet mit ihm (alternative) Strategien, für das Erreichen von Zielen oder Veränderungen, die dieser bisher nicht erreicht hat, aber gerne erreichen würde. Ein Coach analysiert mit seinem Klienten dessen Stärken und schaut, wie er sie noch besser einsetzen könnte um sein Ziel zu erreichen. Verantwortung für das Umsetzen hat nach wie vor der Klient (ein Fussballtrainer geht auch nicht für seine Spieler auf’s Spielfeld) und es ist auch seine Entscheidung, ob er das Ziel später tatsächlich anstreben möchte (Tor schiessen) oder nicht. Und um dies auch noch mit einem Zitat zu verdeutlichen: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ – Albert Einstein – Und genau deshalb ist eine Aussensicht – eines Freundes, Pfarrers oder eben eines speziell geschulten Coaches – eben manchmal sehr hilfreich. Niemand kann sich einfach so aus seiner eigenen Denkweise lösen und deshalb ist auch ein regelmässiges Coaching für einen Coach sinnvoll.
    @die Mehrheit der Kommentatoren: es wäre schön, wenn sich an dieser Stelle einige der Kommentatoren vorher mal wirklich mit der Materie befasst hätten, anstatt völlig respektlos durch stammtischähnliche Kommentare etwas “runterzumachen”, das sie gar nicht kennen.

  26. Moritz Berger sagt:

    Warum benötigen wie eigentlich Coaches?

    Weil wir ohne ” Krücken ” nicht mehr laufen können ?

    Weil wir immer sagen können, mein Coach hat doch gesagt…?

    Weil wir SMS benötigen, da wir nicht mehr selbständig durchatmen können ?

    Weil wir vielleicht nicht mehr Verantwortung übernehmen wollen ?

    Weil es ja so bequem ist zum Coach zu gehen und man selber nicht mehr nach Lösungen suchen muß?

    Was Frank T. hier schreibt:

    Die Empirie zeigt, dass Ziele nicht nur besser erreicht werden, sondern sich ein durchweg positiver Return on Investment zeigt.

    kann ich auch unterschreiben. Nur der roi liegt doch wohl beim Coach oder ?

    Wenn ich sehe, dass Eltern bereits einen Bildungscoach für Ihre Grundschüler zu Rate ziehen, dann frage ich mich schon ob wir von der Wiege bis zur Bahre nur noch gecoacht werden?

    Dann man/frau Beratung in bestimmten Situationen benötigt, d´ccord.
    Aber zu einem addict in Sachen coaching zu werden, nein Danke.

    Sympotisch für den ” Erfolg ” des Coaches Thomas Freitag ist doch die Tatsache, der er immer noch per SMS einer Klientin die Mitteilung sendet:

    Durchatmen!!

    Soll die SMS bis zum Friedhof versandt werden? Nebenbei eine interessante start-up Idee der app-coach:

    Halte durch

    Nur Mut

    Die Hoffnung stirbt zuletzt

    etc. etc.

    Wenn ich einen Berater oder und einen Coach benötige, dann doch nicht mein ganzes Leben, sondern zur Lösung einer konkreten Fragestellung.

    Und eine Lösung kann ich leider beim Versenden einer regelmäßigen SMS nicht sehen.

    Dieser ” Lösungsansatz ” ist schon entlarvend.

    Während Woody Allen seine Besuche beim Psychoanalytiker, in konkrete Business-Modelle. sprich Drehbücher für erfolgreiche Filme, umgesetzt hat, sehe ich bei meinen KollegInnen die zum Coach gehen und dies schon seit Jahren machen, leider keine Lösungsansätze für die tägliche Arbeitspraxis.

    Aber vielleicht sollte ich alles etwas lockerer sehen, wenn ich Probleme habe, frage ich meine Frau, meine Freunde oder sogar mir völlig Unbekannte. Warum auch nicht, die verfügen doch auch über Erfahrung oder ?

    Früher gingen die Menschen zur Handleserin oder zum Wahrsager.

    Heute ist es der Coach :-)

  27. Moritz Berger sagt:

    Nachsatz:

    Ich bin selbst Berater (Unternehmensberater) und sehe daher meine Branche etwas kritischer :-)

    Das was Bruno Bänninger hier schreibt ist richtig:

    Gibt es noch Politiker, die ohne PR-Berater und ohne beratende “Fachleute” dafür mit dem eigenen gesundem Menschenverstand verantwortungsvoll entscheiden können? Der Vorteil für alle die sich “coachen” lassen. Niemand ist mehr verantwortlich.

    Ich würde ergänzen Politiker und Manager !!

  28. Frank F. sagt:

    Heute nennt sich jeder Consultant (Berater) ein Coach. Die sogenannten Bindestrich-Coaches: Finanz-Coach, Business-Coach, Fitness-Coach, Job-Coach, Personal-Coach, CEO-Coach und wie sie sich alle nennen. Professionelles Coaching ist mehr, als nur die “Wunderfrage” zu stellen, die man an einem 2-Tages Seminar gelernt hat. Sie gehen auch nicht zu einem Arzt, der knapp ein Semester Medizin studiert hat. Oder aber dann lieber zu einem “Heiler”?

  29. Frank F. sagt:

    @ Mathias Morgenthaler
    … auf die Aussage: Wir brauchen Rituale, um uns auf Veränderungen einzustimmen

  30. Tom Stocker sagt:

    Auch eine gecoachte Erkenntnis: “Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul.”
    Und jetzt lade ich Sie ein, die vorangegangenen Texte noch einmal zu lesen.
    Ich vermisse in den meisten Texten die Wertschätzung, die Anerkennung anderer Sichtweisen. Ist der Sinn eines Austausches in einem Blog die Rechthaberei? Wem nutzt das? Sind nicht gerade die vielseitigen Sichtweisen die Farben, die einen Blumenstrauss bunt sein lassen? Der Artikel ist ja nicht auf ein ganz spezifisches Publikum ausgerichtet. Ich gehe davon aus, dass diese Zeilen ein, in der Deutschschweiz noch nicht so bekanntes Berufsbild erklären will und anregen kann, sich über diese Tätigkeit Gedanken zu machen. Das scheint geglückt zu sein.
    Auch ich lese hier von einem Geschäftsmodell zum ersten Mal: Coach sein ist lukrativ, verhindert, dass ich zum Sklaven werde und meine Ferien verbringe ich auf den Malediven. Ob dem wohl wirklich so ist?

  31. Oliver Schärli sagt:

    Dieses Interview empfinde ich als Ärgernis: Selbst nach mehrmaligem Schauen bin ich noch immer nicht sicher, ob das Tagi online ist oder eine eingekaufte Werbeseite. Die Sprüche von Herrn Freitag drehen mir den Magen um: ROCI (bitte!), flexibel im Moment leben (geht ja wohl auch nur als Coach, der keine Verantwortung hat), neue Gewohnheiten mit System antrainieren (der Mensch als funktionierende Maschine im Dienst der Wirtschaft – Marcuse lässt grüssen). Und dann das Beispiel mit der SMS: wer sowas braucht, gehört zum Psychologen und nicht zum Coach! Am Ende aber gab’s dann doch noch einen Lacher: Ich schaffe mir jetzt auch eine LED-Duschbrause an, und schon sind alle meine Probleme weggespült. Das ganze Interview nichts als Phrasendrescherei.

  32. Moritz Berger sagt:

    @Barbara B

    Sie zitieren hier Einstein:Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind

    und verweisen auf:

    Und genau deshalb ist eine Aussensicht – eines Freundes, Pfarrers oder eben eines speziell geschulten Coaches – eben manchmal sehr hilfreich.

    Dieser Aussage kann ich durchaus zustimmen.

    Dennoch eine Frage als ” Nichtcoach “?
    Warum reagieren viele hier Ihrer Auffassung nach als ” Stammtischplauderer ” weil sie angeblich nichts von der Materie des Coaches verstehen?

    Ist die Aufzählung vin Bruno Bränninger ” ein Coach für jeden Bereich ” nicht vielfach auch symptomatisch für die Branche, die doch letztlich dem Nichtcoach sagt, ohne Coach kannst Du in der heutigen Gesellschaft nicht ” überleben “.

    Du benötigst die tägliche SMS mit dem Appell: ” tief durchatmen ” :-) sonst schaffst Du es nicht Dein Leben zu verändern!!

    Die ” Delegierung der persönlichen Verantwortung ” auf Dritte, wie sie Bruno beschreibt, sieht man/frau z.B. doch auch daran, wie ” unselbständig ” Eltern sind, wenn sie Ihre Kinder bereits im Grundschulalter zum Bildungscoach schicken, weil der weiß nach ein paar Sitzungen sehr viel besser welche berufliche Laufbahn der 10 jährige einschlagen wird :-)

    Zum Thema Stammtischgespräche. Andersherum gefragt:

    Warum reagieren die hierAnwesenden wohl kritisch auf das Stichwort Coach? Liegt es nicht auch daran dass der Begriff mittlerweile inflationär gehandhabt wird.
    Wenn ich die Philosophie des coachens in diesem Zusammenhang richtig verstehe, müßte sich doch auch der Coach fragen, warum die Branche zunehmend einen schlechten Ruf bekommt.

    Vielleicht sollten die Coaches daher einmal zu einem Unternehmensberater gehen, der ” Experte ” für die Coachbranche ist :-)

    P.S. Wenn ich diesen Satz von Thomas Freitag lese:

    Der ROCI: Return on Coaching Investment. Der Nutzen ist deutlich höher als die Investition in das Coaching.

    Dann fühle ich mich an die Webseite von Deloitte erinnert:

    http://www.fightthebull.com/bullfighter.asp

  33. Luzia B. sagt:

    “Der höchste Coach der Schweiz”
    Ich glaube die Coaching Branche hat ein Bestätigungs und Profilierungs Problem. Coaches sind etwas spezielles, besseres. Deshalb wird auch so rechthaberisch diskutiert (Obwohl – das fällt praktisch bei allen Kommentaren in solchen Foren/Blogs auf – auch zu anderen Themen…- Auf dieser Ebene ist eine qualitative Kommunikation sehr schwer).

    Auch Tom Stockers Erkenntnis finde ich interessant: Wertschätzung ok. Der Artikel hat wohl einfach provozierende und rechthaberische Reaktionen ausgelöst. Das scheint geglückt zu sein. So tickt die Welt, Wertschätzung und Anerkennung hin oder her. Wo ist denn Ihre Wertschätzung anderer Sichtweisen? Eine typische Provokation (Was Tom Stocker als Kommentar schreibt, sagt mehr zu Tom Stocker als zum Kommentar)… Wie geht es Ihnen jetzt? Wertgeschätzt? Lesen Sie doch nochmals Ihren Text durch…. Köstlich :-)

  34. Judith Stocker sagt:

    Im Interview, um das es in diesem Blog geht, stellt EIN Coach seine Tätigkeit und seine Erfahrungen damit vor. Bei mir kommt an: Coaching ist EINE Möglichkeit, meine Lebens- oder Arbeitssituation zu betrachten und mich weiterzuentwickeln.
    Durch gezielte Fragen des Coachs gelingt es mir vielleicht einen neuen Standpunkt einzunehmen und Aspekte zu sehen, die ich – wenn ich „mittendrin hocke“ nicht erkenne. Dies kann mich bei der Entscheidung, wie ich mit einer Herausforderung umgehe, unterstützen. „Love it, change it or leave it“, ich habe stets die Wahl. Habe ich mich für eine Veränderung entschieden, z.B. mehr Sport zu treiben, beim Lästern über den Chef nicht mehr mitzumachen oder die gelesenen e-mails zu löschen, bevor meine Mailbox kollabiert , ist diese Veränderung noch nicht vollbracht. Meine Erfahrung mit meinem inneren Schweinehund zeigt mir, dass schon so mancher guter Vorsatz den normalen Anforderungen des Alltags (und den guten Ausreden) zum Opfer gefallen ist. Hier können mir die Regelmässigkeit eines Rituals, wie z.B. das Zähneputzen vor dem Schlafengehen oder kleine Hilfen wie ein Notizzettel am Kühlschrank durchaus hilfreich sein. Warum also nicht eine SMS meines Coachs?
    Klar, diese Unterstützung könnte mir auch eine gute Freundin bieten. Doch hat sie genügend Distanz und begleitet mich zu einer neuen Sichtweise? Oder bläst sie, weil mir gerade so nach Jammern ist und sie mich nicht verletzen will oder es bequemer findet mit mir zu lästern, statt mir den Spiegel vorzuhalten, ins gleiche Horn und bestärkt mich so, vielleicht ohne es zu wollen, im Steckenbleiben?
    Wie dem auch sei, das Leben und der Umgang damit bietet mir VIELE Möglichkeiten. Umso mehr überrascht mich, dass hier in einigen Beiträgen über die EINE Möglichkeit geschrieben wird, als wäre sie des Teufels. (@Tom Stocker: Herzlichen Dank für die Wertschätzung und den neuen Blickwinkel)
    Als Voraussetzung für das persönliche Vorwärtskommen in Beziehungen oder am Arbeitsplatz sehe ich die Bereitschaft die Positioniertheit und das Recht-Haben-Wollen aufzugeben. Denn mit alten Strategien erhalte ich keine neuen Ergebnisse, hingegen auf einem neuen Standpunkt bekomme ich eine neue Perspektive.

  35. Charles Dupond sagt:

    @ Judith

    Das Coaching wird nicht von allen Kommentatoren generell abgelehnt!

    Beim Coaching ist es wie bei der aerztlichen Betreuung. Erfolgt sie im Interesse des Betreuten oder WGO-abkommenswidrig dessen Ausbeuter ohne Ruecksicht auf Befinden, Gesundheit und Leben, wie zB durch die KZ-Mengeles im Interesse der Kriegswirtschaft oder Versicherungsmoechtegernmengeles gar in Friedenszeiten, oft gar in Verbindung mit einer nierenkeulenden Medikamentendopingdauerkeule im Interesse der Aktionaersueberfettung?

    Wie bereits erwaehnt soll es Spitzensportlern freistehen, sich alle paar Monate fuer ein paar mm mehr oder sec weniger koerperlich und geistig zu ueberanstrengen, um sich koerperlich und seelisch schon in den dreissiger Altersjahren total ruiniert mit den Preis- und Werbemillionen zur fruehen Ruhe setzen zu koennen, ohne durch Schmerzen und Erschoepfung arbeitsunfaehig sinnlos eine qualvolle Vollzeitpraesenz bei einem dafuer gar subventionierten statt einen Lohn auswerfenden Lohnsklavenhalter absitzen zu muessen….

  36. kocher ralph sagt:

    Andauernd auf der Überholspur sich fühlen zu müssen als ob man verfolgt würde?
    Den Internetanschluss “leiht” man sich heuer; TV, Telefon, Handy und Radio bleiben verzichtbar. Auto? Für was bitte, wenn man gesunde Beine hat? Ein Coach bleibt die Sonne. Unermesslich an Potential. Heliozentrik ist aktuell ein legaler Begriff.
    Progressiver Zentrist, nachhaltiger? Oder irgendwohin abdriftend (auf der Flucht); daraus resultiert zuviel Substanz verschleudernd? Das Eine gebiert das andere. Nutzmensch – oder doch nicht dem Kommerz verhaftet?
    Wer sucht, der findet; aber wer finden will, sucht…

  37. Professionelles Coaching hat weder eine schlechte Absicht noch ein schlechtes Ziel. Coaching soll Personen erleichtern und beflügeln, Coaching soll Organisationen stärken und Resultate optimieren. Coaching soll z.B. helfen Probleme zu lösen, Klarheit in Prozessen der Veränderung schaffen und damit Personen und Firmen einen Mehrwert bringen. Coaching wird oft von Menschen geschätzt, die in sehr komplexen Situationen sind oder arbeiten und diese regeln oder managen müssen. Professionelles Coaching hat zum Ziel, dass sich der Aufwand für die Kundschaft lohnt.

  38. martin tschuemperlin sagt:

    Da werden Kunden ge-coacht um optimal zu arbeiten, – effizienter zu sein, mehr verkaufen zu können und damit sie schlussendlich ein paar Jahre vor dem kompletten Erfolg, sprich, vor der finalen finanziellen – Ernte und vor dem effektiven Burn -Out – für ihre Unternehmen möglichst viel Geld eintreiben können.
    Irgendwie wie Zuchtviehhaltung kommt mir das vor, – Umkehrschluss, was für ein Coach ist denn ein Bauer?

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